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10.03.2008, 19:12
BAD WILDBAD/NEUENBÜRG.
Manche Gemeinden in der Region machen sich derzeit intensiv Gedanken über neue Grabformen. Auch, weil Angehörige immer mobiler werden und somit weniger Zeit haben, die Gräber zu pflegen.
Bad Wildbad ist so eine Kommune. „Wir merken, dass da Bewegung in dem Thema ist“, sagt der Bad Wildbader Bürgermeister Klaus Mack. In der Kurstadt nehme der Bedarf an anonymen Urnengrabfeldern beziehungsweise Gemeinschaftsgrabfeldern stetig zu. „Im vergangenen Jahr gab es insgesamt nur drei anonyme Bestattungen“, so Silvia Wegner, Sachbearbeiterin im Calmbacher Rathaus. In diesem Jahr hingegen habe es bereits in den ersten drei Monaten drei anonyme Bestattungen gegeben.
Bei Gärtnereiverband informiertDie Stadtverwaltung hat ein Gespräch mit den örtlichen Gärtnereien sowie dem badischen Gärtnereiverband geführt, um sich angesichts dieser Entwicklungen über neue Formen der Bestattung – etwa Gemeinschaftsgrabfelder oder einen sogenannten „Friedwald“ – zu informieren. Laut Mack wolle man sich in Bad Wildbad langfristig vor allem Gedanken über ein Grabfeld machen. Dabei handelt es sich um ein bepflanztes, von den örtlichen Gärtnereien gepflegtes Areal für Urnengräber. Mit den Angehörigen werde zusätzlich ein Pflegevertrag abgeschlossen.
Aber Mack zufolge ist auch denkbar, dass sich eine Person zu Lebzeiten einen Platz auf diesem Feld reserviert und bereits vor seinem Tod die Grabpflege für 30 Jahre im Voraus bezahlt. Auf diese Weise lasse sich eine Alternative zu einer Beerdigung auf dem anonymen Grabfeld der Stadt für Menschen schaffen, die überhaupt keine Angehörigen mehr hätten. Denn auf einem Gemeinschaftsgrabfeld seien sowohl anonyme Bestattungen als auch Gräber mit Steinen oder Namensstelen denkbar.
Auch zur Bestattung in einem „Friedwald“ hat der Bürgermeister inzwischen Anfragen aus der Bevölkerung bekommen. „Hier sind allerdings viele Fragestellungen zu klären“, so Mack. Etwa, ob die Stadt ein geeignetes Waldstück für die nächsten 100 Jahre aufgeben möchte. Auch die Meinung der Kirchen müsste in dieser Frage berücksichtigt werden.
Anonymes Gräberfeld seit 1997In Neuenbürg wird derzeit nicht über einen Friedwald nachgedacht. Dafür gibt es auf dem dortigen Waldfriedhof bereits seit 1997 ein anonymes Gräberfeld. Bestattet werden dort hauptsächlich Menschen ohne Angehörige, die im Neuenbürger Krankenhaus oder den Seniorenenheimen sterben. 2007 wurden dort insgesamt acht Personen beigesetzt, zwei hatten dies ausdrücklich gewünscht. „Es gibt auch diejenigen, die ihren Angehörigen die Grabpflege nicht aufhalsen wollen“, erklärt Stefan Haderer vom Friedhofsamt Neuenbürg. Veränderungen bei den Bestattungsformen macht er seit einiger Zeit aus. So nehmen nach seinen Beobachtungen die Urnenbeisetzungen stark zu. Im vergangenen Jahr waren es 60 Prozent der Bestattungen. „Das ist mittlerweile auch eine Kostenfrage“, so Haderer.
Manche Gemeinden in der Region machen sich derzeit intensiv Gedanken über neue Grabformen. Auch, weil Angehörige immer mobiler werden und somit weniger Zeit haben, die Gräber zu pflegen.
Bad Wildbad ist so eine Kommune. „Wir merken, dass da Bewegung in dem Thema ist“, sagt der Bad Wildbader Bürgermeister Klaus Mack. In der Kurstadt nehme der Bedarf an anonymen Urnengrabfeldern beziehungsweise Gemeinschaftsgrabfeldern stetig zu. „Im vergangenen Jahr gab es insgesamt nur drei anonyme Bestattungen“, so Silvia Wegner, Sachbearbeiterin im Calmbacher Rathaus. In diesem Jahr hingegen habe es bereits in den ersten drei Monaten drei anonyme Bestattungen gegeben.
Bei Gärtnereiverband informiertDie Stadtverwaltung hat ein Gespräch mit den örtlichen Gärtnereien sowie dem badischen Gärtnereiverband geführt, um sich angesichts dieser Entwicklungen über neue Formen der Bestattung – etwa Gemeinschaftsgrabfelder oder einen sogenannten „Friedwald“ – zu informieren. Laut Mack wolle man sich in Bad Wildbad langfristig vor allem Gedanken über ein Grabfeld machen. Dabei handelt es sich um ein bepflanztes, von den örtlichen Gärtnereien gepflegtes Areal für Urnengräber. Mit den Angehörigen werde zusätzlich ein Pflegevertrag abgeschlossen.
Aber Mack zufolge ist auch denkbar, dass sich eine Person zu Lebzeiten einen Platz auf diesem Feld reserviert und bereits vor seinem Tod die Grabpflege für 30 Jahre im Voraus bezahlt. Auf diese Weise lasse sich eine Alternative zu einer Beerdigung auf dem anonymen Grabfeld der Stadt für Menschen schaffen, die überhaupt keine Angehörigen mehr hätten. Denn auf einem Gemeinschaftsgrabfeld seien sowohl anonyme Bestattungen als auch Gräber mit Steinen oder Namensstelen denkbar.
Auch zur Bestattung in einem „Friedwald“ hat der Bürgermeister inzwischen Anfragen aus der Bevölkerung bekommen. „Hier sind allerdings viele Fragestellungen zu klären“, so Mack. Etwa, ob die Stadt ein geeignetes Waldstück für die nächsten 100 Jahre aufgeben möchte. Auch die Meinung der Kirchen müsste in dieser Frage berücksichtigt werden.
Anonymes Gräberfeld seit 1997In Neuenbürg wird derzeit nicht über einen Friedwald nachgedacht. Dafür gibt es auf dem dortigen Waldfriedhof bereits seit 1997 ein anonymes Gräberfeld. Bestattet werden dort hauptsächlich Menschen ohne Angehörige, die im Neuenbürger Krankenhaus oder den Seniorenenheimen sterben. 2007 wurden dort insgesamt acht Personen beigesetzt, zwei hatten dies ausdrücklich gewünscht. „Es gibt auch diejenigen, die ihren Angehörigen die Grabpflege nicht aufhalsen wollen“, erklärt Stefan Haderer vom Friedhofsamt Neuenbürg. Veränderungen bei den Bestattungsformen macht er seit einiger Zeit aus. So nehmen nach seinen Beobachtungen die Urnenbeisetzungen stark zu. Im vergangenen Jahr waren es 60 Prozent der Bestattungen. „Das ist mittlerweile auch eine Kostenfrage“, so Haderer.