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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Training gegen Unfall-Wahnsinn



Webmaster
13.03.2008, 01:11
PFORZHEIM/ENZKREIS. Der erschreckend hohe Blutzoll auf den Straßen der Stadt und des Enzkreis hat nicht nur bei den Angehörigen der Toten Entsetzen ausgelöst. Nun soll gegengesteuert werden.

Im Haus des Handwerks trafen sich zu einem Krisen-Gipfel Vertreter des Handwerks, der Industrie, Polizei, Gesellschaft für Beschäftigung und berufliche Eingliederung, Roten Kreuzes, Sparkasse, Landratsamt, des Staatlichen Schulamts Enzkreis, der Verkehrswacht und Polizei. Die Hauptsorge gilt den Fahranfängern. Diese Altersgruppe verursacht die meisten Unfälle. Sie sind unerfahren, hitzköpfig, fühlen sich unverwundbar, wollen ihren Kumpels und Mädels imponieren. Und dann kracht es – mit fatalen Folgen. „Da lief eine Woche lang nichts mehr“, erzählt ein leitender Mitarbeiter der Königsbach-Steiner Werkzeughersteller-Firma Härter. Das Unternehmen ist einer der größten Ausbilder in der Region (rund 100 Lehrlinge) – und verlor bei einem schrecklichen Unfall Anfang des Jahres auf der Unteren Wilferdinger Straße in Pforzheim einen 19-Jährigen.

Was also tun? Es wird eine Steuerungsgruppe eingerichtet, die Vorschläge konkretisieren soll. Sie wird bestehen aus Jürgen Kellenberger (Kfz-Innungs-Chef), Thomas Hoffmann (Leiter des Verkehrserziehungsdienstes), Klaus Berchtold (Verkehrswacht), Martin Kühnemundt (GBE) und einem Vertreter der Wirtschaft, wahrscheinlich von Härter. Erfahrungsgemäß weiß man: Geht ein Unternehmen mit gutem Beispiel voran, ziehen andere schnell nach. Es ist daran gedacht, mehrgleisig zu fahren: Zum einen gilt es, die Zielgruppe der jährlich mehreren Tausend Fahranfänger zu erreichen. Beispielsweise könnte auf dem Ausbildungsplan auch ein obligatorisches Mobilitätstraining stehen, wie es die Verkehrswacht – allerdings auf freiwilliger Basis – bereits anbietet. Kombiniert werden könnte dies mit Präventionskursen des DRK – die allerdings erst noch im Detail ausgearbeitet werden müssten. Die zweite Zielgruppe sind die mittelbar Betroffenen: Eltern und heranwachsende junge Frauen. Die könnten durch konsequentes Auftreten – „Wenn Du weiter so riskant fährst, geh’ ich lieber zu Fuß“ – das Verhalten der Risikogruppe positiv beeinflussen. Und Azubi-Eltern könnten bei Veranstaltungen, die vom Unternehmen ausgehen, aufgeklärt werden – unter anderem damit, dass sie ihrem Sohn einen Bärendienst erweisen, wenn sie dem Wunsch nach einem PS-starken Auto nachgeben.

PonyPit
13.03.2008, 01:11
Wenn eine Wahl ansteht wird die Stadt mit Wahlplakaten überschwemmt.Vielleicht überschwemmen Sie mal die Stadt mit Bildern wie oben um zu schocken!
Beides kostet Geld,ob der Erfolg des letzteren wertvoller ist?möglich

MartinK
13.03.2008, 02:07
Vielleicht war es doch nicht so schlecht dass es den Führerschein früher erst mit 21 gab.
Und jetzt soll es ihn schon mit 17 geben ?

philly
13.03.2008, 09:56
Den Führerschein mit 17 braucht kein Mensch. Höchstens die Jugendlichen, die am Wochenende zum Clubben ein paar Dutzend Kilometer weit fahren wollen und im worst case dann nach ein paar Wodka-Bull ihren Wagen an den Baum setzen.

18 ist ok, von mir aus spricht aber auch nichts gegen den Führerschein mit 19 oder 20. Denke wenn man studiert, ist der Führerschein schon sinnvoll, und eigentlich sollte da dann auch genug Verantwortungsbewusstsein vorhanden sein. Aber mit 17 - muss nicht sein. Da hilft auch keine "Steuerungsgruppe" mehr.

MartinK
13.03.2008, 13:08
Der Führerschein ab 12 hat darin seine Berechtigung dass die Kinder mit den Auto in die Schule fahren können wenn die Busfahrer mal wieder streiken.