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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Renten steigen ab Juli um 1,1 Prozentpunkte



Webmaster
16.03.2008, 16:24
Weil wieder mehr Menschen Arbeit finden und zugleich die Löhne gestiegen sind, fällt auch für die Ruheständler etwas ab. Sicher, die beschlossene Rentenerhöhung ist kaum mehr als ein Zuschuss zur Kaffeekasse. Aber immerhin: Nach 2007 steigen auch in diesem Jahr die Renten wieder.

Doch was sich da aus der Sicht des politischen Marketings so publikumswirksam verkaufen lässt, ist für die Rentner weit weniger lustig. Denn tatsächlich bleibt vom schmalen Zuwachs für die Rentner nichts übrig: Die Inflation und die erhöhten Pflegeversicherungsbeiträge zehren das kleine Plus gleich wieder auf. Unterm Strich lautet also die triste Botschaft: Real haben die rund 20 Millionen Rentner auch in diesem Jahr wieder weniger Geld in der Tasche.



Das ist unbefriedigend für die Rentner, die sich bereits seit Jahren bescheiden müssen. Die Bundesregierung kann den Rentnern keinen besseren Zuwachs gewähren, weil sie sonst ihre eigene Rentenpolitik konterkariert. Erklärtes Ziel dieser Koalition ist ja, das Rentensystem vorzubereiten auf die Risiken des gesellschaftlichen Alterungsprozesses. Deshalb hat sie immer wieder an der Rentenformel getüftelt und Begrenzungsfaktoren eingebaut, die dämpfend auf die Ruhestandsgehälter wirken sollen.

Dabei zeigt sich, dass nicht immer alle Kräfte in dieselbe Richtung wirken. Dass überhaupt ein Plus für die Rentner herausspringt, liegt am sogenannten Nachhaltigkeitsfaktor – ein Instrument, das eigentlich helfen soll, das Rentensystem gegenüber der demografischen Entwicklung unempfindlicher zu machen. Es bremst, wenn die Zahl der Rentner steigt und die der Beschäftigten sinkt. Weil aber im vergangenen Jahr neue Jobs entstanden sind, schlägt das Pendel nun in die andere Richtung aus: Die Altersbezüge steigen stärker, als viele Experten bisher erwartet hatten.

Den Rentnern bietet das nur bedingt Trost. Sie müssen sich dauerhaft auf magere Zeiten einstellen. Selbst wenn die Wirtschaft weiter gut läuft, können sie nicht mit üppigen Zuschlägen rechnen. Weil die Altersruhegelder in den vergangenen wachstumsschwachen Jahren eigentlich hätten gekürzt werden müssen – was sich die Regierung allerdings selbst untersagt hatte – fallen die Erhöhungen in den nächsten Jahren geringer aus.

Das schmerzt vor allem jene, die mit kleinen Renten auskommen müssen. Aber gibt es eine sinnvolle Alternative angesichts des demografischen Wandels? Künftig müssen immer weniger Beschäftigte immer mehr Rentner finanzieren. Was das bedeutet, erfahren diejenigen mit aller Härte, die in 20 Jahren in Rente gehen. Also jene, die künftig länger arbeiten müssen, und doch weniger raus bekommen – und deshalb schon jetzt mehr auf die hohe Kante legen müssen für die private Vorsorge.

Detlef von Seggern
16.03.2008, 16:24
Würden wir jetzt nicht vor Wahlen stehen in dieser Republik,die Rentenerhöhung, würde wie bereits vor Wochen angekündigt,bei ca.0,5% liegen.
Aber gewisse Herrschaften in der Bundespolitik,haben es denen in Bayern nachgemacht. Diese lockerten bzw. hoben das "Rauchverbot" in Festzelten, wegen der bei ihnen in Bayern, anstehen Landtagswahl auf, um "besser" abzuschneiden,als bei den vor kurzen stattgefundenen Kommunalwahlen!?
Und, was sind 1,1 Prozent Rentenerhöhung, für all jene Rentner und Rentnerinnen,welche ein Leben lang,"hart" gearbeitet haben und jetzt von einer "teils" bescheidenen Rente leben müssen?
Die 0,25 Prozent Erhöhung zur Pflegeversichung, gehen davon sofort wieder ab und die Teuerungsrate, in diesem Lande,besorgt den Rest und von der "Erhöhung" bleibt nichts übrig!
Aber davon betroffen, ist ja auch die gesamte Arbeitnehmerschaft, in dieser Republik!
Auch die "Erhöhung" der Mehrwertsteuer, durch die Große Koaltion, im letzten Jahr hat zu diesem "negativen Trend", mit beigetragen!!!
Und, auf die "hohe" Kante legen, für die Alterssicherung, können wohl die wenigsten, im Beruf stehenden Menschen,bei der stäntig "steigenden" Inflationsrate in diesem Staate!!!

mannomann
16.03.2008, 21:22
In unserem Land gibt es eine Tarifhierarchie, die in etwa so geht : Metaller - Einzelhandel- öffentlicher Dienst- Rentner . Dass Rentner für einen Streik kein direktes Gegenüber haben, scheint naturgegeben. Doch, weit gefehlt! Unser auf soziales Engagement angewiesenes Land ( " Bürgerschaftliches Engagement " ) kommt ohne Rentner nicht aus. Warum sollen sie sich nicht aus der Enkelbetreuung, aus der Betreuung von Gemeindebüchereien, aus Demenzdiensten und Nachbarschaftshilfen ausklinken, um höhere Renten durchzusetzen ? Offenbar fehlt es " nur " an der Organisation. Ich schlage vor, die Rentensteigerungen an de Steigerung der Abgeordnetendiäten zu knüpfen- m.E. ein für beide Seiten heilsamer Weg.

DEbert
18.03.2008, 09:46
Ich schlage vor, die Rentensteigerungen an de Steigerung der Abgeordnetendiäten zu knüpfen- m.E. ein für beide Seiten heilsamer Weg.

was sollen die Rentner mit dem vielen Geld?? :-))

mal im Ernst, wo wären wir heute ohne die Menschen, die unser Land wieder aufgebaut haben??
Und das sind die Rentner von heute, die haben es mit Sicherheit verdient, dass sie eine angemessene Rentenerhöhung erhalten