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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Druck in Sachen Westtangente



Webmaster
17.03.2008, 08:42
PFORZHEIM. Drei Jahre ist es her, dass der erste Bauabschnitt der Westtangente die letzte juristische Hürde nahm. Doch ein Baubeginn ist mangels Geld nicht in Sicht. Nun kommt eine Vorfinanzierung durch die Stadt ins Gespräch.

Wo genau es hakt, weiß selbst der Pforzheimer Baubürgermeister Alexander Uhlig (CDU) nicht so genau. Der Bund und das Land Baden-Württemberg schöben sich den Schwarzen Peter zu. Es geht ums Geld, das der Bund bringen muss, und um Entscheidungen über die Wichtigkeit des Vorhabens im Vergleich zu anderen Verkehrsbauprojekten im Südwesten. Und die muss das Land treffen.

Mit Müh und NotWie auch immer: Im Jahr 2005 wies das Bundesverwaltungsgericht Leipzig die letzten juristischen Einwendungen gegen den Bau der Pforzheimer Westumfahrung – genauer: gegen ihren ersten Abschnitt von der A 8-Anschlussstelle Pforzheim-West bis hinunter zur B 294 im Brötzinger Tal –zurück. Wiederum ein Jahr später schaffte es das Straßenbauvorhaben mit Müh und Not, in die Finanzpläne des Bundes für die kommenden fünf Jahre aufgenommen zu werden. Auch die Ingenieure des Regierungspräsidiums haben ihre Hausaufgaben gemacht und das Leistungsverzeichnis erstellt, um die rund 70 Millionen Euro teuren Arbeiten europaweit ausschreiben zu können. Fehlt nur das endgültige Ja des Bundes, das der wiederum vom Land und dessen Prioritätenliste abhängig macht.

Den 18 Christdemokraten im 40-köpfigen Gemeinderat dauert das zu lange. „Die CDU-Fraktion schlägt daher vor, zu prüfen, ob die Stadt nicht in eine Vorleistung gehen kann, indem sie zum Beispiel eine notwendige Brücke auf der Wilferdinger Höhe vorfinanziert“, hatte der Fraktionsvorsitzende Florentin Goldmann sehr zur allgemeinen Überraschung der anderen Ratsfraktionen wie auch des Baubürgermeisters bei der Haushaltsverabschiedung vergangene Woche gesagt. Diese Vorgehensweise habe an anderer Stelle im Bundesgebiet bereits mehrfach Erfolg gehabt, so Goldmann. Denn ein grundsätzlich bewilligtes und auch begonnenes Straßenbauvorhaben sei immer zeitnah zu Ende gebaut worden.

Angespannte HaushaltslageDer Baubürgermeister ist skeptisch. So sehr er sich über einen raschen Baubeginn freuen würde und auch gar nichts gegen eine Vorfinanzierung durch die Stadt hätte: Die Stadtkämmerin Susanne Weishaar sähe das bestimmt anders, sagt Uhlig in Anspielung auf die angespannte Haushaltslage der Stadt. Wobei er noch gar nichts dazu sagen konnte, wie viel denn der von Goldmann ins Spiel gebrachte Bau einer Brücke überhaupt kostet und ob man da eher mit einer oder eher mit drei Millionen Euro zu rechnen habe. Immerhin ist sich die städtische Bauverwaltung ziemlich sicher, dass es sich bei Goldmanns Vorschlag um die Brücke der Heilbronner Straße über die zukünftige Trasse der Westtangente hinweg handeln müsse.

Und noch eines spricht aus Uhligs Sicht gegen eine Vorfinanzierung durch die Stadt: Diese Vorgehensweise würde ja bedeuten, dass der Bund sich verpflichten müsste, der Stadt das Geld zurückzugeben. „Da könnte er es auch gleich selbst zahlen“, sagt der Baubürgermeister.

Detlef von Seggern
17.03.2008, 08:42
Es ist überhaupt keine Frage, das die Westtangente, bei einem immer höheren Verkehrsaufkommen in Pforzheim, notwendig ist!
Aber Mitnichten, Herr Florentin Goldmann,CDU Fraktionsvorsitzender, im Pforzheimer Stadtrat: In Zeiten eines "klammen" Haushaltes soll die Stadt Pforzheim,den ersten Abschnitt der Westtangente, eine Brücke auf der Wilferdinger Höhe, vorfinanzieren!
Dies ist wohl ein "schlechter" Witz von Ihnen und ihrer Fraktion?
Diese Vorfinanzierung, würde einige hunderttausend Euro verschlingen, wenn nicht noch mehr und der Bund, wird der Stadt Pforzheim, etwas "Husten"
um diesen Betrag zurück zu erstatten!
Hier muß man dem Baubürgermeister Uhlig voll zustimmen, welcher äußerte,
das man da gleich alles selber zahlen könne!

Oder würden Sir Herr Goldmann,
als Geschäftsmann und Inhaber
eines Bauunternehmens,ein "Projekt" welches ein Kunde haben möchte, welcher aber kein Geld zur Verfügung hat, aus ihrer eigenen Tasche vorfinanzieren , mit der Ungewissheit,bekomme ich mein Geld wieder,oder nicht?
Eine Antwort hierfür, dürfte wohl "überflüssig" sein!?

dasbinichnicht
17.03.2008, 19:51
Hallo Zusammen,

wer einen solchen Vorschlag macht, dem kann ich nur eines sagen :

Nicht man ( nämlich die Stadt Pforzheim ) , sondern WIR...

Und wenn man selber kein Geld hat, dann soll man nicht über das Geld anderer bestimmen, kurz gesagt : entweder selber mit einer Bürgschaft vorpreschen oder die Klappe halten...:p

MartinK
17.03.2008, 22:52
Wenn man die Straße erst in ein paar Jahren baut wird sie dadurch auch nicht billiger.
Aber die Autofahrer sparen durch einen schnellen Bau viel an Fahrtzeit und an Kraftstoff, was unserer Volkswirtschaft und der Umwelt zu Gute kommt.

lutz
19.03.2008, 12:19
Aber die Autofahrer sparen durch einen schnellen Bau viel an Fahrtzeit und an Kraftstoff, was unserer Volkswirtschaft und der Umwelt zu Gute kommt.

Unfug. Mehr und schneller zu befahrene Straßen bedeuten automatisch mehr Verkehr, mehr Treibstoffverbrauch, mehr Umweltbelastung. Mit der Umwelt für neue Straßen zu argumentieren ist reichlich absurd. Es gibt nur eine Lösung: weniger Verkehr.

MartinK
19.03.2008, 17:30
Unfug. Mehr und schneller zu befahrene Straßen bedeuten automatisch mehr Verkehr, mehr Treibstoffverbrauch, mehr Umweltbelastung. Mit der Umwelt für neue Straßen zu argumentieren ist reichlich absurd. Es gibt nur eine Lösung: weniger Verkehr.

Natürlich gibt es mehr und häufigereren Verkehr wenn man früher und entspannter nach Hause kommt, einfach weil man dann mehr Zeit und Lust dazu hat. Was ist daran so schlimm ?
Und Treibstoff der die Umwelt belastet verbrauche zumindest ich dabei nicht.

lutz
19.03.2008, 17:34
Natürlich gibt es mehr und häufigereren Verkehr wenn man früher und entspannter nach Hause kommt, einfach weil man dann mehr Zeit und Lust dazu hat.

Glückwunsch, Sie haben es geschafft, den ersten echten Off-Topic-Beitrag zu schreiben, den ich in diesem Forum bisher gelesen habe. Weiter so, der Diskussionskultur kann das nur gut tun.

BadnerBube
01.04.2008, 22:35
Glückwunsch, Sie haben es geschafft, den ersten echten Off-Topic-Beitrag zu schreiben, den ich in diesem Forum bisher gelesen habe. Weiter so, der Diskussionskultur kann das nur gut tun.

Man sollte einen sicherlich ernst gemeinten Beitrag anderer Forumsteilnehmer auch nicht so einfach als Unfug abtun, da ist mit irgend einer Reaktion schon zu rechnen.

MartinK
09.04.2008, 22:50
Man sollte einen sicherlich ernst gemeinten Beitrag anderer Forumsteilnehmer auch nicht so einfach als Unfug abtun, da ist mit irgend einer Reaktion schon zu rechnen.
Genau so wars gedacht.

Der aus'm Enzkreis
10.04.2008, 12:26
Zitat von lutz:
Es gibt nur eine Lösung: weniger Verkehr.

Dieser Vorschlag ist nicht von der Hand zu weisen, denn:" weniger Verkehr ergibt weniger Kinder, weniger Kinder brauchen weniger Autos"! Ergo, ergibt wiederum weniger Verkehr!
Nur erzählen Sie das mal den Pendlern, den Leuten die in Pforze einkaufen wollen und auch sollen. Graue Theorie, Praxis sieht anders aus. Und Sprit wird doch gespart, wenn es schneller und vor allem fließender (flüssiger) geht.

MfG ;) :rolleyes: :D

BadnerBube
10.04.2008, 18:56
Wer von A nach B muß der fährt auch von A nach B. Und wenn dazwischen eine Engstelle ist dann steht er halt in der Engstelle und ärgert sich weil er mehr Zeit und Benzin verbraucht. Wenn er dann durch ist versucht er die Zeit wieder reinzuholen, fährt schneller und verbraucht dadurch auch mehr. Abgesehen vom Risiko.
Wird die Engstelle beseitigt dann kommt jeder entspannter am Ziel an, und hat außerdem Zeit und Benzin gespart.
Dass alleine durch diese Beseitigung mehr Menschen von A nach B fahren kann ich mir nicht vorstellen. Zumal es ja keine Ausflugsstrecke ist sondern hauptsächlich von Berufstätigen genutzt wird auf dem Weg von und zu der Arbeit.
Und zukünftig natüürlich von denen die zum Einkaufen auf die Wilferdinger Höhe fahren weil sie innerhalb Pforzheim nicht mehr parken können.

Der aus'm Enzkreis
12.04.2008, 11:40
Zitat vom Badner Buben:
Wird die Engstelle beseitigt dann kommt jeder entspannter am Ziel an, und hat außerdem Zeit und Benzin gespart.
Dass alleine durch diese Beseitigung mehr Menschen von A nach B fahren kann ich mir nicht vorstellen. Zumal es ja keine Ausflugsstrecke ist sondern hauptsächlich von Berufstätigen genutzt wird auf dem Weg von und zu der Arbeit.
Und zukünftig natüürlich von denen die zum Einkaufen auf die Wilferdinger Höhe fahren weil sie innerhalb Pforzheim nicht mehr parken können.

Das glaube ich auch. Da fährt niemand extra die Westtangente auf und ab, weil sie so schön und toll wäre, sondern weil sie am schnellsten und die Sprit sparendere Strecke wäre.

MfG ;) :cool: :D

BadnerBube
14.04.2008, 11:39
Wobei man auch bedenken sollte dass es inPforzheim bald eine "Umweltzone" gibt die man dadurch auch umfahren könnte. Ich hatte mal einen Plan auf der sie eingezeichnet war, eine vernünftige Umfahreung mit jetzigen Straßen hatte ih damals keine gefunden.
Nicht dass es mich persönlich betreffen würde, aber man muß ja auch an andere denken.

Der aus'm Enzkreis
14.04.2008, 12:43
An den Badner Buben!

Du meinst die Umwelt-Plakette mit den schönen Farben drauf. Wegen der Feinstaubbelastung, von der die Arlinger so viel Angst gehabt haben, wenn er durch den Abzug vom Tunnel raus geblasen wird. In meinen Augen ist das mit den Plaketten genau so ein Witz, bloß wieder Geldschneiderei. Aber Du hast recht, da bräuchte keiner mehr durch die Stadt, der nach Dillstein, Schwarzwald oder in die Richtung will. Somit wäre die Feinstaubbelastung und die Plaketten (wahrscheinlich) auch hinfällig.

MfG :D:D:D