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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der Dalai Lama in Baden-Baden: Kichern auf dem roten Teppich



Webmaster
12.02.2009, 10:14
BADEN-BADEN. Der Dalai Lama ist am Dienstagabend in Baden-Baden mit dem Deutschen Medienpreis ausgezeichnet worden. Vor rund 600 Gästen erhielt er den Preis aus den Händen von Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU).

Da ist es wieder, dieses weltbekannte, ansteckende Kichern am Ende des roten Teppichs. Der Dalai Lama gibt sich die Ehre, gut gelaunt und scherzend schlendert der „einfache Mönch“ in Baden-Baden an den Fotografen vorbei ins Kongresszentrum der Kurstadt. Und selbst, als er in seiner Rede als neuer Träger des Deutschen Medienpreises auf den Kampf seines tibetischen Volkes um Kultur- und Glaubensfreiheit zu sprechen kommt, liegt ein Lächeln auf seinem Gesicht. Mit deutlichen Worten warnt das geistliche und politische Oberhaupt der Tibeter vor einer Zerstörung der tibetischen Kultur durch die chinesische Regierung. Auch sein Laudator, Hessens Regierungschef Roland Koch (CDU), appelliert an Peking, den Druck auf Tibet aufzugeben.

„Das tibetische Volk sieht es als Todesurteil an, dass die engstirnigen chinesischen Offiziellen im tibetischen Glauben und in unserem kulturellen Erbe eine Gefahr sehen“, warnt der Dalai Lama bei der Verleihung des Preises. Erneut versucht er zu beschwichtigen und sich als Mensch des Ausgleichs anzubieten. Sein Volk wolle sich keineswegs von China abtrennen. „Wir sind keine Bedrohung, sondern ein Reichtum für China“. Auch Koch, ein enger Freund des Dalai Lama, sieht die Chinesen in einer politischen Sackgasse. „Es gehört zu den größten Irrtümern der chinesischen Regierung zu glauben, dass der Tod des Dalai Lama eine Chance für die Befriedung des tibetischen Volkes sei könnte“, meint er. „Es ist aber genau das Gegenteil.“

Lob, Bewunderung und warme Worte allerorten für den Friedensnobelpreisträger von 1989: Seit seiner Flucht aus China im März 1959 habe der „einfache Mönch“ eine „weltweite Präsenz“ erreicht, würdigte ihn der Unternehmer und Spender des jährlich vergebenen Medienpreises, Karlheinz Kögel.

Als „personifizierte Botschaft von Mitgefühl, Gewaltlosigkeit, Toleranz und Menschlichkeit“ wird der Tibeter gesehen, „gar nicht genug auszeichnen“ könne man den Tibeter, schwärmte auch Schauspieler Erol Sander. Journalist Franz Alt sieht im Dalai einen Weltverbesserer: „Wenn wir mehr von diesen besonderen Menschen hätten, sähe die Welt heute anders aus.“

Lächeln kann er, feiern will er dagegen zumindest in Baden-Baden weniger: Vor der abschließenden Party seiner deutschen Fans zieht sich der Dalai Lama am frühen Abend in sein Luxushotel an der Oos zurück. Er wolle meditieren – und er dürfe nach dem Mittagessen sowieso nichts mehr essen, sagt er und kichert.

Tendar Choeling
12.02.2009, 10:14
Das Tibetische Zentrum Berlin sucht Sponsoren für:

* Mönche, aus Tibet geflohen und ohne familiären Rückhalt in Indien
* mittellose Nonnen in Tibet
* Kinder in Tibet, die einen Sponsor brauchen, um eine Schulbildung erhalten zu können (Eltern können die hohen Schulgebühren der staatlichen Schulen nicht zahlen)

Eine Patenschaft von nur 18 Euro/Monat hilft einem Mönch, einer Nonne oder einem tibetischen Kind:

www.tibetzentrum-berlin.de/aktionen

Können Sie helfen?

Makaveli86
12.02.2009, 13:19
Ich trete zwar auch für ein freies Tibet ein, aber nicht unter der Herrschaft dieses Feudalherren Dalai Lama. Man braucht sich nur einmal das reale "alte Tibet" ansehen, jenseits dieser romantischen Verklärung. Allein der Dalai Lama hat 3000 Sklaven gehabt. Die tibetische Bevölkerung waren Leibeigene der Mönche. Wer ihren anweisungen wiedersprach dem drohten drakonische Strafen. Das tibetische Strafrecht zeichnete sich durch extreme Grausamkeit aus und leitete sich aus dem 13. Jahrhundert ab. Auspeitschung, das Abschneiden von Gliedmassen, das Ausstechen der Augen, das Abziehen der Haupt bei lebendigem Leibe und dergleichen waren übliche Strafen

Tibet: Der Dalai Lama - Mythos und Wahrheit Teil 1 (http://www.youtube.com/watch?v=8GHkQ63EusY)

Marcel
12.02.2009, 15:35
Können Sie helfen?
Nein!
Und wieso lässt die Redaktion Werbung im Forum überhaupt zu? Die blöde WoW-kauft-Gold-Werbung wird doch auch gelöscht?

Silvio Corvaglia
14.02.2009, 16:54
Ich weiß nicht in wie weit sie beide, Herr Makaveli86 und Herr Marcel, Opfer der chinesischen kommunistischen Propaganda geworden sind?
Vielleicht sollten Sie auch mal folgende Seite lesen:
[pdf]Die Erwiderung der Tibetischen Zentralverwal- tung (CTA) au... (http://www.igfm-muenchen.de/tibet/diir/2008/CTA-Response_part%203.pdf)

Es ist nicht korrekt, die alte tibetische Gesellschaft als "Feudalgesellschaft" oder "Sklavensystem" zu bezeichnen. Wahr ist hingegen, daß die traditionelle tibetische Gesellschaft - wie die der meisten asiatischen Gesellschaften und insbesondere der chinesischen - lange Zeit rückständig und dringend reformbedürftig war. Dennoch ist es völlig falsch, den Begriff "feudal" mit seinem Bezug auf das mittelalterliche Europa auf die traditionelle tibetische Gesellschaft anzuwenden. Tatsächlich war Tibet vor der Invasion wesentlich egalitärer als die meisten anderen asiatischen Länder in dieser Zeit.

Hugh Richardson, der als letzter britisch-indischer Gesandter und erster des unabhängig gewordenen Indiens insgesamt neun Jahre in Lhasa verbrachte, schrieb: "Sogar die kommunistischen Schriftsteller mußten zugeben, daß die Unterschiede zwischen Reich und Arm in Tibet (vor 1949) nicht besonders groß waren." In ähnlicher Weise führt die International Commission of Jurists aus: "Nach unseren Untersuchungen basieren die chinesischen Behauptungen, es hätte vor dem Einmarsch Chinas keine Menschenrechte für die Tibeter gegeben, auf entstellten und übertriebenen Berichten über das Leben in Tibet."

Die tibetische Regierung in Lhasa war sogar deutlich repräsentativer für die Bevölkerung als irgendwo sonst in Asien.
Alle anderen Verwaltungsposten waren von Mönchen und Laien in gleicher Zahl besetzt. Während die Positionen der Laienbeamten erblich waren, standen die den Mönchen vorbehaltenen Posten für alle von ihnen offen. Eine große Anzahl der Mönchsbeamten stammte aus einfachen Verhältnissen.

Die Todesstrafe war in Tibet verboten und Verstümmelungen konnte nur die Zentralregierung in Lhasa anordnen.1898 wurde in Tibet ein Gesetz erlassen, das derartige Strafen nur noch bei Hochverrat oder Verschwörung gegen den Staat zuließ. Der XIII. Dalai Lama setzte eine Vorschrift in Kraft, die es allen Bauern erlaubte, sich bei Mißhandlungen durch Landbesitzer direkt an ihn zu wenden.

Der größte Teil des Landes war im alten Tibet im Besitz der Bauern. Sie zahlten ihre Abgaben in Naturalien an den Staat und schufen so die Grundlage für die Lebensmittellager der Regierung, deren Bestände an die Klöster, die Armee und landlose Beamte verteilt wurden. Manche beglichen ihre Steuern auch durch Arbeit and einige leisteten Transportdienste für Regierungsbeamte oder Klöster. Das von den Bauern bearbeitete Land war erblich. Der Bauer konnte es verpachten oder mit Hypotheken belasten. Es konnte ihm nur weggenommen werden, wenn er es versäumte, seine Abgaben - in welcher Form auch immer - zu leisten, und das kam nur selten vor. Er genoß praktisch die Rechte eines Grundeigentümers und zahlte seine Abgaben in der Regel in Naturalien.

Ausländer wie Charles Bell, Hugh Richardson und Heinrich Harrer, die im unabhängigen Tibet lebten und arbeiteten, waren beeindruckt vom durchschnittlichen Lebensstandard gewöhnlicher Tibeter, denn er war höher als in den meisten anderen asiatischen Ländern. Hungersnöte waren vor dem chinesischen Einmarsch in Tibet unbekannt. Natürlich gab es Jahre mit Mißernten und Getreidemangel. Aber die Leute konnten sich dann etwas aus den von den Bezirksverwaltungen, Klöstern, Aristokraten oder reichen Bauern angelegten Vorratslagern leihen.

In seiner Erklärung zum 10. März 2003 sagte S.H. der Dalai Lama: „Es muß unbedingt eingesehen werden, daß der tibetische Freiheitskampf nichts mit meiner persönlichen Position oder meinem persönlichen Wohlbefinden zu tun hat. Bereits 1969 habe ich deutlich gemacht, daß das tibetische Volk zu entscheiden habe, ob die jahrhundertealte Institution der Dalai Lamas fortgeführt werden soll oder nicht. In einer förmlichen Erklärung habe ich 1992 deutlich gesagt, daß ich kein Amt in der tibetischen Regierung und auch keine andere politische Position innehaben würde, wenn wir mit einem bestimmten Maß an Freiheit ausgestattet, nach Tibet zurückkehren könnten. Jedoch werde ich mich bis zu meinem letzten Atemzug für die Förderung menschlicher Werte und religiöser Harmonie einsetzen. Ich habe damals ebenfalls erklärt, daß die tibetische Regierung-im-Exil aufgelöst würde und die Tibeter in Tibet die Hauptverantwortung für die tibetische Regierung übernehmen müßten. Ich habe immer geglaubt, daß das Tibet der Zukunft eine säkulare und demokratische Regierung haben sollte. Daher ist die Befürchtung, wir betrieben die Restauration des alten tibetischen sozialen Systems, völlig grundlos. Kein Tibeter, ob im Exil oder in Tibet wünscht sich die Wiederherstellung der überholten ehemaligen Gesellschaftsordnung des Landes. Im Gegenteil, die Demokratisierung nahm schon kurz nach unserer Ankunft im Exil ihren Anfang und gipfelte 2001 in der Direktwahl unserer politischen Führung. Wir fühlen uns verpflichtet, energische Schritte zur weiteren Verbreitung demokratischer Werte unter den ganz normalen Tibetern zu unternehmen.“

Herr Makaveli86, glauben Sie nicht daß Tibet auch in den letzten 50 Jahren eine gewisse Entwicklung durchgemacht hätte so wie viele andere nicht von China besetzte Länder dieser Erde auch?
Letztlich wurden die Tibeter von den chinesischen Kommunisten ihres Besitzes enteignet und rechtlose Produktionssklaven.

Tibet Initiative Deutschland e.V. (http://www.tibet-initiative.de/)

„Seither herrschen Willkür, Folter sowie politische, religiöse und kulturelle Unterdrückung. Die chinesischen Machthaber vernichteten durch rücksichtslose Zwangskollektivierung die traditionelle Lebensgrundlage der Bauern und Nomaden. Sie zerstörten über 6000 Klöster, Tempel und historische Bauten, die Zentren der tibetischen Kultur und Religion. Mehr als eine Million Tibeter verloren infolge der chinesischen Militärherrschaft durch Hunger, Hinrichtung, Folter, Terror und Selbstmord ihr Leben“.

Silvio Corvaglia
14.02.2009, 17:08
Zitat Marcel:
„Nein!
Und wieso lässt die Redaktion Werbung im Forum überhaupt zu? Die blöde WoW-kauft-Gold-Werbung wird doch auch gelöscht“?

Herr Marcel hier geht es um humanitäre Hilfe um die Herr Tendar Choeling bittet!
Dafür kann gar nicht genug geworben werden.
Sie sollten das eigentlich verstehen.
Oder sind Sie ein Freund der chinesischen kommunistischen Okkupanten und Mörder?

Marcel
14.02.2009, 19:05
Oder sind Sie ein Freund der chinesischen kommunistischen Okkupanten und Mörder?
Nein, sind Sie denn ein Freund tibetanischer Mörder und Folterer?

sooderso
14.02.2009, 20:36
Nichts gibts, rein garnichts.
Da gibt es 1000 wichtige Sachen vorher.

Boulespieler
14.02.2009, 21:09
China ist eine dreckige Diktatur, 95% aller Hinrichtungen weltweit finden in China statt. Dort wird gefoltert, Korruption hat Verfassungsrang. Es gibt keine Menschenrechte, geschweige denn Meinungsfreiheit, Freizügigkeit, Grundrechte oder überhaupt irgenwelche Rechte.
Und dieses edle System soll die Welt erlöst haben von den bitterbösen Tibetern?
Pardon, da muss ich nochmal drüber nachdenken.

Marcel
15.02.2009, 11:05
China ist eine dreckige Diktatur, 95% aller Hinrichtungen weltweit finden in China statt. Dort wird gefoltert, Korruption hat Verfassungsrang. Es gibt keine Menschenrechte, geschweige denn Meinungsfreiheit, Freizügigkeit, Grundrechte oder überhaupt irgenwelche Rechte.
Und dieses edle System soll die Welt erlöst haben von den bitterbösen Tibetern?
Pardon, da muss ich nochmal drüber nachdenken.
Die Quelle, die besagt dass 95% aller Hinrichtungen in China stattfinden wüsste ich gerne. Ich weiß von ca. 470 vollstreckten Hinrichtungen im Jahr 2007. In den USA wurden 42 hingerichtet im selben Jahr. Im Iran mindestens 335.
Irgendwie befürchte ich deine Quelle kann ganz schlecht rechnen...

(Soll natürlich nicht heißen, dass China deshalb zum perfekten Staat wird, aber man sollte bei der Wahrheit bleiben.)

Boulespieler
15.02.2009, 18:02
Die Quelle, die besagt dass 95% aller Hinrichtungen in China stattfinden wüsste ich gerne. Ich weiß von ca. 470 vollstreckten Hinrichtungen im Jahr 2007. In den USA wurden 42 hingerichtet im selben Jahr. Im Iran mindestens 335.
Irgendwie befürchte ich deine Quelle kann ganz schlecht rechnen...

(Soll natürlich nicht heißen, dass China deshalb zum perfekten Staat wird, aber man sollte bei der Wahrheit bleiben.)

Amnesty International. (http://www.amnesty.de/suche?words=Hinrichtungen&search.x=0&search.y=0&search=Suchen&form_id=ai_search_form_block#resultlist) (allerdings haben die auch nur offizielle Zahlen - zufällig beim "Verhör" verstorbene oder seltsame Selbstmorde werden kaum irgendwo zu finden sein)

Ich bleibe dabei: China ist nicht der Retter Tibets und der Menschenrechte, sondern ein primitives brutales unmenschliches Unrechtsregime, das Krieg, Mord und Totschlag, Völkermord und Irrsinn weltweit exportiert - nehmen wir mal nur Afrika und Nordkorea.

Marcel
15.02.2009, 23:34
Amnesty International. (http://www.amnesty.de/suche?words=Hinrichtungen&search.x=0&search.y=0&search=Suchen&form_id=ai_search_form_block#resultlist) (allerdings haben die auch nur offizielle Zahlen - zufällig beim "Verhör" verstorbene oder seltsame Selbstmorde werden kaum irgendwo zu finden sein)

Ich bleibe dabei: China ist nicht der Retter Tibets und der Menschenrechte, sondern ein primitives brutales unmenschliches Unrechtsregime, das Krieg, Mord und Totschlag, Völkermord und Irrsinn weltweit exportiert - nehmen wir mal nur Afrika und Nordkorea.
Meine Zahlen stammen von ai. Wo steht denn unter deinem Link die genannten 95%?!

China ist bestimmt kein leuchtendes Vorbild der Demokratie, aber das waren die Anfänge der Demokratie in keinem Land der Welt (angefangen bei der Französischen Revolution). Und ich glaube nicht, dass einige Länder Afrikas und Nordkorea chinesische "Anleitungen" zum Morden bräuchten.

bifi
16.02.2009, 05:53
Sicherlich ist China nicht der "Retter Tibets und der Menschenrechte, sondern ein brutales und oft unmenschliches Unrechtsregime", das ist wohl wahr. Aber daß China "Krieg, Mord und Totschlag, Völkermord und Irrsinn nach Afrika exportiert" haben soll, kann nur ein absolutes Gerücht sein. Nein, dies haben diverse europäische Kolonialherren in den letzten 150 Jahren schon längst geschafft, natürlich zusammen mit der völlig anderen und dazu überhaupt nicht passenden vorhandenen Ethik der Naturvölker.

Silvio Corvaglia
16.02.2009, 16:27
Zitat Marcel:
„Meine Zahlen stammen von ai. Wo steht denn unter deinem Link die genannten 95%?!
China ist bestimmt kein leuchtendes Vorbild der Demokratie, aber das waren die Anfänge der Demokratie in keinem Land der Welt (angefangen bei der Französischen Revolution)“.

Ich lach mich kaputt! In China können wir also die „Anfänge einer Demokratie“ beobachten.
In welchem Paralleluniversum leben Sie denn?

Vielleicht hat Herr Boulespieler mit der Prozentzahl daneben gelegen, aber vielleicht erscheint bei Ihnen eine andere AI Internetseite?
Dort können Sie nämlich nachlesen, daß China seit Jahren die Liste der Länder anführt in denen Todesurteile vollstreckt werden.
Genau genommen wurden im Jahre 2007 (insgesamt 1.252 Hinrichtungen) allein in China 470 Menschen hingerichtet oder rund 37,5%, gefolgt vom Iran 317, Saudi-Arabien 143 und Pakistan 135. Ups, sind die drei zuletzt genannten Länder nicht moslemische Länder? Entschuldigung das ist eine andere Diskussion.

In China sind die Hinrichtungen Staatsgeheimnis und AI schätzt die Zahl der tatsächlich Hingerichteten auf mehrere tausend Menschen jährlich.
Interessant ist in diesem Zusammenhang, in China kann die Todesstrafe für mehr als 60(!) Tatbestände verhängt werden.
U. a. für Steuerhinterziehung, Korruption, Wirtschafts- oder Eigentumsdelikte. Das macht die Hälfte der Hinrichtungen aus.
In jenen Fällen würde in Deutschland so mancher Politiker und Manager ins Schwitzen kommen. Fallen deutsche Manager die in China billig produzieren lassen auch unter die chinesische Gesetzgebung?

Weniger Hinrichtungen weltweit – China an der Spitze — Amne... (http://www.amnesty.ch/de/media/medienmitteilungen/2008/weniger-hinrichtungen-weltweit-2013-china-an-der-spitze)

Nach n-tv werden Schätzungen zufolge in China jährlich etwa 8.000 Hinrichtungen vollstreckt!
Zahl der Hinrichtungen - China lenkt ein - n-tv.de (http://www.n-tv.de/776923.html)

So sehen also die „Anfänge einer Demokratie“ aus!
Vielleicht wäre aus dem 3. Reich ebenfalls, früher oder später, ein Demokratie geworden?

Linke Ideologen verharmlosen die Vorgänge in China, einschließlich der Verbrechen im Tibet, da das nicht so ganz in deren Weltbild paßt und die Neoliberalen wollen weiterhin profitable Geschäfte mit China abwickeln.
Was für eine Heuchelei!

Und hier noch mal einiges zu Tibet, das unbedingt von den fortschrittlichen chinesischen Kommunisten befreit werden mußte.

[pdf]Die wichtigsten Tatsachen: Schlüsseldaten zur chinesischen ... (http://www.igfm-muenchen.de/tibet/hist_recht/Fact%20Sheets/FactSheet%201.pdf)

Chinesische Brutalität an tibetischen Mönchen (http://mount-kailash.com/china/china-folter.htm)

Makaveli86
17.02.2009, 02:56
Ich bleibe dabei: China ist nicht der Retter Tibets und der Menschenrechte, sondern ein primitives brutales unmenschliches Unrechtsregime, das Krieg, Mord und Totschlag, Völkermord und Irrsinn weltweit exportiert - nehmen wir mal nur Afrika und Nordkorea.

Du möchtest über chinesische Untaten in Afrika reden? Wieso tritts du nicht erst mal deiner eigenen Regierung auf den Fuß. Sie war und sie ist nachwievor, gemeinsam mit der übrigen "freien Welt", der größte Exporteur von Krieg und Tod, zwecks import von Rohstoffen aus dem afrikanischen Kontinent. Sie zwingen ihm eine Wirtschaftsordnung auf, die es den Ländern Afrikas unmöglich macht eine eigene Sozial-, Gesundheits- oder Bildungspolitik zu betreiben. Die nette Aral oder Shell Tankstelle bei dir um die Ecke steht der chinesischen Regierung in Sachen Ausbeutung und Menschenrechtsverletzungen in nichts nach.
Und außerdem sind beinahe sämtliche ethnischen Kriege und Konflikte Afrikas resultat europäischer Kolonialherrschaft. Die Kolonialherren haben damals die Staatsgrenzen mit dem Lineal unter sich aufgeteilt, ohne rücksicht auf unterschiedliche ethnische Gruppen!!

Kalter Krieg ums Öl - Doku...
Amerika und China auf Kollisionskurs. Der Kampf um die letzten Ölreserven der Welt. (http://qoogle.eu/wahrheit//dokumentationen-deutsch/kalter-krieg-ums-l-doku-2.html)

Interim-Freihandelsabkommen mit EU wären verheerend für AKP-Staaten (http://www.attac.de/aktuell/presse/detailsicht/datum/2007/12/18/interim-freihandelsabkommen-mit-eu-waeren-verheerend-fuer-akp-staaten/?cHash=81ee9edcec)

"Mit dem Messer an der Kehle unterschrieben"
In Afrika fanden letzte Woche Proteste gegen das »Partnerschaftsabkommen« mit der EU statt. (http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Afrika/eu-lissabon2.html)

Boulespieler
17.02.2009, 19:03
....
Und außerdem sind beinahe sämtliche ethnischen Kriege und Konflikte Afrikas resultat europäischer Kolonialherrschaft. ...
Kalter Krieg ums Öl ...
(http://qoogle.eu/wahrheit//dokumentationen-deutsch/kalter-krieg-ums-l-doku-2.html)

.... (http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Afrika/eu-lissabon2.html)

Sämtliche? Hundert Jahre später?

Fällt dir nicht selber irgendetwas auf?

"Ölkrieg" - neben all dem Bullshit, der dazu verzapft wird, ist auch eines klar: Die gesamte Industrie, die Autofahrer, die Ommma mit'm Heizöfelchen, sind alle vom Öl abhängig. Und zwar umfassend.
Da kann man die Gier nach dem Öl als bitterböse Sünde geißeln, ohne dass sich etwas daran ändert, dass wir's brauchen.
Also wird es geholt - auch für diejenigen mit dem polierten Heiligenschein.
Scheinheilig wird es, wenn man's nimmt und dann diejenigen geißeln will, die es einem beschaffen.

Und selbst, wenn es gelänge, ab morgen alle Autos und die Industrie mit Rettichsaft anzutreiben: Dann gäbe es eben den kalten Krieg um Rettichsaft - was wäre daran "ethischer", "moralischer" ? Nix. Das Motiv wäre das gleiche.

Boulespieler
17.02.2009, 19:12
Meine Zahlen stammen von ai. Wo steht denn unter deinem Link die genannten 95%?!

China ist bestimmt kein leuchtendes Vorbild der Demokratie, aber das waren die Anfänge der Demokratie in keinem Land der Welt (angefangen bei der Französischen Revolution). Und ich glaube nicht, dass einige Länder Afrikas und Nordkorea chinesische "Anleitungen" zum Morden bräuchten.

Auf wieviel Prozent willst du China runterhandeln?

Und dann ist was bewiesen?


Anfänge der Demokratie In China! Der Witz des Jahres!

Makaveli86
17.02.2009, 20:49
Sämtliche? Hundert Jahre später? Fällt dir nicht selber irgendetwas auf?

Die letzten realen Kolonien wurden in den 60ern und 70ern aufgegeben. Die wirtschaftliche neokolonialisation wird weiterhin fortgeführt. So lange ist das Kapitel Kolonialisation" noch nicht her. Und vollkommen abgeschlossen ist es schon gar nicht!

Und die vor 100jahren gezogen Staatsgrenzen, die gleiche ethnische Gruppen voneinander getrennt und ungleiche Völkerbunde zusammengewürfelt hat, bilden auch heute noch die Staatsgrenzen Afrikas. In deutschland z.B. haben sich ethnische Gruppen wie die Schwaben, Bayern, Sachsen eigenständig entwickeln und in Herzogtümen, Königreichen und später in Bundesstaaten zusammenfinden können. In Afrika wie in Amerika (Maya, Inka etc.) wurden die hochkulturen ausgelöscht. Denn Kolumbus hat nicht Amerika entdeckt, sondern die Indianer haben ein Schiff am Horizont entdeckt!

Auch der Konflikt zwischen Hutu und Tutsi, der im grausamen Völkermord in Ruanda seinen Höhepunkt fand, hat seinen Ursprung in der europäischen Kolonialpolitik

"Ölkrieg" - neben all dem Bullshit, der dazu verzapft wird, ist auch eines klar: Die gesamte Industrie, die Autofahrer, die Ommma mit'm Heizöfelchen, sind alle vom Öl abhängig. Und zwar umfassend.

Mit exakt dem selben Argument ließe sich der Völkermord in Darfur und die sonstigen von dir kritisierten handlungen Chinas in Afrika rechtfertigen. Chinesen fahren ebenfalls Auto und heizen ihre Wohnungen!!!

Boulespieler
18.02.2009, 06:33
Sämtliche? Hundert Jahre später? Fällt dir nicht selber irgendetwas auf?

Die letzten realen Kolonien wurden in den 60ern und 70ern aufgegeben. Die wirtschaftliche neokolonialisation wird weiterhin fortgeführt. So lange ist das Kapitel Kolonialisation" noch nicht her. Und vollkommen abgeschlossen ist es schon gar nicht!

Und die vor 100jahren gezogen Staatsgrenzen, die gleiche ethnische Gruppen voneinander getrennt und ungleiche Völkerbunde zusammengewürfelt hat, bilden auch heute noch die Staatsgrenzen Afrikas. In deutschland z.B. haben sich ethnische Gruppen wie die Schwaben, Bayern, Sachsen eigenständig entwickeln und in Herzogtümen, Königreichen und später in Bundesstaaten zusammenfinden können. In Afrika wie in Amerika (Maya, Inka etc.) wurden die hochkulturen ausgelöscht. Denn Kolumbus hat nicht Amerika entdeckt, sondern die Indianer haben ein Schiff am Horizont entdeckt!

Auch der Konflikt zwischen Hutu und Tutsi, der im grausamen Völkermord in Ruanda seinen Höhepunkt fand, hat seinen Ursprung in der europäischen Kolonialpolitik

"Ölkrieg" - neben all dem Bullshit, der dazu verzapft wird, ist auch eines klar: Die gesamte Industrie, die Autofahrer, die Ommma mit'm Heizöfelchen, sind alle vom Öl abhängig. Und zwar umfassend.

Mit exakt dem selben Argument ließe sich der Völkermord in Darfur und die sonstigen von dir kritisierten handlungen Chinas in Afrika rechtfertigen. Chinesen fahren ebenfalls Auto und heizen ihre Wohnungen!!!

Und nach dieser besonderen Logik ist die endgültige Kriegsschuldfrage für die nächsten 2 Tausend Jahre ja geklärt. :D Danke des gütigen Hinweises.
Der gute alte Marx mit seinem Histomat hat mal wieder kräftig zugeschlagen :p
Euch fällt da tatsächlich nix auf.

Makaveli86
18.02.2009, 21:39
Und nach dieser besonderen Logik ist die endgültige Kriegsschuldfrage für die nächsten 2 Tausend Jahre ja geklärt. :D Danke des gütigen Hinweises.
Der gute alte Marx mit seinem Histomat hat mal wieder kräftig zugeschlagen :p
Euch fällt da tatsächlich nix auf.

Wieso kommst du mir jetzt mit Marx? Lasst doch diesen guten Mann endlich in frieden Ruhen :D

Die Sklaverei in den USA ist auch schon 400 Jahre her. Selbst da sind die Nachwirkungen noch heute zu sehn und zu spüren. Was sind dagegen die mikrigen Jahrzehnte seit der Kolonisation.

Marcel
18.02.2009, 22:12
Wieso kommst du mir jetzt mit Marx? Lasst doch diesen guten Mann endlich in frieden Ruhen :D

Die Sklaverei in den USA ist auch schon 400 Jahre her. Selbst da sind die Nachwirkungen noch heute zu sehn und zu spüren. Was sind dagegen die mikrigen Jahrzehnte seit der Kolonisation.
Du musst dich noch nicht einmal so weit von Europa entfernen, auch die Kriege und Rivalitäten im ehemaligen Jugoslawien basiern auf Problemen, die seit Jahrhunderten existieren. Auch die Konflikte um und in Israel haben ihre Anfänge in jahrtausendealter Geschichte.
Das alles mus bedacht werden, wenn man sich fragt, wer woran (Mit-) Schuld trägt.

Boulespieler
19.02.2009, 06:46
Du musst dich noch nicht einmal so weit von Europa entfernen, auch die Kriege und Rivalitäten im ehemaligen Jugoslawien basiern auf Problemen, die seit Jahrhunderten existieren. Auch die Konflikte um und in Israel haben ihre Anfänge in jahrtausendealter Geschichte.
Das alles mus bedacht werden, wenn man sich fragt, wer woran (Mit-) Schuld trägt.

Sage ich doch: Histomat erklärt alles und jedes für immer und alle Zeit!

Insofern muss man nicht mal so weit gehen, nach Europa oder so, sogar der Kampf um die Fernbedienung im Wohnzimmer hängt letzten Endes von der Frage der historischen Macht- und Ressourcenverteilung und innerfamiliären Kolonisation ab!
Das Frauenwahlrecht wurde erst vor 80 Jahren erkämpft, der Klassenkampft um die Fernbedienung ist gerade noch im Schwange :D

Kurzum: Histomat erklärt nix, was er nicht vorher in seinen Dogmen katalogisiert hat.

Hisotomat (historische Materialismus) ist eine deterministische Welterklärungsformel: Die Klassenlage/Unterdrückungslage betimmt per Knopfdruck das Handeln, nicht eine Willensentscheidung des einzelnen - insofern ist der Einzelne nix, das Kollektiv alles, und die Arbeiterklasse gelangt (sofern "richtiges Bewußtsein") unter der Führung ihrer revolutionären Partei immerdar zur Macht. (die "Führung" -also Diktatur- muss sein, weil nur die Partei im Vollbesitz des richtigen Bewußtseins ist und die Massen erziehen kann/muss)