PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : DGB-Jugend und Stadtjugendring demonstrieren gegen Rechts



Webmaster
23.02.2009, 23:33
PFORZHEIM. Die DGB-Jugend und der Stadtjugendring haben gegen rechtsextreme Umtriebe am Pforzheimer Gedenktag demonstriert. Ihre Aktion „Bunt statt braun“ stieß meist auf Zustimmung. Aber eben nicht immer.

Wenige Minuten genügen, um die ganze Palette zu sehen. Von Zustimmung reichen die Reaktionen der Passanten in der Innenstadt über Gleichgültigkeit und Resignation.

„Es hilft ja doch nichts“, sagt ein Mann, als ihm ein Flugblatt in die Hand gedrückt wird. „Verboten gehört das“, sagt er mit Blick auf die Mahnwache, die der rechtsextreme „Freundeskreis Ein Herz für Deutschland“ am Jahrestag der Zerstörung Pforzheims durch alliierte Bomber auf dem Wartberg abhalten darf. Damit steht er aber zumindest in der Sache an der Seite von Christian Velsink, der ihm das Papier in die Hand gedrückt hat. Velsink ist Jugendsekretär der IG Metall.

Einer von denen, die in den Ausbildungswerkstätten der Betriebe die Erfahrung machen, wie gut das Miteinander von zig Nationalitäten laufen kann. Auf Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und überhaupt auf alles Rechtsextreme reagiert er darum besonders empfindlich. Auch auf das, was er Verdrehung der Tatsachen und der Geschichte nennt: Dass „die Nazis da oben laufen“, und dazu nickt er mit dem Kopf in Richtung Wartberg. Gesetzlich sei es erlaubt, aber man müsse zeigen, dass hier kein Platz für sie sei.

Phänomen nimmt zuEs gibt auch Leute, die diese Aktion der rund 15 Junggewerkschafter und Stadtjugendring-Mitarbeiter ablehnen. Weil sie der Kundgebung auf dem Wartberg überhaupt erst Aufmerksamkeit verleihe, lautet ein Argument. Das andere, so berichten der regionale DGB-Chef Martin Spreng und der kommissarische Stadtjugendring-Geschäftsführer Hartmut Wagner, sei die Gleichsetzung, dass links so schlecht sei wie rechts. „Eine Vorverurteilung“, sagt Spreng. Und gefährlich, findet Wagner.

Man müsse jungen Leuten erlauben, sich gegen Rechtsextremismus zu positionieren. Alleine schon, weil das Phänomen zunehme, wie auch die Streetworker des Stadtjugendrings registrierten, so Wagner. Das gehe seit etwa einem Jahr so. „Wir haben übers Streetwork Kontakt zu rechten Gruppen, dies es vorher so nicht gab.“

M1960
23.02.2009, 23:33
Es reicht!

Nun werden schon Kinder instrumentalisiert und benutzt!
Das halte ich, milde ausgedrückt, für eine Riesensauerei!

Da wird einfach gesagt:" Kinder! Nun demonstriert mal schön gegen "Rechts" Das ist was gaaanz böses und dann seid ihr die dann Guten und könnt euch sogar das Abendgebet sparen."
Was wissen diese Kinder denn von Rechts und Links? Hatten diese Kinder überhaupt schon Politikunterricht? Bei unserem Bildungssystem stellt sich die Frage automatisch.

Die Überschrift sagt nur: "Kampf gegen Rechts" Ich bin auch Rechts konservativ, aber wer mich deshalb einen Nazi nennt, von dem fordere ich Satisfaktion. Im Morgengrauen!

Ich möchte mir das Geschrei nicht ausmahlen, wenn Kinder bei dem besagten Freundeskreis mitlaufen würden.

Kurz gesagt, ich bin erschüttert und wütend, wie leichtfertig hier Kinder zur Meinungsmache verdummt und missbraucht werden.

Wie mein Vater schon missbraucht wurde. Von nix 'ne Ahnung, aber in der HJ rumturnen. Und er fand das jaaanz toll.

„Bunt statt braun“
Bei diesen Leuten ist Bunt leider immer nur Rot. Das gilt auch für Blauhemden.

Marcel
23.02.2009, 23:54
Nun werden schon Kinder instrumentalisiert und benutzt!
Das halte ich, milde ausgedrückt, für eine Riesensauerei!
Ich sehe keine Kinder.
Kinder beeinflussen tun dann eher andere http://www.tagesspiegel.de/berlin/Rechtsextremismus-Schuelerzeitung;art270,2405563

Boulespieler
24.02.2009, 19:01
Da stellen sich die Neonazis hin und demonstrieren gegen den damaligen "Feind" in Hitlers Krieg.

Das ist ungefähr so, wie wenn Gegor Gysi und seine Linkspartei/SED gegen westdeutsche Gerichte und die Verurteilung von Egon Krenz und anderen DDR-Verbrechern demonstrierten: Genauso unerträglich!

Bekloppt nur, wenn sich einige hinstellen und die Bombardierung Pforzheims rechtfertigen. Ausgerechnet der DGB!

Insofern halte ich weder von den einen noch den anderen wirklich viel.

Beide Vereine stellen sich selber dar, machen ihren Privatzinober, trampeln allesamt auf den Gräbern der Kriegstoten herum. Obersauerei! Unwürdig!

M1960
25.02.2009, 00:31
Da stellen sich die Neonazis hin und demonstrieren gegen den damaligen "Feind" in Hitlers Krieg.

Das ist ungefähr so, wie wenn Gegor Gysi und seine Linkspartei/SED gegen westdeutsche Gerichte und die Verurteilung von Egon Krenz und anderen DDR-Verbrechern demonstrierten: Genauso unerträglich!

Bekloppt nur, wenn sich einige hinstellen und die Bombardierung Pforzheims rechtfertigen. Ausgerechnet der DGB!

Insofern halte ich weder von den einen noch den anderen wirklich viel.

Beide Vereine stellen sich selber dar, machen ihren Privatzinober, trampeln allesamt auf den Gräbern der Kriegstoten herum. Obersauerei! Unwürdig!

Weise gesprochen.
Danke.

M1960
25.02.2009, 09:33
berichtet dieser Artikel aus dem Tagesspiegel.

http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/auf-den-punkt/Thor-Steinar;art15890,2737880


Wehret den Anfängern!
Malte Lehming über Thor Steinar und den Großmufti von Jerusalem



BERLIN - Wer als deutscher Antifaschist heute Mut und Zivilcourage beweisen will, hält keine Mahnwachen mit Kerzen mehr ab, sondern kämpft entschlossen den Kampf aller Kämpfe - am liebsten gegen die Kleidung der Marke Thor Steinar. Die Firma Mediatex GmbH mit Sitz in Königs Wusterhausen stellt die Modemarke für Damen und Herren und inzwischen auch für Kinder her. Zwar können allenfalls Experten auseinander halten, ob das alte, verwerfliche Logo eine Tiwazrune, Siegrune oder Binderune darstellte, während das neue Logo, eine Geborune mit zwei Punkten, offenbar unbedenklich ist. Aber solch Haarspalterei stört den Aktivismus bloß. Wer Thor Steinar besiegt, hat schließlich Deutschland gerettet.

Deshalb ist das Tragen der Marke inzwischen im Deutschen Bundestag verboten, bei der Berliner Polizei, im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern und in vielen Sporteinrichtungen (etwa bei Hertha BSC, Borussia Dortmund, Werder Bremen und in der von den Berliner Eisbären genutzten Halle am Ostbahnhof). Für alle Interessierte: Am 26. Februar, also übermorgen, wird auf einer Podiumsdiskussion auch in Rostock über ein Verbot diskutiert. Der Bewegung angeschlossen hat sich ebenfalls das Studierendenparlament der Freien Universität (FU), die alle Hemden, Pullover und Sweatshirts von Thor Steinar vom Hochschulgelände verbannen will. Und nicht nur dort: Auf diversen Veranstaltungen informieren derzeit antifaschistische Gruppen über "Symbole, Codes, Lifestyle und Marken der extremen Rechten".

Ob auf diesen Veranstaltungen auch über das Palästinensertuch gesprochen wird, ist allerdings unklar. Dabei wird die "Kufiya" längst nicht mehr nur von Antiimperialisten getragen, sondern ebenso von Rechtsextremisten und Neonazis. Kein Wunder, denn es versinnbildlicht weitaus deutlicher noch als irgendwelche germanische Runen eine antiisraelische, wenn nicht gar antisemitische Haltung. Ursprünglich war die "Kufiya" unpolitisch. Sie stammt aus der Stadt Kufa im Irak und wurde fast im ganzen Nahen Osten von Beduinen und Bauern als Schutz gegen die Sonneneinstrahlung und gegen Sandstürme getragen. Doch ihre Unschuld verlor sie spätestens im Jahr 1936, als der Großmufti von Jerusalem, Amin al-Husseini, sie allen Männern per Dekret befahl (und den Frauen das Tragen eines Schleiers). Der Großmufti war ein glühender Anhänger des Nationalsozialismus, er errichtete muslimische SS-Brigaden, traf Adolf Hitler. Und über die Einhaltung der Kleidervorschrift achtete er sogar strenger als die Ordner heute im Olympiastadion über das Thor-Steinar-Verbot.

Die weitere Karriere des Pali-Tuches ist bekannt: Jassir Arafat machte es zu seinem Markenzeichen (lange Zeit als Dreieck gefaltet, um seinen territorialen Anspruch auf ganz Palästina zu unterstreichen), in Europa wurde es vornehmlich von Terrorgruppen wie der Roten-Armee-Fraktion getragen, heute schmücken sich Islamisten damit, um ihren Kampf gegen die "Juden und Kreuzfahrer", also den demokratischen Westen, zu symbolisieren. Nie wieder Faschismus! Nie wieder Auschwitz! Wer beides ernst meint, muss das Tragen von Thor Steinar ebenso unterbinden wie das der "Kufiya". Wer es nicht tut und Differenzierungen anmahnt, fällt unter die Rubrik "zweierlei Maß", oder noch besser: Wehret den Anfängern!

mailerin
25.02.2009, 18:48
Ich habe nur Bilder einer DGB "Demonstration":confused: in der PZ gesehen. Die jungen Leute erinnerten eher an Teilnehmer eines Rosenmontag Zuges, als das sie sich auch wohl selbst betrachten mussten. Mit Ausnahme bekannter Wichtigtuer, die alles und jedes nutzen, um mal wieder eine Kamera auf sich gerichtet zu sehen.
Eine kleine Berichtigung sei noch gestattet: Sollten, wie kommentiert, auch Mahnwachen stattgefunden haben, so waren sie sicher auf dem WALLBERG, nicht Wartberg (Fehler der Redaktion) plaziert.

Wahrscheinlich hat der Redakteur schon an die Freibadsaison auf dem WARTBERG gedacht;)

Detlef von Seggern
26.02.2009, 08:06
Danke sagt der Chartist

http://www.pz-news.de/forum/images/icons/icon14.gif Der beste Beitrag zu diem Thema seit langem

Zitat von Boulespieler http://www.pz-news.de/forum/images/buttons/viewpost.gif (http://www.pz-news.de/forum/showthread.php?p=12899#post12899)
Da stellen sich die Neonazis hin und demonstrieren gegen den damaligen "Feind" in Hitlers Krieg.



Hier muß wohl "gravierend" irgendetwas verwechselt worden sein?

All jene welche am 23 Febr.2009 auf dem Wartberg standen, demonstrierten nicht gegen den damaligen Feid, sondern gedachten all derer Frauen,Männer, wie auch Kinder, welche an diesem verheerenden Abend durch den alliierten Luftangriff auf Pforzheim, innerhalb von wenigen Minuten ihr Leben verloren!

Interessierter
26.02.2009, 09:16
All jene welche am 23 Febr.2009 auf dem Wartberg standen, demonstrierten nicht gegen den damaligen Feid, sondern gedachten all derer Frauen,Männer, wie auch Kinder, welche an diesem verheerenden Abend durch den alliierten Luftangriff auf Pforzheim, innerhalb von wenigen Minuten ihr Leben verloren!

"Das" - darf bezweifelt werden.

Denn - viele der "Mitläufer" wurden aus dem "rechten Lager herangeschafft" (etliche ausserhalb von Pforzheim) und sollten wohl eher (wieder einmal mehr) "Flagge zeigen".

schmidt
26.02.2009, 13:14
"Das" - darf bezweifelt werden.

Denn - viele der "Mitläufer" wurden aus dem "rechten Lager herangeschafft" (etliche ausserhalb von Pforzheim) und sollten wohl eher (wieder einmal mehr) "Flagge zeigen".


Mal ganz ehrlich, mir geht es auf die Nerven, wenn immer wieder auf Rechts oder Links verwiesen wird, wenn im Theater eine Vorstellung stattfindet kommen ja auch welche von auswärts oder.
Es hilft den Toten überhaupt nichts, denn die sind tot und werden, wenn man es genau nimmt von allen Instrumentalisiert.

R.Schapke
26.02.2009, 18:29
"Das" - darf bezweifelt werden.

Denn - viele der "Mitläufer" wurden aus dem "rechten Lager herangeschafft" (etliche ausserhalb von Pforzheim) und sollten wohl eher (wieder einmal mehr) "Flagge zeigen".

Woher stammen denn diese Erkenntnisse, hast du auf dem Wartberg eine Meinungsumfrage gemacht? Oder sind es doch nur Vermutungen und Unterstellungen?

Interessierter
26.02.2009, 19:43
Mal ganz ehrlich, mir geht es auf die Nerven, wenn immer wieder auf Rechts oder Links verwiesen wird, wenn im Theater eine Vorstellung stattfindet kommen ja auch welche von auswärts oder.
Es hilft den Toten überhaupt nichts, denn die sind tot und werden, wenn man es genau nimmt von allen Instrumentalisiert.

Instrumentalisiert - wird doch hier ausschließlich von "den Rechtsextremen";
die nutzen den Gedenktag am 23. Februar für ihre Zwecke.

Warum eigentlich "der Aufmarsch" am Wartberg?

Es gibt eine (offizielle) Gedenkfeier auf dem Hauptfriedhof und von 19:20 bis 20:00 läuten "alle Kirchenglocken" der Stadt - um der Toten dieses Schicksaltages der Stadt Pforzheim zu gedenken.

"Fackelmärsche" erinnern an "Ähnliches im Dritten Reich" und beim Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg ist wie folgt zu lesen:

„Freundeskreis 'Ein Herz für Deutschland'“ Unter der Organisationsbezeichnung „Freundeskreis 'Ein Herz für Deutschland‘“ firmieren in Baden-Würt-temberg zwei eigenständige rechtsextremistische Gruppierungen, die jedoch regen Kontakt und Austausch untereinander pflegen. Während der „Freundeskreis 'Ein Herz für Deutschland‘, Stuttgart“ (HfD) lediglich durch monatliche Vortragsveranstaltungen auffällt, die kaum eine breitere Öffentlichkeitswirkung entfalten, verfügt der 1989 als Vorfeldorganisation der NPD gegründete „Freundeskreis 'Ein Herz für Deutschland‘, Pforzheim e.V.“ (FHD) bereits seit Jahren über eine feste Organisationsstruktur und rund 50 Mitglieder. In gewissen Abständen macht der FHD durch Veranstaltungen mit teilweise bundesweit bekannten Rechtsextremisten in der Öffentlichkeit auf sich aufmerksam, ....
.... eben auch durch "diesen Aufmarsch.

Silvio Corvaglia
26.02.2009, 22:24
Zunächst Herr Interessierter, Ihre politische Einseitigkeit wird hier immer auffälliger.
Auch wenn Sie so schön schreiben:
Zitat Interessierter:
„Gegen - Rechtsextremismus und Linksextremismus“

Nicht einmal haben Sie den Verfassungsschutzbericht bemüht als „Die Linke“, die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA), alerta, Antifa oder moslemischer Extremismus Gegenstand der Diskussion im PZ-Forum war.
Im jüngsten Thema beispielsweise „Die Linke“ will ins Pforzheimer Rathaus (http://www.pz-news.de/forum/showthread.php?t=1621) hätten Sie sich ebenfalls „austoben“ können.
Da hätten Sie seitenweise aus dem Verfassungsschutzbericht aus den Kapiteln „Linksextremismus“ und „Islamismus“ zitieren und herauskopieren können.
Oder haben Sie eine „Special Edition“des Verfassungsschutzberichtes der nur das Kapitel „Rechtsextremismus“ beinhaltet?

Um es noch mal deutlich zu sagen, der Verfassungsschutzbericht ist eine subjektive Einschätzung!
Und in der Regel wird er eigentlich nur gegen „Rechts instrumentalisiert“.
In der Vergangenheit wurden bereits Einträge herausgenommen, beispielsweise bei der Partei „Die Republikaner“ oder bei der rechten Publikation „Junge Freiheit“. Das erfordert allerdings einen sehr großen juristischen Aufwand, den sich nicht jeder leisten kann.

Zitat Interessierter:
„Instrumentalisiert - wird doch hier ausschließlich von "den Rechtsextremen";
die nutzen den Gedenktag am 23. Februar für ihre Zwecke.“
„"Fackelmärsche" erinnern an "Ähnliches im Dritten Reich"

Keiner, auch Sie nicht Herr Interessierter, hat ein Monopol auf einen Gedenktag oder auf die Art und Weise des Gedenkens!
Und die Instrumentalisierung des Gedenktags fand ausschließlich von Links statt!
Ersichtlich wird das daran, daß die Gegendemonstrationen in den letzten Jahren von Linken und Linksextremisten ausschließlich gegen die Mahnwache statt fanden.
Nicht der Toten wurde gedacht, sondern es wurde ein unwürdiges Spektakel veranstaltet bei dem es zu Sachbeschädigungen und Übergriffe auf die Polizei kam, bei dem Feuerwerkskörper in die Polizei geworfen und Leuchtraketen in die Luft geschossen wurden und erreichte einen traurigen Höhepunkt als von Links die Bombardierung auch noch positiv bewertet wurde (Do it again, Harris usw.).
Man schmückte sich mit Hammer und Sichel wie auf Zeitungsberichten zu sehen war. Die örtlichen Gewerkschaften, SPD und Grüne liefen dabei Hand in Hand mit gewaltbereiten Linksextremisten, auch Lokalpolitiker oder wurden zumindest von ihnen verharmlost.
Die linksextremistische Szene rief immer wieder offen zur Gewalt auf.
Lokalpolitiker, Lokalredakteure und lokale Persönlichkeiten beteiligten sich immer wieder an Beschimpfungen und dubiosen Aufrufen.
Herr Gerhard Brändle (Friedensinitiative) sah sich sogar zu folgender Bemerkung „genötigt“:
„Wenn die Stadt nichts tut, darf man sich nicht wundern, wenn andere etwas tun“.
(PZ vom 21.02.2003)
Auf die vielen historisch unhaltbaren Begründungen warum Pforzheim bombardiert wurde (Rüstung beispielsweise) will ich gar nicht weiter, aus Platzgründen, eingehen.

Die Mahnwach (seit 1992) für die Opfer des Bombenangriffs auf Pforzheim war immer eine interne, stille Veranstaltung des Freundeskreis „Ein Herz für Deutschland“ ohne Presse oder öffentliche Bekanntmachungen und war bis 2002 bei der Pforzheimer Bevölkerung aus diesem Grund nicht bekannt. Da fand eben keine Instrumentalisierung statt!
Immer während die Glocken läuten werden die Fackeln entzündet und 20 Minuten schweigend, würdevoll der Opfer gedacht.
Ohne Kundgebung und vor allem, wie fälschlicherweise immer wieder behauptet wird, bewusst oder unbewusst, ohne „Fackelmarsch“.
Aber ab 2002, als der damalige DGB-Chef und SPD-Stadtrat Jürgen Schroth meinte, urplötzlich, gegen die Mahnwache „Widerstand“ leisten zu müssen, begannen bis letztes Jahr die jährlichen wiederkehrenden unwürdigen Spektakel von Links.
Und das ist kein Gedenken, sondern eine Instrumentalisierung des Gedenktages für politische „Botschaften“!
Die Stadt Pforzheim reagiert 2003 (!), also erst 58 Jahre danach und der 23. Februar wurde endlich offizieller Gedenktag der Stadt Pforzheim.

Zitat Interessierter:
„Warum eigentlich "der Aufmarsch" am Wartberg?
Es gibt eine (offizielle) Gedenkfeier auf dem Hauptfriedhof und von 19:20 bis 20:00 läuten "alle Kirchenglocken" der Stadt - um der Toten dieses Schicksaltages der Stadt Pforzheim zu gedenken.“

Ist das eine Einladung an die Mitglieder des „Freundeskreis“?
Wollen Sie sich bei Ihren linken Sympathisanten unbeliebt machen?

bifi
27.02.2009, 08:53
Tja, nun sind es also allein die "linken" Gruppen, die das schreckliche Ereignis des Angriffes auf Pforzheim für ihre Zwecke mißbrauchen.

"Nicht der Toten wurde gedacht, sondern es wurde ein unwürdiges Spektakel veranstaltet bei dem es zu Sachbeschädigungen und Übergriffe auf die Polizei kam, bei dem Feuerwerkskörper in die Polizei geworfen und Leuchtraketen in die Luft geschossen wurden." ..... "Die Mahnwach (seit 1992) für die Opfer des Bombenangriffs auf Pforzheim war immer eine interne, stille Veranstaltung des Freundeskreis „Ein Herz für Deutschland“ ohne Presse oder öffentliche Bekanntmachungen und war bis 2002 bei der Pforzheimer Bevölkerung aus diesem Grund nicht bekannt. Da fand eben keine Instrumentalisierung statt!
Immer während die Glocken läuten werden die Fackeln entzündet und 20 Minuten schweigend, würdevoll der Opfer gedacht. "

Nun wissen wir es also genau, warum zu diesem "internen" Totengedenken des Hn. Corvaglia nach Meldungen der Polizei entsprechende Mitwirkende aus halb Süddeutschland in Pforzheim zusammengekarrt werden. Natürlich errinnern Mahnwachen mit Fackeln fatal an das, was SA und SS in der Nazizeit aus dem FF beherrschten, wo Totengedenken zum Heldengedenktag umfunktioniert wurde. Und das Pathos, das sie mit ihren Fackeln verbreiten, ist wohlkalkuliert.

In einer Dresdner Zeitung stand über eine sehr ähnliche Aktion dortiger Rechter: "Wir lassen uns unsere Gedenkkultur nicht von Rechtsextremen kaputtmachen. Die Geschichte mahnt, aufmerksam zu bleiben gegenüber jedem Versuch, vergessen zu machen, dass der Krieg von Deutschland aus über die Welt gebracht wurde".

Es muß immer wieder ins Bewusstsein gerufen werden, wo es endet, wenn Menschenwürde mit Füßen getreten, Grundprinzipien menschlichen Zusammenlebens verworfen und einem lange genug von der grossen Mehrheit bejubelten Führer in gotteslästerlicher Weise Allmacht und Allwissenheit zugebilligt wird.

In der Erinnerung wandelt sich unsere Trauer zum Gedenken. Alljährlich rufen sich viele Pforzheimer die Geschehnisse von 1945 ins Gedächtnis. Die Gedanken gehen natürlich zu den vielen Toten in der zerstörten Stadt. Wir Spätgeborene versuchen, den ganzen Umfang des Schreckens zu erfassen.

Wozu aber kann unser Gedenken dienen?

Wir möchten fassen, was passiert ist und es begreifen, schließlich sind wir das den Toten schuldig. Zum Begreifen aber gehört Wissen, vor allem aber wissen wollen. Wer nicht weiß, kann nicht begreifen. Mit der Frage nach dem Was kommt auch die Frage nach dem Warum.


Wer nicht gedenkt, zieht auch keine Lehren, das ist wohl wahr. Wer eigenes Leid erlebt hat, versteht fremdes sehr viel besser. Wenn wir uns also an die Ängste unserer Mütter mit ihren Kindern in den Luftschutzkellern von Pforzheim erinnern, verstehen wir auch die Ängste der Menschen in Rotterdam. Wenn wir wissen wollen, dass Deutschlands Luftwaffe Coventry zerstört hat, dann verstehen wir auch die Zerstörung von Pforzheim.

M1960
27.02.2009, 10:49
Tja, nun sind es also allein die "linken" Gruppen, die das schreckliche Ereignis des Angriffes auf Pforzheim für ihre Zwecke mißbrauchen.

"Nicht der Toten wurde gedacht, sondern es wurde ein unwürdiges Spektakel veranstaltet bei dem es zu Sachbeschädigungen und Übergriffe auf die Polizei kam, bei dem Feuerwerkskörper in die Polizei geworfen und Leuchtraketen in die Luft geschossen wurden." ..... "Die Mahnwach (seit 1992) für die Opfer des Bombenangriffs auf Pforzheim war immer eine interne, stille Veranstaltung des Freundeskreis „Ein Herz für Deutschland“ ohne Presse oder öffentliche Bekanntmachungen und war bis 2002 bei der Pforzheimer Bevölkerung aus diesem Grund nicht bekannt. Da fand eben keine Instrumentalisierung statt!
Immer während die Glocken läuten werden die Fackeln entzündet und 20 Minuten schweigend, würdevoll der Opfer gedacht. "

Nun wissen wir es also genau, warum zu diesem "internen" Totengedenken des Hn. Corvaglia nach Meldungen der Polizei entsprechende Mitwirkende aus halb Süddeutschland in Pforzheim zusammengekarrt werden. Natürlich errinnern Mahnwachen mit Fackeln fatal an das, was SA und SS in der Nazizeit aus dem FF beherrschten, wo Totengedenken zum Heldengedenktag umfunktioniert wurde. Und das Pathos, das sie mit ihren Fackeln verbreiten, ist wohlkalkuliert.

In einer Dresdner Zeitung stand über eine sehr ähnliche Aktion dortiger Rechter: "Wir lassen uns unsere Gedenkkultur nicht von Rechtsextremen kaputtmachen. Die Geschichte mahnt, aufmerksam zu bleiben gegenüber jedem Versuch, vergessen zu machen, dass der Krieg von Deutschland aus über die Welt gebracht wurde".

Es muß immer wieder ins Bewusstsein gerufen werden, wo es endet, wenn Menschenwürde mit Füßen getreten, Grundprinzipien menschlichen Zusammenlebens verworfen und einem lange genug von der grossen Mehrheit bejubelten Führer in gotteslästerlicher Weise Allmacht und Allwissenheit zugebilligt wird.

In der Erinnerung wandelt sich unsere Trauer zum Gedenken. Alljährlich rufen sich viele Pforzheimer die Geschehnisse von 1945 ins Gedächtnis. Die Gedanken gehen natürlich zu den vielen Toten in der zerstörten Stadt. Wir Spätgeborene versuchen, den ganzen Umfang des Schreckens zu erfassen.

Wozu aber kann unser Gedenken dienen?

Wir möchten fassen, was passiert ist und es begreifen, schließlich sind wir das den Toten schuldig. Zum Begreifen aber gehört Wissen, vor allem aber wissen wollen. Wer nicht weiß, kann nicht begreifen. Mit der Frage nach dem Was kommt auch die Frage nach dem Warum.


Wer nicht gedenkt, zieht auch keine Lehren, das ist wohl wahr. Wer eigenes Leid erlebt hat, versteht fremdes sehr viel besser. Wenn wir uns also an die Ängste unserer Mütter mit ihren Kindern in den Luftschutzkellern von Pforzheim erinnern, verstehen wir auch die Ängste der Menschen in Rotterdam. Wenn wir wissen wollen, dass Deutschlands Luftwaffe Coventry zerstört hat, dann verstehen wir auch die Zerstörung von Pforzheim.




Lieber Herr Bifi,

sie wollen verstehen, warum die Deutsche Luftwaffe Am 14. November 1940 Coventry zerstört hat?

Nun, die ersten Angriffe der RAF auf Bremen erfolgen schon am 18.05. und am 19.05.1940.

Die Angriffe der Royal Air Force auf deutsche Städte begannen mit dem Angriff auf Mönchengladbach in der Nacht auf den 12. Mai 1940 mit 35 Bombern. In der Folgezeit flog die RAF wiederholt kleinere Angriffe auf deutsche Städte, darunter allein acht auf Berlin. Die deutsche Luftwaffe antwortete mit Angriffen auf London (7. September) und Coventry (15. November),

Quelle: Wikipedia. http://de.wikipedia.org/wiki/Luftkrieg#Bombenangriffe_auf_Deutschland

bifi
27.02.2009, 17:45
Habe zwar schon mehrfach betont, daß ich gegenseitiges Aufrechnen der Kriegs-Greuel für untauglich halte. Nur weil Sie aber so sehr auf den Beginn der Luftangriffe auf England abheben, gerade ein Zitat aus der von Ihnen genannten Quelle Wikipedia an anderer Stelle:

"Zu häufigen großflächigen Angriffen der Royal Air Force kam es jedoch erst nach den deutschen Luftangriffen auf die britischen Inseln. Die deutschen Luftangriffe folgten einem ursprünglich dreistufigen Angriffsplan. Ihr Ziel war die absolute Luftherrschaft über weite Teile Süd- und Südwestenglands als Voraussetzung für die geplante Invasion Englands (Unternehmen Seelöwe (http://de.wikipedia.org/wiki/Unternehmen_Seel%C3%B6we)). Die erste Stufe des Plans sah Angriffe auf Flugplätze und Radarleitstationen (Sector Stations) vor. Die zweite Stufe sah Angriffe auf Zentren der britischen Luftrüstung vor. Die dritte Stufe sah die direkte taktische Luftunterstützung bei der geplanten Invasion vor. Stufe Drei wurde nicht umgesetzt. Zu den bekanntesten Angriffen der Stufe Zwei zählt der Angriff auf die britische Industriestadt Coventry (http://de.wikipedia.org/wiki/Coventry). Coventry wurde wegen seiner Bedeutung für die britische Luftrüstung (Rolls-Royce Flugzeugmotorenwerke) zum Ziel. Bei dem Flächenangriff der deutschen Luftwaffe starben 568 von damals 328.000 Einwohnern. Dies war der schwerste Angriff der deutschen Luftwaffe auf eine einzelne britische Stadt. Ohne den deutschen Angriff auf Coventry wären extreme Flächenbombardierungen deutscher Städte wahrscheinlich kaum in der britischen Öffentlichkeit durchsetzbar gewesen. Coventry war somit der Anlass, nicht jedoch der Grund zur starken Ausweitung der Flächenbombardements deutscher Städte".
Quelle: Wikipedia:http://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%A4chenbombardement

Schwarzwaldbua
28.02.2009, 20:52
Ach ja? Und wer hat das gesagt? Unser Märchenonkel Guido Knopp? Und selbst WENN es stimmen würde: Merkst Du nicht was Du da schreibst? Alle Angriffe waren mittelbar bzw. unmittelbar auf militärische Einrichtungen gerichtet! Die Briten haben von Anfang an Zivilpersonen getroffen!

Ich finde es echt interessant wie bestimmten Kreisen immer "Absichten" ihrem Handeln untergeschoben werden. Wie könnt ihr so arrogant und anmaßend sein, und behaupten die Rechten wollen Gedenktage nur für ihre Zwecke mißbrauchen? Was sind ihre Zwecke? Und was tut die Regierung? Ich gehe bewußt nicht auf die Linken ein, denn die Stalinkinder sind für mich völlig außer Diskussion. Nein, blicken wir auf die Damen und Herren in Berlin (und ihre Spießgesellen in allen Rathäusern, Gewerkschaftshäusern, Kirchen usw.): Sie Gedenken mit zerdrückter Miene -Nie wieder Krieg, nie wieder Völkermord. Da wird wohl Wasser gepredigt und Schnaps getrunken. Angriffskriege, Wegschauen bei Folterungen des großen Bruders, Zuzwinkern bei Völkermord der Israelis, Angst vor Kritik bei der Politik Russlands, und Völkermord im eigenen Land. Ja für mich sind Menschen im Mutterleib auch Menschen.

Also sollen sich die Damen und Herren mal an die eigene Nase fassen. Und wenn das nächste mal Autonomen in Dresden oder Pforzheim mit Groß Britannien- oder sogar Israel-Flaggen(was hat das wohl mit Gedenken zu tun?) rumsausen, dann fragt Euch mal: Wer hat hier unlautere Absichten?