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25.03.2008, 13:06
FREIBURG/HAMBURG. Baden-Württembergs Ministerpräsident Oettinger (CDU) und der katholische Bischof von Rottenburg-Stuttgart Fürst haben das Programm der privaten Fernsehsender an den Ostertagen kritisiert.
Günther Oettinger sagte der „Bild am Sonntag“, es wäre wünschenswert, dass auch die privaten Medien auf die religiösen Gefühle der Mehrzahl der Bürger Rücksicht nehmen. An diesem Osterfest sei das nicht gelungen. Gebhard Fürst sagte im „Spiegel“ in seiner Funktion als Vorsitzender der publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz: „Offenbar gehen die Privatsender davon aus, dass Religion Privatsache ist und bei ihnen nicht vorkommen muss. Man schaut dort leider nur auf die Quoten. Das ist ein Angriff auf die öffentliche Ordnung.“
Auch der Medienbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland, Markus Bräuer, kritisierte das Programm. Der Film „Stirb langsam“ sei genauso unpassend wie der dazugehörige Trailer mit einem schmelzenden Osterhasen, sagte Bräuer. Die Sender Sat.1 und RTL wiesen die Vorwürfe zurück. „Stirb langsam“ sei ein beliebter Filmklassiker, sagte Sat.1-Sprecherin Kristina Faßler der Zeitung. RTL-Sprecherin Anke Eickmeyer betonte, auch an christlichen Feiertagen werde ein ausgewogenes Programm für die ganze Familie und jeden Geschmack gezeigt.
Wenn der Staat Tanzveranstaltungen verbiete und gleichzeitig im Fernsehen Mord und Totschlag stattfinde, „kann der Bürger die Plausibilität von staatlichen Regelungen nicht mehr nachvollziehen“, mahnte Fürst. Er bemerkte, dass die Kirchen im öffentlich-rechtlichen Radio „gut präsent“ seien, aber bei den TV-Sendern „massive Probleme“ hätten.
Mit der Wirkung von Massenmedien befasste sich auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch. In einem Pontifikalamt im Freiburger Münster mahnte er am Ostersonntag deren soziale Verantwortung an. Zu den möglichen Gefahren der Medien gehöre, dass sie die Wirklichkeit nicht nur abbildeten, sondern „dass sie um einer höheren Quote willen bestimmte Ereignisse auf suggestive Weise selbst schaffen“, sagte Zollitsch. Zugleich erinnerte er auch die Mediennutzer an ihre Verantwortung. „Jeder und jede von uns hat die Freiheit, sich bestimmte Dinge nicht anzuschauen oder rechtzeitig den Abschaltknopf zu bedienen.“
Günther Oettinger sagte der „Bild am Sonntag“, es wäre wünschenswert, dass auch die privaten Medien auf die religiösen Gefühle der Mehrzahl der Bürger Rücksicht nehmen. An diesem Osterfest sei das nicht gelungen. Gebhard Fürst sagte im „Spiegel“ in seiner Funktion als Vorsitzender der publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz: „Offenbar gehen die Privatsender davon aus, dass Religion Privatsache ist und bei ihnen nicht vorkommen muss. Man schaut dort leider nur auf die Quoten. Das ist ein Angriff auf die öffentliche Ordnung.“
Auch der Medienbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland, Markus Bräuer, kritisierte das Programm. Der Film „Stirb langsam“ sei genauso unpassend wie der dazugehörige Trailer mit einem schmelzenden Osterhasen, sagte Bräuer. Die Sender Sat.1 und RTL wiesen die Vorwürfe zurück. „Stirb langsam“ sei ein beliebter Filmklassiker, sagte Sat.1-Sprecherin Kristina Faßler der Zeitung. RTL-Sprecherin Anke Eickmeyer betonte, auch an christlichen Feiertagen werde ein ausgewogenes Programm für die ganze Familie und jeden Geschmack gezeigt.
Wenn der Staat Tanzveranstaltungen verbiete und gleichzeitig im Fernsehen Mord und Totschlag stattfinde, „kann der Bürger die Plausibilität von staatlichen Regelungen nicht mehr nachvollziehen“, mahnte Fürst. Er bemerkte, dass die Kirchen im öffentlich-rechtlichen Radio „gut präsent“ seien, aber bei den TV-Sendern „massive Probleme“ hätten.
Mit der Wirkung von Massenmedien befasste sich auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch. In einem Pontifikalamt im Freiburger Münster mahnte er am Ostersonntag deren soziale Verantwortung an. Zu den möglichen Gefahren der Medien gehöre, dass sie die Wirklichkeit nicht nur abbildeten, sondern „dass sie um einer höheren Quote willen bestimmte Ereignisse auf suggestive Weise selbst schaffen“, sagte Zollitsch. Zugleich erinnerte er auch die Mediennutzer an ihre Verantwortung. „Jeder und jede von uns hat die Freiheit, sich bestimmte Dinge nicht anzuschauen oder rechtzeitig den Abschaltknopf zu bedienen.“