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17.03.2009, 17:32
Die in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Gemeinden (ACG) Pforzheim rund 30 zusammengeschlossenen evangelischen und katholischen Kirchen und Gemeinden haben sich aus aktuellem Anlass auf ihrer Vollversammlung am 11. März 2009 in Pforzheim mit den judenfeindlichen Vorkommnissen in Pforzheim befasst und die folgende Stellungnahme beschlossen:
„Als christliche Gemeinden verstehen wir den Menschen als Ebenbild Gottes. Daraus ergibt sich für uns unzweifelhaft, dass die Würde des Menschen unantastbar ist.
Als christliche Kirchen leben wir von unseren jüdischen Wurzeln. Auch aus diesem Grund sind wir mit unseren jüdischen Mitbürgern solidarisch. Jesus, den wir als unseren Herrn verehren, war selbst ein Jude.
Wir sehen uns in der Tradition der „Woche der Brüderlichkeit“, die für Toleranz, für einen menschenwürdigen Umgang und für einen ehrlichen Dialog mit anders denkenden und anders gläubigen Menschen in unserer Gesellschaft steht. Dies kam jetzt gerade bei einem Gesprächsabend unter Jugendlichen zum Ausdruck. Auch die Unterstützung der „Woche der Brüderlichkeit“ durch die Stadt Pforzheim und die örtliche Presse nehmen wir dankbar zur Kenntnis.
Umso empörender und beschämender ist aus unserer Sicht, wie ein Schüler eines Gymnasiums und seine Familie von Klassenkameraden öffentlich diffamiert und mit antijüdischen Aktionen bedroht wurde. Wir verstehen die Beunruhigung vieler Menschen auch über Pforzheim hinaus.
Wir möchten den Schülern und der Schulleitung dieses Gymnasiums gegenüber unseren Respekt zum Ausdruck bringen für die spontane Solidarisierung mit dem wegen seines jüdischen Glaubens geschmähten und gedemütigten Schüler.
Als christliche Kirchen sehen wir uns verstärkt verpflichtet, im Religionsunterricht der Pforzheimer Schulen und bei anderen Veranstaltungen in geeigneter Weise die Problematik der Judenfeindlichkeit aufzugreifen und Wege der Information, der Nachdenklichkeit und des gegenseitigen Respekts zu finden und zu gestalten. Wir setzen uns dafür ein, dass für Angehörige verschiedener Glaubensrichtungen noch mehr Möglichkeiten zur Begegnung und zum Gespräch geschaffen werden.
Wir bitten alle für die Erziehung Verantwortlichen unserer Stadt, aufklärerisch und pädagogisch angemessen auf die Vorkommnisse einzugehen und eindeutig darauf hinzuwirken, dass jede Form von Judenfeindlichkeit keinen Nährboden findet.
„Als christliche Gemeinden verstehen wir den Menschen als Ebenbild Gottes. Daraus ergibt sich für uns unzweifelhaft, dass die Würde des Menschen unantastbar ist.
Als christliche Kirchen leben wir von unseren jüdischen Wurzeln. Auch aus diesem Grund sind wir mit unseren jüdischen Mitbürgern solidarisch. Jesus, den wir als unseren Herrn verehren, war selbst ein Jude.
Wir sehen uns in der Tradition der „Woche der Brüderlichkeit“, die für Toleranz, für einen menschenwürdigen Umgang und für einen ehrlichen Dialog mit anders denkenden und anders gläubigen Menschen in unserer Gesellschaft steht. Dies kam jetzt gerade bei einem Gesprächsabend unter Jugendlichen zum Ausdruck. Auch die Unterstützung der „Woche der Brüderlichkeit“ durch die Stadt Pforzheim und die örtliche Presse nehmen wir dankbar zur Kenntnis.
Umso empörender und beschämender ist aus unserer Sicht, wie ein Schüler eines Gymnasiums und seine Familie von Klassenkameraden öffentlich diffamiert und mit antijüdischen Aktionen bedroht wurde. Wir verstehen die Beunruhigung vieler Menschen auch über Pforzheim hinaus.
Wir möchten den Schülern und der Schulleitung dieses Gymnasiums gegenüber unseren Respekt zum Ausdruck bringen für die spontane Solidarisierung mit dem wegen seines jüdischen Glaubens geschmähten und gedemütigten Schüler.
Als christliche Kirchen sehen wir uns verstärkt verpflichtet, im Religionsunterricht der Pforzheimer Schulen und bei anderen Veranstaltungen in geeigneter Weise die Problematik der Judenfeindlichkeit aufzugreifen und Wege der Information, der Nachdenklichkeit und des gegenseitigen Respekts zu finden und zu gestalten. Wir setzen uns dafür ein, dass für Angehörige verschiedener Glaubensrichtungen noch mehr Möglichkeiten zur Begegnung und zum Gespräch geschaffen werden.
Wir bitten alle für die Erziehung Verantwortlichen unserer Stadt, aufklärerisch und pädagogisch angemessen auf die Vorkommnisse einzugehen und eindeutig darauf hinzuwirken, dass jede Form von Judenfeindlichkeit keinen Nährboden findet.