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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Uniform-Streit eskaliert



Webmaster
26.03.2008, 11:27
STUTTGART. Im Streit um die neuen blauen Polizeiuniformen in Baden-Württemberg fährt die Gewerkschaft der Polizei (GdP) schweres Geschütz auf: Wegen Manipulation soll der Projektverantwortliche und Inspekteur der Polizei, Dieter Schneider, abgelöst werden. Die Polizei würde gegen die Uniformen „Sturm laufen“, sagte GdP-Landeschef Josef Schneider gestern in Stuttgart.

In einer Intranet-Umfrage des Landespolizeipräsidiums hätten sich von bisher 603 Polizisten mehr als 92 Prozent gegen das neue Polizeioutfit „aus der Mottenkiste“ ausgesprochen. „Uns stört der militärische Charakter der Uniformen. Und uns stört, dass auf altbewährte Teile wie Lederjacke verzichtet wird.“

Landespolizeipräsident Erwin Hetger wies die Vorwürfe zurück. „Dieter Schneider ist und bleibt Leiter des „Projekts blaue Uniform“. Ihm Manipulation und Lügen zu unterstellen, entbehrt jeder Grundlage.“ Die Grünen hingegen forderten sofortige Aufklärung vom Innenministerium: „Uns missfällt, dass die Führungsspitze mit Innenminister und Inspekteur an der Meinung und an den Wünschen der Polizeibasis offensichtlich nicht interessiert ist“, sagte der innenpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Uli Sckerl.

Brief an den RegierungschefDie Gewerkschaft habe das Zustandekommen der Auswahlentscheidung für die neuen Uniformen untersucht, berichtete GdP-Landeschef Schneider. „Das Ergebnis ist eindeutig: Die Arbeitsgruppe, die die Auswahlentscheidung zu treffen hatte, wurde bewusst hinters Licht geführt und ihre Entscheidung manipuliert.“ Entgegen den Vorgaben der Designer seien Modelle zumindest einer Musterkollektion erheblich verändert oder erst gar nicht produziert worden. „Der Inspekteur der Polizei – bekennender Uniformfreund – ließ von Anfang an keinen Zweifel daran, dass er etablierte und bewährte Elemente der alten Dienstkleidung abschaffen will“, sagte GdP-Chef Schneider. Stattdessen sei er für eine sogenannte „Paradeuniform“ eingetreten. „Normale Polizisten brauchen keine Manschettenknöpfe, wenn sie auf die Straße gehen“, so Schneider. Deshalb habe die Gewerkschaft Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) gebeten, Dieter Schneider von seinen Aufgaben zu entbinden.

Die GdP will die Umstellung von der grünen auf die blaue Dienstkleidung nicht weiter unterstützen. Die blaue Dienstkleidung soll von Sommer an von 200 Polizisten für ein halbes Jahr getestet werden. lsw

SchmidtU
26.03.2008, 11:27
Die Polizei hat mein Mitleid, ich weiß wie unangenehm und am Zweck vorbeigezielt es sein kann mit der falschen Kleidung Dienst verrichten zu müssen. Mit einer Paradeuniform ist es absolut untragbar den gewöhnlichen Einsatzdienst oder einen Wachdienst zu verrichten, bei dem es zu jeder Zeit zu einem Ereigniss kommen könnte, das ein Eingreifen erforderlich macht. Aber leider werden solche Dienstkleiderordnungen ja immer von Köpfen entschieden, die später nie wirklich mit diesen Uniformen arbeiten müssen und denen es dann nur um Repräsentative Zwecke in der Öffentlichkeit geht. Vielleicht sollte die Polizei in Zukunft dann auch noch Slipper tragen, damit auch ja jeder Verbrecher ohne Probleme entkommen kann!

MartinK
26.03.2008, 17:39
Warum überhaupt neue Uniformen ? Die alten erkennt jeder schon von weitem, die sind eindeutig. Ich sehe keinen Grund das zu ändern.
Wenn schon Geld übrig ist für so einen Unsinn sollte man das lieber für wichtigerere Dinge einsetzen, z.B. mehr Personal oder bessere Technik.