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Webmaster
27.03.2008, 18:33
WIERNSHEIM. Mit einem Infoblatt hat sich die Initiative „Schnelles DSL für Wiernsheim“ an die Bürger gewandt. Verwaltung und Gemeinderat sollen durch Rückmeldungen in ihren Verhandlungen mit der Telekom bestärkt werden.

„Was habt ihr denn, wir haben doch DSL.“ Diesen Satz hört Ralf Benken oft, wenn ihn Wiernsheimer anrufen, weil sie sich für die von dem IT-Unternehmer vertretene Initiative „Schnelles DSL für Wiernsheim“ interessieren. „Wir haben zwar DSL in Wiernsheim, aber ich zahle zum Beispiel für DSL 6000 und bekomme nur DSL light“, versucht Benken die Situation zu erklären. Neuestes Projekt der laut Benken rund 40 aktive Bürger zählenden Gruppe, ist ein Informationsblatt. Die vom Gewerbeverein unterstützte Initiative verteilte die Infoblätter an Haushalte in Wiernsheim und den Ortsteilen. Bürger werden aufgerufen, sich namentlich an Verwaltung und Gemeinderat zu wenden, um ihre Unterstützung für die Verhandlungen mit der Telekom und „schnelles DSL über Kabel für Wiernsheim“ zu bekunden.

Verhandlungen unterstützen„Wir wollen erreichen, dass die Verhandlungen nicht abrechen“, sagt Benken. Durch eine rege Beteiligung der Bürger erhofft sich Benken auch, dass „wir gefragt werden, ob wir bereit sind, für eine Telekom-Lösung zu bezahlen“. Im November hatte der Wiernsheimer Gemeinderat beschlossen, den Funknetz-Anbieter Skytron mit 40 000 Euro zu bezuschussen. Skytron funkt nach eigenen Angaben seit Ostern. Allerdings, wie Geschäftsführer Gerd Reckling einschränkt, auf Sparflamme. Grund dafür seien Engpässe bei der Lieferung von IP-Adressen für die Teilnehmer. Anfang kommender Woche soll laut Reckling die Funk-Anlage auf der Pinacher Waldenserhalle eingerichtet werden. Die Antenne auf dem Bauhof sei bereits installiert. Für Initiativen-Sprecher Benken ist eine Funklösung ein rotes Tuch. „Das ist etwas für einen kleinen Weiler mit 20 bis 30 Häusern“, meint der Wiernsheimer Geschäftsmann. Denn je mehr Kunden mit der Funklösung surften, desto schlechter sei die Verbindung für den Einzelnen. Schnelles, kabelgebundenes DSL sei aber nicht nur Standortvorteil für Gewerbetreibende, sondern auch wichtiges Kriterium für Mieter oder Käufer von Immobilien. Auch Menschen, die Angst vor Funksmog haben, unterstützen laut Benken die Initiative. „Wir wollen nicht zurück in die Steinzeit, aber die Anzahl der Antennen auf dem Bauhof ist genug.“

UMTS-Funk im HauptortNächste Woche wollen Wiernsheimer Verwaltung und Skytron sich treffen, um den aktuellen Stand zu besprechen. Der schnelle Internet-Zugang des Mobilfunkbetreibers Vodafone, der per UMTS vom Bauhof aus sendet, funktioniert laut Gemeinderat Wolfgang Hanisch zumindest in Wiernsheim „einwandfrei“. Die Infoblatt-Aktion der Bürger ist für den DSL-Beauftragten Hanisch „eine moralische Rückenstärkung“ für die Gemeinde. „Dadurch wird deutlich, dass die Gemeinde nicht unabhängig von den Bürgern agiert“, meint Hanisch. In den Verhandlungen mit der Telekom will Hanisch nicht lockerlassen (siehe „Netzausbau in Wiernsheim“). Im Hintergrund stünde aber auch noch eine drahtgebundene Lösung für die es diverse Anbieter gebe. „Wichtig ist uns, für alle Bürger eine Auswahl zu bieten – das ist bisher nicht der Fall.“

Bettina Mahner
27.03.2008, 18:33
Diese Formulierung kann ich schon nicht mehr hören, liebe PZ. Es unterstützen Menschen in Wiernsheim die Kabellösung, die um die gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch Mobilfunk w i s s e n , mit Angst hat das nichts zu tun.
Wissenschaftliche Untersuchungen zum Mobilfunk sind unter www.emf-portal.de zu finden.
Internet kann nur über Mobilfunk übertragen werden.
Ein Kabelanschluss für's schnelle Internet ist heute so normal wie der Strom- , Gas- und Wasseranschluss, finde ich.