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Webmaster
28.03.2008, 15:46
KELTERN-NIEBELSBACH. „Das ist regionale Kunst und eine wichtige und beeindruckende Dokumentation der Zeitgeschichte“. Elke Osterloh freute sich über eine Schenkung, die

Marianne Kunze dem Museum Neuenbürg gemacht hat.

Fünf Aquarelle, die die 1918 im ostpreußischen Königsberg geborene Künstlerin nach dem verheerenden Wintersturm Lothar gefertigt hat, hat die 89-Jährige aus Keltern-Niebelsbach dem Schloss Neuenbürg überlassen. Die ganze zerstörerische Kraft der Naturgewalt hat Kunze in ihrer ganzen Dramatik auf den Bildern festgehalten.

„Ich habe immer Freude am Malen gehabt“, so Marianne Kunze. Die Begeisterung für die Aquarellmalerei kommt nicht von ungefähr: Schon ihr Vater, Professor Friedrich Lahrs, der als Architekt und Künstler einen guten Ruf genoss, hatte sich mit Erfolg der anspruchsvollen Aquarellmalerei gewidmet und eindrucksvolle Landschafts- und Portraitbilder geschaffen.

Bis heute greift Marianne Kunze regelmäßig zu Pinsel und Aquarellfarben und bannt überwiegend Landschaftsmotive, während der Wintermonate auch mal Stillleben, auf Papier. Bereits im Kindesalter und während der Jugendjahre hatte sich Marianne Kunze künstlerisch betätigt. „Die Mutter hat vorgelesen, wir haben dazu gemalt“, erinnert sich die rüstige Seniorin, die seit 1990 Mitglied einer Malgruppe in der Malschule ihrer Tochter Angela Amon ist. Dort hatte sie auch den ehemaligen Neuenbürger Forstamtsleiter Heiner Pabst kennengelernt.

Als dieser die ausdrucksstarken Arbeiten sah, die Kunze nach dem Sturm in der freien Natur gefertigt hatte, war er begeistert. Alle Bilder waren in seinem Forstamtsbereich entstanden. Kurzerhand überließ Marianne Kunze eine Auswahl ihrer Lothar-Impressionen dem Forstamtsleiter. Als dieser dann in den Ruhestand ging und das Forstamt im Zuge der Verwaltungsreform aus dem Schloss ausziehen musste, gingen zwei der Aquarellbilder, die das Forstamt geschmückt hatten, an das Schlossmuseum. Drei weitere der in den Jahren 2000 und 2001 gefertigten Serie erhielt Museumschefin Elke Osterloh kürzlich zur Ergänzung überreicht.

Gemeinsam mit ihrer Tochter Angela Amon hat Marianne Kunze die Arbeiten im Beisein von Bürgermeister Horst Martin jetzt offiziell dem Museum als Schenkung überlassen. Nach Möglichkeiten sollen diese künftig in den ehemaligen Forstamtsräumen gezeigt werden, wenn diese saniert sind. Vorerst werden die Bilder aber in einer Vitrine präsentiert, in der jeweils die Neuerwerbungen des Schlosses mit seinen zahlreichen heimatgeschichtlichen Exponaten zu entdecken sind.

kalia
28.03.2008, 15:46
Das Foto zeigt u.A. Marianne Kunze, meine Mutter und Angela Amon, meine Schwester.
Kann ich einen echten Fotoabzug dieses schönen Bildes bekommen?

Freundliche Grüße

Helgrit Kunze
Ersingerstr. 19
75210 Keltern