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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Keine Freiheitsstrafe für Verweigerer



Webmaster
29.03.2008, 19:32
NEUENBÜRG. Der Totalverweigerer Alexander Hense wird das Urteil wahrscheinlich annehmen: Er wurde gestern von der Auswärtigen Jugendkammer des Landgerichts Karlsruhe zu einer Geldstrafe in Höhe von 1350 Euro verurteilt.

Zwar wurde der 20-Jährige aus Neuenbürg nun nach dem Erwachsenenstrafrecht verurteilt. Der weiteren Forderung von Staatsanwältin Friederike Tenckhoff folgte das Gericht in der Berufungshauptverhandlung in Pforzheim aber nicht: Sie hatte für eine sechsmonatige Freiheitsstrafe auf Bewährung plädiert, was einen Eintrag im polizeilichen Führungszeugnis bedeutet hätte. Dies ist mit der Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu 15 Euro nicht der Fall.

Vom Pflichtverteidiger distanziert„Ich tendiere dazu, das Urteil zu akzeptieren“, sagte Hense, der den Wehrdienst und den Zivildienst aus Gewissensgründen verweigert hat. Weil aus seiner Sicht auf dem Rechtsweg jedoch wenig möglich ist, wolle er sich in Zukunft stärker politisch für mehr Wehrgerechtigkeit einsetzen, kündigte er an. Die jetzige Geldstrafe sei nicht schlechter als die 100 Stunden gemeinnützige Arbeit, die ihm das Amtsgericht Pforzheim 2007 auferlegt hatte (PZ hat berichtet). Allerdings war damals die Strafe nach dem Jugendstrafrecht verhängt worden. Weil die Staatsanwaltschaft Pforzheim Henses Tat jedoch nicht als jugendtypisch betrachtete, legte sie gegen das Urteil Berufung ein.

Auch gestern machte Staatsanwältin Tenckhoff noch einmal deutlich, dass Hense wegen Fahnenflucht nach dem Erwachsenenstrafrecht verurteilt werden müsse. Sie bezog sich auf die Einschätzung der Jugendgerichtshilfe, die bei Hense keine Entwicklungsverzögerungen feststellte. Zudem habe der damals 19-Jährige eine Gewissensentscheidung getroffen. „Sie haben sich bewusst gegen das Gesetz entschieden. Das ist ein Schlag ins Gesicht gegenüber denjenigen, die sich daran halten“, so Tenckhoff. Dafür müsse Hense spürbare Konsequenzen tragen.

„Es ist eine Ohrfeige, dies von einer Frau zu hören, die in Deutschland keinen Wehr- und Ersatzdienst leisten musste“, sagte dagegen Hense. Und es sei eine Ohrfeige angesichts der vielen jungen Männer, die durch die Musterung fielen. Er distanzierte sich jedoch auch vom Plädoyer seines Pflichtverteidigers, der forderte, ihn nach dem Jugendstrafrecht zu verurteilen. „Ich will zivilen Ungehorsam leisten“, so Hense.

Auch der Vorsitzende Richter am Landgericht, Hermann Meyer, sah in Henses Tat eine ganz bewusste Entscheidung. Obwohl er noch Züge aufweise, die ihn nicht ganz Erwachsenen gleichstelle, habe man es nicht mit einem Jugendlichen zu tun. „Man kann aber nicht für sich entscheiden, dass ein Gesetz falsch ist und beschließen sich nicht daran zu halten“, so Meyer. Dennoch spreche vieles für den Angeklagten, den der Richter als einen Überzeugungstäter und modernen Michael Kohlhaas bezeichnete: Er sei nicht vorbestraft, geständig und habe das vorherige Urteil akzeptiert sowie für seine Tat 25 Tage in einer Kaserne in Disziplinararrest gesessen. Daher hielt Meyer eine Geldstrafe für schuldangemessen und gab Hense mit auf den Weg: „Um Gesetze zu ändern, ist Berlin der richtige Ort, nicht der Gerichtssaal.“

pierredelarue
29.03.2008, 19:32
Einfach nur asoziales Verhalten. Da will einer zwar von der Gesellschaft partizipieren sich aber in keinster Weise einbringen. Das sich jemand vom Militärdienst distanziert kann ich nachvollziehen. Aber ein gemeinnütziger Dienst, wie es der Zivildienst darstellt kann ich nicht einfach aus Gewissensgründen ablehnen. Was sollte man da auch als Grund gelten lassen? Da gibt es sicher viele, die sich gerne für diese gerade zu lächerliche Summe von ihrer Verpflichtung freikaufen.

bled
29.03.2008, 20:57
Da will einer zwar von der Gesellschaft partizipieren sich aber in keinster Weise einbringen.
Was Sie meinen ist wohl "profitieren". Man partizipiert an der Gesellschaft, nicht von ihr.

Zum Rest Ihres Kommentars:
Was genau ist daran asozial? Haben Sie sich mit der Sache überhaupt beschäftigt? Ein großes Problem heutzutage in Deutschland - aber auch in anderen Ländern - ist, dass die Leute einfach grade rausschreien, was ihr erster Gedanke ist (mehr Gedanken gibt es meistens auch gar nicht). Anstatt sich mit einem Thema kritisch auseinanderzusetzen brüllt man etwas populistischen in die Welt hinaus. Ich habe mich ein Jahr lang mit dem Thema auseinandergesetzt, bevor ich mich wie ein Kriegsgefangener in eine Zelle einsperren ließ. Und jetzt ist es fast nochmal ein Jahr seit dem.
Was wissen Sie von der Wehrpflicht, was wissen Sie vom Zivildienst? Ist Ihnen bekannt, dass der Zivildienst ohne die Wehrpflicht nicht existieren könnte? Es gibt seit 2003 mehr Zivildienstleistende als Wehrdienstleistende. Das wird mit Wehrrecht gerechtfertigt. Statt die Gesetze zumindest an die aktuelle Situation anzupassen belässt die Regierung alles beim Alten und so wird der Zivildienst weiterhin auf Basis der Wehrpflicht aufgebaut. Für jeden Zivildienstleistenden liegt irgendwo ein Wehrdienstleistender und übt Menschen zu töten. Im Ernstfall übrigens auch gerne in Zusammenarbeit mit Zivildienstleistenden. Dazu gibt es die CIMIC (Civil Military Cooperation), oder zu deutsch auch ZMZ. Das alles wird durch EU-Richtlinien gefördert und vom deutschen Staat unterstützt.
Desweiteren herrscht eine extreme Ungerechtigkeit, was die Wehrpflicht angeht. Abgesehen von den ganzen Frauen, die sowieso keinerlei Dienst leisten müssen, gibt es eine menge junge Männer, die durch das Raster fallen. Ob sie erst gar nicht erfasst werden, oder bei der völlig willkürlich gestalteten Musterung durchfallen. Diese Leute müssen nichts leisten. Um das mal zusammenzufassen:
- Sie werden nicht einem Großteil ihrer Rechte beraubt (Freiheit der Person, Recht auf Leben, freie Meinungsäußerung, Freizügigkeit, und einige mehr)
- Sie verlieren kein ganzes Jahr
- Sie verlieren nicht ihre Jobs, wenn sie vorher in einem Ausbildungsverhältnis oder etwas ähnlichem standen
- Sie werden nicht ihrer vom Grundgesetz zugesicherten Menschenwürde beraubt, indem sie vom Staat zu einem Objekt gemacht werden
- Sie müssen keine Sklavenarbeit leisten, die mit knapp 7,40€ am Tag entlohnt wird

Die Menschwürde ist dabei der wichtigste Aspekt. In Artikel 1 unseres Grundgesetzes steht gleich im ersten Satz: "Die Würde des Menschen ist unantastbar." Wissen Sie, was Würde bedeutet, was das ist? Scheinbar nicht. Ich will Ihnen auf die Sprünge helfen. Sowohl der ehemalige Bundespräsident Rau, als auch der jetztige, Köhler, haben diese in ihren Geleitworten zum Grundgesetz ganz besonders betont. Ich zitiere den Herrn Bundespräsidenten Horst Köhler: "Die Würde des Menschen steht bewusst am Anfang unserer Verfassung, in Artikel 1 des Grundgesetzes. Nach dem Verständnis des Grundgesetzes darf der Mensch nicht Objekt staatlichen Handelns sein [Hervorhebung: d. V.]. Vielmehr hat sich jede staatliche Tätigkeit auf den Menschen als Individuum auszurichten." Genau das wird von der Wehrpflicht massiv misachtet. Die Wehrpflicht äußerst sich dabei sowohl im Wehrdienst, als auch im Zivildienst. Beides sind Zwangsdienste! Schon an der Musterung erkennt man, wie der junge Mensch dort zum Objekt gemacht wird. Es wird geprüft, ob er bestimmten Anforderungen genügt. Eben so, wie eine Waffe auf ihre Tauglichkeit geprüft wird. Das verbietet die deutsche Verfassung klar und deutlich.
Würden wir in einem anderen System leben, dann wäre die Wehrpflicht vielleicht möglich. Doch im jetztigen Deutschland haben wir eben genau dieses Grundgesetz. Daran müssen sich die Regierung und das Bundesverteidigungsministerium halten.

Abgesehen von all dem: Entegegen der Meinung von Vielen ist kein Deutscher dem Staat irgendetwas schuldig. Diese Aussage basiert unter anderem auch auf unser System. Artikel 20, Absatz 2, Satz 1 Grundgesetz: "Die Staatsgewalt geht vom Volke aus." Der Staat hat dem Volk zu dienen und nicht andersrum. Das ist ein Merkmal von sozialen Staaten. Ohnehin ist das Argument vieler völlig schwachsinnig, die behaupten, ich würde den Staat ausnutzen, indem ich eine Schulbildung genossen habe und nun studiere. Wie kommt man denn bitte zu sowas? Wo kommt denn das Geld dieses ach-so-tollen Staates her? Richtig: Von den Steuerzahlern, zu denen unter anderem meine Eltern gehören. Für das Studium zahle ich ja nun auch eine Studiengebühr. Außerdem bekommt der Staat von allem was ich kaufe 19%. Darüber hinaus hätte der Staat durchaus davon profitiert, wenn ich nach meinem Studium hier ein Arbeitsverhältnis eingegangen wäre. Das hätte eine Menge Steuern gebracht. Mit der Wehrpflicht hingegen hämmert man nur Geld hinaus. Nun wird es für Deutschland mit Sicherheit keine Steuern mehr von mir geben. Denn spätestens nach dem Studium (und wenn möglich, dann früher) wird sich ein anderes Land über die Steuern auf die von mir erbrachte Arbeit freuen dürfen. Da stehen zum Beispiel 20 von 26 Ländern der NATO zur Auswahl, die mittlerweile alle die Wehrpflicht abgeschafft haben. Dazu gehört neben Kanada, Frankreich, Spanien und Italien auch die USA. Es gibt aber auch noch eine Menge andere Länder, die nicht einen kleinen Teil der Bevölkerung wie Sklaven behandeln und sie dafür verurteilen, dass sie weder selbst eine Waffe in der Hand halten wollen, noch andere Leute dafür unterstützen wollen.

Mit freundlichen Grüßen,
Alexander Hense

P.S.:
Da gibt es sicher viele, die sich gerne für diese gerade zu lächerliche Summe von ihrer Verpflichtung freikaufen.
Letztes Jahr gab es nach etwa drei Jahren Pause (Kreiswehrersatzämter haben Leute mit Tendenz zum Totalverweigern einfach ausgemustert) zum ersten Mal wieder drei Totalverweigerer. Zwei davon wurden übrigens vom selben Kreiswehrersatzbeamten in Karlsruhe einberufen (ich bin einer davon). Hach nein, welch Zufall.

Freak
29.03.2008, 21:30
Sorry, ich finde es zwar mutig, dass du, bled, das durchgezogen hast. Aber deinen Argumenten kann ich trotzdem nicht folgen. Für mich war es eine Bereicherung, einen sozialen Dienst geleistet zu haben. Ich kenne deine Biographie nicht. Mir stellt sich jedenfalls die Frage: Hast du einen freiwilligen sozialen Dienst abgeleistet? Wenn nicht, warum? Das wäre eigentlich konsequent gewesen, wenn du a) dir vom System nicht vorschreiben lassen möchtest, was du tun musst und b) nicht asozial sein willst. :cool:

bled
29.03.2008, 21:37
a) Es ist kein freiwilliger Dienst, wenn ich dazu gezwungen werde. Der kann auch "freiwilliger" Dienst heißen. Die Namensgebung ist da völlig irreführend. Wenn eine Frau ein freiwilliges soziales Jahr leistet, dann ist das wirklich freiwillig, weil sie sich dazu entschieden hat. Wenn man so ein Jahr allerdings leistet, um dem Wehrdienst zu entgehen, dann ist das nicht freiwillig (außer man hätte sich auch sonst dazu entschieden). Man wird dazu gezwungen, ein Jahr seines Lebens zu opfern. Dazu wird man als einer der Wenigen in einer Gesellschaft gezwungen. Es ist praktisch irrelevant, wozu man gezwungen wird.
b) Wieso bin ich asozial, wenn ich keinen freiwilligen Dienst leiste? Sind die ganzen Ausgemsuterten dann auch asozial? Sind dann die ganzen Frauen asozial, die kein freiwilliges soziales Jahr leisten? Sind die ganzen Leute auf der Welt asozial, die in einem Land leben, wo man nicht dazu gezwungen wird einen Dienst zu leisten?
Es ist wirklich schade, dass so viele Menschen dieses Wort benutzen, ohne überhaupt mal über dessen Bedeutung nachzudenken.

chris2008
29.03.2008, 21:50
In sämtlichen westlichen Nato-Staaten, bis auf Deutschland, wurden bereits diese menschenverachtenden und diskriminierenden Zwangsdienste (Wehrpflicht / Zivildienst) abgeschafft! In Deutschland werden die Männer aufgrund wegen ihres Geschlechts diskriminiert, missbraucht und ausgebeutet! Es ist eine absolute Schande, wenn eine Frau eine Anklage gegen das männliche Geschlecht erhebt, die selbst nie zu menschenverachtende und diskriminierende Zwangsdienste (Wehrpflicht / Zivildienst) gezwungen wird! In meinen Augen ist das der reinste Geschlechterrassismus und eine geschlechterrassistische Unrechtsprechung!

GrundGesetz Artikel 3:
(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Interessante Links:
Fragen an die Kanzlerin
http://www.direktzu.de/kanzlerin/messages/16317
Männerrechtler
http://www.manndat.de
Wehrpflichtübersicht: Blau = Keine Wehrpflicht
http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Weltkarte_der_Armeeformen.png

hexxe
30.03.2008, 10:29
Darüber braucht man(n) nicht lange diskutieren. Die Wehrpflicht gehört abgeschafft. Und zwar sofort. Würden mehrere Jungs was in der Hose haben, ginge das alles viel schneller.

Wenns ans streiken gegen den Arbeitgeber geht, haben viele ne große Klappe! Gehts aber um staatliche Verpflichtungen, wird gehorcht wie ein kleines Kind. Arme Männerwelt! Nehmt euch ein Beispiel an Hense!

lutz
30.03.2008, 17:13
Ich bin froh, dass Du, Alexander, so fest zu Deinen Grundsätzen stehst. Du hast mehr Eigenständigkeit bewiesen als viele andere, die zwar gegen "die da oben" meckern, im Zweifelsfall aber trotzdem immer mittun. Meine Hochachtung!

Herr Herrmsen
30.03.2008, 20:32
Würden mehrere Jungs was in der Hose haben, ginge das alles viel schneller.

Ah ja, die "Jungs" sind also selber schuld, wie immer ...
Und was überhaupt ist mit den Mädels, brauchen die sich nicht darum zu kümmern, ob Männern die grundlegensten Menschenrechte zuerkannt werden? Wie muss man diesen männerabwertenden Spruch verstehen, der zu allem Überfluss - natürlich ganz zeitgemäß - auch noch Anspielungen auf das männliche Genital enthält?

Mal zur Info: Um die Abschaffung der Wehrpflicht wird seit Jahrzehnten in den höchsten gesetzlichen Instanzen gekämpft - und zwar von Leuten, die richtig Ahnung und genug Rückgrat haben! Mindestens ein Verfahren wurde auch vor dem Europäischen Gerichtshof verhandelt, wurde aber mit der Begründung abgewiesen, dass die Wehrpflicht der Staatshoheit unterliege (mag jetzt juristisch nicht so ganz richtig sein, stimmt aber von der Aussage her). Die Verteidigung eines Landes, und dazu gehört auch die Wehrpflicht, ist somit einzig und allein Sache dieses Landes und kann nicht nicht von Außen beeinflusst werden.
Für die Abschaffung der Wehrpflicht wäre folglich eine Grundgesetzänderung notwendig, für die sich im Bundestag aber - obwohl das GG inzwischen wegen jeder Kleinigkeit geändert wird - seit zig Legislaturperioden keine notwendige Mehrheit findet. Das ist aber in manchen Kreisen offenbar aber auch gar nicht gewollt, denn: In Zeiten des Vulgärfeminismus plädieren diverse Politikerinnen (und Politiker) - selbst die Kanzlerin - für eine Beibehaltung der Wehrpflicht, da somit ein Ausgleich für die angebliche Benachteiligung von Frauen geschaffen würde. Interessante Ansicht, nicht wahr? Wehrpflicht als Methode einer "positiven Diskriminierung". Offenbar haben diese Damen in ihrer ganzen weiblichen Selbstbezogenheit nicht so ganz verstanden, worum es sich bei der Wehrpflicht tatsächlich überhaupt handelt und welche Konsequenzen daraus für den Einzelnen resultieren. Es betrifft sie ja nicht ...

Die Wehrpflicht bezieht sich eben nicht nur auf den z.Z. 9 Monate dauernden Grundwehrdienst, sondern ermöglicht es dem Staat, wenn der Bundestag den so genannten "Verteidigungsfall" beschlossen hat, jeden volljährigen Mann (unabhängig davon, ob er gedient hat oder nicht) bis zum vollendeten 63. Lebensjahr jederzeit für Kriegszwecke einsetzen zu können. Mit anderen Worten: Man(n) kann jederzeit "gezogen" werden und verliert dann das in Artikel 2(2) des GG eigentlich unumstößlich verankerte Menschenrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit!
Das wird Männern (und nur Männern !!!) durch die Wehrpflicht kurzerhand mal abgesprochen, damit sie dann als Kanonenfutter für die "Landesverteidigung" eingesetzt werden können. Gleichzeitig wird ihnen das Petitionsrecht entzogen und das Demonstrieren (und Streiken) verboten, so dass sie zudem auch keinen Einfluss auf politische (Kriegs-)Entscheidungen nehmen können, von denen sie direkt und unmittelbar betroffen sind. Lustig, nicht wahr? Das nennen wir Demokratie ... und Männerherrschaft ... obwohl Frauen verteidigt und beschützt werden (müssen) ... komisch!

Und wie heisst es doch gleich noch so schön populär? Ach ja, "Männer MACHEN Kriege"! Dieser männerfeindliche Slogan ist nichts anderes als feministische Pisse auf den Gräbern der schon seit je her zum Kriegsdienst gezwungenen Männer ...

Die Wehrpflicht gehört ersatzlos abgeschafft! Sie verstößt gegen die Menschenrechte, ist menschenverachtend und sexistisch! Alexander tritt für grundlegende Menschenrechte ein. Er ist ist ein Menschenrechtler, kein Verbrecher! Weiter so!

Freak
30.03.2008, 21:51
Ja, der Wehrdienst gehört abgeschafft und die Berufsarmee her. Dafür brauchen wir einen verpflichtenden Sozialdienst, und zwar für Mann und Frau. :)

qed
30.03.2008, 23:34
.

„Es ist eine Ohrfeige, dies von einer Frau zu hören, die in Deutschland keinen Wehr- und Ersatzdienst leisten musste“


Da lesen wir so Unsägliches wie von pierredelarue, ganz im Sinne der Alt- linksfaschistofemanze Limbach, die jeden Angriff auf dieses himmelschreiende Unrecht trickreich hintertrieben hat.

Nehmen wir also Fakten:

Außer den Zwangsdiensten wäre da die systematische Bildungsbenachteiligung von Jungs laut BMFB.
"Unisextarife" in der privaten PKV und den privaten Rentenversicherern trotz der wesentlich höheren Kosten und der wesentlich höheren Lebenserwartung, auf einen "Männergesundheitsbericht" warten wir vergeblich.
Bevorzugte Einstellung und Beförderung im ÖD von Weiblichen- es ist nicht bekannt, daß dies zu mehr Effizienz geführt hätte. Das Primat weiblicher Insuffizienz hat spätestens seit dem EuGH- Urteil C-407/98 absolute Gültigkeit http://www.maskulist.de/Uebersicht_2008/Teure_Geschenke.htm

Mich dünkt jedenfalls, daß ein aufstrebender junger Mann im Feminat BRD nur eine Alternative hat: up, up and away. Hunderttausende Gutausgebildeter praktizieren es bereits. Die Auswanderungsquote gut Ausgebildeter übertrifft längst die der Importquote an politisch gewünschtem Pack. Da kann kein Segen drauf sein. No- Go- Areas für Weiße sind Fakt in dieser beschissenen Republik.
Die feministische Quotenrepublik neigt sich ihrem Ende zu: Cathay Pacific, Singapore Airlines, Thai Airways- A 380 is waiting for you.

mannomann
31.03.2008, 00:14
Wann kommen Diskussionen in Gang ? Wenn " Unerhörtes " passiert ! Belege gibt es genug dafür . Deshalb ist die Aktion von Alexander so wichtig, auch wenn jeder einzelne Zvildiensleistende genau so wichtig ist. Totalverweigern und Zivildienst leisten widerspricht sich nicht, ist nur eine andere Facette desselben Themas.
Alexander wurde zurecht nach dem Erwachsenenstrafrecht verurteilt. Er hat bewiesen, dass er den Widerspruch, total zu verweigern ( also gegen das Gesetz zu verstossen ) aber die Geldstrafe zu akzeptieren ( also das Gesetz und seine Organe zu respektieren) aushalten kann . Das ist ein Erwachsenenkriterium . Man kann es auch so sehen : manch einer spendet an Ärzte ohne Grenzen, Alexander an den Staat . Beide wollen dasselbe: auf Mißstände aufmerksam machen, nur dass Alexander keine Spendenqittung erhält. Gäbe es noch mehr Alexanders müssten wir vielleicht noch etwas mehr nachdenken.

BadnerBube
31.03.2008, 00:40
Ob die Wehrpflicht abgeschafft wird oder nicht ist ein Thema.
Ein anderes ist das Einhalten von derzeit gültigen Gesetzen.

Da es das Gesetz nun mal gibt muß man sich aber daran halten. Keiner kann sich die Gesetze aussuchen die ihm gefallen und die ablehnen die ihm lästig sind.

Rein vom finanziellen her ist dieser Alexander viel zu gut weg gekommen. Jeder der einen Dienst tut, egal ob Wehr- oder Zivil, kann in der Zeit kein Geld verdienen und hat dadurch einen finanziellen Verlust der deutlich höher ist als die Strafe.

nick_99
31.03.2008, 01:12
Man wird Ihnen natürlich Egoismus vorwerfen, aber wir wissen eigentlich alle, daß es mehr kostet sich für Gerechtigkeit einzusetzen als sich dem Unrecht einfach hinzugeben.

Meinen Respekt, und ich hoffe das wird höhere Wellen schlagen.

lutz
31.03.2008, 09:06
Alt- linksfaschistofemanze Limbach


Feminat BRD


Die Auswanderungsquote gut Ausgebildeter übertrifft längst die der Importquote an politisch gewünschtem Pack. Da kann kein Segen drauf sein. No- Go- Areas für Weiße sind Fakt in dieser beschissenen Republik.

Das riecht aber stark nach einem Sperrkandidat.

hexxe
31.03.2008, 11:30
@ Herr Herrmsen:

Ich wollte nicht sexistisch rüber kommen. Ich kann allerdings schlecht die Mädels miteinbeziehen. Um die geht es schließlich ja nicht. Und die Frau kann ja net wirklich für die Jungs die Totalverweigerung durchziehen. Sie kann ihn dabei nur unterstützen.

Es ist nun einmal in unsrer heutigen Zeit so, das kaum noch einer für seine Werte einsteht. Manch einer jammert über die Wehrpflicht, zieht aber das Ding durch. Gehört halt dazu! Statt zu sagen, nein nicht mit mir!

Wie lange wird über die Wehrpflicht auf politischer Ebene schon diskutiert? Viel zu lange. Es müssen alle Jungs an einem Strang ziehen und nicht nur ein oder zwei. Sonst schlummert Berlin weiter. Streiken hat eine bessere Wirkung als reden.

Wenn der "Verteidigungsfall" eintreten sollte, "ziehen" sie nicht nur Männer sondern können auch Frauen für diverse gemeinnützige Arbeiten herbei rufen. Soviel zum Thema Selbstbestimmung. Außerdem hat jeder, welcher verheiratet ist, die Möglichkeit sich als Reservist austragen zulassen, um somit im Notfall, dem Dienst an der Front zu entgehen.

@Freak:

einen verpflichtenden Sozialdienst? Dann wären wir ja wieder beim Zwangsdienst!

Es gibt genügend Bewerber für ein FSJ als Stellen frei sind. Um den bei einer Berufsarmee entfallenen Zividienst würde ich mir keine Gedanken machen.

@BadnerBube:

Gesetze und Ordnungen sind gedacht für das Wohl aller. Das sehe ich bei der Wehrpflicht (und bei der GEZ) allerdings nicht.

Um einer Gesetzesänderung auf die Sprünge zu helfen, hilft manchmal nur der (friedliche)Protest. Alexander Hense hat Zeichen gesetzt. Hoffentlich folgen dem noch andere!

NewsUser
31.03.2008, 19:31
Ob die Wehrpflicht abgeschafft wird oder nicht ist ein Thema.
Ein anderes ist das Einhalten von derzeit gültigen Gesetzen.

Da es das Gesetz nun mal gibt muß man sich aber daran halten. Keiner kann sich die Gesetze aussuchen die ihm gefallen und die ablehnen die ihm lästig sind.

Rein vom finanziellen her ist dieser Alexander viel zu gut weg gekommen. Jeder der einen Dienst tut, egal ob Wehr- oder Zivil, kann in der Zeit kein Geld verdienen und hat dadurch einen finanziellen Verlust der deutlich höher ist als die Strafe.

Eine total schwarz/weiße Betrachtung,
dann kannst Du auch sagen, es ist jetzt nun mal Krieg, dann gehe ich halt hin.
Wenn es Gesetze gibt, die aus dem BGB gestrichen werden müssen, dann gehört das Wehrpflichtgesetz an vorderster Stelle dazu, da sich Gesetze aber nicht von alleine eleminieren braucht es Menschen wie Alexander und anderer Totalverweigerer die Marksteine setzen, denn solange die Soldatenpopulationsquelle durch den Zwang zur Wehrpflicht weiter emsig sprudelt, muß sich der Gesetzgeber auch keine weiterführenden Gedanken für Kanonenfutter machen.

Freak
31.03.2008, 21:09
@Freak:

einen verpflichtenden Sozialdienst? Dann wären wir ja wieder beim Zwangsdienst!

Ihr nennt es Zwangsdienst. Ich nenne es Dienst an der Gesellschaft. Ihr sagt, der Bedarf an Hilfskräften im Sozialbereich würde sich über FSJler abdecken lassen. Ich sage, dann habt ihr wahrscheinlich keine Ahnung, wie eine Einrichtung wie die Lebenshilfe auf Zivis angewiesen ist.