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31.03.2008, 22:24
Jetzt ist es amtlich: Die B 10 auf Länge der Karlsruher Straße zwischen dem Krankenhaus Siloah und der Autobahnanschlussstelle Pforzheim-West wird zum 1. Mai zur Tempo-30-Zone erklärt. Aus Unterlagen für eine nicht-öffentliche Sitzung des gemeinderätlichen Ausschusses für öffentliche Einrichtungen, die PZ-news zugespielt wurden, wurde dieser 6,3 Millionen Euro teure Plan zur Verkehrsberuhigung offenkundig. Eine offizielle Stellungnahme aus dem Pforzheimer Rathaus gibt es bislang noch nicht.
Kreisverkehrswacht, Polizei, Amt für öffentliche Ordnung und Verkehrsspezialisten der Stadtverwaltung stehen beim Thema Karlsruher Straße schon lange in engem Kontakt, wenngleich auch die Diskussionen nicht immer einvernehmlich gelaufen sein sollen. Tatsache ist: Die Karlsruher Straße mit ihrer erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern ist trotz Überwachung mit Geschwindigkeits- und Rotlicht-Blitzern ein vergleichsweise gefährliches Pflaster.
Vor allem Autofahrer, die mit hoher Geschwindigkeit von der A8 abfahren, missbrauchen oft die direkte Verbindung von der Wilferdinger Höhe in die Innenstadt als Schnellstraße. Umgekehrt ist es oft so, dass Autofahrer, die auf die Autobahn wollen, unbewusst oder aus Ungeduld schneller fahren als erlaubt.
Hinzu kommen die Autofahrer, die an problematischen Stellen unerlaubt links abbiegen und damit einen ständigen Gefahren- und Stauherd bilden. Auffahrunfälle sind auf der Karlsruher Straße an der Tagesordnung. Staus, vor allem auch auf verstopften Nebenstraßen, sind keine Seltenheit.
Für die Verkehrsverantwortlichen in der Stadt war daher die Entscheidung schnell getroffen: Die Karlsruher Straße wird zur 30er-Zone, was das Rasen unterbinden soll. An etlichen Stellen soll das Linksabbiege-Verbot fallen, weil das geringere Tempo für mehr Sicherheit sorgt. Wo es jedoch häufiger zu Unfällen kam, soll das Linksabbiegen weiter verboten bleiben. So sollen die gelben Straßenteiler im westlichen Bereich der Karlsruher Straße durch einen schmalen Grünstreifen mit Sträuchern ersetzt werden. Dafür müssten dann die Gehwege schmäler gestaltet werden, um die gewohnte Straßenbreite beizubehalten.
Aus der nicht-öffentlichen gemeinderätlichen Informationsunterlage ist überdies ein Finanzierungsvorschlag für die Straßenbaumaßnahme ersichtlich. Im Grunde versucht die Stadt, den Autofahrer mehr oder minder indirekt zur Finanzierung der Verkehrsberuhigungsaktion heranzuziehen.
Das Finanzierungsvolumen in Höhe von 6,3 Millionen Euro will die Stadt auf zwei Schultern verteilen. Vom Verkehrsministerium des Landes Baden-Württemberg ist ein ein Zuschuss in Höhe von 25 Prozent, also rund 1,6 Millionen Euro, zugesagt worden. Dieses Geld stammt aus den Zinsen der ersten Bereitstellungsrate für die in weite Ferne gerückte Westtangente.
Den weitaus größeren Brocken sollen die Autofahrer selbst übernehmen. Zehn neuartige und fast gänzlich wartungsfreie Tempo-30-Blitzgeräte, von denen jedes über eine Viertelmillion Euro kostet, sollen durch eine 24-Stunden-Blitzbereitschaft keinen einzigen Verkehrssünder mehr ungeschoren davonkommen lassen. Digitalisierung heißt das Zauberwort.
Bei der Stadtverwaltung hat man daher folgende Rechnung aufgemacht. Bei 50 erfassten Verstößen gegen die Höchstgeschwindigkeit pro Tag und einem durchschnittlichen Bußgeldwert von 20 Euro (15 Euro ist der kleinste Bußgeldwert) werden pro Tag 1000 Euro fällig. Das sind pro Jahr 360.000 Euro. In zehn Jahren kommen so 3,6 Millionen Euro zusammen, in 20 Jahren wäre dann die Baumaßnahme inklusive Zinsen abbezahlt.
Kreisverkehrswacht, Polizei, Amt für öffentliche Ordnung und Verkehrsspezialisten der Stadtverwaltung stehen beim Thema Karlsruher Straße schon lange in engem Kontakt, wenngleich auch die Diskussionen nicht immer einvernehmlich gelaufen sein sollen. Tatsache ist: Die Karlsruher Straße mit ihrer erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern ist trotz Überwachung mit Geschwindigkeits- und Rotlicht-Blitzern ein vergleichsweise gefährliches Pflaster.
Vor allem Autofahrer, die mit hoher Geschwindigkeit von der A8 abfahren, missbrauchen oft die direkte Verbindung von der Wilferdinger Höhe in die Innenstadt als Schnellstraße. Umgekehrt ist es oft so, dass Autofahrer, die auf die Autobahn wollen, unbewusst oder aus Ungeduld schneller fahren als erlaubt.
Hinzu kommen die Autofahrer, die an problematischen Stellen unerlaubt links abbiegen und damit einen ständigen Gefahren- und Stauherd bilden. Auffahrunfälle sind auf der Karlsruher Straße an der Tagesordnung. Staus, vor allem auch auf verstopften Nebenstraßen, sind keine Seltenheit.
Für die Verkehrsverantwortlichen in der Stadt war daher die Entscheidung schnell getroffen: Die Karlsruher Straße wird zur 30er-Zone, was das Rasen unterbinden soll. An etlichen Stellen soll das Linksabbiege-Verbot fallen, weil das geringere Tempo für mehr Sicherheit sorgt. Wo es jedoch häufiger zu Unfällen kam, soll das Linksabbiegen weiter verboten bleiben. So sollen die gelben Straßenteiler im westlichen Bereich der Karlsruher Straße durch einen schmalen Grünstreifen mit Sträuchern ersetzt werden. Dafür müssten dann die Gehwege schmäler gestaltet werden, um die gewohnte Straßenbreite beizubehalten.
Aus der nicht-öffentlichen gemeinderätlichen Informationsunterlage ist überdies ein Finanzierungsvorschlag für die Straßenbaumaßnahme ersichtlich. Im Grunde versucht die Stadt, den Autofahrer mehr oder minder indirekt zur Finanzierung der Verkehrsberuhigungsaktion heranzuziehen.
Das Finanzierungsvolumen in Höhe von 6,3 Millionen Euro will die Stadt auf zwei Schultern verteilen. Vom Verkehrsministerium des Landes Baden-Württemberg ist ein ein Zuschuss in Höhe von 25 Prozent, also rund 1,6 Millionen Euro, zugesagt worden. Dieses Geld stammt aus den Zinsen der ersten Bereitstellungsrate für die in weite Ferne gerückte Westtangente.
Den weitaus größeren Brocken sollen die Autofahrer selbst übernehmen. Zehn neuartige und fast gänzlich wartungsfreie Tempo-30-Blitzgeräte, von denen jedes über eine Viertelmillion Euro kostet, sollen durch eine 24-Stunden-Blitzbereitschaft keinen einzigen Verkehrssünder mehr ungeschoren davonkommen lassen. Digitalisierung heißt das Zauberwort.
Bei der Stadtverwaltung hat man daher folgende Rechnung aufgemacht. Bei 50 erfassten Verstößen gegen die Höchstgeschwindigkeit pro Tag und einem durchschnittlichen Bußgeldwert von 20 Euro (15 Euro ist der kleinste Bußgeldwert) werden pro Tag 1000 Euro fällig. Das sind pro Jahr 360.000 Euro. In zehn Jahren kommen so 3,6 Millionen Euro zusammen, in 20 Jahren wäre dann die Baumaßnahme inklusive Zinsen abbezahlt.