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02.04.2008, 16:25
PFORZHEIM. Schuldner, die einen Termin bei der Schuldnerberatung der Stadt wünschen, müssen derzeit bis zu vier Monaten bis zum Erst-Termin warten. Das sollte sich nach dem Plänen des Sozialamtes jetzt ändern.
„Rund 50 Prozent der Ratsuchenden, die auf der Warteliste der Schuldnerberatungsstelle stehen, kommen nicht zur Erstgespräch.“ Diese Anzahl an Menschen, denen nicht geholfen werden kann, ist für Norbert Könne besorgniserregend. Könne ist seit Anfang des Jahres als Abteilungsleiter „Soziale Dienste“ auch für die Schuldnerberatung zuständig. „Es gibt viele Menschen, die erreichen wir gar nicht“, räumt der Abteilungsleiter selbstkritisch ein.
Neue Kollegin seit AugustIm vergangenen Jahr haben die Schuldnerberater Ingo Jensen und Bettina Swientek, die seit August des vergangenen Jahres in der Schuldnerberatung arbeiteten, 245 Fälle bearbeiten können. Dennoch stehen derzeit auf der Warteliste 80 Ratsuchende. Nachdem es im vergangenen Jahr aufgrund einer nicht besetzten Stelle zur Unterbesetzung in der Schuldnerberatung gekommen war, musste eine Warteliste geführt werden. „Die derzeitige Personalausstattung kann den Bedarf der Schuldnerberatung in Pforzheim nicht ausreichend abdecken“, ist in einer Beilage zu lesen, die den Mitgliedern des Sozial- und Jugendhilfeausschuss morgen zur Beratung vorgestellt wird.
Verschuldung bei JugendlichenZudem unterstreichen weitere Untersuchungen die hohe Überschuldung der Pforzheimer: So sei nach dem jüngsten Schulden-Kompass der Schufa „entgegen des allgemeinen Trends kein Rückgang hinsichtlich überschuldeter Haushalte zu erkennen“, schreibt Könne in seiner Beilage.
Gleichzeitig bereitet ihm die Verschuldung von jungen Menschen Sorgen. Schließlich hat die Studie „Jugend und Geld 2005“ des Instituts für Jugendforschung herausgefunden, dass bereits fünf Prozent der Zehn- bis Zwölfjährigen, elf Prozent der 13- bis 17-Jährigen und 17 Prozent der 18 bis 20-Jährigen und 19 Prozent der 21- bis24-Jährigen überschuldet seien. Ein Präventionskonzept sollte sich deshalb vor allem an den Schülern und den Haushalten mit hohen Armutsrisiken wie Arbeitslose und Alleinerziehende ausrichten“, schreibt Könne.
Und auch die Liga der Freien Wohlfahrtsverbände Pforzheim/ Enzkreis sieht Handlungsbedarf bei der Betreuung von Schuldnern. Deshalb wird derzeit ein Konzept mit den Freien Trägern entwickelt, das bis zum Juni fertig gestellt sein soll.
„Rund 50 Prozent der Ratsuchenden, die auf der Warteliste der Schuldnerberatungsstelle stehen, kommen nicht zur Erstgespräch.“ Diese Anzahl an Menschen, denen nicht geholfen werden kann, ist für Norbert Könne besorgniserregend. Könne ist seit Anfang des Jahres als Abteilungsleiter „Soziale Dienste“ auch für die Schuldnerberatung zuständig. „Es gibt viele Menschen, die erreichen wir gar nicht“, räumt der Abteilungsleiter selbstkritisch ein.
Neue Kollegin seit AugustIm vergangenen Jahr haben die Schuldnerberater Ingo Jensen und Bettina Swientek, die seit August des vergangenen Jahres in der Schuldnerberatung arbeiteten, 245 Fälle bearbeiten können. Dennoch stehen derzeit auf der Warteliste 80 Ratsuchende. Nachdem es im vergangenen Jahr aufgrund einer nicht besetzten Stelle zur Unterbesetzung in der Schuldnerberatung gekommen war, musste eine Warteliste geführt werden. „Die derzeitige Personalausstattung kann den Bedarf der Schuldnerberatung in Pforzheim nicht ausreichend abdecken“, ist in einer Beilage zu lesen, die den Mitgliedern des Sozial- und Jugendhilfeausschuss morgen zur Beratung vorgestellt wird.
Verschuldung bei JugendlichenZudem unterstreichen weitere Untersuchungen die hohe Überschuldung der Pforzheimer: So sei nach dem jüngsten Schulden-Kompass der Schufa „entgegen des allgemeinen Trends kein Rückgang hinsichtlich überschuldeter Haushalte zu erkennen“, schreibt Könne in seiner Beilage.
Gleichzeitig bereitet ihm die Verschuldung von jungen Menschen Sorgen. Schließlich hat die Studie „Jugend und Geld 2005“ des Instituts für Jugendforschung herausgefunden, dass bereits fünf Prozent der Zehn- bis Zwölfjährigen, elf Prozent der 13- bis 17-Jährigen und 17 Prozent der 18 bis 20-Jährigen und 19 Prozent der 21- bis24-Jährigen überschuldet seien. Ein Präventionskonzept sollte sich deshalb vor allem an den Schülern und den Haushalten mit hohen Armutsrisiken wie Arbeitslose und Alleinerziehende ausrichten“, schreibt Könne.
Und auch die Liga der Freien Wohlfahrtsverbände Pforzheim/ Enzkreis sieht Handlungsbedarf bei der Betreuung von Schuldnern. Deshalb wird derzeit ein Konzept mit den Freien Trägern entwickelt, das bis zum Juni fertig gestellt sein soll.