PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Totalabriss des Hilda-Gymnasiums



Webmaster
04.04.2008, 09:14
PFORZHEIM. Die Stadtverwaltung wird dem Gemeinderat einen Totalabriss des Hilda-Gymnasiums empfehlen. Eine Sanierung des bestehenden Schulgebäudes (die ältesten Teile gehen ins Jahr 1908 zurück) wird verworfen.

Ein Grund sind Mehrkosten von 26 im Vergleich zu knapp 20 Millionen Euro für einen reinen Neubau. Zudem könne mit diesem das gesamte Gebäude „nach den aktuellen und zukunftsweisenden pädagogischen und schulfunktionalen Gesichtspunkten errichtet werden“, heißt es in einer Beschlussvorlage für den Gemeinderat. Während des Neubaus findet der Unterricht in Containern statt.

Wie berichtet, hatte auch ein Ortstermin mit dem Denkmalschutz stattgefunden. Für den Architektenwettbewerb werden folgene Vorgaben festgehalten: der Erhalt der beiden Schuleingänge an der Museum- straße wird zwingend vorgegeben, Fassadenteile sollen möglichst in die Fassade der Sporthalle integriert werden. Diese wird mit ihren 2000 Zuschauerplätzen auf dem Areal des bestehenden Gymnasiums erstellt. Die Kosten werden mit 13,5 Millionen Euro angegeben. Eine Parkgarage wird mit knapp drei Millionen Euro ausgewiesen.

Keller soll erhalten bleibenDie Teilnehmer am Architektenwettbewerb werden des Weiteren aufgefordert, sich darüber Gedanken zu machen, wie ein Teil des bestehenden Kellers (er war während des Zweiten Weltkriegs öffentlicher Luftschutzkeller) erhalten werden kann.

Des Weiteren muss die künstlerische Ausgestaltung der Schule gesichert und an „prominenter Stelle“ wieder vorgesehen werden. Dabei handelt es sich um ein Wandrelief von Wolfgang Kappis und um Majolika-Wandbrunnen von Vera Joho.

In die Schulanlage, die Mitte 2013 fertiggestellt sind soll, wird zudem das Eingangsportal der Firma Daub aufgenommen. Dieses war beim Abriss des Schmuckunternehmens (heute Parkplatz) gesichert worden.

Gabi Kusterer
04.04.2008, 09:14
Ich kann es natürlich nicht beurteilen, ob die Bausubstanz des Hildagymnasiums wirklich so marode ist, daß es komplett abgerissen werden muß, es besteht ja nicht nur aus dem alten Vorkriegsgebäude, sondern wurde nach dem Krieg zum großen Teil neu gebaut.
Vielleicht ist es ja wirklich nötig, aber mir als frühere Hildaschülerin tut es leid darum. Jedesmal wenn ich an dem alten Portal vorbeilaufe, denke ich daran,wie ich früher täglich dort hineingehen musste.
Zum oberen Eingang durfte man ja erst ab der Oberstufe hinein.
Könnte es nicht sein, daß neben der schönen modernen Schlösslegalerie so ein alter Kasten stört, und ein modernes Schulgebäude besser aussehen würde?
Ich bin immer eher für einen Erhalt des Alten, zumal es in Pforzheim wenig genug davon gibt. Aber wie gesagt, beurteilen kann ich das Ganze natürlich nicht.

Kristin-Ariane
04.04.2008, 11:38
Ich finde es auch sehr schade, dass das Hilda komplett abgerissen werden soll. Als ehemalige Hildanerin liegt mir viel an dem alten Gemäuer und ich gebe Gabi recht, wenn sie sagt, dass das Hilda eines von wenigen alt-ehrwürdigen Gebäuden ist...Aber naja, was sein muss, muss sein...

Badenser
05.04.2008, 14:07
Man sollte aber bei aller Sentimentalität für das Alte nicht die Kosten aus den Augen verlieren und wenn ein Abriss und Neubau günstiger ist bin ich dafür.

Als kleiner Trost wird ja einiges wie das alte Eingangsportal erhalten bleiben.:)
Und seien wir doch mal ehrlich, was nach dem zweiten Weltkrieg in Pforzheim so schnell aufgebaut wurde ist meist häßlich und wirklich nicht erhaltenswert.
Da finde ich es besser manches am Stil des Alten orientiert wiederaufzubauen.


Grüße

Michael Ponstein
07.04.2008, 10:47
ein neues Gymnasium ist durchaus erstrebenswert, zu mal das vorhandene schon rein äusserlich nicht gerade einladend ist. was dagegen völlig irrsinnig erscheint, ist der Bau der Großsporthalle. Für welche Besuchermassen und Veranstaltungen sollte das erforderlich sein. Und wo sollen diese Massen parken. Der Wegfall des gut angenommenen Parkplatzes auch für den innerstädtischen Handel wäre eine zusätzliche Katastrophe. Bleibt nur zu hoffen, dass die Planer ggf. eine zusätzliche Tiefgarage planen. Dann würde das Objekt wenigstens gewisse Kosten durch den Parktarif ablösen können.

Gabi Kusterer
07.04.2008, 11:14
:(Natürlich, wenn es unbedingt sein muß, der obere Teil ist wirklich nicht sehr schön, aber der Vorkriegsteil sollte fassadenmäßig mit integriert werden. Das wäre dann schön, alt und neu nebeneinander. Hab ich schon in Berlin und anderen Städten gesehen, und hat mir gut gefallen

BadnerBube
07.04.2008, 12:34
Eine Parkgarage wird mit knapp drei Millionen Euro ausgewiesen.

Darum geht es also, die Lehrer wollen einen Garagenparkplatz. Den gab es bisher noch nicht. So mussten bisher immer die Schüler wärend dem Unterricht diesen verlassen um Geld in die Parkuhr nachzuwerfen (zumindest zu meiner Zeit). Also auch ein Vorteil für die Schüler. Aber ist so eine Parkgarage überhaupt nötig ? Direkt gegenüber steht doch schon ein Parkhaus. Das ist aber nicht beheizt, so bekommen die armen Lehrer im Winter einen kalten Popo wenn sie sich nach einem harten anstrengenden Arbeitstag um 13:00 Uhr Mittags ins Auto setzen um nach Hause zu fahren.
Wo bleiben die Schüler eigentlich wärend der Bauarbeiten ? Wird ja sicher einige Jahre dauern wenn es erst 2013 fertig werden soll.
Mehstöckige Fabrikgebäude werden übrigens aus Fertigbetonteilen gebaut und sind innerhalb weniger Monate bezugsfähig, vielleicht sollte man das Prinzip auch auf die Schule anwenden. Spart Zeit und Kosten.
Und auf dem Flachdach könnte man dann einen Schulhof machen, der alte ist ja dem Kommerz (Schlössle Gallerie) geopfert worden, will lieber nicht wissen wie da die Gelder geflossen sind dass das genehmigt wurde.
Ab und zu komme ich mal da vorbei, mal sehen was sich in Zukunft tun wird.

Michael Ponstein
07.04.2008, 13:25
nein, nicht die Lehrer, aber der Gedanke ist durchaus richtig.
Das angesprochene Parkhaus der Sparkasse ist natürlich gegenständlich vorhanden, aber die Kapazitäten eindeutig beschränkt und vielen ist das Teil zu dunkel und vor allem zu eng. Der wegfallende Freiflächenparkplatz ist hervorragend benutzt, ob nur von dem Lehrkörper bezweifle ich. Für die Innenstadt ist ein unersetzter Wegfall dieser Parkflächen katastrophal.
Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen, es wäre wirtschaftlich schädigend, für alle Geschäfte im oberen Mittelteil der City.
Ich werde permanent angesprochen, warum die Parkplätze in der Bahnhofstraße weggefallen sind. Ich kann nur antworten, fragen Sie den BM Uhlig, der wollte das damals und zwar gegen die Stimmen der meisten Anlieger.