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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Geld zurück – Geduld gefragt



Webmaster
18.04.2008, 20:21
PFORZHEIM/ENZKREIS. Alle Jahre wieder stellt sich die spannende Frage: Gibt’s was vom Finanzamt zurück? Wenn ja, wie viel? Vor allem aber: Wie lange wird es diesmal dauern? Im Moment vier bis fünf Wochen, sagt das Amt.

PFORZHEIM/ENZKREIS. Alle Jahre wieder stellt sich die spannende Frage: Gibt’s was vom Finanzamt zurück? Wenn ja, wie viel? Vor allem aber: Wie lange wird es diesmal dauern? Im Moment vier bis fünf Wochen, sagt das Amt.



Keine unverbindliche Vorausberechnung eines kommerziellen Programms – und sei sie noch so plausibel eingestuft – ersetzt das Öffnen des schmalen, hellgrauen Umschlags, durch den im Adressfenster „Finanzamt Pforzheim“ zu lesen ist, mitsamt dem eng bedruckten Schreiben. Die Augen wandern unwillkürlich nach rechts unten – dort steht die entscheidende Zahl. Sie entscheidet über Schrei oder Schampus.

Rund 225 Millionen Euro hat das Finanzamt im vergangenen Jahr an Einkommenssteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer zurückgezahlt. Bei zu viel einbehaltener Lohnsteuer waren es gar 232 Millionen Euro. Insgesamt betrug das gesamte Steueraufkommen – privat und gewerblich, Einzahlungen und Auszahlungen – im Geltungsbereich des Pforzheimer Finanzamts im Jahr 2007 über 900 Millionen Euro.

Zwei Drittel ArbeitnehmerRund ein Drittel der zu erwartenden Einkommenssteuererklärungen seien bis zum 31. März eingegangen, so Finanzamts-Vorsteher Kurt Wohlrath auf Anfrage der PZ: 10 415 gingen bisher ein. Knapp zwei Drittel davon fielen unter die Arbeitnehmerveranlagung, der Rest unter die Rubrik Einkommenssteuer. Bis zum Stichtag am 31. Mai werden beim Finanzamt Pforzheim mit seiner Außenstelle Neuenbürg rund 31 000 Steuererklärungen erwartet.

Je weiter sich die Abgabe nach hinten hinausschiebe, so Wohlrath, desto länger dauere voraussichtlich die Bearbeitung. Die betrage derzeit vier bis fünf Wochen – wobei der PZ auch Fälle bekannt sind, da man auch nach längerer Zeit nichts vom Finanzamt gehört hat –, und damit gehe alles seinen normalen Gang. Gebe eine Vielzahl der Steuerzahler die Unterlagen erst auf den letzten Drücker ab, erhöhe sich die Bearbeitungszeit um ein bis zwei Wochen. Von den 348 Bediensteten des Finanzamts sind 81 Mitarbeiter mit den Einkommenssteuererklärungen beschäftigt.

Am PC geht’s flotterKürzer geht es allemal mit der elektronischen Steuererklärung (ELSTER). Hier, so Wohlrath, betrage die Bearbeitungszeit nur zwei bis vier Wochen. Das Modul sei auch in den meisten kommerziellen Programmen installiert. Im Internet gibt es auch die vollständige Auflistung der gesetzlichen Belege. Diese werden mit der Steuererklärung eingereicht.

Öffnen als RitualNicht immer fallen die Beteuerungen der Finanzämter, die Datenübermittlung sei absolut sicher, auf fruchtbaren Boden. „Ich mach’ das wie immer – da bin ich halt konservativ“, sagt Egon K. (Name geändert). Das Aufreißen des Briefumschlags aus der Moltkestraße hat für ihn fast schon einen rituellen Charakter – so wie das Einwerfen der Unterlagen in den roten, den größten Briefkasten der Stadt Pforzheim.

www.fa-pforzheim.dewww.elsterformular.de

Privat-Investor
18.04.2008, 20:21
Das ELSTER-Programm ist eine feine Sache - wenn es funktioniert. Doch dann und wann einmal gibt der PC die (sinngemäße) Meldung aus, dass das betreffende Finanzamt noch nicht an das System angeschlossen sei.