Webmaster
24.04.2008, 23:51
PFORZHEIM/ENZKREIS. Die neue Technik macht es Rasern fast unmöglich, sich bei Messungen durchzumogeln. Eines dieser neuen Lasergeräte war gestern am Nöttinger Hang im Einsatz. In vier Stunden blitzte es 366-mal.
Wer die A 8 zwischen Karlsruhe und Pforzheim öfters fährt, weiß, wo sie stehen – die Herren mit der Lizenz zum Blitzen. Und doch erwischt es auch die Ausgeschlafensten. Die Gefällstrecke am Nöttinger Hang ist eine Fundgrube für die öffentliche Hand.
Die zentrale Bußgeldstelle in Bretten wird aber seit neuestem nicht mehr mit entwickelten Filmen des Autobahnpolizeireviers beliefert, sondern mit einer schlichten DVD. Das liegt an „PoliScan Speed“. Mit einem Laserstrahl, der durch einen rotierenden Spiegel in rund 150 Strahlen aufgefächert wird, werden die Fahrspuren gescannt; eine Kamera mit zwei verschiedenen Objektiven dokumentiert den Verstoß, unterstützt durch ein leistungsstarkes Blitzgerät. Die Daten werden automatisch auf ein Laptop übertragen und müssen nach dem Einsatz nur noch gebrannt werden.
In einem Mercedes-Van auf einem Feldweg oberhalb der A 8 sitzen Polizeihauptmeister Thomas Bornholdt vom Revier Karlsruhe und sein Pforzheimer Kollege, Hauptkommissar Cornelius Wald. Um neun Uhr haben sie ihren angestammten Kontrollpunkt angefahren und die Geräte unmittelbar neben der Leitplanke aufgebaut, haben mithilfe der Neigungswasserwaage das Lasergerät justiert und die autobatteriegroßen und -schweren Akku-Koffer zur Stromversorgung hinuntergetragen zur vielbefahrenen Autobahn. Nun sind sie nur durch die elektronische Nabelschnur in Gestalt eines grasgrünen Kabels mit der Hardware verbunden.
Zehn Geräte im LandRund 70 000 Euro habe die neue Apparatur gekostet, sagt Bornholdt. Zwei davon gebe es beim Revier Karlsruhe, das auch die Kollegen aus Pforzheim mit bedient, die für den Abschnitt zwischen Karlsbad und Heimsheim zuständig sind. Das Land hat jüngst zehn „PoliScan Speed“ für die Autobahnpolizeireviere bestellt. Über kurz oder lang werden die Lasergeräte die Ein-Seiten-Sensoren ablösen, die ihrerseits die vorher verbreitete Lichtschranke verdrängt hatten. Der Sensor tat fünf Jahre lang seinen Dienst, dann war die Technik überholt. Fuhren zwei Autos nebeneinander oder leicht versetzt, schauten die Beamten in die Röhre. Heute filtert der Laser heraus, welches Auto, welcher Sprinter, welcher Lastwagen auf welcher Spur mit welchem Tempo unterwegs war – mit 90-prozentiger Erfolgsausbeute. Gestern traf es bei 6775 angemessenen Fahrern 366 Temposünder. Die dürften nun aus Bretten schneller Post bekommen denn je.
Wer die A 8 zwischen Karlsruhe und Pforzheim öfters fährt, weiß, wo sie stehen – die Herren mit der Lizenz zum Blitzen. Und doch erwischt es auch die Ausgeschlafensten. Die Gefällstrecke am Nöttinger Hang ist eine Fundgrube für die öffentliche Hand.
Die zentrale Bußgeldstelle in Bretten wird aber seit neuestem nicht mehr mit entwickelten Filmen des Autobahnpolizeireviers beliefert, sondern mit einer schlichten DVD. Das liegt an „PoliScan Speed“. Mit einem Laserstrahl, der durch einen rotierenden Spiegel in rund 150 Strahlen aufgefächert wird, werden die Fahrspuren gescannt; eine Kamera mit zwei verschiedenen Objektiven dokumentiert den Verstoß, unterstützt durch ein leistungsstarkes Blitzgerät. Die Daten werden automatisch auf ein Laptop übertragen und müssen nach dem Einsatz nur noch gebrannt werden.
In einem Mercedes-Van auf einem Feldweg oberhalb der A 8 sitzen Polizeihauptmeister Thomas Bornholdt vom Revier Karlsruhe und sein Pforzheimer Kollege, Hauptkommissar Cornelius Wald. Um neun Uhr haben sie ihren angestammten Kontrollpunkt angefahren und die Geräte unmittelbar neben der Leitplanke aufgebaut, haben mithilfe der Neigungswasserwaage das Lasergerät justiert und die autobatteriegroßen und -schweren Akku-Koffer zur Stromversorgung hinuntergetragen zur vielbefahrenen Autobahn. Nun sind sie nur durch die elektronische Nabelschnur in Gestalt eines grasgrünen Kabels mit der Hardware verbunden.
Zehn Geräte im LandRund 70 000 Euro habe die neue Apparatur gekostet, sagt Bornholdt. Zwei davon gebe es beim Revier Karlsruhe, das auch die Kollegen aus Pforzheim mit bedient, die für den Abschnitt zwischen Karlsbad und Heimsheim zuständig sind. Das Land hat jüngst zehn „PoliScan Speed“ für die Autobahnpolizeireviere bestellt. Über kurz oder lang werden die Lasergeräte die Ein-Seiten-Sensoren ablösen, die ihrerseits die vorher verbreitete Lichtschranke verdrängt hatten. Der Sensor tat fünf Jahre lang seinen Dienst, dann war die Technik überholt. Fuhren zwei Autos nebeneinander oder leicht versetzt, schauten die Beamten in die Röhre. Heute filtert der Laser heraus, welches Auto, welcher Sprinter, welcher Lastwagen auf welcher Spur mit welchem Tempo unterwegs war – mit 90-prozentiger Erfolgsausbeute. Gestern traf es bei 6775 angemessenen Fahrern 366 Temposünder. Die dürften nun aus Bretten schneller Post bekommen denn je.