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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Immer weniger machen krank



Webmaster
25.04.2008, 21:52
STUTTGART. Trotz eines leichten Anstiegs der Fehlzeiten im vergangenen Jahr haben sich die Angestellten in Baden-Württemberg bundesweit am wenigsten krankgemeldet. Das geht aus Daten hervor, die die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) und die Techniker Krankenkasse (TK) gestern in Stuttgart mitteilten.

Der Krankenstand, der sich aus der Zahl der Fälle und der durchschnittlichen Dauer errechnet, stieg 2007 gegenüber dem Vorjahr leicht auf 2,6 Prozent an, heißt es im Gesundheitsreport der DAK. Mit 2,5 Prozent war der Krankenstand 2006 so niedrig wie seit zehn Jahren nicht mehr gewesen. Die TK meldete für 2007 einen Krankenstand von 2,48 Prozent, die Fehlzeiten seien um 5,1 Prozent gestiegen. Ursachen für die leichte Zunahme sind laut Gesundheitsreport die längeren Fehlzeiten wegen Infektionen (plus 16 Prozent) und Krankheiten der Atemwege (plus 13 Prozent). Am häufigsten erkrankten die Beschäftigen am Muskel-Skelett-System; darunter fallen beispielsweise Rückenschmerzen oder Knieschäden.lsw

www.dak.de

www.tk-online.de

Detlef von Seggern
25.04.2008, 21:52
Hier liegt wohl ein Wortdreher vor???
Müßte dies nicht lauten: Immer weniger sind krank???

Arbeitnehmer/innen, wenn sie , egal von was für einer Krankheit befallen, machen nicht krank, sondern sind "definitiv", krank!

Und, das immer mehr der Erwerbstätigen, trotz Krankheit am Arbeitsplatz erscheinen,wen wundert dies?

Immer "mehr" Arbeitgeber, gehen doch in der heutigen Zeit dazu über, ihren Arbeitnehmern , nach mehrmaliger Abwesenheit, wegen Krankheit, den Arbeitsplatz zu kündigen?!

Leider traurige Realität!

Und wer kann es sich schon leisten, in unserer heutigen Zeit,
seinen Arbeitsplatz zu verlieren und dann auch noch, wenn man bereits in der "Mitte", seiner Lebensjahre steht!

Hier gelten doch bereits schon Frauen wie auch Männer, welche um das vierzigste Lebensjahr liegen, bei den "meisten" Personalchefs,der Unternehmen in der Wirtschaft , als "zu alt"?!

Aber davon abgesehen, niemand kann sich seine Krankheit, egal wie diese aussieht, aussuchen! Und damit ist nicht zu spaßen, denn "Deine" Gesundheit einmal verloren, gibt Dir niemad zurück!

Und ein "Dankeschön" für geleistete Arbeit, wenn man nicht mehr kann,aus wessen Gründen auch immer, erhält man von "keiner" Firma!?

Hierbei ist es völlig unrelevant, ob Angestellte oder Arbeiter(innen). Treffen tut es jeden,wenn er oder sie aus gesundheitlichen Gründen, keine Leistung in den Behörden oder jeweiligen Unternehmen, mehr bringen kann!

BadnerBube
25.04.2008, 23:04
Ich kenne zwei Frauen in meinem Bekanntenkreis die sich ewig lange von ihrem Arzt haben krank schreiben lassen obwohl sie gar nicht krank sind.

Und bei Lehrern ist es auch in Mode gekommen dass sich alle gemeinsam krank melden, gab ja hier im Forum schon genug Beiträge dazu.

Wenn es trotzdem im Durchschnitt weniger wird dann bedeutet das wohl dass die große Mehrheit bei Krankheit lieber weiter arbeitet als zu fehlen. Hoffentlich rächt es sich nicht später wenn man jetzt seine Gesundheit vernachlässigt.

Der aus'm Enzkreis
25.04.2008, 23:38
Dem Beitrag des "Detlef von Seggern" ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Nur, dass das

(Zitatv. D.v.S.:"Und, das immer mehr der Erwerbstätigen, trotz Krankheit am Arbeitsplatz erscheinen,wen wundert dies?")

auch ein Erfolg von Rot/Grün ist, weil eben viele der Leute diese Angst haben. Deshalb Dankesschreiben bitte an "Schröder und Fischer", die Väter der Agenda 2010 und anderer Sauereien!

Zitat vom BadnerBuben:

1 - Hoffentlich rächt es sich nicht später wenn man jetzt seine Gesundheit vernachlässigt.

Je eher Du in die Kiste steigst, desto billiger wird es für den deutschen Staat! Das nennt man dann auf Neudeutsch: "Ressourcen-Optimierung"! Aber das macht zwischenzeitlich sogar die Gewerkschaft so.

2 - Und bei Lehrern ist es auch in Mode gekommen dass sich alle gemeinsam krank melden, gab ja hier im Forum schon genug Beiträge dazu.

Bei den Lehrern darf man nicht vergessen, dass die in einer ganz anderen Liga spielen. Da haben viele ein ganz anderes ethisches und moralisches Verhaltens-Bewußtsein und Möglichkeiten, die auch niemand zu kritisieren wagt, bis auf einige wenige. Wahrscheinlich wegen der harten und langen Arbeitszeiten und der wenigen Freizeit!

MfG :mad: :rolleyes: :eek:

Lehninger
26.04.2008, 01:17
Kennen Sie die Statistik? Da kommen eine 20-jährige und eine 90-jährige in einem Raum und nun sind im Durchschnitt zwei 55-jährige in diesem Raum - nur - keine ist 55 Jahre alt. Die Statistik ist deshalb ungerecht und falsch.

Ich hatte in meiner Abteilung eine Dame, die genau wusste, wie das funktoniert mit den Sozialleistungen. Alle AbteilungsmitarbeiterInnen haben top mitgearbeitet und trotzdem lag die Abteilung mit den Krankheitstagen über Schnitt des Unternehmens, was eine einzelne Dame bewirkte. Die Dame war - das soll keine Pauschalierung sein - Mitglied des Betriebsrates. Als Vertrauensfrau natürlich unantastbar...

Nachdem die "faulen" Äpfel im Korb nun auch um ihren Arbeitsplatz fürchten, scheint die Quote rückläufig zu sein. Für mich ist das eine ganz normale Entwicklung. MitarbeiterInnen, die mit 25% Krankheitsquote die Zahlen nach oben getrieben haben, kommen nun wieder herunter.

Was mich jedoch immer noch nachdenklich macht, ist, dass die Beamten mit ihrer Krankheitsquote weit über dem Durchschnitt der "normalen und geldverdienenden" Wirtschaft liegen.

Der aus'm Enzkreis
26.04.2008, 12:51
Frage von Lehninger:

Was mich jedoch immer noch nachdenklich macht, ist, dass die Beamten mit ihrer Krankheitsquote weit über dem Durchschnitt der "normalen und geldverdienenden" Wirtschaft liegen.

Soviel ich weiß, verdienen die Beamten, wenn sie krank sind mehr, als bei normaler Arbeit. Das hat glaube ich etwas mit ihrer Privatversicherung zu tun, bei der sie bei Krankheit noch einen Zuschuß erhalten. (Falls ich falsch liegen sollte, man darf mich gerne korrigieren.) Und weil viele Beamte oft mit den bösen Bürgern zu tun haben, die immer irgend etwas wollen, werden sie öfter krank.

In der freien Wirtschaft ist das ganz anders. Wenn man da z. B., normal 260 -280 Std. im Monat, (das sind pro Woche 70 Std.) teilweise für einen Hungerlohn arbeitet, erhält man hingegen bei Krankheit lediglich 40 Std./Wo. maximal 6 Wochen lang bezahlt. Da musst Du schon wieder ganz schnell auf Arbeit, weil mit dem Geld kannst du dir gar nicht die Medikamente zur Genesung kaufen. Drum ist es am besten, du wirst erst gar nicht krank und das haben nun immer mehr Leute festgestellt. Deshalb diese niedrige Quote, merkst Du was mein lieber Lehninger! So läuft es in Deutschland seit der "Agenda 2010".

MfG :mad: :confused: :o