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26.04.2008, 15:41
PFORZHEIM/MÜHLACKER. Die Kreisliga-Partie TV Gräfenhausen gegen FC Fatihspor Pforzheim (1:1) dürfte ein Nachspiel haben. Schiedsrichter Murat Özdemir (FC Anadolu Mühlacker) fühlte sich am Sonntag kurz vor Spielende und nach dem Abpfiff von seinen türkischen Landsleuten aufs Heftigste bedrängt. Fatihspor-Trainer Hakan Göktürk habe derbe Beleidigungen gegen ihn und seine Familie ausgestoßen, schreibt der 22 Jahre alte Landesliga-Referee im Spielbericht. Ordnungskräfte hätten Göktürk sowie aufgebrachte Spieler und Zuschauer von tätlichen Übergriffen abhalten müssen.
Anlass für die Tumulte war, dass Özdemir Gräfenhausen in der Nachspielzeit einen Handelfmeter zusprach. Dieser führte zum 1:1. Danach sei er förmlich „umzingelt“ worden, berichtete Özdemir der PZ: Die Landsleute hätten ihm vorgeworfen, auf der Seite der Deutschen zu sein.
„Das waren alles Leute, die dich sonst grüßen oder sogar umarmen“, zeigte sich Özdemir noch am Dienstag fassungslos. Die Vorfälle hätten ihm den Schlaf geraubt.
Auf Anfrage der PZ beschrieb Fatihspor-Trainer Göktürk die Situation zunächst als nicht weiter dramatisch: „Wie auch bei anderen Spielen hat sich eine Menschentraube gebildet.“ Dann räumte er aber ein: „Ja, ich habe mich daneben benommen und werde für die Beleidigungen sicher eine Sperre bekommen.“ Sein Verhalten begründete er mit einer Verschwörungstheorie: Offenbar gebe es jemanden, der Fatihspor den Weg in die Fußball-Landesliga verbauen wolle. Mehrfach habe sich der Verein „fremdgesteuerten“ Schiedsrichtern gegenüber gesehen, so Göktürk. rks
Anlass für die Tumulte war, dass Özdemir Gräfenhausen in der Nachspielzeit einen Handelfmeter zusprach. Dieser führte zum 1:1. Danach sei er förmlich „umzingelt“ worden, berichtete Özdemir der PZ: Die Landsleute hätten ihm vorgeworfen, auf der Seite der Deutschen zu sein.
„Das waren alles Leute, die dich sonst grüßen oder sogar umarmen“, zeigte sich Özdemir noch am Dienstag fassungslos. Die Vorfälle hätten ihm den Schlaf geraubt.
Auf Anfrage der PZ beschrieb Fatihspor-Trainer Göktürk die Situation zunächst als nicht weiter dramatisch: „Wie auch bei anderen Spielen hat sich eine Menschentraube gebildet.“ Dann räumte er aber ein: „Ja, ich habe mich daneben benommen und werde für die Beleidigungen sicher eine Sperre bekommen.“ Sein Verhalten begründete er mit einer Verschwörungstheorie: Offenbar gebe es jemanden, der Fatihspor den Weg in die Fußball-Landesliga verbauen wolle. Mehrfach habe sich der Verein „fremdgesteuerten“ Schiedsrichtern gegenüber gesehen, so Göktürk. rks