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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Höhere Diäten für Bundestagsabgeordnete!?



Detlef von Seggern
06.05.2008, 20:49
Durch den erst kürzlich ausgehandelten "hohen"Tarifabschluss, im öffentlichen Dienst durch die Gewerkschaft, wollen Union und SPD für ihre im deutschen Bundestag sitzenden 612 Abgeordneten, deren "Diäten" um 6 Prozent erhöhen!
Nach dieser "geplanten" Neuregelung sollen die Einkünfte, der Abgeordneten zum 01.Januar 2009 um 278.-Euro, auf 7946.- pro Monat steigen. Ein Jahr danach, nochmals um 213.-Euro auf 8159.- Euro.

War nicht bereits im Nov. 2007 eine Anhebung um ca. 9 Prozent beschlossen worden, damit das Einkommen der Parlamentarier an das Gehaltsniveau derer "einfacher" Bundesrichter angeglichen würde, so stiegen die Diäten der Abgeordneten zum 01.Januar 2008 bereits auf 7339.-Euro.

Diese "geplanten" Erhöhungen,entbehren jeglicher "Realitätswahrnehmug" und sind eine "Unverschämtheit" der Arbeitnehmerschaft sowie der deutschen Bevölkerung gegenüber!

Ist es da verwunderlich, wenn die "Politverdrossenheit" der Bürger, immer mehr zunimmt???

Der aus'm Enzkreis
06.05.2008, 22:33
Zitat des Detlef von Seggern:

Nach dieser "geplanten" Neuregelung sollen die Einkünfte, der Abgeordneten zum 01.Januar 2009 um 278.-Euro, auf 7946.- pro Monat steigen. Ein Jahr danach, nochmals um 213.-Euro auf 8159.- Euro.

Wenn ich richtig gehört habe ist diese Erhöhung nicht "geplant" sondern sie wurde im Bundestag bereits verabschiedet. Na ja ist ja egal, kommen tut sie so oder so. "An der Quelle saß der/die Knabe/Göre"! Wann steht das deutsche Volk endlich auf und beendet diese "Selbstbedienung" der viel zu vielen MdB's, die sich gerne "Volksvertreter" nennen ? Natürlich haben wieder "Einige die Erhöhung zum Schein" abgelehnt, das sie ja leicht machen können, weil sie ja doch überstimmt werden, aber der Schein wird wenigstens gewahrt!

Warum braucht Deutschland über 610 Abgeordnete, wenn alle Länder, selbst die um ein vielfaches größer (in der EW-Zahl) sind, als die BRD und mit teilweise der Hälfte solcher "Kostgänger" auskommen, wo ohnehin die meisten Gesetze schon lange in Brüssel gemacht, und nur mehr durch den Bundestag in nationales Recht umgesetzt werden müssen. Aber selbst das schaffen sie oft nicht, so dass die BRD nicht selten die Kosten dafür zu tragen hatte, weil diese Schlafmützen es sprichwörtlich verpennen. Und dafür brauchen wir 613 solcher "Haubentaucher"!

Das kann natürlich der Bürger nicht ohne mediale Unterstützung schaffen, nur wo bleibt die??????
Das ist nicht nur ein sogenanntes "Diäten-Problem", nein das viel Größere sind die weit überhöhten Pensionen dieser vielen, vielen, zu vielen "nutzlosen, teuren Kostgänger"! Also ist die Presse, Funk und Fernsehen gefordert. Macht es endlich!!!!!!!

MfG :mad: :mad: :mad:

Interessierter
06.05.2008, 22:42
Durch den erst kürzlich ausgehandelten "hohen"Tarifabschluss, im öffentlichen Dienst durch die Gewerkschaft, wollen Union und SPD für ihre im deutschen Bundestag sitzenden 612 Abgeordneten, deren "Diäten" um 6 Prozent erhöhen!
Nach dieser "geplanten" Neuregelung sollen die Einkünfte, der Abgeordneten zum 01.Januar 2009 um 278.-Euro, auf 7946.- pro Monat steigen. Ein Jahr danach, nochmals um 213.-Euro auf 8159.- Euro.

War nicht bereits im Nov. 2007 eine Anhebung um ca. 9 Prozent beschlossen worden, damit das Einkommen der Parlamentarier an das Gehaltsniveau derer "einfacher" Bundesrichter angeglichen würde, so stiegen die Diäten der Abgeordneten zum 01.Januar 2008 bereits auf 7339.-Euro.

Diese "geplanten" Erhöhungen,entbehren jeglicher "Realitätswahrnehmug" und sind eine "Unverschämtheit" der Arbeitnehmerschaft sowie der deutschen Bevölkerung gegenüber!

Ist es da verwunderlich, wenn die "Politverdrossenheit" der Bürger, immer mehr zunimmt???

Hier kann man nur noch Pfui Deibel sagen!

Wenn man daran denkt, dass bei den Rentnern selbst 1% noch - von vielen MdBs der schwarz/roten Kumpanei - als zu hoch bezeichnet wurde.:mad:

Nur - die Opposition wettert zwar dagegen und lehnt die Erhöhung(en) ab, aber kassieren werden sie ihr neues Salär trotzdem - oder spenden sie die Erhöhung etwa "den Armen"?

BadnerBube
06.05.2008, 23:12
Warum braucht Deutschland über 610 Abgeordnete,
Weil bei den Sitzungen eh nicht mal jeder Zehnte da ist, und unter 3 Leuten sind die Diskussionen noch langweiliger.
Alle anderen müssen ja Nebenbeschäftigungen machen damit sie was zum angeben haben (bis auf den Schily, der ist kein Angeber, der gibt seine Nebeneinkünfte nicht an).

Der aus'm Enzkreis
06.05.2008, 23:26
Zitat vom BadnerBuben:

Alle anderen müssen ja Nebenbeschäftigungen machen damit sie was zum angeben haben (bis auf den Schily, der ist kein Angeber, der gibt seine Nebeneinkünfte nicht an).

Dann sollen sie gefälligst ihre "Nebenbeschäftigung zu ihrer Hauptbeschäftigung" machen und nicht uns mit ihrem faulem "Geschleime" auf der Tasche liegen! Über diese "Type: Schily" kennst Du meine Meinung. Ab in die Wüste, aber ohne Wasser!

MfG :mad: :mad: :mad:

Interessierter
07.05.2008, 07:47
Hier kann man nur noch Pfui Deibel sagen!

Wenn man daran denkt, dass bei den Rentnern selbst 1% noch - von vielen MdBs der schwarz/roten Kumpanei - als zu hoch bezeichnet wurde.:mad:

Nur - die Opposition wettert zwar dagegen und lehnt die Erhöhung(en) ab, aber kassieren werden sie ihr neues Salär trotzdem - oder spenden sie die Erhöhung etwa "den Armen"?


Leider sind wir (Bürger) machtlos - oder?

Aber man sollte diesen "Selbstbedienungs-Flaschen" bei jeder Gelegenheit, wenn sie öffentlichen auftreten (auch unseren MdBs aus Pforzheim), ihr Unvermögen (nur das eigene Vermögen können sie offensichtlich mehren:mad:) um die Ohren schlagen.

Weitere Info ---> (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,515458,00.html)

Der aus'm Enzkreis
07.05.2008, 09:39
Zitat vom Interessierten:

Leider sind wir (Bürger) machtlos - oder?

Der Bürger müsste es nur immer wieder in Leserbriefen, Diskussionsrunden, Talk-Shows aussprechen und fordern.
Ich bin bisher immer wählen gegangen, aber bei der Nächsten werde ich mich in den Kreis der "Nichtwähler" einreihen, vorher aber unserer Kanzlerin unsere Wahlkarten zuschicken, die sie sich dann hinter den Spiegel stecken kann.
Das habe ich bereits vor Monaten, unserem Abgeordneten mitgeteilt, aber bis jetzt noch nicht mal eine Antwort bekommen, im Gegensatz zu Hr. Ramsauer von der CSU, der mir binnen einiger Tage geantwortet hat. Obwohl er dies als CSU-Mann keineswegs nach BW müsste.
Dieser "Wasserkopf" von MdB's schwillt und schwillt an und die Leute schauen nur zu. So kann das doch nicht weitergehen. Jeder Betrieb, muss Kosten einsparen, wenn sie zu hoch sind, nur unser Bundestag suhlt sich weiter auf Kosten der Steuerzahler, im Geld. Es sollte sich mal jeder ausrechnen, was uns diese "Kostgänger" um nicht zu sagen "Schmarotzer", kosten. Da kann man doch die Augen nicht mehr davor schließen! Auf an die Arbeit!!!!

MfG :mad: :mad: :mad:

Silvio Corvaglia
07.05.2008, 23:22
Als Reichspräsident von Hindenburg im Jahre 1932 aus wirtschaftlichen Gründen die Verordnung zur Senkung der Beamtengehälter um 8% unterschreiben sollte, erklärte er, diese Verordung nur unter der Voraussetzung unterschreiben zu wollen, daß sein Gehalt und das aller Minister um 15% herabgesetzt werde.
Diese Einstellung war preußisch. Dienen statt verdienen. Eine völlig andere Mentalität als heute.
Solange das Wort Politik für finanzielle Versorgung statt für Berufung steht, solange wird sich nichts verändern. Das politische Personal der BRD, aber auch das der Wirtschaft, kennt Begriffe wie Bescheidenheit, soziale Verantwortung und Sparsamkeit nicht. Sie wurden ersetzt durch die Begriffe Gier, Maßlosigkeit und Egoismus.
Und das Gejammer vom armen, unterbezahlten Politiker ist mittlerweile unerträglich geworden. Über die Diäten hinaus erhalten die Damen und Herren Abgeordneten ja auch noch andere Vergünstigungen und Privilegien, ganz zu schweigen von den gut dotierten Beraterposten, Ausichtsratssitzen und dergleichen.
Aber, solange der Wähler weiterhin diesen Parteien, einschließlich der Mogelpackung "Die Linke", seine Stimme gibt und nicht selbst aktiv wird, solange wird keine Veränderung der bestehenden Zustände eintreten und damit liegt eine Teilschuld auch beim Wähler bzw. "mündigen Bürger".

Lehninger
08.05.2008, 10:21
Die Diskussion wird aus meiner Sicht zu allgemein geführt. Hinter dem MdB stehen Personen.

Pforzheim und der Enzkreis haben Frau Mast von der SPD und Herrn Krichbaum von der CDU nach Berlin entsandt. Ich nehme an, dass jene, die in dieses Forum schreiben, von diesen beiden MdB vertreten werden. Wer also mit der Art der Vertretung nicht einverstanden ist, sollte die genannten "Volksvertreter" anschreiben. Überhaupt habe ich den Eindruck, dass diese Volksvertreter nur hin und wieder für einen PR-Artikel in der PZ im Enzkreis unterwegs sind und sich dann erst wieder in der Wahlzeit zeigen werden. Was die Beiden so machen in Berlin für Ihren Wahlkreis? Weiß es jemand?

Ich werde jedenfalls nach Einsetzen dieses Forumbeitrags an Frau Mast und Herrn Krichbaum eine E-Mail mit dem Link zu diesem Threat senden. Vielleicht ist ja jemand von beiden interessiert an das, was die denken, die sie vertreten sollen...

Vielleicht ist ja noch ein Rest an Schamgefühl vorhanden bei den Hinterbänklern aus dem Enzkreis im Bundestag?

Dem Fußvolk der Parteien - sind das eigentlich nur Abnicker? - sei geraten mit ihren Führungskräften einmal so ins Gericht zu gehen, wie es das doch so gerne mit den Managern der freien Wirtschaft macht!

...gerade habe ich versucht, die beiden MdB anzuschreiben mit diesem Text:

"Ich wohne in Lehningen und nehme an, dass Sie beide die Vertretung auch für mich im Bundestag wahrnehmen. Ich empfehle Ihnen diesen Thread:
http://www.pz-news.de/forum/showthread.php?t=333
Es wäre angebracht, dort die erneute Diätenerhöhung aus Ihrer Sicht zu begründen."

Leider blockt der Server des Bundestages. So kann man sich natürlich auch der Volkesmeinung entziehen!

Der aus'm Enzkreis
08.05.2008, 11:48
Zitat von Silvio Corvaglia:

Solange das Wort Politik für finazielle Versorgung statt für Berufung steht, solange wird sich nichts verändern. Das politische Personal der BRD, aber auch das der Wirtschaft, kennt Begriffe wie Bescheidenheit, soziale Verantwortung und Sparsamkeit nicht. Sie wurden ersetzt durch die Begriffe Gier, Maßlosigkeit und Egoismus.

Und das gilt nicht nur für das italienische, wo es kaum besser darum bestellt ist, sondern auch für das deutsche Parlament, wie er zu Recht schreibt.

Hier kann man nur noch Pfui Deibel sagen! Um es mit den Worten des Interessierten auszudrücken

Zitat von Lehninger:

Ich werde jedenfalls nach Einsetzen dieses Forumbeitrags an Frau Mast und Herrn Krichbaum eine E-Mail mit dem Link zu diesem Threat senden. Vielleicht ist ja jemand von beiden interessiert an das, was die denken, die sie vertreten sollen...

Vielleicht ist ja noch ein Rest an Schamgefühl vorhanden bei den Hinterbänklern aus dem Enzkreis im Bundestag?

Ein sehr guter Beitrag und eine sehr gute Idee von Dir, diesen Thread den Herrschaften zukommen zu lassen. Ich hoffe, dass dann mein kleiner Beitrag dann auch dabei ist, damit sie lesen können was ihre "Wähler" von ihnen halten.

Aber ich frage im Ernst, warum müssen wir eigentlich 2 MdB's in Berlin haben, geht es uns dadurch besser, die Westtangente z. B. ist deswegen keinen Meter näher? Einen davon könnte man durchaus einsparen, der die meisten Stimmen hat, ist in Berlin, der andere muss zu Hause bleiben, ganz einfach. Wenn das in der ganzen BRD oder Wahlkreisen so gehandhabt würde, hätten wir damit bereits die Hälfte dieser "Kostgänger" eingespart.

MfG :mad: :mad: :mad:

Freak
08.05.2008, 20:04
Sorry, Freunde. Ich wär dafür, dass die Politiker viel mehr verdienen sollten, um endlich fähigere Leute in den Bundestag zu bekommen.

Lehninger
08.05.2008, 21:02
Auch mit noch höherer Besoldung würden keine besseren Leute in die Politik gehen, denn das Beziehungsgeflecht der Parteien lässt keine Demokratie innerhalb der eigenen Organisationen zu. Querdenker, die nicht mit der Führungsmeinung mitziehen, werden gnadenlos von der Führung und ihren Mitläufern bestraft. Das Hessentheater um die mutige Frau Metzger aus Darmstadt ist mir noch sehr gut in Erinnerung. Nein, solange Parteien die Filterfunktion für den Bundestag haben, werden sich die guten Köpfe Unternehmen anschließen.

Silvio Corvaglia
08.05.2008, 23:27
Lieber Herr Freak,

gerade weil ein politisches Mandat inzwischen so lukrativ ist, haben wir die falschen Leute in der Politik. Wer sich unter dem Gesichtspunkt "Geldverdienen" politisch engagiert, wird nie primär die Interessen der Gemeinschaft vertreten, sondern zuerst seine eigenen oder/und die irgendeiner Lobby.
Es ist die Gier die hier spazierengeht, nichts anderes, jeder will nur haben, haben, haben, das ist das Grundübel. Und das trifft für die Masse der Politiker genauso zu, wie für die Masse der Wirtschaftsbosse.
In der liberalen westlichen Wertegemeinschaft ist alles ökonomischen Gesichtspunkten untergeordnet: Kinder, Arbeit, der Wert des Einzelnen, Beziehungen, usw.. Ich sehe das Leben nicht als Abfolge von Geschäften. Wir brauchen in Politik und Wirtschaft Frauen und Männer an der Spitze, mit sozialer Kompetenz, Verantwortungsbewußtsein, die bescheiden sind, die eine Vorbildfunktion haben, auch was das Privatleben anbelangt. Ehrlichkeit, Fairneß, Maßhalten, Gemeinsinn, Gerechtigkeitssinn, sittliche Normen - das alles sind Eigenschaften, mit denen unsere Politiker und Manager ausgestattet sein sollten. Die Realität ist Rücksichtslosigkeit und Gleichgültigkeit gegenüber dem Gemeinwohl, eine katastrophale Sozialpolitik und eine ungerechte Steuerverteilung.
Wir brauchen ein anderes geistiges Koordinatensystem!

Der aus'm Enzkreis
09.05.2008, 00:48
zum Beitrag von Silvio Corvaglia:

Das hast Du sehr gut geschrieben! Aber das erreicht man keinesfalls mit Masse, sondern eher mit Klasse. Drum brauchen wir nicht mehr Politiker, sondern weniger, und die Auswahlkriterien müssten sich deshalb auch total ändern.

Zitat von Freak:

Sorry, Freunde. Ich wär dafür, dass die Politiker viel mehr verdienen sollten, um endlich fähigere Leute in den Bundestag zu bekommen.

Da hätte ich vielleicht gar nichts dagegen, aber wie viel mehr und wo hört das auf. Verdienen tun die heute schon mehr, als sie in ihren Berufen je verdient hätten. dabei sind diese sogenannten "Berater-Jobs und Aufsichtsrats-Mandate" noch gar nicht mit gerechnet. Und dann solltest Du diese unverschämte Altersversorgung dieser "Kostgänger" nicht vergessen und berücksichtigen bei Deiner "Großzügigkeit!

MfG ;) :confused: :cool:

Silvio Corvaglia
10.05.2008, 18:29
Klasse statt Masse!

Ich stimme Dir da absolut zu! Doch vergiß bitte nicht, der Parlamentarismus fördert keine Klasse, eher bestenfalls Mittelmäßigkeit. In Deutschland können ohne Schwierigkeiten Gelegenheitstaxifahrer, Steinewerfer und Leute die auf Polizisten einprügeln zum Außenminister avancieren.
Andererseits darf ein Gebäudereiniger erst nach drei Ausbildungsjahren irgendetwas reinigen. Ich rede wohlgemerkt von der klassischen "Putzfrau". Um wieviel wichtiger wäre da eine Ausbildung zum Politiker. Eine charakterliche und geistige Vorbereitung auf das spätere Amt. Eine Art politische Aristokratie, die nicht durch Geburt oder Parteibuch, sondern durch Charakter und Fähigkeit erworben wird.
So eine Ausbildung könnte beispielsweise folgende Ausbildungsbereich umfassen:
Soziologie, Philosophie, Theosophie, Wirtschaftsgeschichte, Deutscher Idealismus, Kunst- und Kulturgeschichte, Ethik, Umweltschutz, usw.. Diese Liste läßt sich sicher noch erweitern.

Zwischen 428 und 348 v. Chr. dachte in Athen schon mal jemand in diese Richtung.

Solange in den Staaten nicht entweder die Philosophen Könige werden oder die, welche jetzt Könige und Herrscher heißen, echte und gründliche Philosophen werden, solange nicht die Macht im Staate und die Philosophie verschmolzen sind, solange nicht den derzeitigen Charakteren, die sich meist einem von beiden ausschließlich zuwenden, der Zugang mit Gewalt verschlossen wird, solange gibt es, mein lieber Glaukon, keine Erlösung vom Übel für die Staaten, ich glaube aber auch nicht für die Menschheit, noch auch wird diese Verfassung, wie wir sie eben dargestellt haben, vorher zur Möglichkeit werden und das Sonnenlicht erblicken. Platon, Politeia

Der aus'm Enzkreis
12.05.2008, 02:31
Zitate von Sivio Corvaglia:

1) In Deutschland können ohne Schwierigkeiten Gelegenheitstaxifahrer, Steinewerfer und Leute die auf Polizisten einprügeln zum Außenminister avancieren.
2) Um wieviel wichtiger wäre da eine Ausbildung zum Politiker. Eine charakterliche und geistige Vorbereitung auf das spätere Amt. Eine Art politische Aristokratie, die nicht durch Geburt oder Parteibuch, sondern durch Charakter und Fähigkeit erworben wird.

zu 1) Da hast Du vollkommen recht und eigenartigerweise gefällt das sogar noch vielen Leuten, wenn solche Rabauken mal zum Zuge kommen!

zu 2) Das ist nicht erforderlich, es reicht wenn Du eine Jeans und ein paar Turnschuhe hast, Du musst nur frech wie Oskar sein. Selbst der Hals muss nicht sauber sein, es reicht wenn Du nach dem Motto verfährst: " Kopf hoch, auch wenn der Hals schmutzig ist", wenn Du verstehst was ich meine. Man muss da nicht viel Ahnung haben, dafür gibt's später eine fette Pension und das neuerdings bereits ab einem Jahr "Bank drücken"!!

MfG :mad: :( :rolleyes:

Der aus'm Enzkreis
12.05.2008, 12:21
Falls die 5 Sterne mir gelten, bedanke ich mich hierfür vielmals. Es sei denn, ein gewisser "Marcel" beansprucht sie wieder für sich!

MfG u.schönen Dank nochmals

:D :) :cool:

Silvio Corvaglia
12.05.2008, 13:09
Leider muß ich Dir schon wieder zustimmen.
Unglaublich wieso Politiker wie ein Herr Fischer sich auch noch größter Beliebtheit erfreute.
Das sind aber oft die gleichen „mündigen Bürger“, die dann bei der Ökosteuer, steigenden Benzinpreisen, Hartz IV, usw., cholerische Anfälle bekommen. Unfähig zu begreifen, daß eben gerade diese Politiker für alle Missstände die Verantwortung tragen.
Nur allzu gern lassen sich viele Wahlberechtigte, von dem durch Imageberatern gestylten und rhetorisch geschulten Politiker, blenden.
Die rhetorische Schulung scheint aus zwei Schwerpunkten zu bestehen:
1. Wie rede ich eine halbe Stunde, ohne eine konkrete Aussage bzw. Zusage.
2. Wie verkaufe ich den größten Nonsens als notwendig und gut für die Allgemeinheit.

Beispielsweise wird in den politischen Talkshows im Fernsehen, mit wechselnden Politikern, das immer gleich leere Stroh gedroschen.
Hat jemals eine Talkshow zur Wahrheitsfindung oder Lösung irgendwelcher Probleme geführt?
Ebenso gut könnte statt der Talkshow ein Aquarium eingeblendet werden. Das hätte den gleichen Informationswert.
Und hier schließt sich auch schon der Kreis wieder. Eine Politikerkaste, die auf ihren persönlichen Vorteil bedacht ist (finanzielle Versorgung, Machterhaltung, Lobbyistenvertretung), wird immer schöne Reden halten, aber nie wirklich etwas ändern. Schließlich will man den Platz am Futtertrog nicht verlieren. Und bei besonders gierigen, maßlosen und egoistischen Politikerexemplaren kam schon oft hinter der Albert-Schweizer-Maske ein kleiner Al Capone zum Vorschein.
Übrigens, findet man das gleiche Phänomen bei der Masse der Manager.
Ich sage nur Post AG, ohne das Thema weiter zu vertiefen.
Und, wie ich an anderer Stelle schon geschrieben habe:
Solange ein großer Teil der Wähler immer noch diese Parteien wählt und auch noch einzelne Repräsentanten gut findet und nicht selbst aktiv wird, wird keine Veränderung stattfinden.

Der aus'm Enzkreis
13.05.2008, 18:21
Zitate von Silvio Corvaglia:

Leider muß ich Dir schon wieder zustimmen.

Warum leider, das ist doch nichts schlimmes, wenn's aus dem Herzen kommt, oder?! Siehe nächsten Absatz von mir!

Die rhetorische Schulung scheint aus zwei Schwerpunkten zu bestehen:
1. Wie rede ich eine halbe Stunde, ohne eine konkrete Aussage bzw. Zusage.
2. Wie verkaufe ich den größten Nonsens als notwendig und gut für die Allgemeinheit.

Wie recht Du hast, stimme Dir völlig zu! Einer der ersten, die das hervorragend konnten, waren "Dornkat-Willy", dem wir auch viel Mist zu verdanken haben.
Aber noch etwas besser war hiebei fast der ehemalige österreichische Bundeskanzler "Bruno Kreisky", der fing sogar einmal einen Satz an, mit dem Spruch:"Ich bin der Meinung, dass ich der Meinung bin".............

Der hat seine Wähler sogar einmal erpresst, indem er ihnen seinen Rücktritt androhte, falls sie nicht so wählen wie er es wollte. Und zwar bei der Abstimmung über das Atomkraftwerk bei Wien, das er absolut nicht wollte und später dann glaube ich, einen großen Kiosk draus machte. Die Österreicher wollten es dann doch, so der Wahlausgang damals.
AKW-Gegner werden jetzt zwar behaupten, sie hätten nur so abgestimmt, damit Kreisky zurücktritt aber das ist reine Spekulation. Aber Fazit ist:"wieder ein Beispiel an Aufrichtigkeit, Charakterstärke und Verlässlichkeit"!

Und von solchen Typen wimmelt es im Bundeshaus nur so, wie ein Blinder mit Krückstock, nach der letzten Bundeswahl sehen konnte.
Drum meine ich ja, man sollte diese "Spezies kostenträchtiger Volksvertreter" unbedingt mindestens halbieren.

Nein, viele Sozis wollen nun den nicht unbedingt schlechten Bundespräsidenten, wie in der BRD fast schon üblich, bereits nach 5 Jahren - einer Periode - von einer der ihren ersetzen. Ich hoffe, die Mehrheit dieser Pfeifen machen da doch nicht mit, bei dem Schacher. Dann hätten wir bereits 4 "Ehemalige", neben der/dem Amtierenden zu alimentieren, mit allem was dazu gehört (Rattenschwänze an besonderen Zusatzleistungen) und allem was gut ist.
Aber was soll's wir haben es ja, und es ist ja auch nicht ihr Geld, sondern das sie verwalten sollen. Und der deutsche Michel hat schnell wieder vergessen, also weiter so?!

MfG :mad: :mad: :mad:

mailerin
16.05.2008, 10:59
Der überlastete Sozialstaat muss jetzt die Abgeordneten "alimentieren"????
Wie in der Wirtschaft sollte Leistung zählen, nichts anderes!:eek::eek:

philly
16.05.2008, 11:06
In der Wirtschaft zählt Leistung? Das bedeutet, einer wie Josef Ackermann leistet in einer Stunde genausoviel wie ein Durchschnittsverdiener in zwei Monaten (das müsste man aufgrund des Gehalts zumindest annehmen)? Und dabei muss er nichtmal gut in seinem Job sein...

Sowohl die Gehälter in der Oberklasse der Wirtschaft als auch in der Politik sind langsam nicht mehr zu rechtfertigen. Wobei die eines Politikers noch eher zu rechtfertigen sind als die eines Top-Managers, von Nebeneinkünften aus Aufsichtsratspositionen ganz zu schweigen. Auch bei Politikern sind die Diäten oft nur ein nettes Zubrot, der Rest wird durch beratende Tätigkeiten erwirtschaftet. Nichtsdestotrotz muss eine Diätenerhöhung wirklich nicht sein, vor allem nicht in Zeiten, in denen die Schuldenfreiheit in Aussicht steht.

Der aus'm Enzkreis
16.05.2008, 12:56
Zitat von philly:

1) vor allem nicht in Zeiten, in denen die Schuldenfreiheit in Aussicht steht.
2) Wobei die eines Politikers noch eher zu rechtfertigen sind als die eines Top-Managers

zu 1) Du meinst damit bestimmt einen ausgeglichenen Bundeshaushalt, wie er aber erst für 2011 angestrebt wird, und das ich noch nicht glaube, dass die das schaffen. Weil wollen und machen sind zwei Paar Schuhe.
Das gehört m. E. normalerweise ins Grundgesetz rein,sonst halten die sich sowieso nie dran. Von Schuldenfreiheit sind wir sehr weit entfernt, so ungefähr 1,5 Billionen Euronen plu Zinsen!
Aber Du hast recht, das belastet erneut wieder den Bundeshaushalt nicht unerheblich. Und das, wobei die letzte Erhöhung erst einige Monate zurückliegt.

zu 2) Meinst Du das deshalb, weil die mehr Mist bauen als diverse Manager? Dann magst Du aus Deiner Warte aus, durchaus recht haben.Ich meine allerdings, dass gerade dann gekürzt werden müsste, aber wie soll man das messen. Außerdem wie ich unsere Politiker einschätze, würde diese Kürzungen dann die Opposition beanspruchen, weil sie sagen würde, sie hätten das ganz anders gemacht (im Nachhinein ja).

Am besten wäre, wie ich schon einmal erwähnte, die Zahl MdB's mindestens halbieren, das wären dann zwar immer noch zuviel, aber wenigsten schon mal weniger.

MfG :p ;) :cool:

philly
16.05.2008, 14:25
Nein, ich meinte, dass solche hohen Gehälter wie sie die Manager der Großkonzerne beziehen, durch nichts zu rechtfertigen sind. Sicher müssen die Vorstandsmitglieder dieser Firmen eine enorme Verantwortung tragen, aber (insbesondere wenn diese Manager sogar Mist bauen) ist das noch kein grund für 100faches Gehalt eines normalen Angestellten dieser Firma.

Daher meinte ich, dass Politiker ja auch eine große Verantwortung tragen, dabei aber nicht so gut entlohnt werden wie die Topmanager - zurecht, wie ich finde. Sprich: Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sollten weniger Geld bekommen.

Der aus'm Enzkreis
16.05.2008, 14:47
Zitat von philly:

Daher meinte ich, dass Politiker ja auch eine große Verantwortung tragen, dabei aber nicht so gut entlohnt werden wie die Topmanager - zurecht, wie ich finde.

Das finde ich aber auch, ansonsten könnte ich mir durchaus vorstellen, dass es aufgrund dessen in der BRD einige "Amokläufer" geben würde, die das abstellen, indem sie einfach diese "armen Geschöpfe" um's Eck bringen.

Wie gesagt, das ist nur eine Vermutung, die aber gar nicht sooooo weit von der Hand zu weisen ist, wenn ich von manch einem seine Meinung höre, wenn ich dem über das Thema spreche.

MfG :rolleyes: ;) :cool:

Moritz Homann
16.05.2008, 15:10
Thema in "Aus aller Welt" verschoben.