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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Patientin wirft im Klinikum den Computer-Bildschirm in die Ecke



Webmaster
07.05.2008, 22:16
PFORZHEIM. Eine nicht alltägliche Sachbeschädigung einer wütenden Patientin im Klinikum an der Kanzlerstraße meldet die Pforzheimer Polizei. Eine 37-jährige Frau aus Horb habe sich am Dienstag mit ihrer 74-jährigen Mutter in der dortigen Augenklinik befunden, um sich um 9 Uhr untersuchen zu lassen. Da sie nach Angaben der Polizei jedoch nur ein Überweisungsformular zu einem Augenarzt dabei hatte, wurde die Behandlung im Krankenhaus nicht vorgenommen.

Darüber war die 37-Jährige derart erbost, dass sie den Bildschirm des Computers an der Anmeldung hochhob und in die Ecke warf. Weiterhin zerstörte sie ein Stehpult, das zum Ausfüllen der Anmeldeformulare diente. Die durch Zeugen verständigten Polizeibeamten hatten alle Hände voll zu tun, die aufgebrachte Frau wieder zu beruhigen. Eine Anzeige wegen Sachbeschädigung wird folgen.

Die Mitarbeiterin am Empfang des Krankenhauses erklärte gestern auf Anfrage der PZ, dass das Stehpult bereits wieder repariert sei und der Computer noch funktioniere, nachdem sie den Stecker wieder eingesteckt habe. „Man sieht kaum eine Beschädigung des Geräts. Das ist noch echte Wertarbeit“, meinte sie.rr

Detlef von Seggern
07.05.2008, 22:16
"Kann ja mal passieren,das irgendjemanden die "Nerven" durchgehen und er oder sie, einen Bildschirm durch die Gegend wirft,und seine Frust auch noch am "Stehpult" abreagiert!? Aber dieser, wie auch der Bildschirm haben es ja "Wunderweise" überstanden und konnten ihren gewöhnlichen Aufgaben wieder zugeführt werden"!
Aber jetzt zur Sache:
Die Dame des Empfanges in der Augenklinik hätte in jeder Hinsicht "Toleranz" zeigen sollen und bei den überweisenden Arzt anrufen sollen, so das dieser ein Einweisungsformular, für die Klinik nachreichen würde.
Und in einen was für einen "Ton" hat die Klinikangestellte, mit dieser Frau aus Horb gesprochen, das diese so ausrastete?

Wäre es in dieser Situation nicht besser gewesen,außer gleich die Polizei ,erst einen Psychater (Neurologen) aus dem Klinikum zu Rate zuziehen, welcher auf seine Art und Weise, die "tobende" Frau beruhigt hätte??

Markus
08.05.2008, 07:43
Ich habe durchaus Verständnis für die Frau. Ich bin in der Augenklinik aus demselben Grund auch schon (wenn auch nur verbal) ausgeflippt. Man muss sich die Situation vorstellen. Man schaufelt sich einen halben Tag frei, muss dafür evtl. noch Urlaub nehmen, packt die betagte Mutter ins Auto (oder muss evtl. mit dem Zug anreisen), hat dann noch eine längere Anreise und dann wird die Behanldung verweigert wegen eines falschen/fehlenden Formulars. Zumal vermutlich wie in meinem Fall bei der Terminvereinbarung nicht darauf hingewiesen wird, dass man eine Überweisung in die Augenklinik braucht. In der Regel wird man ja vom Augenarzt an die Klinik verwiesen und vereinbart dann direkt einen Termin. Ein Nachreichen der Überweisung ist aufgrund irgendwelcher bürokratischer Vorschriften nicht möglich.

Babylon
08.05.2008, 08:33
Natürlich ist es keine Art und Weise, mit Sachbeschädigung seine Wut auszudrücken. Soweit darf man sich nicht gehen lassen. Aber verstehen kann ich die Dame schon irgendwie...denn auch ich habe - insbesondere in diesem Klinikum - schon meine Erfahrungen gemacht. Da hätte ich manchen Schwestern bzw. Ärzten auch mal gerne was in die Ecke gepfeffert, damit die mal aufwachen in ihrer weisskittligen Arroganz. Die meisten dort Beschäftigten sind nicht in der Lage, freundlich mit Menschen umzugehen. Man ist eine Nummer, die eigentlich nur nervt, und wenn man nicht so funktioniert, wie die Herrschaften dies wünschen, dann wird man entsprechend abgewiesen und teilweise wie der letzte Dreck behandelt. Dazu kommt noch unser bescheuertes Gesundheitssystem, was eh schon an allen Ecken kränkelt. Man fragt sich oft: wo bleibt hierbei noch das menschliche...aber dafür gibt es wohl kein Formular...!

Lehninger
08.05.2008, 09:57
Die meisten dort Beschäftigten sind nicht in der Lage, freundlich mit Menschen umzugehen. Man ist eine Nummer, die eigentlich nur nervt, und wenn man nicht so funktioniert, wie die Herrschaften dies wünschen, dann wird man entsprechend abgewiesen und teilweise wie der letzte Dreck behandelt. Dazu kommt noch unser bescheuertes Gesundheitssystem, was eh schon an allen Ecken kränkelt. Man fragt sich oft: wo bleibt hierbei noch das menschliche...aber dafür gibt es wohl kein Formular...!

In Ihrem Podcast im Januar dieses Jahres hat die Bundeskanzlerin der Bürokratie den Kampf angesagt. Das Gesundheitssystem in Deutschland ist Bürokratie pur! Auch Frau Merkel mit ihrem einfältig naiven Ansatz wird keine Änderung herbeiführen.

Es geht immer nur darum, was muss von Praxen oder Kliniken getan werden und was muss berücksichtigt werden, um später für die erbrachte Leistung das Geld zu erhalten. Wer in unserem Gesundheitssystem ohne den richtigen Schein, die richtige Karte oder was auch immer in eine Praxis kommt, muss sich darauf gefasst machen - auch wenn er den Kopf unter dem Arm trägt - abgewiesen zu werden. Sie haben es weit gebracht unsere Gesundheitspolitiker.

Dass eine Frau, die aus Horb mit ihrer "alten" Mutter kam, unverrichteter Dinge wieder gehen sollte, hatte wahrscheinlich in der Bürokratie den Ursprung. Die Klinik sollte sich äußern!

Insgesamt gehen alle im Gesundheitsdienst Tätigen sehr großzügig mit der Zeit anderer Menschen um. Wir haben gerade 09.56 h. Ich könnte mir vorstellen, dass derzeit in Deutschland wieder Tausende von Menschen in irgendwelchen Warteräumen herumsitzen und darauf warten, dass der für 09.00 h zugesagte Termin irgendwann im Laufe des vormittags stattfinden wird. Aber es ist ja nicht die eigene Zeit und wer Patient ist, der hat sich gefälligst einzuordnen!

Der Eindruck beim Patienten ist deshalb verheerend. Zurückzuführen ist diese Situation auf den Personalmangel. Das Verhältnis zwischen Kontrolleuren und aktiv Tätigen ist längst nicht mehr zu rechtfertigen. Doch täglich kommen neue Ideen wie die Bürokratie weiter aufgepummt werden kann.

Ich könnte mir allerdings nicht vorstellen, dass die Treiber dieser ganzen Fehlentwicklung schon einmal mit ihren Familien einen PC in die Ecke schmeißen mussten. Frau Mast und Herr Krichbaum sind gerade dabei, ihre Einkommen weiter nach oben zu schrauben und da ist man elitär und braucht sich mit solch einem Kleinkram wie einem ins Eck geworfenen PC nicht zu befassen...

Babylon
08.05.2008, 10:48
Das Prolem der Deutschen ist eben im Allgemeinen, dass sie nicht auf die Strasse gehen. Nicht demonstrieren. Wir sind immer in der Opferhaltung. Lassen Rentenaltererhöhungen, Gesundheitsreformen etc, einfach über uns ergehen. Und wenn dann mal jemand ausflippt, dann kommt die Polizei und der Bösewicht steht fest!

Der aus'm Enzkreis
08.05.2008, 11:16
Zitat des Detlef von Seggern:

Wäre es in dieser Situation nicht besser gewesen,außer gleich die Polizei ,erst einen Psychater (Neurologen) aus dem Klinikum zu Rate zuziehen, welcher auf seine Art und Weise, die "tobende" Frau beruhigt hätte??

Im Prinzip wäre ein Psychiater vielleicht schon besser gewesen, aber das wäre gar nicht möglich, weil sie keinen Überweisungsschein dafür hatte. Komprende!!??

Aber auch ich kann diese Frau gut verstehen, wenn man von Horb aus extra anruft und einen Termin macht, dürfte es nicht zu viel verlangt sein, wenn die Dame am Telefon darauf hinweist den wichtigen Überweisungsschein für die Klinik nicht zu vergessen. Weil wir Patienten sind doch keine Verwaltungs-Spezialisten, die in diesen Dingen versiert sind. Und man ist, wenn man zum "Augen-Doktor" geht zwar im Kopf, aber nicht im Hirn krank, Herr von Seggern!

Verschiedene Damen bei den Ärzten sollten überhaupt etwas einfühlender mit den Kunden umgehen und wie im Straßenverkehr, etwas für die anderen (Patienten) mitdenken. Dann bräuchte solch eine Patientin nicht so auszurasten!

MfG :confused: ;) :cool:

Babylon
08.05.2008, 11:58
Zitat des Detlef von Seggern:

Wäre es in dieser Situation nicht besser gewesen,außer gleich die Polizei ,erst einen Psychater (Neurologen) aus dem Klinikum zu Rate zuziehen, welcher auf seine Art und Weise, die "tobende" Frau beruhigt hätte??

Im Prinzip wäre ein Psychiater vielleicht schon besser gewesen, aber das wäre gar nicht möglich, weil sie keinen Überweisungsschein dafür hatte. Komprende!!??

Aber auch ich kann diese Frau gut verstehen, wenn man von Horb aus extra anruft und einen Termin macht, dürfte es nicht zu viel verlangt sein, wenn die Dame am Telefon darauf hinweist den wichtigen Überweisungsschein für die Klinik nicht zu vergessen. Weil wir Patienten sind doch keine Verwaltungs-Spezialisten, die in diesen Dingen versiert sind. Und man ist, wenn man zum "Augen-Doktor" geht zwar im Kopf, aber nicht im Hirn krank, Herr von Seggern!

Verschiedene Damen bei den Ärzten sollten überhaupt etwas einfühlender mit den Kunden umgehen und wie im Straßenverkehr, etwas für die anderen (Patienten) mitdenken. Dann bräuchte solch eine Patientin nicht so auszurasten!

MfG :confused: ;) :cool:


Du sprichst mir aus der Seele!

Der aus'm Enzkreis
09.05.2008, 01:23
Zitat von Babylon:

Du sprichst mir aus der Seele!

Das freut mich! Aber ich spreche auch aus Erfahrung am eigenen Leib.
Ich weiß zwar nicht aus welchem Gründen sich verschiedene Damen an den Rezeptionen bei Ärzten so arrogant und überheblich von oben herab den Patienten gegenüber benehmen, als wären sie selber die "Götter in weiß", aber manche machen es halt. Das bleibt ihr Geheimnis!

MfG :D :confused: :eek:

Marcel
09.05.2008, 11:30
Naja wer eine Überweisung an einen Augenarzt hat was sucht der dann in einer Klinik?
Mich nervt es, dass alle meinen wegen den kleinsten Dingen kann man gleich ein Krankenhaus in Anspruch nehmen.

Markus
09.05.2008, 13:05
Naja wer eine Überweisung an einen Augenarzt hat was sucht der dann in einer Klinik?
Mich nervt es, dass alle meinen wegen den kleinsten Dingen kann man gleich ein Krankenhaus in Anspruch nehmen.

Kein Mensch geht in die Augenklinik, wenn er nicht von seinem Haus- und Augenarzt dorthin geschickt wird. In der Regel dann, wenn der Augenarzt nicht über die notwendigen Behandlungs- oder Diagnosemöglichkeiten verfügt, z.B. sehr kostenintensive medizinische Geräte. So war es in meinem Fall und so wird es auch bei dieser Dame gewesen sein. Wer von Horb anreist, wird das wohl nicht wegen einer "Kleinigkeit" tun.
In meinem Fall hat übrigens eine der Ärztinnen dann doch einen schnellen, unbürokratischen Weg gefunden, uns doch zu behandeln. Allerdings erst nach intensiver "Nachfrage" meinerseits. Das Personal am Empfang hätte mich unverrichteter Dinge wieder nach Hause geschickt. Letzendlich müssen die aber auch alle nur ausbaden, was von irgendwelchen Bürokraten ersonnen wurde, die mit denKonquenzen ihrers Tuns nie selbst konfrontiert werden.

mailerin
10.05.2008, 17:04
Man sollte nicht gleich die hardware zerstören, wenn es mit der software nicht stimmt.
Der Amtsschimmer hat aber hier nochmals (oder schon wieder!?!) kräftig gewiehert.