Webmaster
14.01.2010, 22:23
SINSHEIM. Stefan Mappus war nie ein Mann der leisen Töne. Mit seiner Meinung hat der Pforzheimer nie hinterm Berg gehalten. Auch gestern nicht. Wenige Stunden vor seiner ersten Teilnahme in seiner Funktion als CDU-Landeschef an einer Sitzung des CDU-Bundesvorstands in Berlin nimmt er in Sinsheim die Gelegenheit wahr, nochmals deutliche Worte an die Adresse seiner Parteifreunde zu richten und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gegen Kritiker in Schutz zu nehmen.
„Die Außendarstellung der CDU ist ein klein wenig weg vom Optimum“, betont der 43-Jährige, der am 28. Januar zum neuen Regierungschef gewählt werden soll. Mappus macht dies vor allem an zwei Politikfeldern fest: Atomkraft und Steuern. So könne es nicht sein, dass die CDU über Jahre hinweg den Ausstieg vom Ausstieg der Kernkraft propagiere und unmittelbar nach gewonnener Bundestagswahl haue der Bundesumweltminister die Bremse rein. „Das geht nicht“, wirft der CDU-Fraktionschef seinem Parteifreund Norbert Röttgen vor, der den Atomausstieg als unumkehrbar bezeichnet hatte. „Was man vor Wahlen verspricht, muss man auch nach Wahlen halten“, unterstreicht Mappus. Das gelte auch für das Thema Steuerpolitik. Das habe schlichtweg etwas mit Glaubwürdigkeit zu tun.
„Politische Linie umsetzen“Kein Verständnis zeigt Mappus für die Angriffe aus den Ländern heraus gegen die Kanzlerin, die sich in der Steuerpolitik an den Koalitionvertrag halte. „Wenn man eine Linie hat, dann muss man sie auch umsetzen“, ermahnt Mappus, der sich zudem vor Merkel stellt und die Kritik an ihr, sie lasse es derzeit schleifen, entscheide zu spät, nicht gelten lässt. „Sieben Jahre hat man sich über ‚Basta‘ beschwert, jetzt beschwert man sich darüber, dass es zu langsam geht.“ Das sehe er nicht so. „Ich bin zufrieden mit der Entscheidungskultur der Kanzlerin.“
Weitgehend einig zeigt sich Mappus mit Merkel auch darin, dass sich die CDU neuen Wählerschichten öffnen müsse. Priorität müssten jedoch weiterhin das Stammklientel haben. Das gelte es abzusichern. Nach dem Motto „das eine tun, ohne das andere zu lassen“ sei es aber auch notwendig, weiteres Wählerpotenzial hinzuzugewinnen. „Die SPD ist so auf dem Trip nach links, dass es geradezu zwingend ist, frustrierten, klassischen SPD-Wählern eine Alternative anzubieten.“ Er kenne viele Sozialdemokraten, so Mappus, die sich derzeit heimatlos fühlten. Auch von der FDP könne die CDU eine ganze Menge zurückholen. Dies sei nicht zuletzt vor dem Hintergrund notwendig, dass die CDU von 40 Prozent plus x noch ein Stück weit weg sei. Denn: „Wer auf Dauer 40 Prozent plus x nicht holt, ist keine Volkspartei Wir aber wollen Volkspartei bleiben.“
„Die Außendarstellung der CDU ist ein klein wenig weg vom Optimum“, betont der 43-Jährige, der am 28. Januar zum neuen Regierungschef gewählt werden soll. Mappus macht dies vor allem an zwei Politikfeldern fest: Atomkraft und Steuern. So könne es nicht sein, dass die CDU über Jahre hinweg den Ausstieg vom Ausstieg der Kernkraft propagiere und unmittelbar nach gewonnener Bundestagswahl haue der Bundesumweltminister die Bremse rein. „Das geht nicht“, wirft der CDU-Fraktionschef seinem Parteifreund Norbert Röttgen vor, der den Atomausstieg als unumkehrbar bezeichnet hatte. „Was man vor Wahlen verspricht, muss man auch nach Wahlen halten“, unterstreicht Mappus. Das gelte auch für das Thema Steuerpolitik. Das habe schlichtweg etwas mit Glaubwürdigkeit zu tun.
„Politische Linie umsetzen“Kein Verständnis zeigt Mappus für die Angriffe aus den Ländern heraus gegen die Kanzlerin, die sich in der Steuerpolitik an den Koalitionvertrag halte. „Wenn man eine Linie hat, dann muss man sie auch umsetzen“, ermahnt Mappus, der sich zudem vor Merkel stellt und die Kritik an ihr, sie lasse es derzeit schleifen, entscheide zu spät, nicht gelten lässt. „Sieben Jahre hat man sich über ‚Basta‘ beschwert, jetzt beschwert man sich darüber, dass es zu langsam geht.“ Das sehe er nicht so. „Ich bin zufrieden mit der Entscheidungskultur der Kanzlerin.“
Weitgehend einig zeigt sich Mappus mit Merkel auch darin, dass sich die CDU neuen Wählerschichten öffnen müsse. Priorität müssten jedoch weiterhin das Stammklientel haben. Das gelte es abzusichern. Nach dem Motto „das eine tun, ohne das andere zu lassen“ sei es aber auch notwendig, weiteres Wählerpotenzial hinzuzugewinnen. „Die SPD ist so auf dem Trip nach links, dass es geradezu zwingend ist, frustrierten, klassischen SPD-Wählern eine Alternative anzubieten.“ Er kenne viele Sozialdemokraten, so Mappus, die sich derzeit heimatlos fühlten. Auch von der FDP könne die CDU eine ganze Menge zurückholen. Dies sei nicht zuletzt vor dem Hintergrund notwendig, dass die CDU von 40 Prozent plus x noch ein Stück weit weg sei. Denn: „Wer auf Dauer 40 Prozent plus x nicht holt, ist keine Volkspartei Wir aber wollen Volkspartei bleiben.“