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25.02.2008, 17:52
PFORZHEIM. Pforzheim hängt am Tropf der Ausgleichstöpfe. Ohne Zuweisungen reicherer Städte bliebe kein Handlungsspielraum mehr im städtischen Haushalt. Der wird von heute, 8.30 Uhr an bis Donnerstag im Ratssaal-Gebäude diskutiert.
Schon im Vorfeld hatten die im Gemeinderat vertretenen Fraktionen nach ihren Klausurtagungen mehr oder minder einmütig erklärt, dass die Einsparmöglichkeiten des städtischen Haushalts weitestgehend ausgereizt seien. Während die FW/UB-Fraktion eine strenge Haushalts-Disziplin einfordert, sehen die Fraktionen von CDU, SPD, FDP und Grünen kaum Raum für weitere Ausgabenkürzungen.
Zu wenig Gewerbesteuer„Pforzheim ist die einzige Großstadt in Baden-Württemberg, die es nicht geschafft hat, in den vergangenen Jahren das Gewerbesteuer-Aufkommen zu verdoppeln. Es stagniert“, sagte SPD-Stadtrat Jens Kück gegenüber PZ-news.
Und auch CDU-Stadtrat Florentin Goldmann sieht im Gespräch mit PZ-news Handlungsbedarf: „Eine große Schwäche ist sicher der nicht geglückte Strukturwandel von der hochindustrialisierten Schmuck- und Uhrenindustrie hin zu Feinwerk- und Microtechnik mit dem Ergebnis der höchsten Arbeitslosigkeit nach Mannheim in Baden-Württemberg.“
Streit um SteuererhöhungenBei der Einbringung des Haushalts in den Gemeinderat vor einem Monat hatte es Oberbürgermeisterin Christel Augenstein so formuliert: „Der Investitionsbedarf und die tatsächliche Investitionsfähigkeit der Kommunen klaffen nach wie vor weit auseinander.“
Die Stadt braucht mehr Einnahmen durch eine höhere Wirtschaftskraft, hatte Kämmerin Susanne Weishaar im Vorfeld der Haushalts-Einbringung gefordert. Für CDU und FDP wäre es jedoch der falsche Weg, über Steuererhöhungen das Kassenloch zu stopfen, denn so würde man Existenzgründer und ansiedlungswillige Investoren abschrecken. FDP-Stadtrat Dieter Pflaum setzt dagegen Hoffnungen auf eine erfolgreiche Ansiedlungs- und Bestandspflege-Politik der im Vorjahr neu strukturierten Wirtschaftsförderung.
Das deckt sich mit den Wünschen der SPD und der Grünen, für die allerdings die Anpassung der im Landesvergleich unterdurchschnittlichen Gewerbesteuer-Hebesätze dringend erforderlich ist, um der Stadt die fehlenden Einnahmen zu verschaffen.
Trotz der schlechten Finanzsituation der Stadt sind sich die Fraktionen darin einig, dass Sanierungen von Schulen nicht auf die lange Bank zu schieben sind. Konsens gibt es zumindest im Vorfeld der Beratungen beim Thema Familienfreundlichkeit. Betreuungseinrichtungen und Familienzentren sollen nicht dem Rotstift zum Opfer fallen. Erstaunliche Einigkeit haben die Fraktionen auch beider Fußballstadion-Sanierung erkennen lassen. Das VfR-Stadion solle erneuert werden, parallel zu einer Fusion der Fußballvereine FCP und VfR. Nicht überall auf Zustimmung wird der Bau des Kreisverkehrs an der Tiefenbronner Straße sorgen.
Schon im Vorfeld hatten die im Gemeinderat vertretenen Fraktionen nach ihren Klausurtagungen mehr oder minder einmütig erklärt, dass die Einsparmöglichkeiten des städtischen Haushalts weitestgehend ausgereizt seien. Während die FW/UB-Fraktion eine strenge Haushalts-Disziplin einfordert, sehen die Fraktionen von CDU, SPD, FDP und Grünen kaum Raum für weitere Ausgabenkürzungen.
Zu wenig Gewerbesteuer„Pforzheim ist die einzige Großstadt in Baden-Württemberg, die es nicht geschafft hat, in den vergangenen Jahren das Gewerbesteuer-Aufkommen zu verdoppeln. Es stagniert“, sagte SPD-Stadtrat Jens Kück gegenüber PZ-news.
Und auch CDU-Stadtrat Florentin Goldmann sieht im Gespräch mit PZ-news Handlungsbedarf: „Eine große Schwäche ist sicher der nicht geglückte Strukturwandel von der hochindustrialisierten Schmuck- und Uhrenindustrie hin zu Feinwerk- und Microtechnik mit dem Ergebnis der höchsten Arbeitslosigkeit nach Mannheim in Baden-Württemberg.“
Streit um SteuererhöhungenBei der Einbringung des Haushalts in den Gemeinderat vor einem Monat hatte es Oberbürgermeisterin Christel Augenstein so formuliert: „Der Investitionsbedarf und die tatsächliche Investitionsfähigkeit der Kommunen klaffen nach wie vor weit auseinander.“
Die Stadt braucht mehr Einnahmen durch eine höhere Wirtschaftskraft, hatte Kämmerin Susanne Weishaar im Vorfeld der Haushalts-Einbringung gefordert. Für CDU und FDP wäre es jedoch der falsche Weg, über Steuererhöhungen das Kassenloch zu stopfen, denn so würde man Existenzgründer und ansiedlungswillige Investoren abschrecken. FDP-Stadtrat Dieter Pflaum setzt dagegen Hoffnungen auf eine erfolgreiche Ansiedlungs- und Bestandspflege-Politik der im Vorjahr neu strukturierten Wirtschaftsförderung.
Das deckt sich mit den Wünschen der SPD und der Grünen, für die allerdings die Anpassung der im Landesvergleich unterdurchschnittlichen Gewerbesteuer-Hebesätze dringend erforderlich ist, um der Stadt die fehlenden Einnahmen zu verschaffen.
Trotz der schlechten Finanzsituation der Stadt sind sich die Fraktionen darin einig, dass Sanierungen von Schulen nicht auf die lange Bank zu schieben sind. Konsens gibt es zumindest im Vorfeld der Beratungen beim Thema Familienfreundlichkeit. Betreuungseinrichtungen und Familienzentren sollen nicht dem Rotstift zum Opfer fallen. Erstaunliche Einigkeit haben die Fraktionen auch beider Fußballstadion-Sanierung erkennen lassen. Das VfR-Stadion solle erneuert werden, parallel zu einer Fusion der Fußballvereine FCP und VfR. Nicht überall auf Zustimmung wird der Bau des Kreisverkehrs an der Tiefenbronner Straße sorgen.