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05.04.2010, 19:39
PFORZHEIM/SALZBURG. Der Pforzheimer Baubürgermeister Alexander Uhlig wird in Tirol vermisst. Er war mit drei Freunden nach der Besteigung des Großvenedigers nicht zurückgekehrt. Es besteht erhebliche Lawinengefahr.
Bangen um Alexander Uhlig und drei Bergsteigerkameraden aus Tübingen und Böblingen: Nachdem das Quartett am Samstag um die Mittagszeit auf Schneeschuhen zum Großvenediger (3662 Meter) aufgebrochen war und den Gipfel erreicht hatte, verliert sich bis jetzt ihre Spur zwischen Tirol und Salzburg. Handy-Empfang gibt es in dem Gebiet nicht. Letztmals wurden sie gegen 14 Uhr beim Abstieg – vermutlich in Richtung der Prager Hütte – gesichtet. Doch weder dort, so die Pressesprecherin der Salzburger Bergrettung, Maria Riedler, gegenüber den „Salzburger Nachrichten“, noch im Defereggerhaus oder in der Johannishütte seien die Deutschen aufgetaucht. Haben sie sich verirrt bei dem schlechten Wetter? Sind sie in eine Gletscherspalte gerutscht? Es war neblig, windig, es herrscht Lawinengefahr.
Hoffnung und Optimismus ist das, was aus dem Pforzheimer Rathaus dringt. Am Sonntagabend bekam Oberbürgermeister Gert Hager den Anruf von der Pforzheimer Polizei. Die war von den Tiroler Kollegen informiert worden – Hagers Kollege und Duzfreund Alexander Uhlig sei unter den Vermissten eines „Alpindramas“ („Salzburger Nachrichten“).
Hager optimistischGestern Mittag trafen im Krisenraum der Feuerwehr Hager, Erster Bürgermeister Roger Heidt, Feuerwehr-Kommandant Volker Velten, sein Stellvertreter Guido Lobermann, und die Pressesprecher Wolfgang Schick (Polizei) und Michael Strohmayer (Stadt) zusammen. Danach setzt das Rathaus eine kurze, abgestimmte Pressemitteilung ab. Darin wird Hager mit den Worten zitiert: „Ich hoffe sehr und bin guten Mutes, dass mein Kollege Alexander Uhlig gut und wohlbehalten wieder zurückkehrt.“ Im Gespräch mit der PZ gründet er seinen Optimismus auf die Bergerfahrenheit und die hervorragende Ausrüstung der baden-württembergischen Alpinisten. Die hatten nach Informationen von „Salzburg 24“ Lawinenverschüttetensuchgeräte (LVS), Schaufeln und mindestens zwei Biwaksäcke dabei.
Schutzhütten abgesucht70 Angehörige der Bergrettungen Neukirchen und Matrei, drei Alpinpolizisten und ein Hubschrauber waren Karsamstag von 19 bis 23.30 Uhr im Einsatz. Am Sonntag suchten Rettungskräfte alle Schutzhütten auf Osttiroler und Salzburger Seite ab – vergeblich. Zusätzliche Kräfte waren auf die Kürsingerhütte geflogen worden. In der Nacht schneite es erneut – die Lawinengefahr stieg auf Stufe 3 („erheblich“).
Steiler AnstiegGestern um 17 Uhr wurde ein Polizeihubschrauber aus Salzburg eingesetzt. Ein Aufstieg von der Einsatzzentrale in 1500 Metern Höhe war wegen Neuschnees unmöglich – der Aufstiegwinkel beträgt bisweilen 38 Grad. Auf Salzburger Seite wurden 18 Mann nach oben geflogen. Außerdem wurde der Mann, der auf Uhlig und seine Kameraden gewartet hatte, von der Kürsingerhütte abgeholt.
Bangen um Alexander Uhlig und drei Bergsteigerkameraden aus Tübingen und Böblingen: Nachdem das Quartett am Samstag um die Mittagszeit auf Schneeschuhen zum Großvenediger (3662 Meter) aufgebrochen war und den Gipfel erreicht hatte, verliert sich bis jetzt ihre Spur zwischen Tirol und Salzburg. Handy-Empfang gibt es in dem Gebiet nicht. Letztmals wurden sie gegen 14 Uhr beim Abstieg – vermutlich in Richtung der Prager Hütte – gesichtet. Doch weder dort, so die Pressesprecherin der Salzburger Bergrettung, Maria Riedler, gegenüber den „Salzburger Nachrichten“, noch im Defereggerhaus oder in der Johannishütte seien die Deutschen aufgetaucht. Haben sie sich verirrt bei dem schlechten Wetter? Sind sie in eine Gletscherspalte gerutscht? Es war neblig, windig, es herrscht Lawinengefahr.
Hoffnung und Optimismus ist das, was aus dem Pforzheimer Rathaus dringt. Am Sonntagabend bekam Oberbürgermeister Gert Hager den Anruf von der Pforzheimer Polizei. Die war von den Tiroler Kollegen informiert worden – Hagers Kollege und Duzfreund Alexander Uhlig sei unter den Vermissten eines „Alpindramas“ („Salzburger Nachrichten“).
Hager optimistischGestern Mittag trafen im Krisenraum der Feuerwehr Hager, Erster Bürgermeister Roger Heidt, Feuerwehr-Kommandant Volker Velten, sein Stellvertreter Guido Lobermann, und die Pressesprecher Wolfgang Schick (Polizei) und Michael Strohmayer (Stadt) zusammen. Danach setzt das Rathaus eine kurze, abgestimmte Pressemitteilung ab. Darin wird Hager mit den Worten zitiert: „Ich hoffe sehr und bin guten Mutes, dass mein Kollege Alexander Uhlig gut und wohlbehalten wieder zurückkehrt.“ Im Gespräch mit der PZ gründet er seinen Optimismus auf die Bergerfahrenheit und die hervorragende Ausrüstung der baden-württembergischen Alpinisten. Die hatten nach Informationen von „Salzburg 24“ Lawinenverschüttetensuchgeräte (LVS), Schaufeln und mindestens zwei Biwaksäcke dabei.
Schutzhütten abgesucht70 Angehörige der Bergrettungen Neukirchen und Matrei, drei Alpinpolizisten und ein Hubschrauber waren Karsamstag von 19 bis 23.30 Uhr im Einsatz. Am Sonntag suchten Rettungskräfte alle Schutzhütten auf Osttiroler und Salzburger Seite ab – vergeblich. Zusätzliche Kräfte waren auf die Kürsingerhütte geflogen worden. In der Nacht schneite es erneut – die Lawinengefahr stieg auf Stufe 3 („erheblich“).
Steiler AnstiegGestern um 17 Uhr wurde ein Polizeihubschrauber aus Salzburg eingesetzt. Ein Aufstieg von der Einsatzzentrale in 1500 Metern Höhe war wegen Neuschnees unmöglich – der Aufstiegwinkel beträgt bisweilen 38 Grad. Auf Salzburger Seite wurden 18 Mann nach oben geflogen. Außerdem wurde der Mann, der auf Uhlig und seine Kameraden gewartet hatte, von der Kürsingerhütte abgeholt.