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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Enzkreis weitet Kontrollen aus



Webmaster
25.02.2008, 23:07
ENZKREIS. 70 000 Temposünder gingen dem Enzkreis im vergangenen Jahr in die Radarfalle. Dieses Jahr könnten es noch mehr werden. Der Kreis wird seine mobilen Kontrollkapazitäten um rund 15 Prozent ausbauen.

Die hohe Zahl tödlicher Verkehrsunfälle seit Beginn dieses Jahres hat im Enzkreis Konsequenzen: Die Kapazität für mobile Geschwindigkeitskontrollen wird dieses Jahr um rund 15 Prozent ausgeweitet. Denkbar knapp scheiterte gestern im Verkehrsausschuss des Kreistages ein Antrag des Birkenfelder Bürgermeisters Reiner Herrmann (Freie Wähler), der sich gegen die Ausweitung ausgesprochen hatte: Mit sechs zu sechs Stimmen wurde sein Vorstoß mit einem „Nein“ beschieden.

Als Grund für ihren Vorstoß nennt die Kreisverwaltung die Verkehrssicherheit. Es sei bekannt, dass besonders außerorts zu schnell gefahren werde und dort verstärkt kontrolliert werden müsse. Demgegenüber stehe die Forderung von Gemeinden und Bürgerngruppen, die immer häufiger nach verstärkten Kontrollen innerorts verlangten. Dies, so der Erste Landesbeamte Wolfgang Herz gestern im Ausschuss, sei nur durch eine Aufstockung hinzubekommen. Zu den fünf Mitarbeitern in diesem Bereich soll deshalb ein weiterer hinzukommen, die Zahl der Überwachungsstunden von 3800 auf etwa 4400 steigen.

Die Effizienz dieser Maßnahme sei fraglich, argumentierte Herrmann: „Tödliche Unfälle lassen sich auch durch mehr Kontrollen nicht vermeiden.“ Unterstützung erhielt Herrmann durch Wiernsheims Bürgermeister Karlheinz Oehler: „Die Kultur von Kontrollen und Bestrafungen hat in Deutschland ein unerträgliches Maß erreicht.“

Klemens Köberle (Grüne) bezeichnete die vermerkten rund 70 000 Verstöße im Jahr 2007 hingegen als „erschütternd“. Die Verkehrsmoral lasse zu wünschen übrig. Wimsheims Bürgermeister Karlheinz Schühle, zwar Gegner einer personellen Aufstockung, machte dennoch deutlich: „Die Zahl derjenigen, die zu schnell fahren, ist weitaus höher, als man bei Kontrollen feststellt.“

Salomonisch schließlich der Hinweis von Vize-Landrat Herz, wie sich ein Knöllchen ohne weiteres vermeiden lasse: „Niemand ist gezwungen, schneller zu fahren, als es die Straßenverkehrsordnung erlaubt.

 

Ergebnisse der Tempokontrollen im Enzkreis Die mobilen Messgeräte des Enzkreises waren 2007 an 259 Messstellen rund 3800 Stunden lang im Einsatz.

Gemessene Fahrzeuge: 570 000

Beanstandete Fahrzeuge: 39 500

Beanstandungsquote: 6,9 %

zu schnell (Zahlen gerundet)

6-10 km/h: 22 800 Fahrzeuge

11-15 km/h: 10 200 Fahrzeuge

16-20 km/h: 3900 Fahrzeuge

21-40 km/h: 2450 Fahrzeuge

über 40 km/h: 79 Fahrzeuge

In Bauschlott, Illingen, Königsbach, Neuenbürg und Niefern hat der Enzkreis stationäre Messgeräte im  Einsatz.

Gemessene Fahrzeuge: 12,2 Mio.

Beanstandete Fahrzeuge: 31 300

Beanstandungsquote: 0,26 %

zu schnell (Zahlen gerundet)

6-10 km/h: 20 671 Fahrzeuge

11-15 km/h: 7107 Fahrzeuge

16-20 km/h: 2216 Fahrzeuge

21-40 km/h: 1266 Fahrzeuge

über 40 km/h: 64 Fahrzeuge

Aus Verwarnungsgebühren und Ordnungsgeldern erwartet der Enzkreis 2008 Einnahmen in einer Höhe von 5,8 Millionen Euro, ein Großteil des Betrages stammt aus Geschwindigkeitsüberschreitungen.

philly
25.02.2008, 23:07
Finde ich sehr gut.

Es gibt so viele, die sagen, das sei nur eine Geldbeschaffungsmaßnahme, aber die jüngsten Unfälle haben doch gezeigt, dass es notwendig ist. Und ob wir nun 10 Minuten früher oder später ankommen - lieber lebendig als tot.

Kanadier
05.06.2013, 20:46
Wenn man um 6 Uhr morgens oder noch früher unterwegs ist muß man feststellen, daß es viele Autofahrer gibt die keine Rote Ampel interessiert noch das sie sich an die VORGESCHRIEBENE GESCHWINDIGKEIT halten. Da wird Schlangenlinie gefahren(links und rechts überholt mit 80km/h und mehr) ohne Rücksicht auf Verluste.
Vornehmlich Junge BMW Fahrer. Das ist meine Erfahrung.
Haben wohl alle verschlafen.
Oder sie haben es so eilig ins Geschäft zu kommen :cool: gelle? Sind ja so Arbeitsgeil!