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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : City Manager kalt erwischt



Michael Ponstein
03.06.2008, 15:20
War es wirklich so kalt oder war es nicht vorher schon klar, dass wenn eine Attraktion, wie die Trabershow so spät beginnt auch so spät Publikum anziehen wird. Die Geschäfte waren von teilweise 9 Uhr an wie üblich geöffnet. Der typische Pforzheimer Kunde meidete allerdings diesen Samstag, wie immer, wenn größere Events das Stadtgeschehen prägen. So war es, dass um die klassische Hochzeit zwischen 11 und 13 Uhr kaum Publikumsverkehr war, und das zog sich bis zum Abend hin. Ich hatte mir schon vorher Gedanken gemacht, wann wir schliessen würden und wir haben bereits nach dem letzten Einkaufsnächten für spätestens 20 Uhr plädiert mit der Option früher zu schliessen. Im Endeffekt steht nämlich der Inhaber selbst von 9 Uhr an in seinem Geschäft um die freudigen Shopper zu empfangen. Nur wenn keiner kommt, kann er die kaufmännische Konsequenz ziehen auch früher zu schliessen. Und wenn Herr Lenk behauptet, dass er Frequenz zwischen 21:20 Uhr und 22:30 Uhr hatte, heisst das noch nicht, dass auch ein müder Euro verdient wurde. So war es ein lehrreicher "langer" Samstag, und ein teurer noch dazu.

Der aus'm Enzkreis
03.06.2008, 19:51
@Michael Ponstein

Und wenn Herr Lenk behauptet, dass er Frequenz zwischen 21:20 Uhr und 22:30 Uhr hatte, heisst das noch nicht, dass auch ein müder Euro verdient wurde. So war es ein lehrreicher "langer" Samstag, und ein teurer noch dazu.

Ich halte von soooooo langen Samstagen (shopping bis Mitternacht) in Pforze sowie nicht viel.

Ich gebe es auch zu, ich war gar nicht in der Stadt, ich wollte sie ganz den Pforze'mern überlassen. Damit ihnen nicht immer "die aus'm Enzkreis" im Weg stehen und sich endlich mal frei bewegen können.

Aber im Ernst, die Kaufkraft in Pforze, ist in den letzten 25 Jahren dermaßen gesunken, dass für viele der Monat meist ohnehin 10 Tage zu lange ist. Und die, die das Geld dafür hätten, kaufen wie schon früher, in Stuttg., Karlsuhe und Baden-Baden ein.

Ich hätte als Ladenbesitzer keine Lust mir die Füße in den Bauch zu stehen, für nix und wieder nix. Freilich heißt es auch:"von nix kommt nix", aber wenn man es sowieso schon im Vorhinein weiß. Vom olympischen Gedanken allein kann man im Geschäftsleben nicht existieren. Da sollte schon wenigstens ein bißchen was abfallen. Und bei den paar Geschäften, wo es vielleicht doch mehr war, die müssen befürchten, dass dies wiederum an anderen Tagen weniger ist. Also von "mehr Umsatz " kann wahrscheinlich nicht die Rede sein.

Da muss ich Hr. Ponstein recht geben, Frequenz ist nicht gleich Umsatz, da sind bestimmt viele Leute dabei, die den Verkäufern nur die Zeit etwas vertreiben wollen, damit ihnen nicht langweilig wird.
Aber wie man's macht, macht man's verkehrt. Aber ganz lassen kann man's halt auch nicht, aber doch nicht sooo lange, in Pforzeee!

MfG :) :p ;)

Ostwestfale
03.06.2008, 20:42
ist doch eh überall der gleiche Ramsch aus Fernost. Ob H&M, New yorker, oder jeans Fritz, oder wie sie auch heißen. Überall der gleich aussehende Ramsch.
Ach ja. Handy shops. Ein Euro shops und Selbstbedienungsbäckereien. Tolles Angebot. Zieht bestimmt magisch an.

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Marcel
03.06.2008, 22:33
Ich war gegen 22.30 noch in der Stadt und es war noch einiges los. Finde es eigentlich ganz gut so lange einkaufen zu können. Könnte ich gerne täglich haben, auch Sonntags.

Ostwestfale
03.06.2008, 23:02
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Der aus'm Enzkreis
04.06.2008, 01:29
@Marcel

Finde es eigentlich ganz gut so lange einkaufen zu können. Könnte ich gerne täglich haben, auch Sonntags.

Mein lieber Marcel, Du vergißt, dass man für solche Aktionen jede Menge €uronen (Kohle) dafür braucht. Was nützen Dir offene Läden am Sonntag, wenn Du am Donnerstag bereits Deine letzte Kröte ausgegeben hast!

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Marcel
04.06.2008, 10:45
@Marcel

Finde es eigentlich ganz gut so lange einkaufen zu können. Könnte ich gerne täglich haben, auch Sonntags.

Mein lieber Marcel, Du vergißt, dass man für solche Aktionen jede Menge €uronen (Kohle) dafür braucht. Was nützen Dir offene Läden am Sonntag, wenn Du am Donnerstag bereits Deine letzte Kröte ausgegeben hast!
Das Problem ist, dass ich unter der Woche nicht einkaufen kann und jeden zweiten Samstag auch nicht. Ich denke, dass auch viele Schichtarbeiter dankbar sein würden, wenn man endlich dieses uralte Ladenschlussgesetz einfach abschafft und den Unternehmen es überlässt wann sie öffnen und schließen.

Wieso man sich nun bei dem Thema wieder lächerlich machen muss über Muslime bleibt weiterhin ein Rätsel...

Der aus'm Enzkreis
04.06.2008, 13:46
@Marcel

Ich denke, dass auch viele Schichtarbeiter dankbar sein würden, wenn man endlich dieses uralte Ladenschlussgesetz einfach abschafft und den Unternehmen es überlässt wann sie öffnen und schließen.

Wieso man sich nun bei dem Thema wieder lächerlich machen muss über Muslime bleibt weiterhin ein Rätsel...

Das uralte Ladenschlußgesetz, das Du meinst, gibt es schon eine ganze Weile nicht mehr, das ist Geschichte. Inzwischen sind die Öffnungszeiten relativ frei, wenn man mal von Sonn- u. Feiertagen absieht.

Vergiss aber bitte dabei die armen Verkäuferinnen nicht, die sich wegen den paar Schichtarbeitern die Füsse in den Bauch stehen müssen. Nur, weil die nicht in der Lage sind, bis Samstag 18:00 einzukaufen.
Und was dazu kommt, die Ware wird automatisch noch teurer, weil der Aufwand für Personal u. a. auch größer wird. Das müsstest Du doch in der "Rechenstunde" gelernt haben, lieber Marcel.
Außerdem wird zu diesen Uhrzeiten geklaut was das Zeug hält, habe ich mir sagen lassen, das wiederum auch auf die Preise aufgeschlagen wird.

Du siehst Marcel, es gar nicht so einfach, wenn man es doppelt nimmt!


MfG ;) :D :eek:

PS.: Mit den Kopftüchern für Muslimas, wollte ich @teckboy nur aufzeigen, dass es auch anders, sparsamer geht und man das deswegen nicht unbedingt außerhalb der normalen Ladenöffnungszeiten machen muss.

SODL
04.06.2008, 14:08
Zum Glück steht in Deutschland an Sonn- und Feiertagen, aber auch zu später Stunde alles still. Keiner muss arbeiten. Keine Polizisten und Feuerwehrleute, keine Krankenschwestern, keine Ärzte, keine Schichtarbeiter, keine Call-Center-Mitarbeiter, keine Handwerker, keine Straßenbauer, keine Tankstellen-Mitarbeiter, keine Piloten, keine Fluglotsen, keine Schaffner und Zugführer, keine Taxi- Bus- und LKW-Fahrer, usw.
Wenn da nun einzig und alleine die armen Einzelhandesmitarbeiter im Laden stehen müssten, dann wäre das wirklich der Untergang. :D

Spaß beiseite: Wenn es sich für den Laden xy lohnt z.B. an einem Sonntag um 4 Uhr morgens zu öffnen, weil seine Kundschaft gerade da einkaufen möchte, dann soll er das doch dürfen. Wenn es sich für ihn nicht lohnt, dann macht er auch nicht auf. Wäre er ja schön blöd, oder?!
Immer dieses Horrorbild davon, dass alle Läden 24/7 geöffnet haben. Absoluter Quark... für die meisten rechnet sich das ja gar nicht. Aber es gibt eben auch Läden bei denen sich das lohnt. Müssen die eben ausprobieren und dann ggf. die Öffnungszeiten anpassen. So schwer kann das ja nicht sein.

Marcel
04.06.2008, 16:00
Zum Glück steht in Deutschland an Sonn- und Feiertagen, aber auch zu später Stunde alles still. Keiner muss arbeiten. Keine Polizisten und Feuerwehrleute, keine Krankenschwestern, keine Ärzte, keine Schichtarbeiter, keine Call-Center-Mitarbeiter, keine Handwerker, keine Straßenbauer, keine Tankstellen-Mitarbeiter, keine Piloten, keine Fluglotsen, keine Schaffner und Zugführer, keine Taxi- Bus- und LKW-Fahrer, usw.
Wenn da nun einzig und alleine die armen Einzelhandesmitarbeiter im Laden stehen müssten, dann wäre das wirklich der Untergang. :D

Spaß beiseite: Wenn es sich für den Laden xy lohnt z.B. an einem Sonntag um 4 Uhr morgens zu öffnen, weil seine Kundschaft gerade da einkaufen möchte, dann soll er das doch dürfen. Wenn es sich für ihn nicht lohnt, dann macht er auch nicht auf. Wäre er ja schön blöd, oder?!
Immer dieses Horrorbild davon, dass alle Läden 24/7 geöffnet haben. Absoluter Quark... für die meisten rechnet sich das ja gar nicht. Aber es gibt eben auch Läden bei denen sich das lohnt. Müssen die eben ausprobieren und dann ggf. die Öffnungszeiten anpassen. So schwer kann das ja nicht sein.
Ganz deiner Meinung. Die "paar" Schichtarbeiter machen inzwischen locker ein Viertel bis ein Drittel aller Arbeitnehmer aus. Dazu kommen die armen Schweine, denen ein Job nicht reicht und abends noch Pizzas ausfahren oder kellnern.
Wenn es sich für den ein oder anderen Einzelhändler rechnet auch nachts und Sonntags zu öffnen, dann wird er dies tun und somit auch ein paar neue Stellen schaffen. Alles in allem doch nicht schlecht.

Michael Ponstein
05.06.2008, 10:28
Hallo Leute, als Themenstarter muss ich mal darauf hinweisen, dass es hier nicht um den Ladenschluss oder Öffnungszeiten am Sonntag oder die allgemeine politische Diskussion geht. Es ging mir einzig und allein darum, dass der Citymanager sich selbst geschnitten hat und die Aktion viel Geld gekostet, aber nichts gebracht hat. Die Aktivitäten der Traber Gruppe hätten viel mehr auf den Tag verteilt sein müssen, damit die Leute nicht erst am Abend auftauchen, sich das angucken und dann in den Kneipen verschwinden. Die Gesamtkosten wie Personal, Strom und was auch immer, werden durch solche Fehlplanungen deutlich nach oben getrieben, ohne das ein relativer Ausgleich durch Umsatz diesen Kosten gegenüber steht.
Daher wäre es sehr schön, wenn wir beim Thema bleiben könnten und nicht ins Allgemeine abtauchen.

Der aus'm Enzkreis
05.06.2008, 12:29
@Michael Ponstein

Es ging mir einzig und allein darum, dass der Citymanager sich selbst geschnitten hat und die Aktion viel Geld gekostet, aber nichts gebracht hat. Die Aktivitäten der Traber Gruppe hätten viel mehr auf den Tag verteilt sein müssen, damit die Leute nicht erst am Abend auftauchen, sich das angucken und dann in den Kneipen verschwinden. Die Gesamtkosten wie Personal, Strom und was auch immer, werden durch solche Fehlplanungen deutlich nach oben getrieben, ohne das ein relativer Ausgleich durch Umsatz diesen Kosten gegenüber steht.

Vielleicht hätte das "City-Management" einen (Verkaufs)Psychologen in ihre Planung miteinbeziehen sollen, der ihnen das wahrscheinlich schon vorher gesagt hätte.

Ich habe das auch nicht verstanden, warum solche Aktivitäten in die Nacht gelegt werden, wo man dann noch mit vielen Scheinwerfern arbeiten muss. War nicht die Biker-Show mit den Harleys auch erst abends? Naja ich hoffe, die zuständigen Damen und Herren haben daraus ihre Lehren gezogen. Leider halt, wie es oft der Fall ist, auf Kosten anderer.

Abschließend muss ich aber trotzdem noch ein paar Worte zu solchen Aktionen (bzw. Ladenschluss sagen), gegen die auch nichts einzuwenden ist, wenn sie richtig geplant und gemacht werden.
Von mir aus können die Ladenbesitzer aufmachen so lang und so oft sie wollen. Ich bin überzeugt, dass das in einer (wirklichen) Großstadt auch Sinn macht. Nur, ich bin nicht gewillt für die, die diesen Luxus partout wollen , dann für meinen Einkauf, den ich tagsüber tätige, mehr zu bezahlen. Das sollen dann bitte gefälligst die tun, die das wünschen.

MfG :) :p

Lurchi
06.06.2008, 08:20
Es ging mir einzig und allein darum, dass der Citymanager sich selbst geschnitten hat und die Aktion viel Geld gekostet, aber nichts gebracht hat. Die Aktivitäten der Traber Gruppe hätten viel mehr auf den Tag verteilt sein müssen, damit die Leute nicht erst am Abend auftauchen, sich das angucken und dann in den Kneipen verschwinden. Die Gesamtkosten wie Personal, Strom und was auch immer, werden durch solche Fehlplanungen deutlich nach oben getrieben, ohne das ein relativer Ausgleich durch Umsatz diesen Kosten gegenüber steht.

Tja, da muss man Ihnen Recht geben...

Marcel
06.06.2008, 10:34
Hallo Leute, als Themenstarter muss ich mal darauf hinweisen, dass es hier nicht um den Ladenschluss oder Öffnungszeiten am Sonntag oder die allgemeine politische Diskussion geht. Es ging mir einzig und allein darum, dass der Citymanager sich selbst geschnitten hat und die Aktion viel Geld gekostet, aber nichts gebracht hat. Die Aktivitäten der Traber Gruppe hätten viel mehr auf den Tag verteilt sein müssen, damit die Leute nicht erst am Abend auftauchen, sich das angucken und dann in den Kneipen verschwinden. Die Gesamtkosten wie Personal, Strom und was auch immer, werden durch solche Fehlplanungen deutlich nach oben getrieben, ohne das ein relativer Ausgleich durch Umsatz diesen Kosten gegenüber steht.
Daher wäre es sehr schön, wenn wir beim Thema bleiben könnten und nicht ins Allgemeine abtauchen.
Aber war nicht den ganzen Nachmittag auch schon genug Verkehr in der Stadt? Ich finde zwischen 15 und 24 Uhr war mehr los als gewöhnlich. Dass sich bei einer Einkaufsnacht das Hauptaugenmerk auf den Abend und die Nacht legt liegt schon am Konzept des ganzen :)

Lurchi
06.06.2008, 11:03
Das Hauptaugenmerk sollte eigentlich auf dem "Einkauf" liegen - und das war wohl nicht der Fall. Aufwand und Ertrag standen wohl in keinem auch nur halbwegs vernünftigen Verhältnis, so habe ich das jedenfalls verstanden.

mailerin
06.06.2008, 18:03
Zum Glück steht in Deutschland an Sonn- und Feiertagen, aber auch zu später Stunde alles still. Keiner muss arbeiten. Keine Polizisten und Feuerwehrleute, keine Krankenschwestern, keine Ärzte, keine Schichtarbeiter, keine Call-Center-Mitarbeiter, keine Handwerker, keine Straßenbauer, keine Tankstellen-Mitarbeiter, keine Piloten, keine Fluglotsen, keine Schaffner und Zugführer, keine Taxi- Bus- und LKW-Fahrer, usw.
Wenn da nun einzig und alleine die armen Einzelhandesmitarbeiter im Laden stehen müssten, dann wäre das wirklich der Untergang. :D

Spaß beiseite: Wenn es sich für den Laden xy lohnt z.B. an einem Sonntag um 4 Uhr morgens zu öffnen, weil seine Kundschaft gerade da einkaufen möchte, dann soll er das doch dürfen. Wenn es sich für ihn nicht lohnt, dann macht er auch nicht auf. Wäre er ja schön blöd, oder?!
Immer dieses Horrorbild davon, dass alle Läden 24/7 geöffnet haben. Absoluter Quark... für die meisten rechnet sich das ja gar nicht. Aber es gibt eben auch Läden bei denen sich das lohnt. Müssen die eben ausprobieren und dann ggf. die Öffnungszeiten anpassen. So schwer kann das ja nicht sein.


Ich schliesse mich SODL an. Ein selbständiger Ladenbesitzer SOLLTE in der Lage sein, sein Geschäft nach seinen Umsatzerfahrungen zu öffnen und zu schliessen, wann will. Er sollte auf niemanden (auch der Konkurrenz nicht ) Rücksicht nehmen müssen. Wirtschaft braucht keine vorgeschriebene Solidarität. Vielleicht würden wir dann in unserem Pforze die einst so geliebten kleinen Läden (mit Inhaberbedienung) wiederfinden.:)

Michael Ponstein
06.06.2008, 18:20
@mailerin
wir haben in Pforzheim meines Wissens die größte Dichte an Inhaber geführten Geschäften, die also sind da. Und es geht auch nicht darum, dass ein Kaufmann sich bewusst ist, wann er öffnet und nicht. Ich bin sicher, jeder ist seines Glückes Schmied. Ging es doch darum, dass sich Herr Fricke auf den Schlips getreten fühlt, wenn der Kaufmann auch kaufmännisch handelt und eben nicht mehr öffnet bzw. zu einer Zeit schließt, um nicht noch mehr Kosten zu erzeugen, die dann in einer Stunde Frequenz, wie Herr Lenk es deutete, auch nicht mehr zu holen ist. Denn von Frequenz alleine kann keiner Leben.
Nach wie vor vertrete ich die Meinung, dass Aktionen und Attraktionen an einem Night Shopping Samstag über den Tag verteilt sein müssen, und sich nicht ausschließlich auf den Abend ab 20 Uhr konzentrieren. Wenn dem so aber bleibt muss ich auch konsequenter Weiser erst mal ab Nachmittag öffnen, mal sehen, beim nächsten Mal vielleicht.

mailerin
07.06.2008, 12:05
@mailerin
wir haben in Pforzheim meines Wissens die größte Dichte an Inhaber geführten Geschäften, die also sind da. Und es geht auch nicht darum, dass ein Kaufmann sich bewusst ist, wann er öffnet und nicht. Ich bin sicher, jeder ist seines Glückes Schmied. Ging es doch darum, dass sich Herr Fricke auf den Schlips getreten fühlt, wenn der Kaufmann auch kaufmännisch handelt und eben nicht mehr öffnet bzw. zu einer Zeit schließt, um nicht noch mehr Kosten zu erzeugen, die dann in einer Stunde Frequenz, wie Herr Lenk es deutete, auch nicht mehr zu holen ist. Denn von Frequenz alleine kann keiner Leben.
Nach wie vor vertrete ich die Meinung, dass Aktionen und Attraktionen an einem Night Shopping Samstag über den Tag verteilt sein müssen, und sich nicht ausschließlich auf den Abend ab 20 Uhr konzentrieren. Wenn dem so aber bleibt muss ich auch konsequenter Weiser erst mal ab Nachmittag öffnen, mal sehen, beim nächsten Mal vielleicht.

Nun, die noch vor Jahren selbständigen Einzelhändler haben fast alle dicht gemacht. Vor allem in der Innenstadt, wo doch eigentlich die Festivitäten potentielle Kunden anlocken sollen. Betrachtet man das Ergebnis in der Fussgänger-Zone sind es hauptsächlich die Warenhäuser, die "abgesahnt" haben. Herrn Leicht, Inhaber der "Schmuckwelten"steht selbst wohl kaum bei night-shopping selbst hinter der Ladentheke.
Ausgefallene Ware, auch anspruchsvoll dekoriert. würde mich selbst schon mal in die Stadt locken, würde mich (bei dem ganzen "Kuddelmuddel") vorher nach den dortigen Öffnungszeiten erkundigen. Mehr als 8 Stunden Arbeitszeit kann und sollte auch einem Einzelhändler nicht zugemutet werden, es sei denn, er hat Familie, die (ehrenamtlich?)mithilft.
Kein Problem bei Türken und Italienern, die sich fast alle in Pforzheim ein gutes Auskommen gesichert haben.

Marcel
07.06.2008, 13:08
Kein Problem bei Türken und Italienern, die sich fast alle in Pforzheim ein gutes Auskommen gesichert haben.
Vor allem Türken ist ihre Familie eben sehr viel wert (manchmal leider auch etwas zu viel). Bei Deutschen verliert die Familie dafür immer mehr Stellenwert. Aber gerade kleine und mittelständischen Familienunternehmen stützen die Wirtschaft und bringen Arbeitsplätze.
In türkischen Familien ist man von klein auf mit dem Unternehmen evrtraut, arbeitet dort neben der Schule und es ist ganz klar, dass man später dort arbeiten wird und die Firma auch später führt. Bei deutschen Jugendlichen herrscht dafür Null-Bock-Stimmung den Eltern zu helfen. Dabei geht es um deren Zukunft.

Ostwestfale
07.06.2008, 14:30
Vor allem Türken ist ihre Familie eben sehr viel wert (manchmal leider auch etwas zu viel). Bei Deutschen verliert die Familie dafür immer mehr Stellenwert. Aber gerade kleine und mittelständischen Familienunternehmen stützen die Wirtschaft und bringen Arbeitsplätze.
In türkischen Familien ist man von klein auf mit dem Unternehmen evrtraut, arbeitet dort neben der Schule und es ist ganz klar, dass man später dort arbeiten wird und die Firma auch später führt. Bei deutschen Jugendlichen herrscht dafür Null-Bock-Stimmung den Eltern zu helfen. Dabei geht es um deren Zukunft.

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Marcel
07.06.2008, 15:14
Von welchen türkischen "UNTERNEHMEN" redest du? Von den 14 Dönerbuden und den paar Gemüseläden? Von den Handyshops? Dort sollen all die türkischen Jungendlichen arbeiten? Wahrscheinlich in Nachtschichten, damit sie tagsüber vor der Schlösslegallerie stehen können. Und die tief verschleierten Frauen arbeiten im Unternehmen Kinder machen und Co. KG.
Damit die Subventionen fließen. Das ist auch eine Art von Familienunternehmen.
Da ist es doch etwas unfair, wenn du den Deutschen Jugendlichen null Bock unterstellst.
Kleine Info von BTEU:
"Die türkischen UnternehmerInnen haben in den vergangenen 3 Jahrzehnten allein in Deutschland mehr als 75.000 Unternehmen aufgebaut. Die Zahl der türkischen Arbeitgeber erhöht sich jedes Jahr um ca.%10. Türkische Unternehmer beschäftigen fast 330.000 Arbeitskräfte."
Das sind fast alles Familienunternehmen. Ich finde das eine beeindruckende Bilanz.

Lehninger
07.06.2008, 16:54
Wo ist es in Pforzheim eigentlich so richtig gemütlich? Ich meine, so wie in den wieder aufgebauten Altstädten von Düsseldorf, Köln, Nürnberg, Osnabrück, Esslingen, Freiburg etc.

Chancen hat es inzwischen nach der Zerstörung der Stadt in 1945 auch in Pforzheim ausreichend gegeben, um eine gemütliche Ecke in Pforzheim zu schaffen. Dass das in den 50er Jahren nicht möglich war, ist selbstredend. Doch seit ich Pforzheim kenne, wird dort nur abgerissen statt die Historie zu pflegen.

Und nun - auch der neue Rathausplatz strahlt eher die abweisende Kälte einer "Betonstadt" aus. Was soll denn da ein Citymanager unternehmen?

Organisoph
07.06.2008, 17:36
[Dieses Zitat wurde gelöscht.]

Na, dann halte dich mal ran, nicht dass du am Ende allein bist. :p

harry
26.06.2008, 07:05
Ich war gegen 22.30 noch in der Stadt und es war noch einiges los. Finde es eigentlich ganz gut so lange einkaufen zu können. Könnte ich gerne täglich haben, auch Sonntags.
wer denkteigentlich ans personal,wenn die laeden so lange auf haben.meine frau hat auch mal im handel geschafft und wenn ladenschluss war konnte sie nicht gleich gehen sondern erst etwa eine halbe stunde spaeter

Marcel
26.06.2008, 13:25
wer denkteigentlich ans personal,wenn die laeden so lange auf haben.meine frau hat auch mal im handel geschafft und wenn ladenschluss war konnte sie nicht gleich gehen sondern erst etwa eine halbe stunde spaeter
Und wer denkt an die Schichtarbeiter, Polizisten, Ärzte, Krankenschwestern, Busfahrer...? Es ist doch nichts ungewöhnliches auch nachts arbeiten zu müssen oder am Wochenende. Die produzierende Industrie kann es sich gar nicht leisten ihre Bänder nachts stillzulegen.
Wieso also nicht auch im Einzelhandel? Wenn es sich für den Betreiber lohnt ist dagegen doch nichts einzuwenden.

Faelchle
09.06.2011, 22:47
Können sich sich vorstellen, lieber Marcel, 1957 waren die gesetzlichen Öffnungszeiten wertags von 7.00 bis 18.30, samstags bis 14.00 zu einer Zeit, wo die gesetzliche Arbeitszeit noch 45 Stunden betrug und der Samstag noch keineswegs "dem Vati" gehöre. Jetzt haben wir teilweise ein 35 Stunden Woche und durchschnittlich 30 Tage Jahresurlaub und da soll ich ihnen abnehmen, keine Zeit zum einkaufen zu haben. Ich arbeite auch teilweise Schicht iund habe ddadurch den Vorteil zu weniger frequentierten Zeiten einkaufen zu können. Falls sie nicht 24 Stunden am Tag arbeiten, müsste es bei Ihnen ähnlich sein. Auch das wiederkehrende Argument, Krankenschwestern oder Polizisten mit dem Verkaufspersonal von Einzelhändlern zu veergleichen halte ich für sehr abwegig, sie veerrichten einen unverzichtbaren Dienst an den Menschen, wogegen es sich beim Handel ausschließlich um die Befriedigung von materiellen Interessen handelt. Mir drängt sich der Verdacht auf, dass viele nicht wissen, was sie mit der Fülle an Freizeit anfangen sollen, deren Problem soll dann das Verkaufspersonal lösen.

Danman
10.06.2011, 14:57
Können sich sich vorstellen, lieber Marcel, 1957 waren die gesetzlichen Öffnungszeiten wertags von 7.00 bis 18.30, samstags bis 14.00 zu einer Zeit, wo die gesetzliche Arbeitszeit noch 45 Stunden betrug und der Samstag noch keineswegs "dem Vati" gehöre. Jetzt haben wir teilweise ein 35 Stunden Woche und durchschnittlich 30 Tage Jahresurlaub und da soll ich ihnen abnehmen, keine Zeit zum einkaufen zu haben. Ich arbeite auch teilweise Schicht iund habe ddadurch den Vorteil zu weniger frequentierten Zeiten einkaufen zu können. Falls sie nicht 24 Stunden am Tag arbeiten, müsste es bei Ihnen ähnlich sein. Auch das wiederkehrende Argument, Krankenschwestern oder Polizisten mit dem Verkaufspersonal von Einzelhändlern zu veergleichen halte ich für sehr abwegig, sie veerrichten einen unverzichtbaren Dienst an den Menschen, wogegen es sich beim Handel ausschließlich um die Befriedigung von materiellen Interessen handelt. Mir drängt sich der Verdacht auf, dass viele nicht wissen, was sie mit der Fülle an Freizeit anfangen sollen, deren Problem soll dann das Verkaufspersonal lösen.

1957 war es aber auch noch Usus, dass die Frau zu Hause die Einkäufe erledigt hat. Hätten wir heute noch die Öffnungszeiten von vor 20 Jahren (daran kann ich mich noch gut erinnern), wäre ich als Arbeitnehmer viel weniger flexibel und müsste in der Mittagspause einkaufen und die Sachen mit mir rumschleppen. Ein Schichtarbeiter kann gut planen, ich aber nicht. Wenn ich um 8 zur Arbeit gehe, weiß ich nicht, ob ich um 16 Uhr oder um 20 Uhr Feierabend machen kann.

Übrigens: Nahrungsmittel sind sicherlich kein materielles Interesse, sondern ein existentielles.


wer denkteigentlich ans personal,wenn die laeden so lange auf haben

8 Stunden sind 8 Stunden. Ob das von 8 bis 16 Uhr oder von 14 bis 22 Uhr ist, ist doch egal. Das ist das Problem des Arbeitgebers. Muss er halt noch jemanden einstellen. Mehr als 10 Stunden Arbeit pro Tag sind gesetzlich verboten.

Einsteiner
10.06.2011, 19:55
Nur zue Info, dieses Thema wurde am 03.06.2008 15:20 von dem User Michael Ponstein eröffnet.
Es war den Usern damals noch gestattet eigene Themen einzustellen.

Hasso M
10.06.2011, 20:48
Ja, was interessiert mich, was 1957 war? Man könnte auch das Jahr 1933 als Beispiel heranziehen oder 1902?
Wir leben im Jetzt und Heute. Wir können doch nicht alte Jahreszahlen hervorziehen und den Begebenheiten nachheulen.
Dort, wo sich verlängerte Öffnungszeiten nicht lohnen, und das hat auch was mit der Nachfrage zu tun, wird man schnell wieder zu den alten Zeiten zurückkehren. Wer aber trotz Nachfrage nicht mitmacht, dem laufen die Kunden davon.

mädchen
11.07.2011, 14:07
Genau so, als ob du für mich reinschreiben würdest, wir leben jetzt und heute, was war ist schon längst in Vergessenheit geraten. Gel?

sooderso
26.10.2013, 20:47
auch ein schichtarbeiter arbeitet höchstens 35-38 Stunden die woche, die meisten läden haben 70 -80 stunden geöffnet wer da keine möglichkeit hat zum einkaufen dem kann auch nicht mehr geholfen werden. und wer unbedingt sonntags oder eine lange einkaufsnacht zum einkaufen brauch, der weiß wohl mit seiner freizeit auch nichts mehr an zu fangen. komisch das manche aber in der freischicht ihr häusle baue - ach ja dann muss man ja sonntags einkaufen weil man am bau nicht lärmen darf. na wer so geil ist auf lange öffnungszeiten sollte sofort im handel anfangen. obwohl dann kommt er ja wieder nicht zum einkaufen wegen der schichtarbeit. sch... leben!

Faelchle
28.10.2013, 21:19
1957 war es aber auch noch Usus, dass die Frau zu Hause die Einkäufe erledigt hat. Hätten wir heute noch die Öffnungszeiten von vor 20 Jahren (daran kann ich mich noch gut erinnern), wäre ich als Arbeitnehmer viel weniger flexibel und müsste in der Mittagspause einkaufen und die Sachen mit mir rumschleppen. Ein Schichtarbeiter kann gut planen, ich aber nicht. Wenn ich um 8 zur Arbeit gehe, weiß ich nicht, ob ich um 16 Uhr oder um 20 Uhr Feierabend machen kann.

Übrigens: Nahrungsmittel sind sicherlich kein materielles Interesse, sondern ein existentielles.



8 Stunden sind 8 Stunden. Ob das von 8 bis 16 Uhr oder von 14 bis 22 Uhr ist, ist doch egal. Das ist das Problem des Arbeitgebers. Muss er halt noch jemanden einstellen. Mehr als 10 Stunden Arbeit pro Tag sind gesetzlich verboten.
Ich arbeite ähnlich. Wo liegt dann das Problem. Stehe halt um 7Uhr auf und erledige dann meine Termine einschl. das Einkaufen. Für beratungsintensive Käufe reserviere ich mir den Samstag. Das Zauberwort ist Zeitmanagement. Sie haben wahrscheinlich eine 300 Std. Woche, hoffentlich müssen Sie nicht auch noch den Hungertod erleiden.