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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Stöckelschuhe kontra Pflastersteine



Webmaster
26.02.2008, 17:16
Die Welt ist eine Männerwelt. Noch immer und fast überall. Dabei könnte sie wohl eine Spur angenehmer sein, wenn sie zuweilen an den Interessen von Frauen ausgerichtet wäre. Und wie sieht es mit der Pforzheimer Innenstadt aus Frauensicht aus?

Absätze bleiben stecken, Kinder können nicht schlafen und es fehlt an Originalität. Frauen kennen diese Problematik zur Genüge. Für Männer sei sie im Folgenden geschildert: Stellen Sie sich vor, Sie haben Stöckelschuhe an. Schöne Pumps mit einem Absatz von sagen wir einmal ungefähr sechs Zentimetern Höhe aber nur einigen Millimetern Durchmesser. Wenn Sie, liebe männliche Leser, sich mit dieser Vorstellung abgefunden haben, geht es noch einen Schritt weiter und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Laufen Sie mit diesen sogenannten High Heels. Aber nicht über den federnden Teppichboden in Ihrem Wohnzimmer, sondern zum Beispiel über die Pflastersteine vor dem Pforzheimer Stadttheater.

Sie können sich denken, dass sich dies schwierig gestalten würde. Zum Glück sollten Sie es sich ja auch nur vorstellen. Aber für Frauen ist dies die harte Realität. Jeden Tag stöckeln wir hochkonzentriert über Pflastersteine, balancieren vorsichtig über Gullydeckel und bleiben schlimmstenfalls in vermoosten Zwischenräumen von Bodensteinen stecken. „Erst vor wenigen Tagen habe ich einen kompletten Absatz verloren, der zwischen zwei Steinen auf der Straße stecken geblieben ist. Da macht sich bei aller Stadtplanung kein Mann Gedanken darüber“, sagte Eva Wellendorff, Unternehmerin.

Aber nicht nur Damen mit hohem Schuhwerk laufen in der City Gefahr, entweder den Absatz oder die Nerven zu verlieren: Hauptsächlich Mütter schieben ihre Kinderwägen tagtäglich über die holprigen Buckelpisten der Innenstadt. „Da kann doch kein Kind ruhig schlafen“, meinte dazu Barbara Klutz.

Und wenn wir schon einmal bei Müttern sind: „Es sollte in der Innenstadt mehr Treffpunkt-Möglichkeiten für Frauen mit Kindern geben. Spielplätze zum Beispiel. Da können die Kleinen spielen und die Mütter sich austauschen“, forderte Daniela Arnolds.

Aber nochmals zurück zu den Schuhen: Geschäfte zum Erfüllen der Shopping-Gelüste gibt es in Pforzheim genügend, „aber es ist fast gar nichts Besonderes dabei. Die meisten Läden sind Ketten, die es in jeder größeren Stadt gibt. Etwas Originelles und Individuelles bräuchte die Innenstadt“, regt die 18 Jahre alte Franziska Heidt an.

Kathi
26.02.2008, 17:16
..herrscht wahrlich in Pforzheim! Nicht nur mir geht es so, dass ich bei Ausgeh-Abenden am Wochenende eher wie ein Storch im Salat aussehe, als ein eleganter Schwan, nein, selbst mein Vater -der KEINE Absätze trägt...- musste die schmerzhafte Erfahrung eines Bänderrisses erleiden, da auch er nicht vor den Unebenheiten des Pforzheimer Boden gefeit war.
Pforzheim - rettet unser aller Knöchel!

MartinK
20.03.2008, 22:21
Und wenn wir schon einmal bei Müttern sind: „Es sollte in der Innenstadt mehr Treffpunkt-Möglichkeiten für Frauen mit Kindern geben. Spielplätze zum Beispiel. Da können die Kleinen spielen und die Mütter sich austauschen“, forderte Daniela Arnolds.


Und was ist mit den Treffpunkt-Möglichkeiten für Männer mit Kindern in denen sich die Väter austauschen können ?