PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Randale im Brötzinger Tal



Webmaster
28.02.2008, 10:01
PFORZHEIM. Schon vor dem Spiel war die Lage bei den Sicherheitskräften angespannt, schließlich gelten doch die Waldhof-Fans als Problemfans. Ein Teil der angereisten 500 Anhänger machte diesem traurigen Ruf alle Ehre.

Es ist die 76. Minute, als beim Oberliga-Fußballspiel zwischen dem 1. FC Pforzheim und dem SV Waldhof Mannheim der Fußball zur Nebensache zu werden droht. Eben hat Yves Epanlo das 2:0 für den „Club“ erzielt (siehe Spielbericht auf dieser Seite), da stürmen knapp 50 gewaltbereite, überwiegend polizeibekannte Mannheimer Fans den Rasen. Schiedsrichter Markus Kugele aus Neuweiler unterbricht sofort die Partie. Pforzheims Trainer Stefan Sartori holt seine Spieler vom Platz, Schiedsrichter Kugele schickt auch die Mannheimer Spieler in die Kabine. Unter den gellenden Pfiffen der Pforzheimer Fans drängen Polizei und Ordner die Randalierer wieder in ihren Block.Spielabbruch drohte„Wir haben Verständnis für Fanatismus, aber lasst uns Fußball spielen“, appelliert der Stadionsprecher an die Unruhestifter. „Wenn das Spiel nicht in zehn Minuten weitergehen kann, bricht der Schiedsrichter ab.“ Aber dazu kommt es nicht. Nach etwa fünf Minuten verlassen auch die Polizisten den Rasen und das Spiel kann weitergehen. Der Gästeblock wird von nun an von der Polizei und Ordnern abgeriegelt. „Es ist schade, dass so etwas passiert“, sagte nach dem Spiel Mannheims Trainer Steffen Menze. „So etwas gehört nicht zum Fußball.“ In die gleiche Kerbe schlug auch FCP-Trainer Stefan Sartori, wollte den Vorfall aber nicht dramatisieren: „Das sind einige wenige von etwa 500, die Krawall machen und das gibt dann gleich einen schlechten Ruf für alle. Das ist schade, das kennen wir ja auch aus unserer Vergangenheit.“Völlig überraschend kamen die Tumulte für die Polizei nicht: Da schon vor dem Spiel bekannt war, dass etwa 500 Mannheimer Fans, von denen einige in der Vergangenheit schon öfter negativ auffielen, den Weg ins Brötzinger Tal antreten würden, galt für das Spiel erhöhte Sicherheitsstufe. Insgesamt waren rund 100 Polizisten im Einsatz, unter ihnen auch Einheiten der Bereitschaftspolizei und szenekundige Beamte aus Mannheim. Im Stadion bekamen die SVW-Fans einen eigenen Block zugewiesen, zwischen ihnen und dem Pforzheimer Anhang waren Polizisten postiert.Trotz dieser Maßnahmen gelang es Mannheimer Fans schon vor dem Spiel, für Unruhe zu sorgen: Etwa 30 SVW-Anhänger brannten in der Stadt Feuerwerkskörper ab und zerschlugen Flaschen. Ein Kind wurde verletzt, als die Randalierer einen Böller zündeten.Massive ProvokationenAuch nach dem Spiel kehrte keine Ruhe ein: Etwa 150 Mannheimer Problemfans hatten sich vor dem Stadion auf der Adolf-Richter-Straße versammelt. Nach Polizeiangaben kam es zu „massiven Provokationen und Beleidigungen“ gegen die anwesenden Polizisten. Als die Polizei die Randalierer auf den gegenüberliegenden Parkplatz des ASB abdrängte, griff ein Mannheimer Fan einen Hundeführer an und ließ sich nur unter Widerstand festnehmen. Erst nachdem einige der SVW-Fans zur S-Bahnhaltestelle Sandweg abzogen, beruhigte sich die Lage. Die Bilanz des Spieltags neben dem Platz: Drei vorläufige Festnahmen, drei Verletzte und eine mögliche Geldstrafe für den FC Pforzheim – denn dieser war als Gastgeber für die Platzaufsicht und somit für die Sicherheit im Stadion verantwortlich.

knittlingen
28.02.2008, 10:01
Durch diese sogenannten Anhänger wird der Fußball einmal mehr in ein schlechtes Bild gerückt. Für diesen Herrn K. ein recht mildes Urteil,deshalb strafmildernd,weil
er bei seiner Verhaftung durch Vollzugsbeamte verletzt wurde!! Er revanchiert sich und zeigt diese Beamten an. So wird aus Täter - Opfer. Und unsere Vollzugsbeamte müssen sich alles Gefallen lassen??