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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zweite Runde im Prozess um Prügelei am Bahnhof



Webmaster
07.10.2010, 18:50
PFORZHEIM. Tiefe Einblicke in das recht seltsame Freizeitverhalten von fünf jungen Pforzheimern bekommt derzeit Jugendrichter Udo Pawlischta geboten. Wegen verschiedener Straftaten muss sich das Quintett derzeit am Amtsgericht Pforzheim verantworten. Gegen einen wurde das Verfahren wegen Sachbeschädigung und Verstoßes gegen das Waffengesetz gegen Zahlung einer Geldstrafe eingestellt. Vier müssen sich noch wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten - und das könnte teurer werden.

Was junge Menschen so anstellen, wenn ihnen langweilig ist, zeigt das Beispiel des einen Angeklagten, in dessen Fahrzeug eine Schreckschusspistole gefunden wurde. Er hat damit gegen das Waffengesetz verstoßen. Außerdem hat er mit zwei weiteren Angeklagten einen Bauzaun auf einer Länge von rund 70 Metern umgeworfen und derart beschädigt, dass sämtliche Elemente nicht mehr verwendbar sind. Bei dieser Sachbeschädigung entstand ein Schaden in Höhe von rund 630 Euro. Da sich einer der drei Täter nichts anderes zu Schulden kommen ließ, konnte das Verfahren gegen ihn bei Zahlung einer Strafe von 300 Euro eingestellt werden.

Das übriggebliebene Quartett jedoch muss sich wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung verantworten, zu der es im Oktober 2009 im Pforzheimer Hauptbahnhof gekommen sein soll. Staatsanwalt Bernhard Ebinger legt den 20- und 21-jährigen Angeklagten zur Last, in der Bahnhofshalle eine Prügelei angezettelt zu haben, bei dem ein Mann mehrfach ins Gesicht geschlagen und, als er bereits am Boden lag, auf ihn eingetreten wurde. Das Opfer erlitt mehrere Schürfwunden und Prellungen an Kopf, Armen, Handgelenk und Rücken.

Unterschiedliche Aussagen„Fröhlich und ausgelassen“, beschreibt eine Zeugin die Stimmung der Pforzheimer Heranwachsenden vor der Rangelei, sogar das „Badner Lied“ sei während der Pilgertour durch die Nordstadt gesungen worden. „Angetrunken und aggressiv“, beschreibt hingegen eine Gruppe von ausländischen jungen Leuten die Pforzheimer, die grölend durch den Bahnhof gezogen und Gegenstände mit Füßen getreten hätten. Was dann genau zwischen den beiden Personengruppen passiert ist, daran erinnern sich die Beteiligten recht unterschiedlich. Mit der Vernehmung weiterer Zeugen wird das Strafverfahren am kommenden Montag, 11. Oktober, um 13 Uhr am Amtsgericht Pforzheim fortgesetzt. mb

BodoDynamo
07.10.2010, 18:50
da sind mal wieder recherche-fehler (fast) ohne ende...

1. es wurde das verfahren wg SACHBESCHÄDIGUNG gegen einen angeklagten eingestellt.

2. es wurde NICHT gegen das waffengesetz verstossen.

3. es sind ZWEI elemente beschädigt worden.

4. einer, der ZWEI täter lies sich nichts anderes zu schulden kommen.

5. das opfer erlitt KEINE prellungen und schürfwunden am rücken und im gesicht.

6. zuerst wird "prügelei" geschrieben, sieben zeilen später heißt es "rangelei".

7. die gruppe "junger leute" bestand nicht nur aus ausländern.

ein hoch auf die pressefreiheit!