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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rechtslastig: Studienzentrum Weikersheim erneut unter Beschuss



Webmaster
13.10.2010, 08:20
STUTTGART. Das Studienzentrum Weikersheim steht erneut in der Kritik, weil es einen rechtsextremistischen russischen Referenten eingeladen hat. Das Vorstandsmitglied der als rechtsextrem eingestuften „Stiftung Kontinent Europa“, Wjatscheslaw Daschitschew, soll bei einer Weikersheim-Veranstaltung am 3. November in Berlin sprechen. Dies geht aus der Antwort auf eine Landtagsanfrage des SPD-Abgeordneten Stephan Braun hervor. Dem Studienzentrum waren in der Vergangenheit wiederholt rechtslastige Tendenzen vorgeworfen worden.

Sein Präsident Bernhard von Diemer sagte am Dienstag, Daschitschew sei nicht rechtsextrem: „Es ist aber richtig, dass er nicht unumstritten ist.“ Im November solle er über den Ablauf der Wiedervereinigung aus russischer Sicht berichten. Daschitschew hatte laut von Diemer bereits im Frühjahr 1989 einen Vortrag bei dem Studienzentrum gehalten.

Der SPD-Extremismusexperte Braun kritisierte, das CDU-nahe Studienzentrum habe nichts aus vergangenen Skandalen gelernt und verweigere nach wie vor eine klare Abgrenzung zum Rechtsextremismus. Es schrecke noch nicht einmal von der Zusammenarbeit mit einem international bekannten Rechtsextremisten zurück.

Enger Kontakt zur VolksunionDer SPD-Abgeordnete Braun teilte unter Berufung auf das Innenministerium in Stuttgart mit, Daschitschew pflege enge Kontakte zur rechtsextremistischen Deutschen Volksunion (DVU) und sei mehrfach, zuletzt beim Jahreskongress 2004, bei der „Gesellschaft für freie Publizistik (GfP)“ aufgetreten. Die von ehemaligen NSDAP-Funktionären und SS-Offizieren gegründete GfP wird im baden-württembergischen Verfassungsschutzbericht als „mitgliederstärkste rechtsextremistische Kulturvereinigung in Deutschland“ beschrieben. Nach Angaben des Landesamtes für Verfassungsschutzes wollte die „Stiftung Kontinent Europa“ die „intellektuelle ‚Neue Rechte’ europaweit“ vernetzen. Seit Juli 2009 gingen aber von der in Schweden ansässigen Organisation keine Aktivitäten mehr aus. lsw

Detlef von Seggern
13.10.2010, 08:20
Haben denn diese SPD-Abgeordneten keine anderen Sorgen und Probleme? In erster Linie wurden doch diese sogenannten Voksvertreter von ihren "Abhängern"dafür gewählt, sich den Problemen dieses Landes zu wittmen und nicht um vermutlich rechte Tentenzen zu verfolgen, bzw. diese zu begutachten.

Dazu noch bei einer Veranstaltung,welche außerhalb dieses Bundeslandes stattfindet.

Markus
13.10.2010, 09:02
Haben denn diese SPD-Abgeordneten keine anderen Sorgen und Probleme? In erster Linie wurden doch diese sogenannten Voksvertreter von ihren "Abhängern"dafür gewählt, sich den Problemen dieses Landes zu wittmen und nicht um vermutlich rechte Tentenzen zu verfolgen, bzw. diese zu begutachten.

Darf ich daraus folgern, dass Sie rechtsextreme Tendenzen nicht als Problem empfinden? Ich schon...

P.S.: Ich kaufe ein "t".

Nusser
13.10.2010, 12:25
Diese hysterisch geführte, Kampf gegen Rechts Schlacht, hat unserer Demokratie und Meinungsfreiheit mehr geschadet, als es ein paar wirkliche Naziknallköppe es je vermocht hätten.

Denk- und Sprechverbote, die wir uns vor Angst, Rechts zu sein selbst auferlegt haben, können keine Probleme lösen.

Demokratie muss gelebt werden. Dazu gehören auch unbequeme Wahrheiten, die ausgesprochen werden müssen.

In einer Demokratie muss man dies ohne Angst vor Repressalien tun dürfen.

BadnerBube
13.10.2010, 12:52
Der Vorwurf ist ja schon ein Widerspruch in sich.
Zumal den Rechten immer Ausländerfeindlichkeit vorgeworfen wird, aber würden sie dann einen Russen als Redner einladen ?

Gäbe es eigentlich auch einen Artikel in der Zeitung wenn statt dessen ein Linker zum Vortrag gekommen wäre ?