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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : China - verflogene Hoffnungen!?



Interessierter
30.07.2008, 19:29
Viele (Skeptiker) hielten (halten es immer noch) für einen Fehler – die Olympiade ins kommunistische China zu vergeben.

Andere – waren der Meinung (verbunden mit der Hoffnung), durch Abhalten der olympischen Spiele in China, werde sich das Land (zur Demokratie hin) öffnen. China hatte (vor der Vergabe), u.a. die „absolute Pressefreiheit“ zugesagt.

Jetzt – haben die Spiele noch nicht einmal begonnen und schon wird der „freie Internetzugang“ gesperrt (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,569025,00.html); selbst für die Journalisten.

Olympia ein friedliches Sportfest, eine Begegnung der Jugend der Welt? Darum geht es Chinas Parteiführung nicht: Sie will die Spiele einfach als gigantische Werbeveranstaltung in eigener Sache nutzen. Menschenrechte sind Nebensache - jetzt wird sogar für Sportreporter das Internet zensiert. (aus Spiegel-Online zitiert)

Marcel
30.07.2008, 19:50
Hat jemand ernsthaft etwas anderes erwartet?!

Interessierter
30.07.2008, 20:10
Hat jemand ernsthaft etwas anderes erwartet?!

Offensichtlich etliche - sonst wären die Spiele (wohl) gar nicht erst an China vergeben worden.:o

Ich persönlich - habe nie daran geglaubt.

Spätestens nach der gewaltsamen Niederschlagung "des Volksaufstandes in Tibet" - hätte man die Spiel boykotieren sollen.

Marcel
31.07.2008, 00:22
Spätestens nach der gewaltsamen Niederschlagung "des Volksaufstandes in Tibet" - hätte man die Spiel boykotieren sollen.
Nein, das wäre das falsche gewesen. Die Spiele sollten nicht politisiert werden, denn dafür sind sie nicht da. Die Chinesen (das Volk, nicht die Regierung) haben die Spiele mehr als verdient. Nach Jahrhunderten hinter ihrer Mauer freuen sich die Chinesen sehr darauf, dass die Welt nun auf sie schaut und sie wollen in einem guten Licht erscheinen. Ein Kommilitone von mir (selbst Chinese aus Shanghai) erzählt mir, dass die meisten Chinesen genau wissen was ihre Regierung da treibt, aber die Welt soll sie trotzdem als freundliches Volk sehen, dass sich Mühe gibt gerade vom Westen als gleichwertiger Partner akzeptiert zu werden. Sie sind es einfach nicht gewohnt sich gegen ihre Regierung aufzulehnen oder mitreden zu wollen. Das ist auch kaum verwunderlich wenn man die chinesische Politik seit Dschingis Khan mal betrachtet. Die Regierung stellt derzeit westliche Medienvertreter so dar, als würden die nur kommen um sämtliche Missstände aufzudecken und zu veröffentlichen um ein schlechtes Bild der Chinesen zu zeichnen. Das verärgert das Volk natürlich, denn sie haben dort kein CNN, BBC oder die New York Times, sondern hören nur das was das Staatsfernsehen von sich gibt.

Also: Gönnt den Chinesen diese Spiele, vielleicht ist es ganz gut, dass die Welt auf China schaut und die Chinesen in Kontakt mit vielen anderen Nationen kommen um ihre sehr eingeschränkte Sicht der Welt (durch Zensur etc.) etwas zu erweitern.
Ich persönlich freu mich für das chinesische Volk.

Makaveli86
31.07.2008, 02:25
Viele (Skeptiker) hielten (halten es immer noch) für einen Fehler – die Olympiade ins kommunistische China zu vergeben.

Du solltest dich mal genauer mit Staatsformen beschäftigen, Grundschul-Politologe ;)

China ist doch kein kommunistisches Land. China ist purer Kapitalismus mit einem autoritären Regime.

Die Menschenrechtsverletzungen werden durch die Olympischen Spiele sicher nicht schlagartig verschwinden, aber mit internationalem Druck sind vielleicht erstmal einige verbesserungen möglich.

Ich glaub für das chinesische Volk kann Olympia nur positiv sein

bifi
31.07.2008, 06:46
Du solltest dich mal genauer mit Staatsformen beschäftigen, Grundschul-Politologe ;)

China ist doch kein kommunistisches Land. China ist purer Kapitalismus mit einem autoritären Regime.

Die Menschenrechtsverletzungen werden durch die Olympischen Spiele sicher nicht schlagartig verschwinden, aber mit internationalem Druck sind vielleicht erstmal einige verbesserungen möglich.

Ich glaub für das chinesische Volk kann Olympia nur positiv sein

Klar hat das heutige autoritäre Regime in China mit Kommunismus nur noch eine Namenshülle gemeinsam. Ansonsten ist es Kapitalismus in seiner negativsten Form, von reinster Ausbeutung der Arbeitenden bis zur brutalst möglichen Zerstörung der Umwelt. Aber "Kommunismus" macht sich halt besser, noch, selbst wenn das Land sogar Milliardeure hat und bald die USA als Wirtschaftsmacht überflügeln wird.

Zum Thema "Menschenrechte" kommt allerdings noch hinzu, daß China in Jahrtausenden eine ganz andere Kultur erlebt hat, in der Menschenleben noch nie etwas galten. Dem einfach unsere Rechtsordnung überzustülpen ist sicherlich unmöglich. Aber so wie derzeit kann es natürlich nicht bleiben, ich hoffe nur, daß dies jeder Akteur und jeder Besucher der Olymp. Spiele deutlich macht!

Interessierter
31.07.2008, 06:58
Du solltest dich mal genauer mit Staatsformen beschäftigen, Grundschul-Politologe ;)

China ist doch kein kommunistisches Land. China ist purer Kapitalismus mit einem autoritären Regime.

Die Menschenrechtsverletzungen werden durch die Olympischen Spiele sicher nicht schlagartig verschwinden, aber mit internationalem Druck sind vielleicht erstmal einige verbesserungen möglich.

Ich glaub für das chinesische Volk kann Olympia nur positiv sein

Dann – erkläre uns „die“ (Staatsformen) mal – lieber Hauptschul-Disputant; vor allem „den Kommunismus – dürfte Dir doch nicht schwer fallen.;)

Übrigens – hinsichtlich der (Deiner) Orthographie (und Grammatik), wären einige Grundschulstunden gut für Dich.:rolleyes:

Zur Sache: hinsichtlich „des chinesischen Volkes“ kann man Dir (wie auch Marcel) sogar zustimmen.

Marcel
31.07.2008, 10:01
Zum Thema "Menschenrechte" kommt allerdings noch hinzu, daß China in Jahrtausenden eine ganz andere Kultur erlebt hat, in der Menschenleben noch nie etwas galten. Dem einfach unsere Rechtsordnung überzustülpen ist sicherlich unmöglich. Aber so wie derzeit kann es natürlich nicht bleiben, ich hoffe nur, daß dies jeder Akteur und jeder Besucher der Olymp. Spiele deutlich macht!
Aber genau da liegt die Chance der Spiele: Die Chinesen lernen auch andere Lebenseinstellungen kennen. Die meisten waren ja noch nie außerhalb Chinas, können keine fremden Zeitungen lesen oder Fernsehen empfangen (geschweige denn verstehen). Sie wissen einfach nicht, dass man in anderen Staaten ganz andere Einstellungen hat gegenüber dem Volk. Es ist eine große Chance, dem chinesischen Volk das vorzuleben. Und vielleicht schauen sie sich ja das ein oder andere ab und merken, dass "der Westen" ganz anders ist als es das Staatsfernsehen erzählt.
Wenn erstmal alle Sportler, Zuschauer, Reporter und sonstige in Peking sind, wird es der Staatsapparat mehr als schwer haben alle zu kontrollieren und die "Fremden" von den Chinesen fernzuhalten, nicht dass man noch ins Gespräch kommt und ein paar Dinge beredet...

DennisS
31.07.2008, 10:15
Ich sehe das auch als Chance und hoffe dass die Chinesen diese auch nutzen!

Interessierter
31.07.2008, 15:33
Ich sehe das auch als Chance und hoffe dass die Chinesen diese auch nutzen!

Ein (politischer) Wechsel - kann immer nur das (eigene) Volk - auf Dauer - bewirken; in der ehemaligen DDR hat (schließlich - nur) "das Volk" dir Kommunisten davongejagt.

Oder, lieber "Makaveli86", waren das (die DDR) "auch kein kommunistisches Land"!?

Der aus'm Enzkreis
31.07.2008, 16:04
man vor 20-25 Jahren nicht einmal zu träumen gewagt!

@Interessierter

Ein (politischer) Wechsel - kann immer nur das (eigene) Volk - auf Dauer - bewirken; in der ehemaligen DDR hat (schließlich - nur) "das Volk" dir Kommunisten davongejagt.


Viele haben sie aber leider wieder durch die Hintertür hinein gelassen! Das eigentlich sehr bedauerlich und wenig verständlich ist!

MfG :rolleyes: :eek:

Marcel
31.07.2008, 17:25
Ein (politischer) Wechsel - kann immer nur das (eigene) Volk - auf Dauer - bewirken; in der ehemaligen DDR hat (schließlich - nur) "das Volk" dir Kommunisten davongejagt.

Oder, lieber "Makaveli86", waren das (die DDR) "auch kein kommunistisches Land"!?
Aber auch die Bürger der DDR erkannten, dass es uns im "Westen" besser geht als denen und haben deshalb gegen ihr Regime protestiert. Wäre es überall so gewesen, dann hätte dort wohl niemand für seine Rechte demonstriert.
Und nun lernen die Chinesen bald Europäer und Amerikaner kennen; das ist schon eine Chance zum Umdenken. Ändern müssen es die Chinesen natürlich alleine, denn China ist militärisch zu stark als dass die USA mit Panzern das "Umdenken" einleiten würden auf der Jagd nach Öl... ;)

bifi
31.07.2008, 17:57
Ein (politischer) Wechsel - kann immer nur das (eigene) Volk - auf Dauer - bewirken; in der ehemaligen DDR hat (schließlich - nur) "das Volk" dir Kommunisten davongejagt.

Oder, lieber "Makaveli86", waren das (die DDR) "auch kein kommunistisches Land"!?

Ein Vergleich der Wirtschaft in China mit der in der ehemaligen DDR zeigt schlicht, daß zumindest diese mit dem Kommunismus absolut nichts mehr zu tun hat. Wobei zu fragen ist, ob die DDR im Endstadium wirklich noch "Kommunismus" hatte.......... Allerdings gehört zu einer freiheitlichen sozialen Demokratie mehr als Kapitalismus in Reinkultur. Die Rechte des Einzelnen achten und andere politische Meinungen zulassen, da hat China noch einen weiten Weg vor sich.

Detlef von Seggern
31.07.2008, 19:07
Machen wir uns doch nichts vor. China ist ein kommunistisches Land und hier lässt sich von den Verantwortlichen in der Regierung niemand vorschreiben, was sie machen dürfen und was nicht. Hier haben sie alles nötige veranlasst damit die Olympischen Spiele reibungslos über die Bühne laufen, ohne Rücksicht auf die jeweiligen Versprechen welche sie gegenüber dem (IOC) und der Weltöffentlichkeit geleistet haben, "freie" Pressemitteilungen zu gewährleisten. Hier handeln sie jetzt nach eigenen Ermessen.

China blockiert nicht nur die Webseiten von Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty
International, sondern auch kritische Medien in aller Welt und eine Vielzahl sensibler Webseiten zu Themen wie Tibet, Taiwan, usw.

Aber auch mit den Menschenrechtsverletzungen, geht es unvermindert weiter.

Die Menschenrechtssituation in China habe sich vor den Olympia nicht verbessert, heißt es in dem Bericht, von Amnesty International. Stattdessen sei in den meisten untersuchten Bereichen eine Verschlechterung festzustellen. Mit Verhaftungen, Hausarrest und "Säuberungen" hätten die chinesischen Behörden viele Menschenrechtsaktivisten mundtot gemacht - und sie von der Bildfläche verschwinden lassen.
Bekannte Menschenrechtsverteidiger wie Hu Jia oder Ye Guozhu säßen weiterhin im Gefängnis, weil sie Kritik an den Olympischen Spielen geäußert hatten. Zudem würden aus China weiterhin Jahr für Jahr mehr Todesurteile bekannt als aus allen anderen Ländern der Erde zusammen.

Die kommunistische Regierung hat alles getan, um kritische Seiten im Internet zu blockieren, sowie dafür gesorgt, das chinesische Menschenrechtler nicht in Kontakt mit ausländischen Medien, während der Olympischen Spiele , geraten !

Marcel
31.07.2008, 19:25
Machen wir uns doch nichts vor. China ist ein kommunistisches Land und hier lässt sich von den Verantwortlichen in der Regierung niemand vorschreiben, was sie machen dürfen und was nicht. Hier haben sie alles nötige veranlasst damit die Olympischen Spiele reibungslos über die Bühne laufen, ohne Rücksicht auf die jeweiligen Versprechen welche sie gegenüber dem (IOC) und der Weltöffentlichkeit geleistet haben, "freie" Pressemitteilungen zu gewährleisten. Hier handeln sie jetzt nach eigenen Ermessen.
China ist alles andere als kommunistisch. China ist eher eine Autokratie. Wahren Kommunismus, wie ihn sich Marx vorstellte, gab es noch nie und wird es auch nie geben, da es gegen das menschliche Verhalten strebt alle Menschen gleich zu behandeln.

Makaveli86
01.08.2008, 01:49
Machen wir uns doch nichts vor. China ist ein kommunistisches Land und hier lässt sich von den Verantwortlichen in der Regierung niemand vorschreiben, was sie machen dürfen und was nicht.

Ich muss dich da leider enttäuschen. China hat, außer vom Namen her, rein gar nichts mit Kommunismus zu tun. Genausogut könnte sich die BRD den Namen "Deutsche Monarchie" geben und trotzdem ist Deutschland eine Demokratie.

China weisst politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich keine kommunistischen Merkmale auf, sondern kapitalistische. China hat durch den Umstieg von autoritärem Kommunismus zu autoritärem Kapitalismus gezeigt, dass Kommunismus und Kapitalismus bloss zwei Seiten der selben Münze sind.

In den Achtzigern begeisterte sich China für ein Wechsel zum kapitalistischen Wirtschaftssystem und lud Milton Friedmann aus den USA ein damit er der Chinesischen Führung die Grundlagen des freien Markt lehrte. Milton Friedmann ist legendärer Verfechter des Neoliberalismus und hat bereits 1973 den chilenischen Diktator Pinochet beim errichten eines neoliberalen Wirtschaftssystem unterstützt. Da die neoliberalen Wirtschaftsreformen in der chilenischen Bevölkerung extrem unpopulär waren wurden sie, auf anweisung Friedmanns, mit brutaler Gewalt durchgesetzt. Hunderttausende Reformgegner wurden entführt, gefoltert umgebracht.

Als der kapitalistische Kurs in China innere Unruhen ausgelöst hatte, gab Milton Friedmann der chinesischen Partei den selben Rat, den er Pinochet gegeben hatte: Beugen sie sich nicht dem Druck und zucken sie nicht mit der Wimper. Als sich 1989 Studenten, Fabrikarbeiter, Kleinunternehmer, Lehrer etc. auf den "Platz des Himmlischen Friedens" versammelten, um gegen den Wirtschaftskurs und für Demokratie zu protestieren, befolgte das chinesische Regime Friedmanns Ratschlag und zerschlug die Protestbewegungen um ihre "Wirtschaftsreform" zu schützen. 7000 Tote fordete das Massaker. Danach erklärte Chinas Staatschef man werde "mit den Reformen und der Politik konsequenter, besser und schneller weitermachen".

Wir finden heute in China das selbe Modell wie in Chile unter Pinochet: Freie Märkte in Kombination mit einem autoritären politischen Regime, das mit eiserner Faust das Volk unterdrückt. Die Menschenrechtsverletztungen kann man also nicht dem Kommunismus zuschreiben, wenn dann eher einer anderen, nicht viel harmloseren Ideologie, und zwar die des "Freien Marktes".

Interessierter
01.08.2008, 05:35
"Dieses war der erste Streich (Internet)! Doch der zweite (Zeitungen (http://www.faz.net/s/Rub68FDA4A608754C02AC66D51F934B1607/Doc%7EE27A8B59E6D6E48D7A450C5C07F3C9DA2%7EATpl%7EE common%7EScontent.html?rss_aktuell)) folgt sogleich". (frei nach Wilhelm Busch)

Wann werden missliebige Sportler ausgeschlossen?

Interessierter
01.08.2008, 05:48
Ich muss dich da leider enttäuschen. China hat, außer vom Namen her, rein gar nichts mit Kommunismus zu tun. Genausogut könnte sich die BRD den Namen "Deutsche Monarchie" geben und trotzdem ist Deutschland eine Demokratie.

China weisst politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich keine kommunistischen Merkmale auf, sondern kapitalistische. China hat durch den Umstieg von autoritärem Kommunismus zu autoritärem Kapitalismus gezeigt, dass Kommunismus und Kapitalismus bloss zwei Seiten der selben Münze sind.

In den Achtzigern begeisterte sich China für ein Wechsel zum kapitalistischen Wirtschaftssystem und lud Milton Friedmann aus den USA ein damit er der Chinesischen Führung die Grundlagen des freien Markt lehrte. Milton Friedmann ist legendärer Verfechter des Neoliberalismus und hat bereits 1973 den chilenischen Diktator Pinochet beim errichten eines neoliberalen Wirtschaftssystem unterstützt. Da die neoliberalen Wirtschaftsreformen in der chilenischen Bevölkerung extrem unpopulär waren wurden sie, auf anweisung Friedmanns, mit brutaler Gewalt durchgesetzt. Hunderttausende Reformgegner wurden entführt, gefoltert umgebracht.

Als der kapitalistische Kurs in China innere Unruhen ausgelöst hatte, gab Milton Friedmann der chinesischen Partei den selben Rat, den er Pinochet gegeben hatte: Beugen sie sich nicht dem Druck und zucken sie nicht mit der Wimper. Als sich 1989 Studenten, Fabrikarbeiter, Kleinunternehmer, Lehrer etc. auf den "Platz des Himmlischen Friedens" versammelten, um gegen den Wirtschaftskurs und für Demokratie zu protestieren, befolgte das chinesische Regime Friedmanns Ratschlag und zerschlug die Protestbewegungen um ihre "Wirtschaftsreform" zu schützen. 7000 Tote fordete das Massaker. Danach erklärte Chinas Staatschef man werde "mit den Reformen und der Politik konsequenter, besser und schneller weitermachen".

Wir finden heute in China das selbe Modell wie in Chile unter Pinochet: Freie Märkte in Kombination mit einem autoritären politischen Regime, das mit eiserner Faust das Volk unterdrückt. Die Menschenrechtsverletztungen kann man also nicht dem Kommunismus zuschreiben, wenn dann eher einer anderen, nicht viel harmloseren Ideologie, und zwar die des "Freien Marktes".

Du bist immer noch eine Antwort zum "kommunistischen System" schuldig geblieben!?:o

In China sieht es so aus (http://www.faz.net/s/Rub0778DE9E237D4CD6BB1720FB3B76E07B/Doc%7EE99B3A206D0724875885B84342C125EB6%7EATpl%7EE common%7ESMed.html) - ist doch "klassisch", oder?

bifi
01.08.2008, 06:33
Ich muss dich da leider enttäuschen. China hat, außer vom Namen her, rein gar nichts mit Kommunismus zu tun. Genausogut könnte sich die BRD den Namen "Deutsche Monarchie" geben und trotzdem ist Deutschland eine Demokratie.

China weisst politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich keine kommunistischen Merkmale auf, sondern kapitalistische. China hat durch den Umstieg von autoritärem Kommunismus zu autoritärem Kapitalismus gezeigt, dass Kommunismus und Kapitalismus bloss zwei Seiten der selben Münze sind.

In den Achtzigern begeisterte sich China für ein Wechsel zum kapitalistischen Wirtschaftssystem und lud Milton Friedmann aus den USA ein damit er der Chinesischen Führung die Grundlagen des freien Markt lehrte. Milton Friedmann ist legendärer Verfechter des Neoliberalismus und hat bereits 1973 den chilenischen Diktator Pinochet beim errichten eines neoliberalen Wirtschaftssystem unterstützt. Da die neoliberalen Wirtschaftsreformen in der chilenischen Bevölkerung extrem unpopulär waren wurden sie, auf anweisung Friedmanns, mit brutaler Gewalt durchgesetzt. Hunderttausende Reformgegner wurden entführt, gefoltert umgebracht.

Als der kapitalistische Kurs in China innere Unruhen ausgelöst hatte, gab Milton Friedmann der chinesischen Partei den selben Rat, den er Pinochet gegeben hatte: Beugen sie sich nicht dem Druck und zucken sie nicht mit der Wimper. Als sich 1989 Studenten, Fabrikarbeiter, Kleinunternehmer, Lehrer etc. auf den "Platz des Himmlischen Friedens" versammelten, um gegen den Wirtschaftskurs und für Demokratie zu protestieren, befolgte das chinesische Regime Friedmanns Ratschlag und zerschlug die Protestbewegungen um ihre "Wirtschaftsreform" zu schützen. 7000 Tote fordete das Massaker. Danach erklärte Chinas Staatschef man werde "mit den Reformen und der Politik konsequenter, besser und schneller weitermachen".

Wir finden heute in China das selbe Modell wie in Chile unter Pinochet: Freie Märkte in Kombination mit einem autoritären politischen Regime, das mit eiserner Faust das Volk unterdrückt. Die Menschenrechtsverletztungen kann man also nicht dem Kommunismus zuschreiben, wenn dann eher einer anderen, nicht viel harmloseren Ideologie, und zwar die des "Freien Marktes".

Dem ersten Teil Ihrer Ausführungen kann ich nur voll zustimmen. China hat tatsächlich null damit zu tun, was wir im ehemaligen Ostblock an Wirtschaftsform erlebten und damit immer noch "kommunistisch" bezeichnen. Eine freiere Wirtschaftsform mit Kapitalismus in seiner schlimmsten Ausprägung gibt es nicht einmal in den USA. Aber eben nur die Wirtschaftsform!

Was die Menschenrechte und da besonders die persönlichen Rechte anbetrifft, kann ich Ihnen aber nur zum kleineren Teil zustimmen. Kapitalismus setzt keinesfalls Unterdrückung und Ermordung Andersdenkender voraus, auch wenn dies Chile so praktiziert hat. Das autoritäre Regime der Männer und Frauen, die sich Politbüro nennen und deshalb fälschlicherweise dem Kommunismus zugeschrieben werden, hat neben dem Machterhaltungstrieb der führenden Clique auch seine Wurzeln in uralten chinesischen Traditionen. Und das macht die ganze Sache nicht so einfach.
:):):)

DEbert
01.08.2008, 10:15
Spätestens nach der gewaltsamen Niederschlagung "des Volksaufstandes in Tibet" - hätte man die Spiel boykotieren sollen.

An einem Boykott hatte werder "Coca-Cola" noch "Pepsi" oder andere global Player ein Interesse.

Wer glaubt denn noch an die friedlichen Spiele - Jugend der Welt trifft sich??
Für die Sportler ist der Olympia-Sieg mit finanziellem Aufstieg verbunden, die Funktionäre und Politiker können ein Land bereisen, das sie sich privat nie leisten würden.

Hier geht es knallhart um den Wirtschafttstandort China, der verspricht Billionen-Gewinne in den nächsten Jahren.
Wen jucken da ein paar Millionen unterdrückte Menschen!?

Makaveli86
01.08.2008, 12:12
Dem ersten Teil Ihrer Ausführungen kann ich nur voll zustimmen. China hat tatsächlich null damit zu tun, was wir im ehemaligen Ostblock an Wirtschaftsform erlebten und damit immer noch "kommunistisch" bezeichnen. Eine freiere Wirtschaftsform mit Kapitalismus in seiner schlimmsten Ausprägung gibt es nicht einmal in den USA. Aber eben nur die Wirtschaftsform!

Was die Menschenrechte und da besonders die persönlichen Rechte anbetrifft, kann ich Ihnen aber nur zum kleineren Teil zustimmen. Kapitalismus setzt keinesfalls Unterdrückung und Ermordung Andersdenkender voraus, auch wenn dies Chile so praktiziert hat. Das autoritäre Regime der Männer und Frauen, die sich Politbüro nennen und deshalb fälschlicherweise dem Kommunismus zugeschrieben werden, hat neben dem Machterhaltungstrieb der führenden Clique auch seine Wurzeln in uralten chinesischen Traditionen. Und das macht die ganze Sache nicht so einfach.
:):):)

Natürlich ist die Sache sehr viel komplexer als das was ich hier geschrieben hab. Ich wollte damit auch nur sagen, dass wenn Menschenrechtsverletzungen im "kommunistischen" China begangen werden, wird die Unterdrückung direkt dem Kommunismus zugeschrieben. Wenn das selbe aber in einem "kapitalistischen" China passiert kommt keiner auf die Idee zu sagen der Kapitalismus ist schuld.

Überall werden die Toten der Nazi-Diktatur und des Kommunismus gezählt,
aber keiner Interessiert sich für die Opfer die der Neoliberalismus in den Entwicklungsländern verursacht hat und immernoch verursacht. Der Neoliberalismus besitzt eine Immunität die es ihm erlaubt sich auf der ganzen Welt auszubreiten.

Der Kapitalismus setzt zwar nicht zwangläufig einen Folter- und Unterdrückungsapparat vorraus, aber er erzeugt eine psychische Gewalt in Form von Armut, Ausbeutung und Unterdrückung. Der Wohlfahrtsstaat ist der größte Feind des Neoliberalismus und wird bekämpft, genauso wie die Demokratie und Bürgerrechte, die immer weiter ausgehöhlt werden.

Leider wird heute jeder der die negativen Folgen des Neoliberalismus anprangert, öffentlich als Kommunist dennunziert der 100Millionen Menschen auf den Gewissen hat. Dadurch wird der Neoliberismus als einzig legitime Wirtschaftsform erklärt und jede abweichung davon als unfrei und unmenschlich dennunziert.

Sicher will ich keine Planwirtschaft. Was wir brauchen ist eine nicht nur auf den Export ausgerichtete Wirtschaft mit Dumpinglöhnen. Wir brauchen wieder die soziale Marktwirtschaft, wie wir sie unter Brand und Schmidt hatten. Wir brauchen Mindestlöhne und eine deutliche Bruttolohnanhebung um die Binnennachfrage zu stärken. Ferner ein Konjunkturprogramm um die Abschwächung der jetzigen Konjunktur abzufangen. Der Staat darf sich nicht Kaputtsparen wie es zuletzt unter Eichel und Steinbrück geschehen ist. Allein Bei Bildung und der Bundesanstalt für Arbeit sind din den letzten Jahren Mrd Beträge gestrichen worden. Wir brauchen Löhne, die angemessen sind um ein vernünftiges Leben aus der Arbeit zu ermöglichen und keine Ausweitung des Niedriglohnsektors. zumal die meisten dieser Arbeitsplätze kaum einen Einfluß auf den Export haben, wie Friseure Einzelkandeskaufleute Fachverkäufer/innen etc. Wir brauchen wieder eine gerechtere Steuerpolitik und eine Anhebung der Sozialsätze, um Menschen aus der Armut zu holen, besonders die Kinder.

P.S. Um den Kreis zu schließen... der chilenische Ökonom Jose Pinera, der unter Pinochets Diktatur die Sozialsysteme privatisiert hat, ist heute Berater der Bundesregierung beim Umbau unserer Sozialsysteme.

Der aus'm Enzkreis
01.08.2008, 14:31
seine Nachfolger haben daraus einen kapitalistischen Kommunismus gemacht, was man sich darunter auch immer vorstellen will.

@Makaveli86

Wir brauchen wieder die soziale Marktwirtschaft, wie wir sie unter Brand und Schmidt hatten. Wir brauchen Mindestlöhne und eine deutliche Bruttolohnanhebung um die Binnennachfrage zu stärken. Ferner ein Konjunkturprogramm um die Abschwächung der jetzigen Konjunktur abzufangen. Der Staat darf sich nicht Kaputtsparen wie es zuletzt unter Eichel und Steinbrück geschehen ist.

Verehrter Makaveli86, ich will hier nicht schulmeistern, wie es in diesem Forum manche so gerne tun, aber bist Du mit Deinem Beitrag nicht völlig vom Thema abgekommen?

Ich könnte zu Deinem Beitrag sehr vieles sagen! Aber unter Deinem gelobten und gepriesenen "Dornkaat-Willy" Brandt ist ja erst der Schuldenberg so richtig aufgebaut worden, der dann unter der "Schmitt-Schnauze" nochmals höher wurde, das dann von den Nachfolgern aus dem selben Grund sukzessive so fort gesetzt wurde. Weil sie eben verteilt haben, was nicht vorhanden war. Dein gescholtener FM Eichel die Pfeife, wollte zwar sparen, hat aber dann den Schuldenberg nochmals kräftig erhöht. Das Steinbrück macht, ist längst überfällig! Für meinen Geschmack werden trotz der enormen Steuererhöhungen immer noch viel zu viele Schulden gemacht. Null wäre gut, plus zum Schuldenabbau noch besser! Dann kann man allerdings nicht mehr so viel, so ungerecht verteilen.
Das wollte und musste ich Dir unbedingt sagen, bevor wir uns wieder China widmen, bei dem wir nicht so weit auseinander sind.

Zu Deinen anderen Ausführungen kann ich gerne einmal Stellung nehmen, wenn es angesagt ist.

MfG :rolleyes: :cool:

Detlef von Seggern
01.08.2008, 19:16
Und das "Verwirrspiel" in China geht weiter.

Nach internationaler Kritik hat Peking die Internet-Zensur im Pressezentrum der Olympischen Spiele gelockert. Zahlreiche, vor allem China-kritische Webseiten, bleiben aber weiter gesperrt.
Gleichzeitig kündigte die Regierung in China aber an,die Auslage aktueller deutscher Tageszeitungen zu verbieten! Die Wellen der Empörung schlugen hoch. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hatte geplant, täglich 300 Exemplare überregionaler deutscher Tageszeitungen zur Verfügung zu stellen.

Hintergrund der Zeitungszensur ist laut DOSB, dass China die unkontrollierte Einfuhr ausländischer Tageszeitungen verbietet. Die deutschen Blätter seien erst mit mehreren Tagen Verspätung erhältlich, da sie zuvor von der Zensur gesichtet und freigegeben würden. Der DOSB will nun nach Angaben von Graus erreichen, dass die deutschen Athleten die Zeitungen nur mit einem Tag Verzögerung erhalten. "Ich bin da optimistisch", sagte der Sprecher des DOSB Gerd Graus.
Fakt ist aber auch:
Peking hat den Medien für die Zeit der Spiele volle Freiheit in Aussicht gestellt und für ausländische Korrespondenten einige Beschränkungen gelockert. Reporter und Beobachter werfen der chinesischen Regierung aber vor, ihre Versprechen bislang nicht eingehalten zu haben.

(Quelle) Rheinische Post

Makaveli86
02.08.2008, 20:47
Verehrter Makaveli86, ich will hier nicht schulmeistern, wie es in diesem Forum manche so gerne tun, aber bist Du mit Deinem Beitrag nicht völlig vom Thema abgekommen?

Ich könnte zu Deinem Beitrag sehr vieles sagen! Aber unter Deinem gelobten und gepriesenen "Dornkaat-Willy" Brandt ist ja erst der Schuldenberg so richtig aufgebaut worden, der dann unter der "Schmitt-Schnauze" nochmals höher wurde

Da muss man aber auch dazu sagen, dass sich Brandt und Schmidt an der keynesianische wirtschaftstheorie orientiert haben, meiner Meinung nach erfolgreich. Laut Keynes muss der Staat in einer Rezession und während einem Abschwung, um die Konjunktur wieder anzukurbeln, die Nachfrage beleben in dem er die Staatsausgaben erhöht, auch wenn er dadurch seine Schulden erhöht. Im Wirtschaftsboom werden die entstandenen Schulden dann durch Steuererhöhungen wieder getilgt. Von daher waren die angehäuften Schulden nicht so schlimm, da sie zumAnschuben der Konjunktur in kauf genommen werden müssen, welche dann in Besseren Zeiten getilgt werden können. Doch während der weltweite Rezession 1980 drängten die Unternehmensverbänder Schmidt vehement zu einer neoliberalen Politik. Statt wie zuvor die Krise mit Nachfrageankurbelung durch höhere Staatsausgaben zu bekämpfen, was die Profite der Konzerne geschmälert hätte, versuchten nun die Unternehmen die Krise durch eine verschärfte ausbeutung der Arbeitertenden Bevölkerung hinter sich zu lassen und setzten ein rigorosen Sparpolitik durch.

Zur Zeit befinden wir uns im wirtschaftlichen Abschwung. Jetzt eine Sparpolitik durchzuführen ist meiner Meinung nach kontraprodiktiv, denn je weniger die Leute in der Tasche haben, desto weniger können sie kaufen was zwangsläufig die Binnennachfrage schwächt und die Krise verstärkt. Den Schuldenabbau bezahlen wir Normalverdienenden Bürger und die Sozialschwachen durch die Mehrwertsteuererhöhung, Kürzung der Pendlerpauschale, Kürzung der Bezugsdauer des Kindergeldes, durch das schlechter Elterngeld, welches das Erziehungsgeld abgelöst hat, die kalte Steuerprogresssion, Kürzung der Mittel bei Bildung und bei der Argentur für Arbeit. Auf der anderen Seite bekommen Unternehmen und Vermögende entlastungen. Der Abbau der Staatsschulden dient im Grunde genommen nur dem Abbau des Sozialstaats und der Umvberteilung von unten nach oben.
Wie gut es es künftigen Generation geht, hängt nicht so sehr von der zukünftigen Staatsverschuldung ab. Entscheidender ist der Aufbau von Sach- und Humankapital, sprich eine bessere Infrastruktur und eine bessere Ausbildung. Und hier spart Deutschland zulasten der künftigen Generation denen er nicht nur höhere Schulden, sondern auch noch eine verrottete Infrastruktur, schlecht ausgebildete Kinder und arbeitslose Jugendliche hinterlässt.

So und jetzt hoffe ich du verzeihst mir dass ich vom eigentlichen Thema abgekommen bin :D das ja China ist.

Was ich besonderst abscheulich finde ist, dass für einige westliche Konzerne die Menschenrechtsverletzungen in China ein Mittel ist um Profite machen. Um auf den Chinesischen Markt Fuss fassen zu können missachtet Google die Pressefreiheit und das Recht der freien Meinungsäußerung und zensiert, in zusammenarbeit mit der chinesischen Führung, Internetseiten.

Yahoo geht da sogar noch einen Schritt weiter und gibt Daten von Internetnutzern an chinesische Behörden heraus. Durch die weitergabe der Identitäten von Internetnutzern landen dann Journalisten und Dissidenten im Gefängnis.

Außerdem ist das noch der US-Konzern Cisco Systems, welches das Internetüberwachungssystem aufgebaut hat. Ohne Cisco wäre China nicht in der Lage, das Internet so zu kontrollieren, wie es heute geschieht.

Ich finde hier müsste der Druck von Politik und Bevölkerung gegen diese Konzerne noch verstärkt werden und sie zur Einhaltung der Menschenrecht auffordern.

Der aus'm Enzkreis
04.08.2008, 00:03
@Makaveli86

Um auf den Chinesischen Markt Fuss fassen zu können missachtet Google die Pressefreiheit und das Recht der freien Meinungsäußerung und zensiert, in zusammenarbeit mit der chinesischen Führung, Internetseiten.

Yahoo geht da sogar noch einen Schritt weiter und gibt Daten von Internetnutzern an chinesische Behörden heraus. Durch die weitergabe der Identitäten von Internetnutzern landen dann Journalisten und Dissidenten im Gefängnis.

Außerdem ist das noch der US-Konzern Cisco Systems, welches das Internetüberwachungssystem aufgebaut hat. Ohne Cisco wäre China nicht in der Lage, das Internet so zu kontrollieren, wie es heute geschieht.

Ich finde hier müsste der Druck von Politik und Bevölkerung gegen diese Konzerne noch verstärkt werden und sie zur Einhaltung der Menschenrecht auffordern.
...............
Woher hast Du diese Informationen? Falls dies wirklich den Tatsachen entspricht, wäre das, vor allem was Yahoo betrifft, die die Leute auch noch bei der Regierung auf deren Wunsch verpfeifen, untragbar und moralisch nicht zu akzeptieren und deshalb dagegen auf's schärfste zu protestieren.

Ich bin nicht so versiert mit dem PC sowie Internet und kenne mich deshalb noch nicht so aus damit. Warum gibt es da noch keinen weltweiten Aufruf, dem man sich anschließen kann, damit das unterbunden wird? Z. B., bei Yahoo, dies ab sofort zu unterlassen oder ansonsten den Anbieter zu wechseln. Oder sind da unsere ansonst so tollen "Gutmenschen" nicht dazu in der Lage? Wenn ich allein an Verschiedene in diesem Forum denke, die oft so tun, als hätten sie das Wort sozial selbst erfunden und die Weisheit mit dem Löffel gefressen. Warum tut ihr nix dagegen?

Deshalb mein Aufruf an alle diese jene, nicht nur immer große Reden in ihren Post's schwingen, sondern handeln und etwas dagegen tun! Oder ist's dann, wenn's das (vermeintliche) Engagement zu beweisen gilt, gar nicht mehr so weit her mit diesem?

MfG :( :o :(

PS.: Über Brandt's und Schmidt's tolle Leistungen können wir in Bälde in der Rubrik, "Plauderecke" weiter diskutieren. Bin erst wieder, wie man mir sagte, von so einem Wichtigtuer, wegen Themenverfehlung gerügt worden!

Marcel
04.08.2008, 09:19
Woher hast Du diese Informationen? Falls dies wirklich den Tatsachen entspricht, wäre das, vor allem was Yahoo betrifft, die die Leute auch noch bei der Regierung auf deren Wunsch verpfeifen, untragbar und moralisch nicht zu akzeptieren und deshalb dagegen auf's schärfste zu protestieren.
Hier der Eintrag der Wikipedia zu dem Thema: http://de.wikipedia.org/wiki/Internetzensur_in_China#Westliche_Firmen_in_der_Kr itik
SPIEGEL über Google China: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,397285,00.html

Wenn du was ändern willst dann zeig das Google: www.amnestyusa.org/business/GooglePetition.pdf (http://www.amnestyusa.org/business/GooglePetition.pdf)
Ich hab unterschrieben, so wie 8000 andere Universitätsmitglieder (soviel zu deinen Gutmenschen, die nix machen)...