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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Stefan Mappus und Erwin Teufel in Ispringen



Webmaster
17.02.2011, 11:02
Eine herzliche Umarmung, ein Schulterklopfen, ein Lachen, das länger hält als fürs Foto nötig – schnell wird deutlich: Da sind zwei, die sich mögen und schätzen. Erwin Teufel (71) und Stefan Mappus (44). Der baden-württembergische Ex-Ministerpräsident und sein Nach-Nachfolger. Zwei Generationen und doch vom selben Schlag.

In Ispringen ziehen sie gemeinsam in den Wahlkampf. Schwer haben sie es an diesem Mittag nicht, beim Seniorentreffen der CDU in der gut besuchten Sport - und Festhalle. Hier sind sie an ihrer Basis. Hier müssen sie niemanden mehr von ihrer Partei und ihren Zielen überzeugen, höchstens noch motivieren, auch in hohem Alter die Mühen des Wahlgangs am 27. März auf sich zu nehmen. Und so streicheln sie die Seele der Anwesenden. Weit gehen sie in ihren Reden in der Geschichte des Landes zurück, um die – unbestreitbare – Wiederaufbau-Leistung der Generation, die vor ihnen sitzt, ausführlichst zu loben. Nur deshalb stehe Baden-Württemberg, das seit 58 Jahren von derselben Partei regiert wird, heute so gut da – und deshalb weiter mit der CDU, so ihre Botschaft.

Es sind nur wenige, ausgewählte Termine, die Mappus und Teufel im Wahlkampf zusammen bestreiten. „Das ist schon was Besonderes“, sagt Mappus, der Teufel als „väterlichen Freund“ bezeichnet. „Ich habe ihm viel zu verdanken. Teufel als Ministerpräsident war es, der den damals 32-jährigen Mappus zum Staatssekretär und später zum Umwelt- und Verkehrsminister machte. „Hätte ich nicht diese Chance von ihm bekommen, würde ich heute wohl nicht als Ministerpräsident hier stehen“, sagt der Pforzheimer über seinen politischen Ziehvater. Teufel spielt den Ball galant zurück: „Ja, ich bin auf ihn aufmerksam geworden. Aber er ist aus eigener Leistung da, wo er ist, weil er sich immer wieder bewährt hat und nicht etwa durch meine Protektion.“

Gefragt, welche drei Werte ihn und Stefan Mappus verbinden, führt Teufel die „Identifikation mit diesem Land und seinen Menschen“, „Kompetenz“ und „Mut“ an. Auf die umgekehrte Frage antwortet Mappus später: „Glaubwürdigkeit, Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit.“

Und über allem steht das Vertrauen. „Vertrauen verloren, alles verloren“, erinnert sich Mappus an prägende Worte Teufels. Der wiederum richtet sich mit den Worten an die Senioren in Ispringen: „Ich vertraue ihm, also machen Sie auch keinen Fehler, wenn Sie ihm vertrauen.“ Könnte es eine schönere Wahlempfehlung geben? Wobei es die nach Teufels Ansicht eigentlich gar nicht braucht: „Es ist gar keine Frage, dass Stefan Mappus die Landtagswahl 2011 gewinnt. Er wird auch 2016 und 2021 gewinnen. Wobei ich ihn natürlich nicht auf drei Legislaturperioden begrenzen möchte!“ Na denn: Auf die nächsten 58 Jahre CDU im Land … Sven Bernhagen

Gottfried Heinbach
17.02.2011, 11:02
Vater und Sohn kämpfen ums politische Überleben. Es wird knapp. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Gottfried Heinbach

Hasso M
17.02.2011, 11:47
Lobhudelei, gegenseitiges auf die Schulter klopfen:
Gell, gud semmer - wie emmer

Wie traurig doch, wenn man zu Seniorennachmittagen gehen muss, um auf Stimmenfang zu gehen. Nein nicht traurig, sondern primitiv.

Nach der Wahl können dann die Senioren den Politikern gestohlen bleiben.

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17.02.2011, 13:13
Die gehen zum Seniorennachmittag, weil dieses Publikum am ehesten an Gedächtnisschwund leidet.
Bei Kaffee und Kuchen muss man eben nicht über Steuer CD, Anlügen des Parlaments und EnBW reden. Auch nicht über so komplizierte Dinge, wie mit unseren Steuergeldern gezockt wird.

Marcel
17.02.2011, 14:47
Den Teufel spürt das Völkchen nie, // und wenn er sie beim Kragen hätte.
Goethe, Faust I / Mephistopheles

Juche
17.02.2011, 18:17
Die gehen zum Seniorennachmittag, weil dieses Publikum am ehesten an Gedächtnisschwund leidet.


wenn das mal nur nicht der Herr Özdemir liest:D

mailerin
17.02.2011, 18:28
Herr Mappus lässt aber auch gar nichts aus!
Jede Stimme zählt, aber sicher wäre bei den älteren Herrschaften der adelige Herr zu Guttenberg lieber erwartet worden. Nebst Gattin selbstverständlich und trotz des Plagiatvorwurfes.:)

Johannes Reuchlin
21.02.2011, 14:06
Zum Nachhören in der leider immer noch einseitigen Berichterstattung zur anstehenden Wahl mal eine Stimme der Opposition:

http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/02/20/dlf_20110220_1105_764d96e3.mp3

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/idw_dlf/1392349/