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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Abenteuerurlaub an der Front?



TheFreelife
01.03.2008, 11:59
Mit leichter Wut im Bauch betrachte ich aktuell die Berichterstattung über den dritten der englischen Thronfolge, Prinz Harry.

Keimt in mir doch der Verdacht, dass hier medienkonform ein weiteres Kapitel der PR Zwangsmaschinerie des Königshauses als "erledigt" umgesetzt wurde.

"Nun war er an der Front" .... ja und sogar einen Abschussbefehl aus einem sicheren Funkstützpunkt hat er gegeben, 30 Taliban getötet, welch Heldentat!
Ein paar actionreiche Schüsse mit dem MG ins Niemandsland für die Kameras, schlendern mit der Waffe im Anschlag und vorsichtiger Kriegerblick. Doch läuft neben ihm ein Kamerateam gänzlich ungeschützt und das scharfe Auge nur auf die richtige Perspektive gerichtet, um den Prinzen ins rechte "Rambo-Licht" zu rücken.

Welch Hohn klingt aus des Prinzen Worte, Zitat: "Es ist einfach toll hier!".
Ein Satz welcher auch aus dem Munde eines millionenschweren Abenteuerurlaubers kommen könnte, der umhegt und von Spezialtruppen einen Aufenthalt nahe der Front gebucht hat.

Das Königshaus ist nun um einen "Helden" reicher, das niedere Fussvolk hat seine Ruhe und wurde gefüttert mit dem Ergebnis, dass auch die Thronfolge ihren Dienst an der Front ableistet. "Mission Completed", die Komparsen werden abgezogen, das Bühnenbild wieder der Realität überlassen.
Einzig ein Negativergebnis, der Prinz darf ein paar Wochen nicht feiern gehen, zu gross wäre die Gefahr dass er, und vll. auch unschuldige Zivilisten, durch seinen Abenteuerurlaub nun an der Themse Opfer eines terroristischen Racheakts werden. Ein Preis der es nötig war zu zahlen für das Kronloyale Image?

Wie sehen Sie das, werte Mitleser?

MfG. S.F.

Detlef von Seggern
01.03.2008, 17:37
In einem Krieg egal wo, gibt es keine Helden,nur Verlierer, auf beiden
Seiten! Und von einem Abenteuerurlaub,kann man hier in keinster Weise
sprechen.
Dieser junge Mann (Prinz Harry), ging als "Soldat" und aus eigener
"Patriotischer" Überzeugung nach Afghanistan, sich bestimmt der
Gefahrenlage bewusst,als Soldat zu "Töten",oder selbst getötet zu
werden,oder als Krüppel, zurück in die Heimat zu kommen!

hilson
14.04.2008, 13:34
Vielleicht bin ich etwas zu naiv, aber ich nehme es ihm (Prinz Harry) schon ab, dass er an der Front so etwas wie "Freiheit" genoss. Trotz allem tun mir diese Royals manchmal schon leid. Was für ein Sch..ss - Leben muss es sein, ständig unter Beobachtung der YellowPress zu stehen und nicht einmal ungestört in der Nase bohren zu dürfen, ohne dass es am nächsten Tag auf sämtlichen Titelseiten der Boulevard-Blättern zu lesen ist.

Der "arme Tropf" kann ja nix dafür, dass er mit dem silbernen Löffel im Mund geboren wurde. Er kommt nun mal aus einem sozialen Umfeld, wo das Auftreten in Uniform Tradition hat.

Dass die ganze Veranstaltung nicht mehr als eine kleine Showeinlage ist versteht sich von selbst ;)