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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Streik: Am Donnerstag fährt kein Stadtbus durch Pforzheim



Webmaster
05.03.2008, 15:28
Vom Warnstreik im Rahmen der laufenden Tarifauseinandersetzung im Öffentlichen Dienst ist jetzt auch der Pforzheimer Stadtverkehr (SVP) betroffen. Wie SVP-Geschäftsführer Johannes Schwarzer mitteilt, werden die Stadtbusse am Donnerstag, 6. März, ganztägig – also von Betriebsbeginn bis Betriebsende – vollumfänglich bestreikt.

Erste Überlegungen, wonach der SVP ein privatisiertes Unternehmen sei und mit einer Tarifauseinandersetzung des Öffentlichen Dienstes nichts zu tun habe, hätten sich nicht bestätigt. „Obwohl wir ein mehrheitlich privatisiertes Unternehmen sind, trifft uns diese Streikmaßnahme. Der Haustarifvertrag der SVP ist bezüglich Tarifverhandlungen und Tarifabschlüsse an den Tarifvertrag öffentlicher Dienst gekoppelt“, so Schwarzer.

Weil sämtliche Busse der SVP am Donnerstag im Depot bleiben, wird es auch keinen ausgedünnten Streik-Fahrplan geben. Bei den Überlandlinien 720, 721 und 722 entfallen sämtliche von der SVP gefahrenen Kurse. Die übrigen, von den Unternehmen Eberhardt, Müller und RVS gefahrenen Kurse verkehren am Streiktag. Eine Übersicht dieser Fahrten findet sich im Internet bei www.pforzheimfaehrtbus.de oder www.vpe.de. Dieser Verkehr steht auch innerstädtisch zur Verfügung.

Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes weiten die Gewerkschaften ihre massiven Warnstreiks auch auf den Flugverkehr aus. In Stuttgart legen am Mittwoch bis zum Mittag die Mitarbeiter der Gepäckabfertigung ihre Arbeit nieder, so ein Sprecher der Gewerkschaft ver.di. Es sei mit Verspätungen zu rechnen, zumal auch an anderen deutschen Flughäfen gestreikt würde.

Nach Gewerkschaftsangaben legten schon am Dienstag fast 60.000 Angestellte in zahlreichen Bundesländern zeitweilig die Arbeit nieder. Am Mittwoch sollen im Südwesten alle Bereiche des öffentlichen Dienstes von den Arbeitsniederlegungen betroffen sein: Verwaltungen, Kindertagesstätten, der Nahverkehr, Kliniken und die Müllentsorgung.

dasbinichnicht
05.03.2008, 15:28
Ich muss sagen, endlich beginnen die Deutschen aufzuwachen, die deutschen AGs verdienen mit Auslandsdependancen jedes Jahr Rekordgewinne, die Energiekosten steigen deutlich mehr als der "Warenkorb", endlich mal eine deutliche Warnung an die Politik, dass hier eine Reaktion erfolgen muss.

MartinK
05.03.2008, 16:25
Nur ist es halt so dass Busfahrer oder Lokführer zur Durchsetzung ihrer Ziele die Fahrgäste, also ihre Kunden, schädigen.
Würde ich absichtlich meine Kunden schädigen würde mich mein Chef raus werfen und ich müsste ihm sogar recht geben.
Abgesehen davon sind lokale Verkehrsbetriebe nicht zu vergleichen mit vielen Großunternehmen bei denen die Manager Millionen verdienen.

Interessierter
05.03.2008, 19:02
Nur ist es halt so dass Busfahrer oder Lokführer zur Durchsetzung ihrer Ziele die Fahrgäste, also ihre Kunden, schädigen.
Würde ich absichtlich meine Kunden schädigen würde mich mein Chef raus werfen und ich müsste ihm sogar recht geben.
Abgesehen davon sind lokale Verkehrsbetriebe nicht zu vergleichen mit vielen Großunternehmen bei denen die Manager Millionen verdienen.

So ist es - man kann den Öffentlichen Dienst nicht mit einem Privatunternehmen vergleichen, das hohe Gewinne erwirtschaftet; dort ist es gerechtfertigt, wenn die Mitarbeiter ein Stück vom erwirtschafteten Kuchen haben wollen - und dies notfalls auch mit Streik durchsetzen.

Völlig anders - ist das im Öffentlichen Dienst; einmal ganz abgesehen davon, dass dort die Tarifparteien gar nicht, wie in der freien Wirtschaft, Arbeitnehmer und (echte) Arbeitgeber sind. Die Arbeitgeberseite wird dort letztlich von Personen vertreten, die ja auch in Diensten der Öffentlichen Hand stehen - und von einem Tarifabschluss selbst profitieren.

Weiterhin - werden die Kosten, die eine Erhöhung der Löhne und Gehälter im Öffentlichen Dienst verursachen, letzlich wieder aus der Staatskasse bezahlt; sprich vom Steuerzahler.:mad: