PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Prozesskostenhilfe für Metzler-Mörder Gäfgen



Detlef von Seggern
06.03.2008, 19:29
:mad:Unfaßbar,da fügt ein "Kaltblütiger" Verbrecher einer Familie unendliches Leid zu,indem er deren Sohn Jakob von Metzler entführte und anschließend diesem Kind,das Leben nahm! Und nun klagte dieser "Verbrecher" vor dem Bundesverfassungsgericht mit Hilfe
eines ("cleveren Anwalts") auf Prozesskostenhilfe,wegen einer Klage gegen das Land Hessen, da sich dieser Mann, bei seiner Festnahme 2002,in seiner Menschenwürde angegriffen fühlte (aus wessen Gründen auch immer?)
Außerdem fordert dieser Mann, noch Schmerzensgeld,vom Land Hessen!
Das Bundesverfassungsgericht,billigte diesen Mann eine Prozesskostenhilfe gegen das Land Hessen zu! Dies ist doch einfach nicht zu fassen, wie hier vom obersten Gericht entschieden wurde und dies wird auch für die überwigende Mehrheit der Bundesdeutschen Bevölkerung ein Rätsel sein, warum dieses Gericht so entschieden hat!?
Dieser Mann (Verbrecher) hat anderen Menschen,(Familie) welche ihm nie etwas getan haben, durch die Ermordung ihres Kindes,unsagbares Leid und seelischen Schmerz zugefügt,welches durch nichts wieder gutzumachen ist!
In keinem anderen Land,(außer der BRD) ist soetwas möglich, das ein bereits verurteilter Mörder, so eine Lawine ins Rollen bringt!
In anderen Ländern, wandern >Kindesmörder< ein Leben lang in den Knast (und werden nicht wie in Deutschland,nach "15 Jahren" entlassen?), oder werden zum Tode verurteilt!

MartinK
06.03.2008, 20:06
Wie sind halt hier in Deutschland. Da zählt das Wohl des Täters mehr als das der Opfer.
Oder hat er etwa Schmerzensgeld an die Eltern des ermordeten Kindes bezahlt ?
Um wie viel höher sind die Schmerzen beim Verlust eines Kindes auf solche Art im Vergleich zur Androhung von Prügel ? Zumal die Polizisten ja gehofft hatten das Kind noch zu retten wenn er ihnen das Versteck verrät.

Wenn es aber ein Gesetz gibt dann sollte sich der Täter auch darauf berufen können. Denn das Recht gilt für alle. Auch wenn man meiner Meinung nach einen solchen "Menschen" über Jahre hinweg langsam zu Tode foltern sollte.
Vielleicht sollte man in manchen Dingen eher die Gesetze ändern.

Aber es gibt immer wieder Anwälte die sich mit solchen Dingen profilieren wollen.

lutz
07.03.2008, 08:44
Du meine Güte: Volkes Stimme spricht. Meine Herren, machen Sie sich doch bitte mit den Grundprinzipien des deutschen Rechststaats vertraut, bevor Sie diese Art von Stammtischbeiträgen einstellen. Forderungen nach Folter oder Todesstrafe widersprechen den allgemein anerkannten Grundsätzen und den im Grundgesetzt jedem Menschen zugesichertern Grundrechten.

Detlef von Seggern
09.03.2008, 14:22
Es war niemals davon die Rede,das die Todesstrafe,hier bei uns in Deutschland
eingeführt werden soll! Diese wird "bekannterweise", in einigen Bundesstaaten der USA,
China, wie noch in einigen anderen Ländern vollstreckt!
Und,Lebenslang muß auch Lebenslang bedeuten! Ein Mensch, welcher einen anderen,
in vollem Bewußtsein und mit Absicht tötet,muß mit der ganzen Härte, der in der BRD
bestehenden Gesetzgebung bestraft werden, einer Gesetzgebung, welche viel zu
"liberal" ist, überarbeitet gehört,in Richtung einer "härteren" Gesetzgebung,gegenüber
Gewaltverbrechern und Mördern!!!

lutz
09.03.2008, 14:47
Es war niemals davon die Rede,das die Todesstrafe,hier bei uns in Deutschland
eingeführt werden soll!

Dann sparen Sie sich doch bitte die Hinweise auf die andere Länder, die Sie doch offensichtlich als vorbildlich betrachten.


Und,Lebenslang muß auch Lebenslang bedeuten! Ein Mensch, welcher einen anderen,
in vollem Bewußtsein und mit Absicht tötet,muß mit der ganzen Härte, der in der BRD
bestehenden Gesetzgebung bestraft werden, einer Gesetzgebung, welche viel zu
"liberal" ist, überarbeitet gehört,in Richtung einer "härteren" Gesetzgebung,gegenüber
Gewaltverbrechern und Mördern!!!

Glücklicherweise erlaubt gerade die bestehende Gesetzgebung es nicht, dass ein zu lebenslanger Freiheitsstrafe Verurteilter auch lebenslang einsitzt (vgl. StGB §57a). Sie können sich nicht gleichzeitig auf diese bestehende Gesetzgebung beziehen und ihre Liberalität beklagen.

MartinK
09.03.2008, 18:15
Das Opfer ist ja auch "lebenslang" tot.
Und die Hinterbliebenen haben lebenslang keinen Sohn mehr.
Das ist auch nicht nach ein paar Jahren vorbei.

lutz
09.03.2008, 18:59
Das Opfer ist ja auch "lebenslang" tot.
Und die Hinterbliebenen haben lebenslang keinen Sohn mehr.
Das ist auch nicht nach ein paar Jahren vorbei.

Alles richtig. Glücklicherweise sagt das StGB aber etwas anderes. Genau dieses Argument (Vergeltung) spielt nämlich im Strafrecht eines Rechststaats nur eine untergeordnete Rolle.

SchmidtU
10.03.2008, 12:33
Zitat {Detlef von Seggern} "Ein Mensch, welcher einen anderen,
in vollem Bewußtsein und mit Absicht tötet, ..."
Dies finde ich auch immer so toll in unserem Rechtssystem. Man betrinkt sich einfach, begeht dann ein Verbrechen, und schon wird man nicht mehr so hart bestraft. Selbst wenn jemand nicht bei vollem Bewußtsein oder Verstand war ist doch die Tat die selbe! Oder irre ich mich da? Wieso wird man dann nicht genauso hart bestraft? Wer garantiert denn das so etwas beim nächsten Saufgelage nicht wieder ausartet oder das ein Geistesgestörter nur einmal so einen Aussetzer hatte?
Also die Gesetzte sollten echt mal reformiert werden, immerhin sind ja Reformen grad so große Mode geworden ;)

lutz
10.03.2008, 13:26
Zitat {Detlef von Seggern} "Ein Mensch, welcher einen anderen,
in vollem Bewußtsein und mit Absicht tötet, ..."
Dies finde ich auch immer so toll in unserem Rechtssystem. Man betrinkt sich einfach, begeht dann ein Verbrechen, und schon wird man nicht mehr so hart bestraft. Selbst wenn jemand nicht bei vollem Bewußtsein oder Verstand war ist doch die Tat die selbe! Oder irre ich mich da? Wieso wird man dann nicht genauso hart bestraft?

Weil Rechtsprechung nicht einfach automatisch funktioniert und weil bei der Bemessung der Strafe immer alle Umstände in Betracht gezogen werden müssen. Nicht umsonst kommt ein Gericht in zwei Stufen zu seinem Urteilsspruch: 1. Ist der Angeklagte der ihm zur Last gelegten Tat schuldig? 2. Wie wird er bestraft?


Wer garantiert denn das so etwas beim nächsten Saufgelage nicht wieder ausartet oder das ein Geistesgestörter nur einmal so einen Aussetzer hatte?

Übrigens ist das, was Sie hier beschreiben, kein Mord. Ausrasten, betrunken oder nicht zurechnungsfähig sein reicht nicht aus, damit eine Tat ein Mord ist (vgl. StGB § 211 (http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__211.html)). Und gerade ein "Geistesgestörter" ist noch nicht einmal schuldfähig (vgl. StGB § 20 (http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__20.html)). Ohne Schuldfähigkeit keine Schuld und erst recht keine Strafe.

Strafrecht hat nicht nur den Zweck, die Allgemeinheit vor einer Widerholung der selben oder eine ähnlichen Tat zu schützen.

beckhpi
10.03.2008, 14:26
Du meine Güte: Volkes Stimme spricht. Meine Herren, machen Sie sich doch bitte mit den Grundprinzipien des deutschen Rechststaats vertraut, bevor Sie diese Art von Stammtischbeiträgen einstellen. Forderungen nach Folter oder Todesstrafe widersprechen den allgemein anerkannten Grundsätzen und den im Grundgesetzt jedem Menschen zugesichertern Grundrechten.

Leider wird zu wenig auf Volkes Stimme gehört, sonst würden diese Triebtäter und Kindesmörder für immer hinter Gittern verschwinden. Übrigens sind viele Stammtischgespräche/beiträge oft besser als das ganze Szenario in den Wortgefechten der Politiker.

lutz
10.03.2008, 14:37
Leider wird zu wenig auf Volkes Stimme gehört, sonst würden diese Triebtäter und Kindesmörder für immer hinter Gittern verschwinden. Übrigens sind viele Stammtischgespräche/beiträge oft besser als das ganze Szenario in den Wortgefechten der Politiker.

Was Sie bedauern halte ich für sehr erfreulich.

Übrigens werden Sie bemerkt haben, dass ich nicht von Politik und auch nicht von "Wortgefechten der Politiker" geschrieben, sondern mich ausschließlich auf das in Deutschland geltende Strafrecht bezogen habe. Glücklicherweise ist die Justiz sowohl unabhängig von der politischen Sphäre als auch von der Öffentlichkeit.