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  1. #91
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    Zitat Zitat von guri311 Beitrag anzeigen
    Traurig, dass das Thema "Erhaltung innerstädtischer Grünflächen" bei dieser Diskussion offenbar nicht die geringste Rolle spielt. Nur der eigene Profit zählt mal wieder (kurze Entfernung zum Einkaufsort, Zeitersparnis und so weiter), aber keine Silbe lang seltene Tiere, die sich auf solche Grundstücke zurückgezogen haben könnten. Und auch nicht die Wohnqualtiät der Anrainer, die mit deutlich mehr Verkehrsbelastung zu rechnen haben.

    Ich dachte mal, wie lebten mittlerweile in einer vernünftiger gewordenen Welt, in der jeder darauf erpicht sei, Grünland, Natur und Arten schonend zu behandeln.
    Ich habe mich wohl mehr als getäuscht, denn der Flächenverbrauch, gerade hier in Baden-Württemberg ist so hoch wie nie zuvor. Ständig werden neue Industriegebiete aus dem Wald und aus Äckern gestampft, neue Siedlungsgebiete ausgewiesen, gigantische Straßenbauprojekte geplant und umgesetzt und guter Mutterboden zerstört.

    Wann werden wir endlich kapieren, dass man Geld nicht essen kann...?
    Dass frische, saubere Luft nicht aus der Klimaanlage kommt?
    Dass sauberes Trinkwasser auf unverbaute Landschaften angewiesen ist?
    Wann...?

    guri311
    Dann haben Sie ja den richtigen Ansatz. Was gilt bei dem hohen Flächenverbrauch? Da kommt die Innenentwicklung. Die haben wir ja hier. Da passiert kein Flächenverbrauch, keine Vernichtung von Natur, dann Natur ist was anderes. Eine Grünanlage ist für micht auch was anderes.

    Und seltene Tiere hat der Gutachter auch keine gefunden.

    Ich finde das den richtigen Weg!

    Zeigen Sie mir auch bitte mal die großen Bäume auf dem Grundstück? Die stehen auf dem dahinter und werden sicherlich auch fallen, wenn die hinteren Grundstücke veräußert und bebaut werden. Ist dies schlimm? Nein, da es leider keine Oase war und werden wird.
    Geändert von Württemberg (25.04.2012 um 21:43 Uhr) Grund: Ergänzung
    Denken Sie was Sie wollen, ich denk mir meinen Teil......

  2. #92
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    Zitat Zitat von dodi Beitrag anzeigen
    Lieber Guri 311, Sie sind bestimmt Vegetarier, Abstinenzler und gehen zum lachen in den Keller. Finde ich ein armseliges Leben.
    Ja, so ist das eben... Wenn man gute Argumente nicht wirksam entkräften kann, muss man eben die Person des Argumentierenden ins Lächerliche ziehen...

    Die Reaktionen auf meine Einwürfe zeigen mir, dass ich damit sehr richtig liege. Argumenten, die eh nix taugen, wird in der Regel weitaus weniger heftig widersprochen, da sie keine ernstzunehmende Gefahr für die Gegenseite darstellen...

    Armselig sind vor allem die Argumente der Großmarktbefürworter: Sie drehen sich allesamt nur um die Befriedigung eigener Bequemlichkeit.

    Ganz in meiner Nähe in Birkenfeld wurde übrigens erst in neuerer Zeit ebenfalls ein Edeka-Markt auf die grüne Wiese gesetzt. Ich boykottiere ihn, soweit es möglich ist. Stattdessen gehe ich lieber zu Fuß ein paar hundert Meter weiter zum REWE-Laden im Zentrum und nutze diese längere Strecke, mich zu bewegen. Gleichzeitig will ich damit den kleinen Laden damit unterstützen, der zudem in manchen Artikeln sogar noch günstiger ist als EDEKA.

    Es ist doch seltsam: Schon immer gab es ältere und alte Menschen, aber trotzdem kamen die Menschen damals ohne Probleme mit den kleinen Hausläden aus.
    Dass man heutzutage die Landschaft überall mit Supermärkten aller möglichen Ketten zupflastert, liegt nicht zuletzt auch daran, dass das, was früher mal selbstverständlich war, nämlich dem alten oder kranken Nachbarn beim Einkaufen auch dessen Einkäufe zu erledigen, heute im Zuge des allgemeinen Egoismus' der Spaßgesellschaft nicht mehr getan wird, oder wenn, dann nur gegen Bezahlung oder ungern.

    Durch die Ketten werden nebenbei die Einkaufswege der Einzelnen im Schnitt nicht kürzer, sondern länger, da mittelfristig die kleineren Läden durch die Konkurrenz zerstört werden und letztlich nur noch die oft nicht in der Nähe liegenden Supermärkte übrigbleiben. Der gleiche Einkaufsverkehr, der bei vielen kleinen Läden sehr gleichmäßig verteilt war und oft auch zu Fuß erledigt werden konnte, wird durch die Großmärkte zunehmend mit dem Auto geschehen, da die Entfernungen im Schnitt größer geworden sind. Zudem konzentriert sich dieser absolut erhöhte motorisierte Einkaufsverkehr rund um die jetzt zentralisierten Einkaufstempel um so stärker. Wo ein kleiner Laden pro Tag vielleicht in guten Zeiten 200 Autos anlockt, werden solche Supermärkte über den Tag verteilt oft von tausenden Autos frequentiert, auch da der Anteil der motorisierten Einkäufer deutlich höher sein dürfte als bei kleinen Läden.

    Das alles kann man ganz leicht logisch herleiten. Es entspricht den Tatsachen.

    Und was die fußballgroße Fläche angeht: Sie ist logischerweise so groß, weil man neben dem viele hundert Queadratmeter großen Verkaufsraum ja auch große Parkflächen für die vielen Autos der Kunden benötigt. Kleine Läden, die prozentual häufiger zu Fuß zu erreichen sind, brauchen anteilsmäßig letztlich weniger Parkfläche für die Autos.

    So, und jetzt können Sie und Andere mich ja weiter statt mit Argumenten mit persönlichen Verunglimpfungen zum Schweigen zu bringen versuchen...

    Sie gehören vermutlich zu jener Bevölkerungsgruppe, die auf Kosten unterbezahlter Arbeiter ein erkleckliches Vermögen erreicht hat und nun denkt, ihr gehöre die Welt, und sie könnte damit machen, was sie wollte...

    Aber warum erwarte ich eigentlich von wohlhabenden Stadtmenschen, dass sie sich für Pflanzen und Tiere in freier Umgebung interessieren...?

    guri311

  3. #93
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    Möchte nocheinmal darauf hinweisen, daß es hier nicht um das Thema "zunehmender Landverbrauch für Baugebiete" geht, auch nicht um die Zerstörung von erhaltenswerten Grünflächen. Ja noch nichteinmal um die vieldiskutierte "Innenentwicklung", was z.B. in Birkenfeld der Fall war. Denn hier gibt es einen geltenden Bebauungsplan für ein Gebiet, bei dem eine Baulücke an einer großzügig ausgebauten Durchgangsstrasse (!!)aus diversen Gründen bisher Grünland geblieben ist. Die Nachbarn, die dort hingezogen sind, wußten dies alle. Ein Biotop ist daraus auch nicht mehr zu machen, entsprechende Naturschutzvorgaben gelten nämlich nicht für Bauplätze. Was jetzt ansteht, ist die Änderung dieses Bebauungsplanes von reiner Wohnnutzung in ein Sondergebiet für den Lebensmittelmarkt. Nur darum geht es noch. Alle anderen Diskussionen hätten bereits vor einigen Jahren geführt werden müssen.

    Ob in Pforzheim jetzt bereits zu viel Ladenfläche existiert, ist sicherlich diskutabel, wird aber von dem vorgelegten Gutachten verneint. Aber wenn, ist dies eben an falschen Stellen der Fall. Für die Zukunft dürfte nämlich eine wohnortnahe Versorgung mit Lebensmitteln immer wichtiger werden, sodaß eher die Märkte auf der Grünen Wiese Probleme bekommen müßten. Und das Wohngebiet auf dem "Rod" wird durch den Markt eher aufgewertet. Sicherlich gibt es in unmittelbarer Nähe Beeinträchtigungen. Aber hier würde ich dringend empfehlen, gerade diese durch Vorgaben im Plan soweit möglich auszuschliessen bzw. zu minimieren. So kann z.B. im B.Plan die Anlieferung von Lebensmitteln oder Abholung von Leergut auf Zeiten nach 7 und vor 18 Uhr beschränkt werden, auch die Öffnungszeiten z.B. auf abends nur bis max. 20 Uhr. Die Ausladung selbst kann lärmgeschützt z.B. durch eine Einhausung erfolgen. Die Parkfläche kann in Nicht - Öffnungszeiten fest verschlossen sein u.v.a., sodaß gerade die Lärmbeeinträchtigungen sehr stark beschränkt werden können.

  4. #94
    Nicole vom Buckenberg
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    @Guri

    Ihre Argumente würde ich alle so bejahen würde es hier um z.B. die Bebauung der ehem. Nike Station gehen. Aber nochmals, der Grundstückseigentümer hätte da auch das Schloß Belevue nachbauen können, wären Sie da auch mit diesen, sicherlich im Kern nicht ganz unrichtigen, Argumenten gegen angegangen? Dafür (oder für ein kleineres Haus) ist das Grundstückl bisher gedacht gewesen. Darauf hab ich von Ihnen noch keinerlei Antwort bekommen.
    Und ob der Flächenverbrauch und der Liefer- und Kundenverkehr bei 200 kleinen Läden weniger ist als bei einem größeren sei mal dahin gestellt, eher ist es wohl so das sich das einfach mehr Verteilt. Die Summe ist die selbe.


    Ach ja dazu Zitat " Sie gehören vermutlich zu jener Bevölkerungsgruppe, die auf Kosten unterbezahlter Arbeiter ein erkleckliches Vermögen erreicht hat und nun denkt, ihr gehöre die Welt, und sie könnte damit machen, was sie wollte..." gehöre ich nicht. Ich bin Arbeitnehmerin der "Mittelschicht" nehme aber gerne Wohnortsnahe Einkaufsmöglichkeiten in meiner Nähe war weil es schlichtweg Zeit spart.
    Geändert von Nicole vom Buckenberg (26.04.2012 um 08:22 Uhr)

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