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  1. #1
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    Standard

    BADEN-BADEN. Der Dalai Lama ist am Dienstagabend in Baden-Baden mit dem Deutschen Medienpreis ausgezeichnet worden. Vor rund 600 Gästen erhielt er den Preis aus den Händen von Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU).

    Da ist es wieder, dieses weltbekannte, ansteckende Kichern am Ende des roten Teppichs. Der Dalai Lama gibt sich die Ehre, gut gelaunt und scherzend schlendert der „einfache Mönch“ in Baden-Baden an den Fotografen vorbei ins Kongresszentrum der Kurstadt. Und selbst, als er in seiner Rede als neuer Träger des Deutschen Medienpreises auf den Kampf seines tibetischen Volkes um Kultur- und Glaubensfreiheit zu sprechen kommt, liegt ein Lächeln auf seinem Gesicht. Mit deutlichen Worten warnt das geistliche und politische Oberhaupt der Tibeter vor einer Zerstörung der tibetischen Kultur durch die chinesische Regierung. Auch sein Laudator, Hessens Regierungschef Roland Koch (CDU), appelliert an Peking, den Druck auf Tibet aufzugeben.

    „Das tibetische Volk sieht es als Todesurteil an, dass die engstirnigen chinesischen Offiziellen im tibetischen Glauben und in unserem kulturellen Erbe eine Gefahr sehen“, warnt der Dalai Lama bei der Verleihung des Preises. Erneut versucht er zu beschwichtigen und sich als Mensch des Ausgleichs anzubieten. Sein Volk wolle sich keineswegs von China abtrennen. „Wir sind keine Bedrohung, sondern ein Reichtum für China“. Auch Koch, ein enger Freund des Dalai Lama, sieht die Chinesen in einer politischen Sackgasse. „Es gehört zu den größten Irrtümern der chinesischen Regierung zu glauben, dass der Tod des Dalai Lama eine Chance für die Befriedung des tibetischen Volkes sei könnte“, meint er. „Es ist aber genau das Gegenteil.“

    Lob, Bewunderung und warme Worte allerorten für den Friedensnobelpreisträger von 1989: Seit seiner Flucht aus China im März 1959 habe der „einfache Mönch“ eine „weltweite Präsenz“ erreicht, würdigte ihn der Unternehmer und Spender des jährlich vergebenen Medienpreises, Karlheinz Kögel.

    Als „personifizierte Botschaft von Mitgefühl, Gewaltlosigkeit, Toleranz und Menschlichkeit“ wird der Tibeter gesehen, „gar nicht genug auszeichnen“ könne man den Tibeter, schwärmte auch Schauspieler Erol Sander. Journalist Franz Alt sieht im Dalai einen Weltverbesserer: „Wenn wir mehr von diesen besonderen Menschen hätten, sähe die Welt heute anders aus.“

    Lächeln kann er, feiern will er dagegen zumindest in Baden-Baden weniger: Vor der abschließenden Party seiner deutschen Fans zieht sich der Dalai Lama am frühen Abend in sein Luxushotel an der Oos zurück. Er wolle meditieren – und er dürfe nach dem Mittagessen sowieso nichts mehr essen, sagt er und kichert.

  2. #2
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    Standard Unterstützen Sie den Fortbestand der tibetischen Kultur:

    Das Tibetische Zentrum Berlin sucht Sponsoren für:

    * Mönche, aus Tibet geflohen und ohne familiären Rückhalt in Indien
    * mittellose Nonnen in Tibet
    * Kinder in Tibet, die einen Sponsor brauchen, um eine Schulbildung erhalten zu können (Eltern können die hohen Schulgebühren der staatlichen Schulen nicht zahlen)

    Eine Patenschaft von nur 18 Euro/Monat hilft einem Mönch, einer Nonne oder einem tibetischen Kind:

    www.tibetzentrum-berlin.de/aktionen

    Können Sie helfen?

  3. #3
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    Ich trete zwar auch für ein freies Tibet ein, aber nicht unter der Herrschaft dieses Feudalherren Dalai Lama. Man braucht sich nur einmal das reale "alte Tibet" ansehen, jenseits dieser romantischen Verklärung. Allein der Dalai Lama hat 3000 Sklaven gehabt. Die tibetische Bevölkerung waren Leibeigene der Mönche. Wer ihren anweisungen wiedersprach dem drohten drakonische Strafen. Das tibetische Strafrecht zeichnete sich durch extreme Grausamkeit aus und leitete sich aus dem 13. Jahrhundert ab. Auspeitschung, das Abschneiden von Gliedmassen, das Ausstechen der Augen, das Abziehen der Haupt bei lebendigem Leibe und dergleichen waren übliche Strafen

    Tibet: Der Dalai Lama - Mythos und Wahrheit Teil 1


  4. #4
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    Zitat Zitat von Tendar Choeling Beitrag anzeigen
    Können Sie helfen?
    Nein!
    Und wieso lässt die Redaktion Werbung im Forum überhaupt zu? Die blöde WoW-kauft-Gold-Werbung wird doch auch gelöscht?
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  5. #5
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    Standard Kommunistische Propaganda?

    Ich weiß nicht in wie weit sie beide, Herr Makaveli86 und Herr Marcel, Opfer der chinesischen kommunistischen Propaganda geworden sind?
    Vielleicht sollten Sie auch mal folgende Seite lesen:
    [pdf]Die Erwiderung der Tibetischen Zentralverwal- tung (CTA) au...

    Es ist nicht korrekt, die alte tibetische Gesellschaft als "Feudalgesellschaft" oder "Sklavensystem" zu bezeichnen. Wahr ist hingegen, daß die traditionelle tibetische Gesellschaft - wie die der meisten asiatischen Gesellschaften und insbesondere der chinesischen - lange Zeit rückständig und dringend reformbedürftig war. Dennoch ist es völlig falsch, den Begriff "feudal" mit seinem Bezug auf das mittelalterliche Europa auf die traditionelle tibetische Gesellschaft anzuwenden. Tatsächlich war Tibet vor der Invasion wesentlich egalitärer als die meisten anderen asiatischen Länder in dieser Zeit.

    Hugh Richardson, der als letzter britisch-indischer Gesandter und erster des unabhängig gewordenen Indiens insgesamt neun Jahre in Lhasa verbrachte, schrieb: "Sogar die kommunistischen Schriftsteller mußten zugeben, daß die Unterschiede zwischen Reich und Arm in Tibet (vor 1949) nicht besonders groß waren." In ähnlicher Weise führt die International Commission of Jurists aus: "Nach unseren Untersuchungen basieren die chinesischen Behauptungen, es hätte vor dem Einmarsch Chinas keine Menschenrechte für die Tibeter gegeben, auf entstellten und übertriebenen Berichten über das Leben in Tibet."

    Die tibetische Regierung in Lhasa war sogar deutlich repräsentativer für die Bevölkerung als irgendwo sonst in Asien.
    Alle anderen Verwaltungsposten waren von Mönchen und Laien in gleicher Zahl besetzt. Während die Positionen der Laienbeamten erblich waren, standen die den Mönchen vorbehaltenen Posten für alle von ihnen offen. Eine große Anzahl der Mönchsbeamten stammte aus einfachen Verhältnissen.

    Die Todesstrafe war in Tibet verboten und Verstümmelungen konnte nur die Zentralregierung in Lhasa anordnen.1898 wurde in Tibet ein Gesetz erlassen, das derartige Strafen nur noch bei Hochverrat oder Verschwörung gegen den Staat zuließ. Der XIII. Dalai Lama setzte eine Vorschrift in Kraft, die es allen Bauern erlaubte, sich bei Mißhandlungen durch Landbesitzer direkt an ihn zu wenden.

    Der größte Teil des Landes war im alten Tibet im Besitz der Bauern. Sie zahlten ihre Abgaben in Naturalien an den Staat und schufen so die Grundlage für die Lebensmittellager der Regierung, deren Bestände an die Klöster, die Armee und landlose Beamte verteilt wurden. Manche beglichen ihre Steuern auch durch Arbeit and einige leisteten Transportdienste für Regierungsbeamte oder Klöster. Das von den Bauern bearbeitete Land war erblich. Der Bauer konnte es verpachten oder mit Hypotheken belasten. Es konnte ihm nur weggenommen werden, wenn er es versäumte, seine Abgaben - in welcher Form auch immer - zu leisten, und das kam nur selten vor. Er genoß praktisch die Rechte eines Grundeigentümers und zahlte seine Abgaben in der Regel in Naturalien.

    Ausländer wie Charles Bell, Hugh Richardson und Heinrich Harrer, die im unabhängigen Tibet lebten und arbeiteten, waren beeindruckt vom durchschnittlichen Lebensstandard gewöhnlicher Tibeter, denn er war höher als in den meisten anderen asiatischen Ländern. Hungersnöte waren vor dem chinesischen Einmarsch in Tibet unbekannt. Natürlich gab es Jahre mit Mißernten und Getreidemangel. Aber die Leute konnten sich dann etwas aus den von den Bezirksverwaltungen, Klöstern, Aristokraten oder reichen Bauern angelegten Vorratslagern leihen.

    In seiner Erklärung zum 10. März 2003 sagte S.H. der Dalai Lama: „Es muß unbedingt eingesehen werden, daß der tibetische Freiheitskampf nichts mit meiner persönlichen Position oder meinem persönlichen Wohlbefinden zu tun hat. Bereits 1969 habe ich deutlich gemacht, daß das tibetische Volk zu entscheiden habe, ob die jahrhundertealte Institution der Dalai Lamas fortgeführt werden soll oder nicht. In einer förmlichen Erklärung habe ich 1992 deutlich gesagt, daß ich kein Amt in der tibetischen Regierung und auch keine andere politische Position innehaben würde, wenn wir mit einem bestimmten Maß an Freiheit ausgestattet, nach Tibet zurückkehren könnten. Jedoch werde ich mich bis zu meinem letzten Atemzug für die Förderung menschlicher Werte und religiöser Harmonie einsetzen. Ich habe damals ebenfalls erklärt, daß die tibetische Regierung-im-Exil aufgelöst würde und die Tibeter in Tibet die Hauptverantwortung für die tibetische Regierung übernehmen müßten. Ich habe immer geglaubt, daß das Tibet der Zukunft eine säkulare und demokratische Regierung haben sollte. Daher ist die Befürchtung, wir betrieben die Restauration des alten tibetischen sozialen Systems, völlig grundlos. Kein Tibeter, ob im Exil oder in Tibet wünscht sich die Wiederherstellung der überholten ehemaligen Gesellschaftsordnung des Landes. Im Gegenteil, die Demokratisierung nahm schon kurz nach unserer Ankunft im Exil ihren Anfang und gipfelte 2001 in der Direktwahl unserer politischen Führung. Wir fühlen uns verpflichtet, energische Schritte zur weiteren Verbreitung demokratischer Werte unter den ganz normalen Tibetern zu unternehmen.“

    Herr Makaveli86, glauben Sie nicht daß Tibet auch in den letzten 50 Jahren eine gewisse Entwicklung durchgemacht hätte so wie viele andere nicht von China besetzte Länder dieser Erde auch?
    Letztlich wurden die Tibeter von den chinesischen Kommunisten ihres Besitzes enteignet und rechtlose Produktionssklaven.

    Tibet Initiative Deutschland e.V.

    „Seither herrschen Willkür, Folter sowie politische, religiöse und kulturelle Unterdrückung. Die chinesischen Machthaber vernichteten durch rücksichtslose Zwangskollektivierung die traditionelle Lebensgrundlage der Bauern und Nomaden. Sie zerstörten über 6000 Klöster, Tempel und historische Bauten, die Zentren der tibetischen Kultur und Religion. Mehr als eine Million Tibeter verloren infolge der chinesischen Militärherrschaft durch Hunger, Hinrichtung, Folter, Terror und Selbstmord ihr Leben“.

  6. #6
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    Standard Für humanitäre Ziele kann nicht oft genug geworben werden!

    Zitat Marcel:
    „Nein!
    Und wieso lässt die Redaktion Werbung im Forum überhaupt zu? Die blöde WoW-kauft-Gold-Werbung wird doch auch gelöscht“?

    Herr Marcel hier geht es um humanitäre Hilfe um die Herr Tendar Choeling bittet!
    Dafür kann gar nicht genug geworben werden.
    Sie sollten das eigentlich verstehen.
    Oder sind Sie ein Freund der chinesischen kommunistischen Okkupanten und Mörder?

  7. #7
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    Zitat Zitat von Silvio Corvaglia Beitrag anzeigen
    Oder sind Sie ein Freund der chinesischen kommunistischen Okkupanten und Mörder?
    Nein, sind Sie denn ein Freund tibetanischer Mörder und Folterer?
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  8. #8
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    Standard Der Dalai Lama in Baden-Baden: Kichern auf dem roten Teppich

    Nichts gibts, rein garnichts.
    Da gibt es 1000 wichtige Sachen vorher.

  9. #9
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    China ist eine dreckige Diktatur, 95% aller Hinrichtungen weltweit finden in China statt. Dort wird gefoltert, Korruption hat Verfassungsrang. Es gibt keine Menschenrechte, geschweige denn Meinungsfreiheit, Freizügigkeit, Grundrechte oder überhaupt irgenwelche Rechte.
    Und dieses edle System soll die Welt erlöst haben von den bitterbösen Tibetern?
    Pardon, da muss ich nochmal drüber nachdenken.

  10. #10
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    Zitat Zitat von Boulespieler Beitrag anzeigen
    China ist eine dreckige Diktatur, 95% aller Hinrichtungen weltweit finden in China statt. Dort wird gefoltert, Korruption hat Verfassungsrang. Es gibt keine Menschenrechte, geschweige denn Meinungsfreiheit, Freizügigkeit, Grundrechte oder überhaupt irgenwelche Rechte.
    Und dieses edle System soll die Welt erlöst haben von den bitterbösen Tibetern?
    Pardon, da muss ich nochmal drüber nachdenken.
    Die Quelle, die besagt dass 95% aller Hinrichtungen in China stattfinden wüsste ich gerne. Ich weiß von ca. 470 vollstreckten Hinrichtungen im Jahr 2007. In den USA wurden 42 hingerichtet im selben Jahr. Im Iran mindestens 335.
    Irgendwie befürchte ich deine Quelle kann ganz schlecht rechnen...

    (Soll natürlich nicht heißen, dass China deshalb zum perfekten Staat wird, aber man sollte bei der Wahrheit bleiben.)
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