PFORZHEIM. Auf vielen städtischen Gebäuden befinden sich Fotovoltaik-Anlagen. Doch diese werden privat genutzt. Die Fläche ist vermietet. Jetzt wurde bekannt, dass die Stadt für solch eine Installation eigenes Geld investiert.
Guter Brauch ist es geworden, dass Bürgermeister Alexander Uhlig die Mitglieder des Bau- und Liegenschaftausschusses von Zeit zu Zeit darüber unterrichtet, welche Baumaßnahmen derzeit anstehen.
So teilte Uhlig jetzt unter anderem mit, dass die Hachelbrücke von Juli bis September für 525.000 Euro saniert wird, dass die Stadt im Sanierungsgebiet Karl-Friedrich-Straße den Abbruch der Gebäude Turnstraße 1 und KF 54 mit 200.000 beziehungsweise 90.000 Euro unterstützt, und dass die Arbeiten an der Edison-Staffel (227.000 Euro) auf nächstes Jahr verschoben werden. Denn dazu muss eine Fahrspur der Schwarzwaldstraße gesperrt werden. Und darauf, so Uhlig, wolle man wegen der Teilsperrung der Jahnstraße und der damit verbundenen angespannten Verkehrssituation in diesem Bereich derzeit verzichten.
Zur Sprache kam auch die notwendig gewordene Dachsanierung und damit verbundene Mehrkosten von 160.000 Euro. Als Grund dafür nannte Uhlig eine Verstärkung des Dachaufbaus. Es mussten statische Verbesserungen vorgenommen werden, um hier auf dem größten städtischen Flachdach eine Fotovoltaik-Anlage installieren zu können.
„Kein gutes Geschäft“„Lohnt sich das?“ wollte Stadtrat Florentin Goldmann (CDU) wissen, um nach der Information durch Gerhard Biehmelt, dem Leiter des städtischen Gebäudemanagements, festzustellen: „Kaufmännisch ist das kein gutes Geschäft.“
Denn: Die Stadt selbst betreibt bisher keine der Fotovoltaik-Anlagen selbst, sondern stellt dazu die Dächer eigener Gebäude oder wie beschlossen, einen Teil der Kuppe auf der Deponie Hohberg privaten Investoren zur Verfügung. Dafür erhält sie Mieteinnahmen. Biehmelt verwies darauf, dass man im Einvernehmen mit der Kämmerei bisher darauf verzichtet, solche Anlagen selbst zu betreiben. So würden Personal- und Wartungskosten eingespart.
Ausschussmitglieder interessierte mit Blick auf die zusätzliche städtische Investition für die Heinrich-Wieland-Schule, we hoch die Einnahmen sind, die durch die Vermietung für eine privat betriebene Fotovoltaik-Anlage anfallen. Genaue Zahlen waren nicht zu erhalten. Doch wurde „über den Daumen gerechnet“ von rund 5000 Euro im Jahr gesprochen. Die Stadträte erwarten daher noch genauere Informationen. Zu stoppen sind die Zusatzmaßnahmen bei der Dachsanierung nicht mehr. Diese ist abgeschlossen, die Fotovoltaik-Anlage wird derzeit aufgebaut.



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