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  1. #1
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    Künftig sollen die Menschen in Baden-Württemberg erfahren können, was die Geschäftsführer von landeseigenen und mehrheitlich landesbeteiligten Unternehmen verdienen. Das ist gut so. Es gibt ein berechtigtes öffentliches Interesse daran, zu erfahren, was das Land nicht nur seinen Spitzenpolitikern, sondern auch seinen Spitzenmanagern bezahlt. Auch, wenn es inzwischen über zwei Jahre her ist, dass die Landesregierung genau diesen Beschluss schon einmal gefasst und die Umsetzung mit dem Hinweis darauf, eine entsprechende Regelung des Bundes abwarten zu wollen, immer wieder verschoben hat: besser spät als nie.

    FeigenblattAber es wird nicht nur im Fall etwa der Gesamtvergütung von Lotto-Geschäftsführer Frieder Repnik oder Rothaus-Chef Thomas Schäuble vermutlich Jahre dauern, bis die Summen bekannt werden – und das ist nicht gut so. Denn die Regelung soll ausdrücklich nicht für Altverträge gelten, sondern wird erst mit einer Vertragsergänzung, -verlängerung oder mit einem neuen Vertragsabschluss wirksam. Frühestens Mitte kommenden Jahres kann daher laut Finanzminister Stratthaus mit den ersten Angaben gerechnet werden.

    Damit hat die Landesregierung die Chance vergeben, sich tatsächlich zum Vorreiter unter den Bundesländern zu machen und nebenbei einer Neiddebatte den Garaus zu machen, die immer wieder dann aufflammt, wenn alt gediente Politiker wie eben einst Repnik oder Schäuble auf solche Managerposten wechseln, die dann schnell als „Versorgungsposten“ abqualifiziert werden.

    Was Stratthaus in den vergangenen Jahren immer als Argument gegen eine Veröffentlichung ins Feld geführt hatte – dass in Baden-Württemberg im Vergleich unterdurchschnittliche Managergehälter bezahlt werden – wäre in diesem Sinne eher ein Grund für die sofortige Offenlegung. Kaum vorstellbar, dass einer der betroffenen Geschäftsführer der Landesregierung eine nachhaltig vorgetragene Bitte um eine entsprechende Ergänzung seines Vertrages abschlägig beschieden hätte.

    So aber bleibt der Beschluss ein Feigenblatt. Denn vorerst wird tatsächlich gar nichts offengelegt.

  2. #2
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    Standard

    Es wäre sicherlich sehr Wünschenswert ,wenn Manager
    ihre Gehälter, in der Öffentlichkeit kundgeben würden! Aber dies ist auch nur ein Wunschdenken?
    Hier müßte dann ja so mancher Manager, der Bevölkerung gegenüber preisgeben, das ihre Gehälter, welche sie von der Landesregierung erhalten, denen von Landespolitikern, in keinster Weise nachstehen, auch wenn ein gewisser Herr Stratthaus argumentiert,das im Vergleich zu anderen Bundesländern, in Baden-Württemberg, "unterdurchschnittliche" Gehälter bezahlt werden!?

    Was versteht dieser Mann, unter dieser Formulierung?

    Wenn diese Herrschaften angeblich "so wenig" verdienen, dürfte es doch absolut kein Problem sein, sich zu Offenbaren?
    Aber weit gefehlt! Es könnte ja ans Tagelicht gelangen, das der eine wie auch andere Manager (wie gewisse Politiker) auch, in den Aufsichtsräten, großer Konzerne sitzen und da alles andere, als Hartz IV Beträge erhalten?

    Jeder dieser Herrschaften, in Führungsposition von Landeseigenen und mehrheitlich landesbeteiligten Unternehmen, wird "peinlichst" darauf achten,das die Gehälter welche sie erhalten,von denen ihrer "Konkurrenten" in anderen Bundesländern in keinster Weíse abweichen,sondern "eher" noch höher ausfallen!
    Die "Mehrheit" der
    Bevölkerung von Baden-Württemberg wäre geschockt, wenn die Geschäftsführer(Manager) der Landesregierung, ihre Gehälter offenlegen würden,was im grassen Gegensatz zu dem steht, was der Otto-Normalverbraucher, nach Hause bringt!

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