Ergebnis 1 bis 7 von 7
  1. #1
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    Standard

    PFORZHEIM/ENZKREIS.  Von August an gilt in den Bussen des Stadtverkehrs Pforzheim und des Verkehrsverbunds Pforzheim-Enzkreis: Vorne beim Fahrer einsteigen, Ticket vorzeigen oder lösen und hinten aussteigen.

    Was in anderen Städten wie Kassel oder Nürnberg bereits Alltag ist, soll im Sommer auch in den Bussen in der Stadt und der Region eingeführt werden: Gemäß dem Slogan „Vorne rein, hinten raus“ sollen die Kunden nur noch beim Fahrer einsteigen. Dadurch soll die Quote an Schwarzfahrern deutlich gesenkt werden, wie Johannes Schwarzer, Geschäftsführer des Stadtverkehrs Pforzheim (SVP) gestern erläuterte.

    Derzeit erwischen die Kontrolleure drei Prozent der kontrollierten Gäste als Schwarzfahrer. Insgesamt werden allerdings nur vier Prozent aller Fahrgäste kontrolliert.

    Durcheinander beseitigenDurch die Neuregelung hofft die Stadtverkehr auf geschätzte Mehreinnahmen zwischen 200 000 und 250 000 Euro. Die Summe errechnet sich nach Angaben von SVP-Sprecher Demmel durch die erhöhte Kontrollquote. Außerdem soll in den rund 70 Bussen, die täglich im Stadtgebiet unterwegs sind, das Durcheinander beim Rein und Raus durch die neue Regelung aufgelöst werden.

    Axel Hofsäß, Geschäftsführer des Verkehrsverbunds Pforzheim-Enzkreis (VPS), betonte, dass das Einsteigen im vorderen Bereich nur für rund 50 Busse eine Neuerung sei. Der Rest der rund 220 Fahrzeuge praktiziere bereits diese Form des Einsteigens. Auch Hofsäß rechnet im Verbund mit Mehreinnahmen von rund 300 000 Euro. Doch nicht alle Fahrgäste müssen umdenken: Eltern mit Kinderwagen, Behinderte im Rollstuhl sowie Personen mit sperrigem Gepäck dürfen den hinteren Eingang benützen.

    Auch an stark frequentierten Stationen wie Schulen dürfen die Schüler vorne und hinten in den Bus stürmen. Außerdem darf der Fahrer auch situationsbedingt entscheiden: „Wenn’s gewittert und in Strömen regnet, dann mache ich die Türen auf“, erklärt Hofsäß. Außerdem können Gäste mit Mehrwertkarten in stressigen Zeiten von den Fahrern gebeten werden, ihre Karte selbst im hinteren Bereich zu entwerten.

    Für die Umstellung werden einige Busse vorne im Eingangsbereich umgebaut, damit es nicht zu Drängeleien kommt. Außerdem seien die Mitarbeiter geschult worden, berichtet Schwarzer. Zusätzlich werden die Fahrgäste im Stadtgebiet – immerhin registriert die Stadtverkehr rund 60 000 Fahrten täglich – über die Umstellung informiert. Nicht umgestellt wird indes die Kontrolle der Schwarzfahrer: Die fünf hauptamtlichen Kontrolleure bleiben wie weitere Mitarbeiter im Einsatz. So soll gewährleistet werden, dass niemand auf Kosten des Anderen mitfährt“, sagt Schwarzer. Der SVP-Chef  ist sich auch darüber im Klaren, dass „am Anfang alle lernen müssen“.

  2. #2
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    Standard Komfort ade

    klar das wir alle und speziell die Benutzer des ÖVP zahlen und zahlen müssen für diesen Service und Kontrolle leider Not tut. Aber solche Formulierungen durcheinander beim Aus- und Einsteigen diffamiert die Benutzer für nicht fähig als sehr flache Begründung. Und der Komfort für schnelles Ein-und Aussteigen geht verloren-logischerweise weil in 3 Türen nun mal in gleicher Zeit mehr Leute rein gehen wie durch eine.(Physik, 6Klasse) Also Klartext und nicht so eine herablassende Begründung.
    MfG Hercynia

  3. #3
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    Standard

    Na, als herablassend würde ich das nicht bezeichnen. Es ist leider sehr oft so, dass gerade ältere Fahrgäste nicht aussteigen können, weil vorne gedrängelt wird. Jeder will nen Sitzplatz, und da wird oftmals auch keine Rücksicht genommen.

    Der Weg, den die SVP da gehen ist auf jeden Fall sinnvoll. Schließlich können sich die Schwarzfahrer nicht mehr sicher sein, ohne Bezahlung befördert zu werden. Das Risiko erwischt zu werden, und dann quasi vor allen Fahrgästen bloßgestellt zu sein, wird sicherlich den Einen oder Anderen zum Umdenken bewegen.

    Und noch Eines darf man nicht vergessen. Es heißt immer, dass dies nicht funktioniert, aber wenn es nicht funktioniert, dann liegt es mit Sicherheit an den Fahrgästen, die trotzdem sie wissen, dass man vorne einsteigen soll, versuchen hinten einzusteigen. So geschieht es jedenfalls jetzt schon abends nach 21 Uhr. Auch wíssen viele Fahrgäste oftmals nicht, dass man im Bus zahlen muss. Wie sonst ist es zu erklären, dass viele Fahrgäste erst in ihren Taschen gruschteln müssen, um dann das Ticket zu bezahlen?!

    Ich bin sicher, dass die Forennutzer hier das natürlich von Anfang an richtig machen, damit die Verspätungen der Busse dann nicht das nächste Thema sind.

    gruß
    avalon 2008

  4. #4
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    @ avalon
    Und Sie glauben tatsächlich, dass durch die Möglichkeit des Vorne-Einsteigens die älteren, gehbehinderten Personen oder werdenden Mütter oder Mütter mit Kleinkindern bei Gedränge die Möglichkeit auf einen Sitzplatz haben?

    Das wird in der Stadt nicht anderst sein als im Regionalverkehr. Die jüngeren, insbesondere die Schüler, benutzen die Ellbogen und drängeln sich durch. Sie besetzen noch Plätze für ihre Freunde mit ihrem Schulranzen oder belegen den Innenplatz mit Kleidung und zusätzlicher Sporttasche und stellen sich auf taub.

    Ich denke, dass es sehr viel Unmut und Ärger geben wird. Der Stadtbusfahrer, auf dessen Rücken das alles ausgetragen wird, tut mir leid - aber auch viele andere (siehe oben).
    Geändert von Susi (15.07.2009 um 12:11 Uhr)

  5. #5
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    Ich habe nicht gesagt, dass die Chancen auf einen Sitzplatz dadurch größer werden. Was ich meinte, war einfach die Tatsache, dass viele einfach Rücksichtslos auf ihrem Recht beharren, und nicht an ihre älteren und behinderten Mitmenschen denken. Und dass es oft genug bei größeren Menschenmengen zu einem Gedrängel zwischen ein- und aussteigenden kommt wissen wir alle. Insofern fällt dieses auf jeden Fall weg, da der Strom eben von vorne nach hinten läuft.

    Wir sollten einfach abwarten, wie sich die ganze Sache entwickelt. Mitte August werden wir sicherlich feststellen, dass es gar nicht so schlimm ist, wie wir alle gedacht haben.

    gruß
    avalon 2008

  6. #6
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    Standard einfach mal abwarten....

    in anderen ländern auf der welt und in anderen städten in deutschland funktioniert das doch auch -> wir dürfen doch auch nicht bei rot über die ampel fahren + alle halten sich dran....obwohl manchmal ja trotzdem "frei" ist...insofern in einigen monaten sind wir klüger...

  7. #7
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    Standard Kreisläufer an der Bushaltestelle

    Hallo S.

    du hast vielleicht schon von der neuen Maßnahme der Stadtwerke gegen Schwarzfahrer gehört: ab kommenden Monat darf hinten nicht mehr eingestiegen werden.

    Vorhin habe ich an der Leopoldstraße brav auf meinen 4er gewartet und dabei ist mir eine Laufschrift an den neuen elektronischen Anzeigetafeln aufgefallen:

    "Ab 1.August 2009: Vorne einsteigen, Ticket zeigen und hinten aussteigen. Danke."

    **hmmm -- nochmal lesen ...

    "Ab 1.August 2009: Vorne einsteigen, Ticket zeigen und hinten aussteigen. Danke."

    **hmmm

    Bin dann, als mein 4er kam, erstmal zu dem Fahrer und fragte ihn höflich, wie ich denn ab August nach Würm kommen könnte ....!!!!

    Liebe Grüße :-))
    Etisey

    ************************************************** ****

    Hallole,
    ich hoffe, der Fahrer konnte dir eine befriedigende Auskunft geben.
    Meine Idee: Von Haltestelle zu Haltestelle ist es meist nicht sehr weit……wenn du nach den Busbesuchen jeweils zur nächsten Haltestelle läufst hast du Bewegung und trotzdem den Eindruck, mit öffentlichen Verkehrsmitteln weiter zu kommen.
    Leider musst du die Distanz Fahrer-Ausgang immer dreifach gehen. Deshalb wäre die Idee, zu Fuß nach Würm zu gelangen deutlich effektiver; leider hättest du dabei deine Monatskarte nicht ausgenutzt.
    Meine Empfehlung:
    Gehe zu Fuß und warte an deiner Aussteigehaltestelle auf den Bus, dann steigst du vorne ein, hinten aus….schnell vorne wieder ein, hinten aus….schnell vorne wieder ein, hinten aus….schnell vorne wieder ein, hinten aus….schnell vorne wieder ein, hinten aus….schnell vorne wieder ein, hinten aus….schnell vorne wieder ein, hinten aus….schnell vorne wieder ein, hinten aus….schnell vorne wieder ein, hinten aus….schnell vorne wieder ein, hinten aus….schnell vorne wieder ein, hinten aus………………………………….solange, bis sich deine Monatskarte gelohnt hat.
    Ich hoffe, ich konnte dir bei deinem Problem weiterhelfen (Wanderschuhe von Loba sind echt gut), und grüße alle, die die grüne Welle der Vernunft benutzen,
    S.

    ************************************************** ********************************************

    Hallo S.,
    habe mit großer Dankbarkeit deine an Genialität grenzenden Vorschläge entgegennehmen dürfen und mich sehr darüber gefreut. Ich entschied mich, zügig vorzugehen und im Zuge des Heimwärtsstrebens nach einem gestrigen Einkauf in der Stadt gleich mal deine erste Idee auszuprobieren:

    Zur Erinnerung: Meine Idee: Von Haltestelle zu Haltestelle ist es meist nicht sehr weit……wenn du nach den Busbesuchen jeweils zur nächsten Haltestelle läufst hast du Bewegung und trotzdem den Eindruck, mit öffentlichen Verkehrsmitteln weiter zu kommen. Leider musst du die Distanz Fahrer-Ausgang immer dreifach gehen.

    Vorüberlegung und pragmatischer Ansatz:
    Sollte die Idee gut sein, müsste sie auch an Sonn- und Feiertagen funktionieren (-> ausgedünnter Fahrplan). Außerdem will ich manchmal auch am Bahnhof einsteigen ...
    Den Sonntag wollte ich bei der ersten Probe nicht simulieren (hatte Angst wegen meinen eingekauften Frisch-Joghurts), dafür wenigstens die Starthaltestelle Hauptbahnhof ...

    Hauptbahnhof.............18.20 Uhr
    Bahnhofstraße.............18.52 Uhr (nach 2 Zigaretten auf der Wartebank)
    Leopoldstraße..............19.23 Uhr (nach Grillmaster Curry-Wurst)
    Sedanplatz...................19.54 Uhr (Sitzbank zwei Zigaretten, danach hier etwas Probleme wg. 1 Kinderwagen und 2 Fahrräder im Bus)
    Schmuckmuseum........ 20.25 Uhr (Wartezeit mit ersten Sorgen wg. Joghurts, 2 Zigaretten)
    Calwer Straße.............. 20.56 Uhr (vorher an Tankstelle Päckchen Zigaretten gekauft, ansonsten zufriedenes Zwischenresumee)
    Kupferhammer............ 21.27 Uhr (hurtig verflogene Wartezeit beim Bestaunen von Kreisverkehrsmentalität der Autofahrer)
    Altes Sägewerk............ 22.29 Uhr (aha! Abends muss man länger warten, dafür auch länger laufen)
    Würmblick...................23.31 Uhr (Wanderung durchs Würmtal bei Dunkelheit, Busfahrer hätte beinahe zum Aussteigen nicht mehr aufgemacht .. ich war zugebenermaßen etwas langsamer geworden) ---> weiter bei (*)
    Würmtalstraße
    Post
    Fahrstraße
    Würmer Hauptstraße
    Hölderlinstraße
    Ritterstraße

    (*)
    Zwischenresultat: Prinzipiell ganz gute Idee, etwas erhöhte Wartezeit und Schuhverschleiß.

    Derzeitiger Standort: Bin von der Haltestelle Würmblick wieder etwas zurück gelaufen und befinde mich derzeit (03.53 Uhr) auf einem Grillplatz. Habe nach zwei Stunden intensiven Verhandelns einen Mann dazu überreden können (gegen zwei Erdbeer-Joghurts), mir seinen Laptop mit Funk-Internetzugang zu borgen, von dem ich dir jetzt diese kurze Antwort- und Rapportmail senden kann.

    Konsistenz meiner Joghurts: naja ... werd' ich wohl bis zum ersten Morgenbus 6.26 Uhr alle besser vor Ort verspeisen.

    Ich berichte dann wieder vom endgültigen Ergebnis deiner ersten Idee (voraussichtlich 13.00 Uhr ... kann aber auch später werden. Die Prüfung deines zweiten Vorschlags nehme ich mir mal für die nächste Woche vor ... bitte gedulde dich diesbezüglich noch solange mit einer Bewertung.

    Brrrr .... Regen, Regen ...
    trotzdem liebe nächtliche Grüße :-))
    Etisey

    ************************************************** **

    Na also, du siehst, du kannst dein Leben auf diese Art noch mal richtig entschleunigen!!!!
    Ich bin mal gespannt auf das Testergebnis meines 2.Vorschlags…..ich befürchte fast, das Tempo wird dir nach deiner ersten Erfahrung nicht mehr liegen.
    Den Einkauf würde ich aber bei deiner neu erworbenen Reisegeschwindigkeit doch eventuell nach Würm verlagern….dort gibt es eh fast alles, so dass du dich beim Bus fahren 100% auf diese neue Art des Reisens konzentrieren kannst.
    Schwierig wird es eventuell, wenn alle Fahrgäste diese geniale Art übernehmen wollten……mit überfüllten Gehwegen und Staus an den Fußgängerampeln wird das Bus fahren aber vielleicht auch kommunikativer.
    Solltest du bis 1. August noch weitere Lösungsvorschläge brauchen - du kannst dich gerne melden.
    Grüße,
    S.


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