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Thema: Jungem Gambier droht Abschiebung - Ispringer Ehrenamtliche empört

  1. #1
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    Standard Jungem Gambier droht Abschiebung - Ispringer Ehrenamtliche empört

    Ispringen. Masaneh Makalo ist seit fast zwei Jahren in Deutschland. In Ispringen hat der gebürtige Gambier ein neues Zuhause gefunden. Jetzt soll der 21-Jährige zurück in den westafrikanischen Staat, aus dem er Anfang 2015 geflohen ist. Vor zwei Wochen bekam Makalo seinen Abschiebebescheid. Eigentlich sollte er Ispringen innerhalb von 30 Tagen verlassen, doch er geht gerichtlich gegen die Entscheidung vor. Helfer aus Ispringen stärken ihm den Rücken.
    Zum Artikel: Jungem Gambier droht Abschiebung - Ispringer Ehrenamtliche empört

  2. #2
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    So ist das in einem Rechtsstaat. Das eigentliche Problem ist, dass nicht konsequent abgeschoben wird und wir kein richtiges Zuwanderungsgesetz haben, was u.a. auch mal die ganzen Armutszuwanderung bremst und die wirtschaftlich vorteilhafte Zuwanderung von voll ausgebildeten Arbeitskräften fördert.

  3. #3
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    Zitat Zitat von Webmaster Beitrag anzeigen
    Ispringen. Masaneh Makalo ist seit fast zwei Jahren in Deutschland. In Ispringen hat der gebürtige Gambier ein neues Zuhause gefunden. Jetzt soll der 21-Jährige zurück in den westafrikanischen Staat, aus dem er Anfang 2015 geflohen ist. Vor zwei Wochen bekam Makalo seinen Abschiebebescheid. Eigentlich sollte er Ispringen innerhalb von 30 Tagen verlassen, doch er geht gerichtlich gegen die Entscheidung vor. Helfer aus Ispringen stärken ihm den Rücken.
    Zum Artikel: Jungem Gambier droht Abschiebung - Ispringer Ehrenamtliche empört
    Ich würde vorschlagen, dass man für die ehrenamtlich Empörten in solchen Fällen die Möglichkeit einer Patenschaft einrichtet. Wobei dem Kreis der Unterützer natürlich keine Grenze gesetzt ist.
    Also da hat sich ein junger Mann gut eingelebt (was immer das auch heißen mag, macht er eine Ausbildung?) und man hat große Hoffnungen, dass er hier in Deutschland seinen Weg machen kann.
    Für alle, die von seinen positiven Eigenschaften so hundertprozentig überzeugt sind, wäre es doch ein leichtes und risikoloses Unterfangen in Form einer Bürgschaft für diesen jungen Mann gemeinsam zu garantieren.
    Sollte er wider Erwarten arbeitslos werden, würden die Paten einspringen und ihm seinen Lebensunterhalt sichern, im Krankheitsfall die Behandlungskosten. Würde er, was ja nicht möglich scheint, mal auf die schiefe Bahn geraten würden die Paten eventuelle Schadenersatzforderungen ausgleichen oder im schlimmsten Fall die Kosten eines Gefängnisaufenthaltes übernehmen.

    Nach 5 Jahren tadelloser Führung und vorausgesetzt, dass er selber für seinen Lebensunterhalt sorgen kann sollte der Gambier, wenn er denn will, die deutsche Staatsbürgerschaft beantragen dürfen. Mit Erteilung der Staatsbürgerschaft wären die Paten von ihrer Verpflichtung entbunden.

    Schade dass es so ein Modell nicht gibt. Die Menschen vor Ort können sicher besser beurteilen als eine weit entfernte zentrale Behörde, wer sich hier in die Gesellschaft problemlos einfügt. Die Ehrenamtlichen müssten sich nicht mehr empören und könnten den jungen Mann tatkräftig unterstützen und ihm einen weiteren Aufenthalt gewährleisten und auch die deutsche Staatsbürgerschaft in Aussicht stellen. Der Kreis der Unterstützer ist riesig, so dass dem Einzelnen kein unüberschaubares finanzielles Risiko droht. Fremdenfeinde könnten nicht mehr argumentieren, dass die Sozialkassen überstrapaziert werden, denn die soziale Sicherung übernehmen ja in den ersten fünf Jahren die Paten.

  4. #4
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    Zitat Zitat von nanos Beitrag anzeigen
    Ich würde vorschlagen, dass man für die ehrenamtlich Empörten in solchen Fällen die Möglichkeit einer Patenschaft einrichtet. Wobei dem Kreis der Unterützer natürlich keine Grenze gesetzt ist.
    Also da hat sich ein junger Mann gut eingelebt (was immer das auch heißen mag, macht er eine Ausbildung?) und man hat große Hoffnungen, dass er hier in Deutschland seinen Weg machen kann.
    Für alle, die von seinen positiven Eigenschaften so hundertprozentig überzeugt sind, wäre es doch ein leichtes und risikoloses Unterfangen in Form einer Bürgschaft für diesen jungen Mann gemeinsam zu garantieren.
    Sollte er wider Erwarten arbeitslos werden, würden die Paten einspringen und ihm seinen Lebensunterhalt sichern, im Krankheitsfall die Behandlungskosten. Würde er, was ja nicht möglich scheint, mal auf die schiefe Bahn geraten würden die Paten eventuelle Schadenersatzforderungen ausgleichen oder im schlimmsten Fall die Kosten eines Gefängnisaufenthaltes übernehmen.

    Nach 5 Jahren tadelloser Führung und vorausgesetzt, dass er selber für seinen Lebensunterhalt sorgen kann sollte der Gambier, wenn er denn will, die deutsche Staatsbürgerschaft beantragen dürfen. Mit Erteilung der Staatsbürgerschaft wären die Paten von ihrer Verpflichtung entbunden.

    Schade dass es so ein Modell nicht gibt. Die Menschen vor Ort können sicher besser beurteilen als eine weit entfernte zentrale Behörde, wer sich hier in die Gesellschaft problemlos einfügt. Die Ehrenamtlichen müssten sich nicht mehr empören und könnten den jungen Mann tatkräftig unterstützen und ihm einen weiteren Aufenthalt gewährleisten und auch die deutsche Staatsbürgerschaft in Aussicht stellen. Der Kreis der Unterstützer ist riesig, so dass dem Einzelnen kein unüberschaubares finanzielles Risiko droht. Fremdenfeinde könnten nicht mehr argumentieren, dass die Sozialkassen überstrapaziert werden, denn die soziale Sicherung übernehmen ja in den ersten fünf Jahren die Paten.
    In Berlin wurde vor einigen Jahren der "Verein Flüchtlingspaten" gegründet nachdem der Papst auf Lampedusa die mangelnde Hilfsbereitschaft kritisiert hatte. Doch jetzt bemerken einige Mitglieder, dass sie finanziell vor dem Ruin stehen, weil der Staat bis zu 32000 Euro von den Paten gefordert hat.

  5. #5
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    Zitat Zitat von Störtebeker Beitrag anzeigen
    In Berlin wurde vor einigen Jahren der "Verein Flüchtlingspaten" gegründet nachdem der Papst auf Lampedusa die mangelnde Hilfsbereitschaft kritisiert hatte. Doch jetzt bemerken einige Mitglieder, dass sie finanziell vor dem Ruin stehen, weil der Staat bis zu 32000 Euro von den Paten gefordert hat.
    Die Gründer der Initiative äußern sich dazu recht gelassen.Ob alle diese Gelassenheit teilen können sei mal dahingestellt.
    Wer mit einem schnelleren Ende gerechnet hatte, wurde enttäuscht – und muss nun bis zu drei Jahren für Lebensunterhalt und Miete seines Schützlings – meist maximal 800€ im Monat – aufkommen. Die Ausländerbehörden etc., die ein früheres Ende in Aussicht gestellt haben, sehen sich nicht in der Verantwortung. Das führt zu recht zu Unmut und Medienberichten wie den heutigen.
    Mit unserer Arbeit hat all das aber nichts zu tun. Denn wir sind von vorneherein von der maximalen Laufzeit ausgegangen. Als wir 2015 gestartet sind, galt eine Bürgschaft in Berlin und Brandenburg sogar noch unbefristet; unsere ersten Verpflichtungsgeber – darunter auch viele Vereinsgründer wie Ulrich Karpenstein und Martin Keune – mussten mit einer notfalls lebenslangen Verpflichtung rechnen und unterschrieben trotzdem
    Vor dieser idealistischen Einstellung muss Kritik verstummen.
    Wer allerdings ruft "no borders und refugees welcome" und dann die Verpflichtungen und Lasten aus seiner moralischen Selbsterhöhung auf andere verteilt, die er ansonsten gern als Spiesser, Rassisten und Schlimmeres betitelt, hat scharfe Kritik verdient.
    Geändert von nanos (12.04.2017 um 12:15 Uhr)

  6. #6
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    Wenn er gut Deutsch sprechen kann und eine Arbeit hat, dann soll er doch eine befristete Aufenthaltsgenehmigung bekommen. Ob er dann aus dem tibetanischen Hochland, Mauritius, Hindukusch oder sonst woher kommt wäre für mich unbedeutend.
    Erfüllt er diese Kriterien nicht, dann die Abschiebung eine harte aber für mich logische Konsequenz.
    Den Vorschlag für die Paten könnte man auch als hinterhältig einstufen.

  7. #7
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    Zitat Zitat von Faelchle Beitrag anzeigen
    Den Vorschlag für die Paten könnte man auch als hinterhältig einstufen.
    Schreiben Sie das doch denen

    Flüchtlingspaten Syrien e.V.
    Paulstraße 19
    10557 Berlin

    Für Ihre Kontaktaufnahme benutzen Sie bitte möglichst unser KONTAKTFORMULAR, das Sie gleich an die oder den zuständige/n Ehrenamtliche/n weiterleitet. Nur bei dort nicht aufgeführten Bereichen wenden Sie sich bitte direkt an info@fluechtlingspaten-syrien.de. Sie erleichtern damit unsere rein ehrenamtliche Arbeit sehr. Herzlichen Dank!
    Amtsgericht Charlottenburg VR 33937 B
    Vorsitzende: Tina Mede, Remo Klinger, Martin Keune
    und erzählen uns dann bei Gelegenheit was die zu Ihrem Vorwurf der Hinterhältigkeit gesagt haben.
    Oder bewerben sie sich gleich als Verpflichtungsgeber
    Anfragen verzweifelter Familien erhalten wir jeden Tag, Spendengelder und auch regelmäßige Patenschaften fließen erfreulich gut. Das Nadelöhr: Wir brauchen auch Verpflichtungsgeber/innen, die fünf Jahre lang mit ihrem Namen für den Zuzug Angehöriger bürgen und ihre „Bonität“ von monatlich mehr als 2.220 € netto* gegenüber der Ausländerbehörde dokumentieren können. Wir als Verein leisten intensive Unterstützung, beraten und begleiten gern – und übernehmen bei den Flüchtlingen alle Kosten, die sonst die oder der Verpflichtungsgeber/in tragen müsste. Könnte die Unterschrift unter eine Verpflichtungserklärung für Sie in Frage kommen? Dann freuen wir uns über Kontaktaufnahmen aus ganz Deutschland!
    Mein Vorschlag ist scheinbar ein alter Hut. Neu ist nur der Gedanke auch ausreispflichtigen, abgelehnte Asylbewerbern so eine Patenschaft zu gewähren, wenn so günstige Vorausetzungen wie beschrieben vorliegen.

    Und was ist daran hinterhältig? Vielleicht, dass dadurch enttarnt werden könnte, dass der Kreis der Unterstützer eines solchen Vorhabens überschaubar klein bleiben könnte?
    Dann wären ja die, welche immer gegen Abschiebung sind, offenen Grenzen wünschen und Deutschland in der Verantwortung für das Elend der Welt sehen die Hinterhältigen.
    Geändert von nanos (12.04.2017 um 16:47 Uhr)

  8. #8
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    Zitat Zitat von Störtebeker Beitrag anzeigen
    In Berlin wurde vor einigen Jahren der "Verein Flüchtlingspaten" gegründet nachdem der Papst auf Lampedusa die mangelnde Hilfsbereitschaft kritisiert hatte. Doch jetzt bemerken einige Mitglieder, dass sie finanziell vor dem Ruin stehen, weil der Staat bis zu 32000 Euro von den Paten gefordert hat.
    Dann soll gefälligst der Papst zahlen ! *ironie aus*
    ---------
    „Denke niemals dass der Krieg, egal wie erforderlich oder wie begründet er ist, kein Verbrechen sei.“ E.Hemingway
    ________
    ... und so mancher Beitrag ist (mir) keine Antwort wert.



  9. #9
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    Ja, wenn ihm Abschiebung droht, wird es wohl eine asylablehnung oder ähnliches gegeben haben - auf jeden Fall hat die Behörde was dagegen, dass er hier bleibt (sind bestimmt Nazis die seinen Antrag abgelehnt haben )
    Warum will also irgend ein Bürger über die Hoheit des Staates Hi weg entscheiden?

  10. #10
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    Das Problem haben sich auch die Flüchtlingsunterstützer mit ihrer politischen Haltung selbst zuzuschreiben.

    In der Euphorie der Jahre 2014/15 sah man in jedem der Zugewanderten einen schutzbedürftigen Verfolgten. Dass viele dieser Menschen Wirtschaftsmigranten sind, hat man ausgeblendet. Und jetzt muss man über Abschiebungen jammern, weil im Verfahren vor dem BAMF herausgekommen ist, dass eben doch nicht alle Verfolgte sind.

    Man hätte gut daran getan, von Anfang an bei der Wahrheit zu bleiben und zwischen Asyl und Migration zu unterscheiden. Dieser junge Flüchtling wäre ein klassischer Fall, dem man im Rahmen eines Zuwanderungsgesetzes (= geregelte und begrenzte Zuwanderung) eine Chance geben könnte. Aber anstatt dass unsere Politik sich um ein ensprechendes Gesetz gekümmert hätte, hat sie völlig unkontrolliert über eine Million Menschen unter dem Zauberwort "Asyl" ins Land gelassen.

    Jetzt ist die Konsequenz, dass zum Teil Menschen wieder gehen müssen, die sich hier intensiv um Integration bemüht und Ausbildung/ Arbeit gefunden haben. Wohingegen andere z.B. ihre Identität verschleiern, keinen Finger für die Integration rühren und trotzdem bleiben dürfen.

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