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  1. #1
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    Standard

    MAULBRONN/MÜHLACKER. Der erste schwere Motorradunfall der neuen Saison in Maulbronn hat die Polizeidirektion auf den Plan gerufen. Sie will in den nächsten Tagen die Zweiradpiloten im Enzkreis intensiver kontrollieren.

    Beim schweren Zusammenprall am Sonntag war ein 60-jähriger Harley-Fahrer an der Einfahrt zur B 35 bei Maulbronn-West schwer verletzt worden. Per Hubschrauber wurde er in eine Spezialklinik nach Karlsruhe geflogen (die PZ berichtete). „Ein motorisierter Zweirad-Fahrer hat ein 17-fach höheres Unfallrisiko als ein anderer Verkehrsteilnehmer“, stellte gestern Polizei-Pressechef Wolfgang Schick gegenüber der PZ fest. Gezielte Kontrollen der Motorradfahrer stünden bevor, wenn bei wärmeren Temperaturen noch mehr Maschinen auf der Straße rollten. Er nahm ebenso die Autofahrer in die Pflicht. Ein Motorrad nähere sich sehr schnell. Die Entfernung sei „schlecht einzuschätzen“. Das könnten Gründe für den Zusammenstoß in Maulbronn sein, wo ein nach links abbiegender Audifahrer dem ihm entgegenkommenden Harley-Veteranen vermutlich die Vorfahrt nahm.

    Auch Paul Kessler, Vorsitzender vom Rad- und Kraftfahrverein in Lomersheim, betonte aus Erfahrung: „Ein Motorradfahrer wird oft übersehen“. Nach seiner Analyse sind die Bergstrecken von Dürrmenz auf die Platte nach Pinache (L 1134) und von Lomersheim über die Enz nach Großglattbach (K 4504), der Aufstieg von Lienzingen nach Zaisersweiher (L 1134) sowie die Verbindung von Illingen nach Schützingen (K 4510) für Motorradfahrer gefährlich. „Warnschilder wie die Katze am Plattenwald sorgen für mehr Aufmerksamkeit“, betonte Kessler. Die Straßenbauämter müssten mehr Aufpralldämpfer auf die Leitplanken montieren, um schwere Verletzungen bei Unfällen von Motorradfahrern zu verhindern. Sportfahrer Joachim Vogel vom MSC Mühlacker ging noch weiter. Er forderte zum Schutz seiner Gilde den Abbau von Leitplanken wie an der B 10 bei Enzberg. „Sie sind allein Geldverschwendung. Sie lenken die Fahrzeuge zurück in den Gegenverkehr und verschlimmern die Unfallfolgen“, sagte er. Der Organisator des Illinger Motorrad-Herbstes, Jochen Protzer, warnte seine Biker-Freunde vor den immer spitzer werdenden Kurven im Stromberg, im Enztal und im Heckengäu. Zu Beginn einer neuen Saison sei es riskant, die eigenen Fähigkeiten zu überschätzen. Anfangs habe er immer Sorge, „etwas wackelig“ auf seiner Maschine zu sitzen. Die Polizei ermahnte die Motorradfahrer, vor der Fahrt auf der Straße einige Runden auf dem Verkehrsübungsplatz zu drehen.

  2. #2
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    Standard Motorradfahrer + Risiko

    Hallo,

    ich bin selbst Motorradfahrer. Es ist richtig, dass auf die gegenseitige Rücksichtnahme von Auto- und Motorradfahrern verwiesen wird. Beide Parteien sind in der Pflicht.

    Was im Artikel über Aufpalldämpfer berichtet wird ist unzureichend. Diese umschliessen nur die Standpfosten und werden oftmals noch durch Mäharbeiten beschädigt. Sinnvoller wäre in sturzgefährdenten Bereichen an den vorhandenen Leitplanken ein Unterfahrschutz nach dem Typ "Euskirchen" anzubringen, der auch von der BAST getestet ist und vom Verein www.mehrsi.org unterstützt wird.

    Freundliche Grüsse,
    U.we

  3. #3
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    im Enzkreis, wie der Nick schon sagt
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    Daumen hoch Gute Fahrt an alle Biker und schön aufpassen !!!!

    Hallo U.we!

    Grundsätzlich gebe ich Dir recht! Aber man soll sich nie auf andere verlassen, sonst bist Du verlassen, wie ich schon oft feststellen konnte. Ich fahre zwar nur einen "Chopper" mit wenig Hubraum und sehr defensiv durch die Gegend, aber was ich alleine mit dem Ding und (mit) anderen Pkw-Fahrern schon erlebt habe, schreit teilweise zum Himmel. Ich bin zwar auch immer gerne schnell gefahren, aber mit einem "Renner" möchte ich heute nicht mehr fahren. Das wär mir dann doch zu stressig, wie manche Autofahrer gedankenlos und "Kinder erziehend" durch die Gegend fahren, pfffffffffffff.
    Gegen Kontrollen der Polizei habe ich persönlich nichts einzuwenden, solange sie nicht zu pingelig werden. Na dann, Gute Fahrt an alle Biker, und schön aufpassen!

    MfG

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