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Thema: Büro Mama

  1. #1
    Administrator
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    Vom „Hotel Mama“ hat sicher jeder schon gehört oder gelesen, ebenso von Mama als „Service-Station“ fürs leibliche und seelische Wohl. Aber was ist mit dem „Büro Mama“? Wird das im modernen Leben nicht auch immer wichtiger? Und wo befindet es sich eigentlich?

    Neulich bekam ich ein T-Shirt geschenkt mit der Aufschrift: „Die Erde ist ein Narrenhaus - und hier ist die Zentrale!“ Ich muss zugeben, dass daran etwas Wahres ist. Die Welt wird immer komplexer, immer ver-rückter, und da sind Zentralen, wie etwa auch familiäre Zentralstellen, durchaus sinnvoll.

    Nicht nur bei uns zu Hause, sondern genauso bei vielen anderen Familien, konnte ich beobachten, dass bei der Ursprungs-Mama, die vielleicht bereits Oma ist, die Familienfäden immer noch zusammenlaufen und sich so die Bande (Ihr merkt gleich, wie ich dies Wort gemeint habe) nicht zu sehr lösen oder gar miteinander verheddern. Das kann selbst oder gerade mit älteren Kindern für die Mutter zum Sekretärinnen-Dienst werden, halt zum „Familienbüro Mama“. Was fällt da nicht alles an, was sie „mal eben“ erledigen könnte!

    Schreibarbeiten und Telefonate jeglicher Art. Und wenn dann die Mutter auch noch etwas in eigener Sache schreiben möchte wie Briefe oder Texte, dann wünscht sie sich, nicht nur ein wandelndes Büro zu sein, sondern strebt danach, auch tatsächlich räumlich über eins zu verfügen!

    Außer „ihrer“ Küche einmal ein richtiges kleines eigenes Zimmer zu haben, das wäre ein Traum! Ein Fleckchen Raum - nur für sich allein.

    Die Verwirklichung dieser Idee fängt bei vielen Frauen dann mit einer eigenen Ecke im Schlafzimmer an. Bei mir gab es dort sogar einen schmalen Schreibtisch plus abschließbarer Schublade und ein persönliches Regal. Ein Vorteil war: Dieser Raum wurde von den Kindern zwar nachts allzu gern frequentiert, war aber tagsüber glücklicherweise uninteressante Zone.

    Als eines der Kinder flügge wurde, bekam ich dann die Hälfte des ehemaligen Kinderzimmers. Ein richtiges halbes Büro! Was aber tun, als das „ausgeflogene Kind“ zu unser aller Freude bald öfters zu Viert ins Haus zurückgeflattert kam? Nun wurde doch das halbe Büro voll gestellt mit Betten, Bettchen, Schaukelstuhl und Spielkiste. Schreibtisch und Regal wurden allmählich sozialisiert.

    Also nahm ich eines Tages wieder meinen Freiwild-Wander-Laptop und begab mich erneut auf Büroplatzsuche.

    Was meint Ihr, wo diese Odyssee endete? Ja, richtig! In „meiner“ Küche am Küchentisch. Wieder einmal schließt sich in meinem Leben ein Kreis: Eine, die auszog, ihre Küche für einige Stunden pro Tag zu verlassen, kam genau hier wieder an!

    Als Frau von Welt kann ich da nur - frei nach Sir Edward Coke - sagen: „My house is my castle - and my kitchen is my office !“ ("Mein Zuhause ist meine Burg - und meine Küche ist mein Büro")

  2. #2
    Erfahrener Benutzer
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    Standard Bonnie - das Bild gefällt mir

    Was kann nicht alles hinein interpretiert werden. Während das Essen auf dem Herd köchelt, warten der Besen und das Putztuch auf die Hausfrau, die am Laptop sitzt und den Blog schreibt. Die Bücher dienen als Erhöhung für die Schreibtischlampe, weil nicht mehr in. Knabberzeugs und Rotwein? helfen durch den Tag. Der Hund hat seine Spuren hinterlassen und war hoffentlich nach dieser Szene nicht betrunken. Und dann das Netzgerät. Vielleicht hat es Schaden genommen...

    Noch ein Hinweis zum Spruch. Ursprünglich hieß der in den 20er Jahren: "Die Welt ähnelt einem Irrenhaus, in dem die Patienten die Leitung übernommen haben."
    Geändert von Lehninger (21.04.2008 um 08:58 Uhr) Grund: Schrifttyp
    Gruß vom Lande

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