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  1. #1
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    Standard

    PFORZHEIM. „Wenn uns einmal jemand gesagt hätte, dass wir uns nach den rhetorischen Fähigkeiten eines Edmund Stoiber zurücksehnen würden...“ Urban Priol braucht seinen Satz nicht zu Ende zu führen: Das Publikum lacht, prustet und kommt ob des ausgelösten Zwerchfellbebens kaum zum Luftholen, als der fränkische Kabarettist schließlich bravourös den „neuen bayerischen Staatsratsvorsitzenden Erwin Huber“ imitiert und angesichts der huberschen Sprechgeschwindigkeit resümiert: „Ich hab immer gedacht, unter dem Scharping geht gar nichts mehr.“

    Würde auch Priol das Tempo Hubers an den Tag legen – die Besucher des im Congress Centrum Pforzheim (CCP) von der „Pforzheimer Zeitung“ präsentierten Kabarettprogramms „Tür zu“ hätten sich auf weitaus mehr als zweieinhalb Stunden gute Unterhaltung einstellen müssen. Das Programm verging wie im Flug und wird dem Publikum ob der gelungenen Themenmischung aus Politik und Gesellschaft wohl auch lange in guter Erinnerung bleiben. Der Kabarettist mit abstehenden Haaren und hessisch-fränkischem Dialekt bringt mit klaren Worten zum Ausdruck, was ihn und das Volk bewegt – oder die deutschen Duckmäuser aber schlucken lässt, was ihnen von Wirtschaft und Politik serviert wird: „Wenn es so ist, dann ist es eben so“, wimmert Priol denn auch in bester deutscher Jammer-laune.

    In seinem aktuellen Programm „Tür zu“ holt Priol, der vor allem durch den Erfolg der ZDF-Kabarettsendung „Neues aus der Anstalt“ neben Georg Schramm zum neuen Kabarettstar aufgestiegen ist, zum verbalen Rundumschlag aus. Dabei lässt er mit mal feinem Witz, mal brachialem Humor, mit Hintersinn, mehr oder weniger dezentem Zynis- und Sarkasmus sowie einer gehörigen Portion klar formulierter Politik- und Gesellschaftskritik deutlich werden: „Wir sind in diesem Land nicht von Irren umzingelt – wir werden von ihnen regiert.“ Nicht nur für seine gelungenen Merkel-Imitationen erntet er daher Szenenbeifall. Auch wenn er den „obersten Büttel der Atomindustrie“ Wolfgang Clement oder Christian Wulff als „aalglatten Kennedy aus Niedersachsen“, Harald Mehdorn als „Rumsfeld auf Schienen“ oder Helmut Kohl als „die Mutter allen Schwarzgeldes“ sowie Roland Koch als „Todesscheitel aus Eschborn“ glanzvoll ins Visier und aufs Korn nimmt, kennt die Begeisterung des Publikums nur selten Grenzen.

    Es ist die erfrischend freche und mitunter spitzbübische Art Urban Priols, die begeistert und mitreißt sowie dessen Gabe, alles mit Witz in Worte zu fassen, was die Menschen zwischen Nord- und Ostsee sowie Alpen bewegt. Ob Renteneintrittsalter oder Managermoral, ob „Geiz ist Geil“-Mentalität oder Ost-West-Konflikt, ob Bahn-Privatisierung oder Tibetkonflikt: Stets gelingt es dem versierten Schnellredner und grandiosen Um-die-Ecke-Denker mit seinen wortgewaltigen Ergüssen den sprichwörtlichen Nerv zu treffen und das Publikum so zu erreichen, dass dieses an seinen Lippen hängt. Ralf Recklies

  2. #2
    Benutzer
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    Standard "NEUER??"Kabarettstar Urban Priol

    Lieber Herr Recklies: URBAN PRIOL ist kein "neuer" Kabarettstar!
    Nein, UP gibt es schon seit Jahren und dies überaus erfolgreich!
    Nicht zuletzt durch seine immer wiederkehrende Publikumsnähe (von der Bühne raus zum kühlen Bier und die Fans folgen...) und dies nach schlagfertigen 2,5 STUNDEN! begeistern uns alle immer wieder.
    Wir sagen einfach nur: DANKE an URBAN PRIOL für sehr unterhaltsame Abende - egal wo auch immer: Kulturhaus Osterfeld, Theaterhaus Stuttgart, CCP . Begeisterung pur...denn jede "Farbe" bekommt ihr FETT WEG!!

    Schömberger Priolfans C.+H.

  3. #3
    Erfahrener Benutzer
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    Böse ...bitte, bitte einen besseren Text

    Hallo "Webmaster",

    bitte einen Text ohne html-Befehle. Danke!
    Gruß vom Lande

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