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  1. #1
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    Böse Managergehälter - die SPD fordert Offenlegung

    What's your income? Diese Frage stellen ohne Zögern Amerikaner, wenn sich über die Möglichkeiten "Geld zu verdienen" unterhalten wird. Die Kultur in Deutschland verbietet es über Einkommen zu sprechen und wenn, dann lügen sich die meisten mehr in die Tasche als tatsächlich vorhanden. Werden sich die Manager künftig umgekehrt verhalten müssen, damit die Öffentlichkeit keinen Anstoß nimmt?

    Denn die SPD fordert nun die Offenlegung der Managergehälter. Alleine der Begriff "Gehalt" ist falsch. Manager erhalten den großen Teil ihres Einkommens über eine leistungsabhängige Bezahlung.

    Deutschland ist eine Demokratie. Jeder, der will, kann Manager werden. Doch es gibt wie im Fußball nur wenige Spitzenleute und die verdienen eben mehr als der Durchschnitt. Die, die über Managergehälter schmipfen, hängen mit ihren Arbeitsplätzen von der Leistungsfähigkeit der Manager ab und sollten auch einmal Danke sagen, wenn, wie bei Porsche passiert, Sonderzahlungen auf die Belegschaft niederprasseln.

    Es ist an der Zeit auch einmal die herausragenden Leistungen der Spitzenmanager aufzuzeigen. Gerade in unserem Ländle haben wir mit Bosch, Daimler, Porsche, Würth, Trigema u.v.m. hervorragende Unternehmensentwicklungen, die nicht dadurch herbeigeführt werden, dass die Managergehälter veröffentlicht werden. Und was soll der ganze Blödsinn? Die meisten Managergehälter werden in den Medien längst gehandelt wie das Handgeld eines Balltreters.

    Die alte Tante SPD verdient zu recht ihr Adjektiv! Nun schwimmen die Felle davon und die "neue (alte) Linke" soll links überholt werden. Wäre es nicht besser, sich zunächst einmal in den eigenen Reihen umzusehen und einen Herrn Schily dahin zu bringen, seine Einkommensarien offenzulegen? So lange die SPD Herrn Schily in ihren eigenen Reihen duldet, kann der Vorstoß zu den Managereinkommen nicht ernst genommen werden. Es ist nichts anderen als eine transparente Propagandaschow.
    Geändert von Lehninger (29.04.2008 um 10:13 Uhr)
    Gruß vom Lande

  2. #2
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    Wie bitte? Die Arbeitsplätze hängen von der Leistungsfähigkeit der Manager ab?

    Ein Unternehmen kann nur funktionieren, wenn alle Hand in Hand gehen. Keine kreativen Köpfe, Keine Leute am Fließband, keine kaufwilligen Kunden, somit kein Produkt und kein Umsatz gleich kein Unternehmen. Da können noch so viele Manager am Tisch sitzen...

    Porsche und co. mit ihren Sonderzahlungen alles schön und gut. Da wären aber auch noch die anderen, die Nutten mit Firmengeldern bezahlen....!

    Wir leben in einer sozialen Marktwirtschaft und nicht in einer Freien. Wenn in Deutschland schon von Solidarität gebredigt wird, dann sollte man dies auch so Handhaben.

    Merkel und Köhler sind unsere Oberhäupter. Jetzt kann mir keiner sagen, das es einen stressigeren und verantwortungsbewussteren Job gibt als diesen. An diesem sollten sich Managergehälter als Grenze richten. Was über bleibt, sollten wir, der Staat,bekommen. Die Rentenkasse hätte es nötig. Unsere Strassen sowieso. Und der ein oder andere würde sich bestimmt auch über eine Steuerermäßigung freuen.

  3. #3
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    Rotes Gesicht Ich würde es eher "Augenwischerei oder Sand in die Augen streuen" nennen

    Zitat von Lehninger:

    Es ist nichts anderen als eine transparente Propagandaschow.

    Mein Beitrag hierzu wird zwar etwas vom eigentlichen Thema abweichen, aber die Parallelen sind erstaunenswert und werden von diesen Politikern total übergangen und ausgespart.

    Ich würde es eher "Augenwischerei oder Sand in die Augen streuen" nennen, denn wie wollen sie denn in einem demokratischen Staat mit freier Marktwirtschaft, Managergehälter bestimmen. Zumal, wenn sie sich selbst bedienen wie die "Weltmeister"! Siehe die dicken Pensionen von: "Eichel, Blüm, Lafontaine, Simonis und und und......"! Dabei soll man auch die weit überzogenen Versorgungen unserer Bundespräsidenten für 4 Jahre nicht vergessen.
    Wenn diese Leute glaubwürdig sein wollen, sollen sie erst einmal bei sich selbst anfangen den Wildwuchs zu durchforsten. Da hätten sie über diese Legislaturperiode hinaus, mehr als genug zu tun!

    Was die Abfindungen für Manager betrifft, die bei den Politikern ganz bürokratisch "Übergangsgelder" genannt werden, von denen die meisten ohnehin nicht gerechtfertigt sind, ist folgendes zu erwähnen. Wenn z. B., ein Politiker vor oder bereits im Pensionsalter ist, steht ihm kein "Ü-Geld" mehr zu und hat normal auch nach den Statuten keinen Anspruch darauf. Aber die werden stets gezahlt, egal ob er über 60 ist, bereits einen neuen Job hat oder kurz vor'm abkratzen ist! Das muss rigoros abgeschafft werden, das ist plündern der Staatskassen!!

    Zurückzukommen auf Abfindungen (u.Ü-Gelder) und deren Begrenzung, bzw, was sie steuerlich in ihren Büchern unterbringen können/dürfen. Das gilt für beide Gruppen, Manager und Politiker! Warum wird das nicht so gehandhabt, wie es beim gemeinen Arbeiter und Angestellten gemacht wird? Das ist, glaube ich sogar gesetzlich, genau festgelegt worden und ist deshalb sehr gut auch auf diese Gruppen anwendbar. Auf Politiker sowieso und bei Manager fiskalisch.
    Pro Jahr Betriebszugehörigkeit steht einem Arbeitnehmer danach ein 1/2 Monats-Gehalt zu, also wenn er 8 Jahre abgerissen hat bekommt er 4 Monatsgehälter, bzw. die Firma kann diese als Betriebsausgaben geltend machen. Alles andere ist Sache der Firma, nur nicht Steuer mindernd. Ist das so schwierig?

    MfG

  4. #4
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    Heutzutage wird der Erfolg eines Magagers nur daran gemessen wie groß der kurzfristige Gewinn für die Aktionäre ist.
    Ich denke viel wichtiger ist die langfristige Arbeitsplatzsicherung der Mitarbeiter, und das bei vernünftigen Gehalt. Das sollte bei der Bezahlung der Manager auch eine Rolle spielen. Jeder gekündigte Mitarbeiter, jede Werksstilllegung oder Verkauf sollte sich direkt auf das Gehalt der verantwortlichen Manager auswirken, und zwar im Gegensatz zu bisher senkend.
    Immerhin ist es nicht der Manager der seinen Wohlstand erwirtschaftet, es sind alle Mitarbeiter zusammen.

  5. #5
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    Zitat Zitat von hexxe Beitrag anzeigen
    Wie bitte? Die Arbeitsplätze hängen von der Leistungsfähigkeit der Manager ab?

    Ein Unternehmen kann nur funktionieren, wenn alle Hand in Hand gehen. Keine kreativen Köpfe, Keine Leute am Fließband, keine kaufwilligen Kunden, somit kein Produkt und kein Umsatz gleich kein Unternehmen. Da können noch so viele Manager am Tisch sitzen...
    Tja, ich würd mal sagen ohne Manager keine Arbeit und die Arbeit ist Grundlage zum Geld verdienen.

    Einfache Rechnung: 1 Manager - n Untergebene

    Beispiel Wiedeking: Kam als es Porsche schlecht ging und hat sogar damals einen Vertrag unterschrieben mit dem er auch mit seinem Privatvermögen haften muß. Natürlich im Falle des Falles. Aber was macht der feine Manager ? Er baut in knapp 17 Jahren Porsche zum ertragreichsten Automobilunternehmen auf. Bei sechs Milliarden Gewinn sind 60 Millionen nur gerechtfertigt. Der Mann hat Arbeitsplätze von kreativen Köpfen, Leuten am Fließband gesichert und kaufwillige Kunden mit seinen Produkten glücklich gemacht. Von mir aus kann der Verdienen was er will, weil er hat es sich verdient.

    Und über die schwerarbeitenden Politiker brauchen wir garnicht reden. Bei 3 Aufsichtsratsposten, 5 Vorstandsposten, 3 Beraterposten brauch man sich ja nicht wundern warum die 16 Stunden Tage haben.

    Und die SPD sollte lieber mal ordentliche Politik machen und ihre eigenen Leute zur Offenlegung von Nebeneinkünften bringen, anstatt über Managergehälter zu hetzen.

  6. #6
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    Blinzeln Beleidigung für Hr. Wiedeking, in einem Atemzug mit solchen Typen genannt zu werden

    Zitat von hexxe:

    Ein Unternehmen kann nur funktionieren, wenn alle Hand in Hand gehen. Keine kreativen Köpfe, Keine Leute am Fließband, keine kaufwilligen Kunden, somit kein Produkt und kein Umsatz gleich kein Unternehmen. Da können noch so viele Manager am Tisch sitzen...

    Das kann ich voll unterschreiben, nur ohne Kopf/Führung kann ein Unternehmen auch nicht funktionieren. Und da ist wiederum Qualifikation und Kreativität gefragt und erforderlich. Die Umsetzung wird dann delegiert.

    Was dem"Ortsblatt" seinen "Wendelin Wiedeking" betrifft, hat er schon recht, was er sagt. Nur, ob es gleich 60 Mio. sein müssen, möchte ich nicht unbedingt beurteilen. Jetzt Porsche mit seinen Super-Ergebnissen zu diesem Thema anzuführen, ist vielleicht nicht ganz passend. Das ist eigentlich eher lustig, wenn der "Kleinste" den "Größten" schluckt. Da gäbe es ganz andere negative Beispiele, wo Manager die Firma an (oder fast) die Wand gefahren haben (DB-Schrempp, Escher v. Mannesmann usw.) und trotzdem anschließend fürstlich belohnt wurden.
    Da ist es fast eine Beleidigung für Hr. Wiedeking, in einem Atemzug mit solchen Typen genannt zu werden. Und seine Mitarbeiter können sich auch nicht beklagen, die leben ja auch sehr gut dabei.

    MfG

  7. #7
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    Zitat Zitat von Ortsblatt Beitrag anzeigen
    Tja, ich würd mal sagen ohne Manager keine Arbeit und die Arbeit ist Grundlage zum Geld verdienen.

    Einfache Rechnung: 1 Manager - n Untergebene

    Beispiel Wiedeking: Kam als es Porsche schlecht ging und hat sogar damals einen Vertrag unterschrieben mit dem er auch mit seinem Privatvermögen haften muß. Natürlich im Falle des Falles. Aber was macht der feine Manager ? Er baut in knapp 17 Jahren Porsche zum ertragreichsten Automobilunternehmen auf. Bei sechs Milliarden Gewinn sind 60 Millionen nur gerechtfertigt. Der Mann hat Arbeitsplätze von kreativen Köpfen, Leuten am Fließband gesichert und kaufwillige Kunden mit seinen Produkten glücklich gemacht. Von mir aus kann der Verdienen was er will, weil er hat es sich verdient.

    Und über die schwerarbeitenden Politiker brauchen wir garnicht reden. Bei 3 Aufsichtsratsposten, 5 Vorstandsposten, 3 Beraterposten brauch man sich ja nicht wundern warum die 16 Stunden Tage haben.

    Und die SPD sollte lieber mal ordentliche Politik machen und ihre eigenen Leute zur Offenlegung von Nebeneinkünften bringen, anstatt über Managergehälter zu hetzen.
    Die Mitarbeiter bei Porsche stehen freilich nicht schlecht da. Letztes Jahr ein Bonus von über 5000 Euro extra!

    Wiedeking ist in dieser Sache als Beispiel allerdings Fehl am Platz. Das sogenannte "Porsche-Modell" sieht eine sehr geringe Grundvergütung vor. Gibt also auch weniger bei schlechterem Umsatz. Andere Manager füllen sich immer noch die Taschen, wenn schon der Stellenabbau begonnen hat.

    Und er gehört zu den wenigen die ihre Steuern auch im eigenen Land abführen.

  8. #8
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    Nun 60 Mio. sind schon eine stattliche Summe für einen Manager, die Festlegung solcher Gehälter bzw. Zusatztantiemen etc. ist Sache des Vorstandes, bzw. Aufsichtsrates.
    Wenn diese der Meinung sind, dass Herr Wiedeking es wert ist,.....
    Der Vorschlag, die Managergehälter nur noch bis zu einem Jahreswert von 1 Mio. von der Steuer abzugsfähig zu machen, ist in meinen Augen jedoch völliger Unsinn.
    Nur als Beispiel, was ist mit den Spielergehältern in der Fußball-Bundesliga?, den Gehältern in der Formel 1?
    Wenn hier pro Person nur noch eine Mio abzugsfähig sind, verdoppelt sich der steuerpflichtige Gewinn von Bayern München. Da ruft niemand, 6 Mio Gehalt sind zuviel, da wird Samstag für Samstag treu ins Stadion gegangen, fürs letzte Geld noch ein Schal oder Mütze aus dem Fanshop gekauft, damit diese Spielergehälter auch wirklich bezahlt werden können.
    kurz gesagt, ich lehne eine staatliche Kontrolle von Gehältern in der freien Wirtschaft ab, denn dann ist die Wirtschaft nicht mehr frei

  9. #9
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    Zitat Zitat von Der aus'm Enzkreis Beitrag anzeigen
    Wenn z. B., ein Politiker vor oder bereits im Pensionsalter ist, steht ihm kein "Ü-Geld" mehr zu und hat normal auch nach den Statuten keinen Anspruch darauf. Aber die werden stets gezahlt, egal ob er über 60 ist, bereits einen neuen Job hat oder kurz vor'm abkratzen ist! Das muss rigoros abgeschafft werden, das ist plündern der Staatskassen!!

    in diesem Punkt stimme ich voll und ganz zu.

  10. #10
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    Böse ....wie das Geld verplempert und die Kassen geräubert werden dagegen nicht!

    Zitat von DEbert:

    in diesem Punkt stimme ich voll und ganz zu

    Das freut mich, nur scheint es die wenigsten in unserem Staat zu interessieren. Die schimpfen alle immer nur über die hohen Steuern, wie das Geld verplempert und die Kassen ausgeräubert werden dagegen nicht!

    MfG

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