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    PFORZHEIM. Im Streit um die Frage des Standorts für das OechsleFest fordert der FDP-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat und Landtagsabgeordnete Hans-Ulrich Rülke die Stadtverwaltung auf, bestehende Verträge einzuhalten.

    Die Wirte wollen bekanntlich zurück auf den neu gestalteten Marktplatz, das CityMarketing favorisiert den Waisenhausplatz, der im Vorjahr als Ausweichquartier diente. Doch wie steht es mit den Verträgen, auf die der Hotel- und Gaststättenverband hingewiesen hat? „Im Gegensatz zur Verwaltung, die vor mehr als einer Woche zwar zugesagt hatte, mir das Vertragswerk vorzulegen, das Versprechen aber bislang nicht eingelöst hat, gaben mit die Festwirte die Verträge mittlerweile zur Kenntnis“, hat er in einer Pressemitteilung erklärt.

    Von OB unterschriebenAus Rülkes Sicht ist das Ergebnis eindeutig. In einem Vertrag zwischen der Stadt Pforzheim und der damaligen Pforzheim Marketing und Kongress GmbH (PKM) aus dem Jahre 2006 heißt es wörtlich: „Für das OechsleFest auf dem Marktplatz und in Teilen der Fußgängerzone wird eine erneute Laufzeit von fünf Jahren vereinbart, in denen das Fest stattfinden kann. Die erste Veranstaltung dieses Vertrages findet im Jahre 2006 statt.“ Der Vertrag ist mit Datum vom 31. Juli 2006 von Oberbürgermeisterin Christel Augenstein  unterzeichnet.

    In einem weiteren Vertrag zwischen dem Hotel- und Gaststättenverband Stadt Pforzheim/Enzkreis und der PKM vom 9. Juli 2001, der mit Datum vom 7. September 2006 erneuert wurde, wird zur Vertragsdauer wörtlich festgestellt: „Die zwischen den Parteien im Zuge dieses Vertrages getroffenen Vereinbarungen und übernommenen Verpflichtungen gelten für fünf Jahre, demnach erneut für die Veranstaltungen ab dem Jahre 2006 bis einschließlich zum Jahre 2010.“ Darauf hatte bereits Wirte-Chef Dietmar Weiß hingewiesen.

    Verhärtung der Fronten bedauertAus Rülkes Sicht ergibt sich aus diesen beiden Verträgen „glasklar ein Anspruch der OechsleFest-Wirte, bis zum Jahre 2010 den Marktplatz beziehungsweise dessen Umfeld für das OechsleFest nutzen zu können. Eine Veränderung – wie sie etwa aufgrund der Marktplatzsanierung im vergangenen Jahr eintrat – bedarf der Zustimmung aller beteiligten Parteien.“

    Als Stadtrat, so Rülke, bedaure er die Verhärtung der Fronten. Zudem bemerkt er zu einem anderen derzeit wieder diskutierten Thema, den Wochenmarkt vom Turnplatz auf den Markplatz zu verlegen: Er habe sich das immer gut vorstellen können und wäre froh, wenn ein Probelauf möglich würde. Dazu müsse man aber entweder die Wirte überzeugen oder das Jahr 2010 abwarten.

    Wie Wirte-Chef Dietmar Weiß erklärte, seien er und seine Kollegen in Kontakt mit den Wochenmarktbeschickern gewesen. Man habe diesen mitgeteilt, dass das OechsleFest auf dem Marktplatz bleiben soll. Derweil wartet Weiß immer noch auf Post oder einen Anruf aus dem Rathaus. Die Wirte hatten den Leiter des Eigenbetriebs Wirtschaft und Stadtmarketing, Christoph Dickmanns, um ein Gespräch gebeten und ihm eine Frist bis zum 2. Mai gestellt. Denn die OechsleFest-Wirte wollen endlich wissen, „wo es lang geht“. Bis Dienstagabend gab es keinen Kontakt.

    Lenk: Davon profitiert InnenstadtAuch der Pforzheimer Einzelhandelsverband und dessen Arbeitskreis Innenstadt, beiden steht Horst Lenk vor, hat sich mit den Wochenmarktbeschickern zusammengesetzt. „Seit über zehn Jahren kämpfe ich dafür, dass der Markt in die City kommt. Mit unserem Landesgeschäftsführer Helmut Feskorn, meinem Stellvertreter Rolf Spiertz, Karl-Josef Dreker und Axel Müller waren wir im Gespräch. „Wir erwarten vom Wochenmarkt mittwochs und samstags auf dem Marktplatz eine wesentliche Attraktivitätssteigerung für die Innenstadt“, sagte Lenk. Das Parkgebührenproblem soll durch eine halbe Stunde kostenloses Parken gelöst werden.

    Für Lenk und seine Mitstreiter steht fest, dass „wenn der Markt auf den Marktplatz kommt, dies dann 52 Wochen ohne Unterbrechung im Jahr der Fall sein muss. Das bringt der Innenstadt mehr als andere Veranstaltungen, die meist nur ein, zwei, drei Tage stattfinden. Die Eislaufbahn, das OechsleFest und der Gruschtelmarkt könnten auf dem Waisenhausplatz stattfinden.

  2. #2
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    Standard Markt auf Marktplatz

    Wenn die Idee, daß der Wochenmarkt auf den Marktplatz soll, schon lange in den Köpfen der Stadtoberhäupter umgeht, verstehe ich nicht, warum es letztes Jahr so ein großes Geschrei wegen der Wellendorf Markthalle gab. Dann hätte man doch damals schon den Marktbeschickern sagen können, regt euch nicht auf, nächstes Jahr müsst ihr eh auf den Marktplatz. Der Bau einer Markthalle hätte den Betreibern dann egal sein können, wenn sie sowieso von ihrem Standort vertrieben werden. Diese Idee war doch sicher damals auch schon aktuell. Oder soll das jetzt eine kleine Rache an die Marktverkäufer sein, weil sie gegen die Halle waren?

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