PFORZHEIM. „Das Bild des Islam in den Medien ist nicht das wahre Bild“, sagt Isaak Karkoush, Pastor der Arabisch-christlichen Gemeinde Pforzheim.
Der Frage „Was lehrt der Islam?“ widmet sich der seit einem Jahr in Pforzheim lebende Referent im Rahmen einer dreiteiligen Vortragsserie und in Kooperation mit der Pforzheimer Volksmission. „Jetzt lebe ich in Deutschland, da muss ich auch deutsch sprechen“, startete Isaak Karkoush seine Informationsreise zu „Der heilige Krieg“, „Die Stellung der Nicht-Muslime“ und „Die Rolle der Frau“. „So steht es im Koran“, beteuert der Referent immer wieder beim Zitieren der „Heiligen Schrift“ des Islam, die gemäß dem Glauben der Muslime Allahs wörtliche Offenbarung an den islamischen Propheten Muhammad enthält. „Nur ein einziges Mal findet sich das Wort Liebe“, so Isaak Karkoush, ansonsten werde im Koran überwiegend von Krieg und Tod geschrieben.
„Der heilige Krieg wird als Eingang in das Paradies bezeichnet“, so der Pastor der Arabisch-christlichen Gemeinde Pforzheim, der die überwiegende Zeit seines Lebens in Ägypten verbracht hatte. Deshalb sei er, so Karkoush, mit den Inhalten des Islam ebenso vertraut wie mit den Grundlagen seines christlichen Glaubens. Trotzdem erhebe er nicht den Anspruch, den Islam objektiv und mit akademischer Distanz zu beleuchten. Statt dessen sei seine Perspektive die eines evangelikalen Christen, dessen Frau ihres christlichen Glaubens wegen ermordet worden sei und der seiner christlichen Überzeugungen wegen Verfolgung und Folter zu erleiden hatte. Auch deshalb deutet Isaak Karkoush den arabischen Begriff Dschihad für den „Heiligen Krieg“ zwar als „Anstrengung, Bemühung, Einsatz“, dabei sei allerdings primär der militärische Kampf gegen Andersgläubige gemeint.
Wichtiges Glaubensprinzip„Der Dschihad stellt als eines der Grundgebote des islamischen Glaubens und eine allen Muslimen auferlegte Pflicht ein wichtiges Glaubensprinzip des Islam dar“, sagt der Pastor. „Auch der Nicht-Muslim“, so Karkoush weiter, werde im Koran eindeutig als „Ungläubiger“ abwertend dargestellt. Auch beschreibe der Koran die Muslime als „die beste Gemeinschaft, die für die Menschen hervorgebracht worden ist“. Juden, Christen und alle andersdenkenden Menschen würden als Irrgänger bezeichnet, die „Gottes Zorn erregt haben“. Viele dieser Sätze würden heute auch von vielen Imams interpretiert und den Kindern gelehrt.
Mit „Die Rolle der Frau“ will Isaak Karkoush am Freitag,
6. November, 19 Uhr, bei der Volksmission Pforzheim in der Oberen Rodstraße seine Koran-Betrachtungen fortsetzen.



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