Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 28
  1. #1
    Benutzer
    Registriert seit
    22.11.2007
    Beiträge
    54

    Standard 23. Februar - Haben Sie einen persönlichen Bezug?

    Rund 17.000 Menschen fanden durch den Bombenangriff der Royal Air Force am 23. Februar 1945 den Tod. Auch in diesem Jahr erinnerten sich die Menschen wieder gemeinsam an das schreckliche Ereignis.

    Wie sieht es bei Ihnen aus? Haben Sie persönlichen Bezug zum 23. Februar 1945?

  2. #2
    Benutzer
    Registriert seit
    23.02.2008
    Beiträge
    37

    Standard Kreaturen

    Wenn die wüssten, die Rechten, wie bedauernswert sie sind.

  3. #3
    Benutzer
    Registriert seit
    25.02.2008
    Beiträge
    78

    Standard

    Ich kann mir leider nicht mal wirklich vorstellen, wie schlimm es sein muss wenn man Leute kennt (vor allem Familienangehörige), die beim Bombenangriff ums Leben gekommen sind. Wie Augenstein und auch der Botschafter in dem Video sagen fangen wir schon an zu "vergessen" und wissen das gar nicht mehr zu schätzen, wie glücklich wir sein können, in einer so relativ friedvollen (zumindest in Europa) Zeit zu leben.

  4. #4
    Benutzer
    Registriert seit
    23.02.2008
    Beiträge
    37

    Standard Nach vorne

    Wie wär's denn, wenn wir endlich mal nach vorne schauten. Immer dieses zurückblicken ödet mich langsam an. Wer immer nur zurückschaut ist nicht in der Lage die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.

  5. #5
    Benutzer
    Registriert seit
    25.02.2008
    Beiträge
    78

    Standard

    Naja, schwierig. Auch wenns jetz inzwischen schon 63 (wenn ich richtig gerechnet habe ) Jahre her ist, wars doch ein sehr einschneidendes Ereignis, vor allem für die, die das noch miterlebt haben...wenn man sich da Zeitzeugenberichte ansieht, haben die nicht selten Tränen in den Augen - egal, wie lang das jetzt her ist.

    Außerdem hilft es, die Ereignisse ins Bewusstsein zu rufen. Viele wissen ja gar nicht, was am 23. Februar überhaupt war bzw. haben so eine grobe Vorstellung davon. Und die marschieren dann in ein paar jahren beim nächsten österreich-export wieder munter mit.

  6. #6
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    05.03.2008
    Ort
    Zu Hause
    Beiträge
    259

    Standard

    Meine Großeltern sind dabei gestorben.
    Allerdings mache ich den Engländern heute deswegen keine Vorwürfe, weil die heute noch lebenden waren damals nicht dabei.
    Ärgern tut mich nur dass sie dem der das Kommando angeführt hat ein Denkmal gesetzt haben.
    Geändert von MartinK (30.03.2008 um 22:47 Uhr) Grund: Schlimmer Schreibfehler korrigiert, hoffentlich hat den keiner bemerkt

  7. #7
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    11.03.2008
    Beiträge
    26

    Standard

    Zitat Zitat von massimo Beitrag anzeigen
    Wie wär's denn, wenn wir endlich mal nach vorne schauten. Immer dieses zurückblicken ödet mich langsam an. Wer immer nur zurückschaut ist nicht in der Lage die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.
    Das eine schließt das Andere doch nicht aus. Nur wer die Vergangenheit kennt, weiss das Erreichte zu schätzen. Man meckert und jammert viel "bei uns in Pforze". Wenn ich mir dann aber gelegentlich die Erzählungen meiner Eltern und Grosseltern in Erinnerung rufe, kommen mir unsere aktuellen gesellschaftlichen Sorgen und Nöte wieder weitaus geringer vor.

    Ich betrachte das eher als Ansporn, um aus Fehlern zu lernen.

  8. #8
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    20.04.2008
    Beiträge
    497

    Standard Nie mehr Bombenkrieg!

    Es muss immer wieder daran erinnert werden, was am 23. Februar 1945 Fürchterliches passiert ist.

    Aus der Geschichte lernen, heißt auch, dass sich Menschen dagegen auflehnen, wenn politisch "legalisierter" Mord passiert. Wie wichtig die ständige Erinnerung ist, beweisen die Kurzzeitgedächtnisse der Herren Fischer, Schröder und Scharping, denen es nicht schnell genug ging, dass Belgrad von der Nato bombardiert wurde.

    Es kann nicht häufig genug daran erinnert werden, dass die Bombardierung von Zivilbevölkerungen ein "Kriegsverbrechen" ist. Der Leserbrief in der PZ von einem FDP-Politiker hat das sehr deutlich zum Ausdruck gebracht.

    Alle, die einen Bombenangriff auf die Zivilbevölkerung als "normale" Kriegshandlung abtun sind m.E. zu weit vom Geschehen entfernt. Ich empfehle jedem, diesen Text zu lesen, der von Vera Brittain einer Brittin in 1943 verfasst wurde. U.a. schreibt sie - zwei Jahre vor Pforzheim:

    "5. Hamburg - Die Zerstörung von Hamburg in der Zeit vom 24. Juli bis zum 2. August 1943, ähnlich der späteren Zerstörung von Berlin, mag unsere Stärke, den Krieg zu gewinnen, aufzeigen. Sie zeigt aber auch unwiderlegbar und transparent, in welchen moralischen Abgrund unsere geistige Einstellung gerutscht ist.
    Mit acht schweren Luftangriffen innerhalb von acht Tagen und Nächten wurden 10.000 Tonen Brand- und Explosionsbomben in die Stadt mit 1.800.000 Einwohnern geworfen. Rund 15 Quadratkilometer bzw. 77% der bebauten Fläche (Daily Telegraph am 20. September 1943) wurden zerstört. Kaum einer, das wird behauptet, entkam dem stark bevölkerten Gebiet, in welchem die Alliierten einen meilenweiten Bombenteppich mit Brand- und Explosionsbomben gelegt hatten. Mindestens 20.000 kamen in Bunkern ums Leben, Daily Mail am 9. Oktober 1943. Ein RAF-Befehlshaber musste eingestehen (Daily Telegraph am 20. September 1943), dass diese Angriffe hauptsächlich Geschäfts- und Wohnhäuser der bebauten Gebiete zerstört hätten.
    Aufnahmen nach den Angriffen zeigten, dass von den 4.000 Hektar bebauter Fläche 1.700 zerstört waren, während von 3.400 Hektar weniger stark bebauter Flächen ebenfalls 1.900 Hektar total zerstört wurden. (Daily Telegraph, 6. August 1943). Ein RAF-Offizier, der über Hamburg geflogen war, sagte:
    "Die Bezeichnung Luftangriff ist nicht länger aussagekräftig genug, um das zu beschreiben, was passiert ist. Mein Eindruck aufgrund von zwei der sechs Angriffe innerhalb von 72 Stunden ist die reine Verwüstung. Im Vergleich dazu sind die gegnerischen Angriffe auf London ein Kinderspiel. Was gegen Hamburg ausgeführt wird, das kann wiederholt werden gegen alle ausgewählten Ziele. Hamburg war das erste Ziel, mit dem wir uns beschäftigt haben." (Daily Telegraph, 29. August 1943)... Der gesamte Text -> hier
    Gruß vom Lande

  9. #9
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    30.03.2008
    Ort
    Büchenbronn
    Beiträge
    172

    Standard

    Zitat Zitat von massimo Beitrag anzeigen
    Wie wär's denn, wenn wir endlich mal nach vorne schauten. Immer dieses zurückblicken ödet mich langsam an. Wer immer nur zurückschaut ist nicht in der Lage die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.

    Nur wer die Vergangenheit kennt kann die Zukunft meistern.

    Wie soll man sonst aus Fehlern lernen????

  10. #10
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    21.05.2009
    Beiträge
    3

    Standard

    Zitat Zitat von tok Beitrag anzeigen
    Als Spätgeborener ist mir der 23. Februar 1945 nur aus Erzählungen bekannt. Was mich stört, ist der Aufmarsch der Neonazis am Wartberg. Hier werden die Opfer verhöhnt von Menschen, die im Geiste der Verbrecher handeln, die den Zweiten Weltkrieg und damit auch das Leid der Menschen in Pforzheim ausgelöst haben. Die Stadtverwaltung müsste meiner Ansicht nach noch mehr tun, um diesem heil- und sinnlosen Treiben ein Ende zu setzen. Nebenbei würde dann auch wohl in der Innenstadt keine Antifa-Demonstration mehr nötig sein.

    Ich war auch auf dem Wartberg und ich bin sicherlich nicht rechts.
    Kann man nicht einfach den Opfern eines Bombenangriffs gedenken ohne gleich einen politischen Hintergedanken zu haben?

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •