NEULINGEN-GÖBRICHEN/ENZKREIS. „Herr Rülke, ziehen Sie sich schon mal warm an.“ Viktoria Schmid hatte gerade die erste wichtige politische Wahl in ihrem Leben gewonnen, da folgte prompt die erste Kampf- ansage. Denn in der Tat wird Hans-Ulrich Rülke, der FDP-Fraktionsvorsitzende im baden-württembergischen Landtag, wohl der schärfste Widersacher der 41-Jährigen aus Niefern-Öschelbronn sein, wenn sie im kommenden Jahr als Nachfolgerin von Winfried Scheuermann im Wahlkreis Enz in die Landtagswahl zieht.
Gegen zwei Männer durchgesetztZwei Männer hatten bei der parteiinternen Nominierung am Samstag in der Göbricher Büchighalle bereits das Nachsehen: Günter Bächle (59), lang gedienter CDU-Kommunalpolitiker aus Mühlacker, und Martin Gegenheimer, der 30-jährige Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Remchingen.
Gegenheimer wird trotz der Niederlage gemeinsam mit Viktoria Schmid den Landtagswahlkampf bestreiten. Er kandidierte als Ersatzbewerber und erhielt als einziger Kandidat 194 von 201 abgegebenen Stimmen. Er sei, bekannte Gegenheimer, „auf der einen Seite ein bisschen enttäuscht, dass es nicht geklappt hat.“ Aber dass man eine Wahl auch verlieren könne, „das gehört zur Demokratie.“ Ihm sei die Sache wichtig, deswegen stehe er nun als Zweitkandidat zur Verfügung: „Wir sind ein gutes Team.“
In den Landtagswahlkampf will sich der unterlegene Günter Bächle nicht einbringen: „Ich bin nicht überzeugt von der Kandidatin.“ Bächle verhehlte gestern nicht, dass er vom Ausgang der Wahl tief enttäuscht ist – und dass die große Mehrheit der rund 300 anwesenden Mitglieder ihn mit seinen 59 Jahren offensichtlich für zu alt hielt, zum ersten Mal ein Landtagsmandat anzutreten. Bächle kündigte an, sein Engagement auf Kreisebene auf den Prüfstand zu stellen: „Denn offensichtlich kann ich als Vorsitzender der Kreistagsfraktion nicht vermitteln, dass ich für den gesamten Kreis stehe.“
Stolze MamaGroße Freude herrschte hingegen bei der Mutter von Viktoria Schmid, der Pforzheimerin Christine Stavenhagen: „Ich bin stolz“, sagte sie. Auch der Landtagsabgeordnete Winfried Scheuermann (72)kündigte an, „meinen Beitrag zu leisten, dass die Wahl 2011 gut ausgeht.“ Eine verheiratete Frau mit Lebenserfahrung, Mutter von drei Kindern: „Da kann ich mir schon vorstellen, dass das ein Grund sein könnte, die CDU zu wählen“, sagte Ministerpräsident Stefan Mappus.



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Das ganze ist für mich eine Schande, dass ein Mann eine ganze Partei so im Griff haben kann wie dieser Herr Machtpuss seine MEP im Griff hat! Wenn man sich seine Leistungen der lezten Jahre anschaut so sind diese für mich mehr als nur BESCHEIDEN und zum Glück hatte er sich aus dem Wahlkampf des Herr Krichbaum ganz rausgehalten sonst wäre dieses Mandat wahrscheinlich auch noch in die Binsen gegangen!


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