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    PFORZHEIM. Das Rätselraten um den dritten Mieter, der das neue Handelshaus in der Pforzheimer City belegen soll, geht weiter. Das spanische Modeunternehmen Zara wird es nicht sein, erklärte der Projektmanager des Objekts.

    Ursprünglich war der Eröffnungstermin des Hauses für dieses Frühjahr vorgesehen. Nun ist die Fertigstellung des gesamten Neubaus auf dem ehemaligen Kaufhalle-Areal in der Stadtmitte am Leopoldplatz erst im Juli. Grund: „Es war ein langer und harter Winter. Der hat einige der Arbeiten verzögert“, machte Memnun Bico im PZ-Gespräch deutlich. Er ist als Projektleiter der Centrum Grundstücksgesellschaft mbH verantwortlich für das Bauvorhaben und die Vermietung des Objekts in der Premiumlage der Goldstadt.

    Trotz der Verzögerungen zeichnen sich die Konturen des künftigen Handelshauses ab. Vom Leopoldplatz aus gesehen links, auf zwei Etagen, wird sich der Modekonzern Esprit auf 1000 Quadratmetern Fläche einmieten. Eigentlich sollten dort im ersten Schritt bereits Mitte Mai die Ladentüren geöffnet werden. Wann der tatsächliche Öffnungstermin nun wegen der Bauverzögerungen sein wird, dazu war gestern von Esprit in Ratingen auf PZ-Anfrage keine Antwort zu bekommen.

    693 800 Euro JahresumsatzWeitere 1000 Quadratmeter Fläche stehen auf der rechten Seite des Neubaus für Einzelhandelsaktivitäten zur Verfügung. Sicher ist bereits, dass sich auf einem Teil dieser Fläche das Hamburger Filial- und Franchise-Unternehmen „Back-Factory“ niederlassen wird. Bico: „Der Vertrag ist bereits unterschrieben.“

    Die Selbstbedienungs-Bäckerei eröffnete 2002 ihre erste Filiale in Bielefeld. Inzwischen wurden bundesweit 122 Filialen mit knapp 850 Arbeitsplätzen eröffnet. Wann die Backöfen in Pforzheim angeheizt werden, ist indessen noch unklar. Denn: Nach Angaben von Centrum-Projektleiter Bico solle der rechte Handelsteil erst dann in Betrieb genommen werden, wenn ein dritter Mieter – der neben der Back-Factory die rechte Haushälfte belegt – gefunden ist. „Das kann sich bis Mai hinziehen“, erklärte Bico und meinte: „Wir haben gewisse Vorstellungen bezüglich der Miete und die müssen entsprechend am Markt platziert werden“.

    Indessen wies er vehement Gerüchte zurück, wonach das spanische Mode-Label Zara der Dritte im Bunde sein werde. „Wir haben keinen Kontakt mit Zara aufgenommen, es gibt keinerlei Gespräche“, betonte Bico. Damit geht das Rätselraten um den unbekannten Mieter weiter.

    Unterdessen ist auf der Web-Seite der Back-Factory nachzulesen, dass die Filialen des Unternehmens mit Hauptsitz in Hamburg einen durchschnittlichen Bruttoumsatz pro Jahr von 693 800 Euro erzielen würden (Stand 2009). Dies sei der höchste Durchschnittsbruttoumsatz der Selbstbedienungsbäckerei-Branche.

    Der Modekonzern Esprit gab kürzlich sein Halbjahresergebnis bis Ende 2009 mit umgerechnet 1,7 Milliarden Euro bekannt. Die Aktiengesellschaft hat ihren Unternehmenssitz auf den Bermudas, weitere Standorte sind das deutsche Ratingen sowie Kowloon in Hongkong. Vorstandsvorsitzender Ronald van der Vis hob bei der Vorlage der Bilanzzahlen hervor: „Unsere Einzelhandelsexpansion setzt sich mit Fokus auf die Qualität des Wachstums fort. In den sechs Monaten des Berichtszeitraums haben wir unsere Verkaufsfläche um 5,9 Prozent erweitert.“ Laut van der Vis ist das „Potenzial der Marke Esprit sowohl in den bestehenden als auch in neuen Märkten groß“. Der Konzern betreibt weltweit neben Shop-in-Shop-System über 800 direkt geführte Einzelhandelsgeschäfte. Er belegt mehr als 1,1 Millionen Quadratmeter Verkaufsfläche in über 40 Ländern und beschäftigt rund 16 000 Mitarbeiter.

    www.esprit.comwww.backfactory.de

  2. #2
    Neuer Benutzer
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    Standard Toll, eine weitere Bäckerei ...

    ... das sind ja Wahnsinns-Nachrichten! Eine super Ergänzung wäre noch ein Handy-Shop oder ein Billig-Klamottenladen - davon haben wir in der Innenstadt ja noch nicht genug. Dieser Standort am Leo wäre für H&M prädestiniert gewesen - das hätte die gesamte Innenstadt wirklich belebt. Die Schlösslegalerie hingegen zieht eher noch die Leute aus der Innenstadt raus. Hier hat man wirklich Chancen verpennt! Hätte man lieber die Infrastruktur der Geschäfte in Richtung Sedanplatz/Fluss ausgebaut - dann würde sich vielleicht auch mal eine attraktive Geschäftswelt zum Bummeln und verweilen entwickeln, wie das in anderen Städten üblich ist. Und die ehemaligen Sinn-Leffers-Räume würden nicht so ein trostloses Bild bieten. Wann wachen die Stadtplaner endlich auf?

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